Schlagwort-Archive: Entnahme

Brandenburg schreibt Werkvertrag für staatlichen Wolfsjäger aus

Auf dem Vergabeportal des Landes Brandenburg ist ein Werkvertrag ausgeschrieben, die im Rahmen des Vertrags zu erbringenden Leistungen sind mit „Ermittlung und Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe und Vergrämung, Fang und Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe im Land Brandenburg“ etwas sperrig beschrieben. Das LfU bestätigte gegenüber JAWINA die Authentizität der Ausschreibung. Unter dem Punkt „Vertragsgegenstand“ heißt es in der (der JAWINA-Redaktion vorliegenden) Ausschreibung: „Der Vertrag beinhaltet die Ermittlung und Bewertung von vermehrten Kontakten des Wolfes zum Menschen sowie die Erarbeitung eines gutachterlichen Vorschlags zum Umgang mit solchen Tieren. Auf dieser Grundlage entscheidet die Fachbehörde für Naturschutz über den weiteren Umgang mit solchen Tieren. Fällt die Entscheidung zur Vergrämung, zum Fang oder zur sonstigen Entnahme aus der Natur, wird der Auftragnehmer in die weiteren Maßnahmen mit eingebunden. Der Vertrag wird als Rahmenvertrag (01.12.2017 bis 30.11.2020) geschlossen und nach tatsächlich erbrachter Leistung abgerechnet.“

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Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen „Entnahme-Beauftragte“

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei „fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar“, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe „zeitnah eine Klage“ gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

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Sachsen: Umweltministerium genehmigt Wolfsabschuss

Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erteilt Einvernehmen zur Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen zur Entnahme eines Wolfes

Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) hat gestern zu der beabsichtigten artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen zur Entnahme eines Wolfes das Einvernehmen erteilt. Mit dem Erlass dieser Ausnahmegenehmigung kann im Bereich des Rosenthaler Rudels ein Wolf aus der Natur entnommen werden. Die Genehmigung gilt nur für mit der Entnahme beauftragte Personen und nur für einen Wolf, der entsprechend geschützte Weidetiere angreift. Über die sach- und rechtskonforme Entscheidung wurden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) sowie eine Reihe von Naturschutzverbänden informiert.

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Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

Petitionen gegen Entnahme der Hybriden

Nachdem das Thüringer Umweltministerium beschlossen hat, die sechs Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf aus Artenschutzgründen zu entnehmen, sind die ersten Morddrohungen gegen Thüringer Jäger eingegangen. Dies bestätigte der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen (LJV), Steffen Liebig, gegenüber dem MDR. „Selbsternannte Tierschützer“ wollten so Druck aufbauen, erklärte Liebig. Der LJV befürwortet den Abschuss der Hybriden und fordert die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Angesichts der Drohungen gegen Jäger lehnte Liebig eine aktive Beteiligung der Jägerschaft an der Entnahme der Hybriden jedoch ab. Der LJV-Präsident wies auch auf die ungelösten rechtlichen Probleme hin: Die Wölfin und ihre Welpen unterlägen nicht dem Jagdrecht, auch die Wolfshybriden sind nach geltendem Recht in Deutschland streng geschützt.

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Thüringen: Sechs Wolfshybrid-Welpen sollen „entnommen“ werden

Der Verdacht, die standorttreue Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf sei nicht mehr allein, hat sich bestätigt. Fotofallen-Aufnahmen der vergangenen Tage zeigen die bekannte Wölfin mit sechs Jungtieren beim Streifzug durch das Revier. Bei den Nachkommen handelt es sich nach Information der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zweifelsfrei um Hybride – also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Die vier weiblichen und zwei männlichen Jungtiere werden auf ein Alter von rund 5 Monaten geschätzt.

Das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) hat das weitere Vorgehen eng mit der DBBW abgestimmt. Die Empfehlung der Experten ist eindeutig. Aus Artenschutzgründen müssen die Jungtiere aus der Natur entnommen werden. Damit wird die Wildtierpopulation Wolf vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt. Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden. Da der Aktionsradius der Tiere schnell wächst und sie bereits im Winter geschlechtsreif werden, d.h. eigene Reviere suchen, empfehlen die Experten eine möglichst schnelle Tötung.

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„Jagdrecht keine Lösung“ – Gemeinsame Erklärung von BMUB und niedersächsischem Ministerpräsident zum Wolfsmanagement

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) haben eine „Gemeinsame Erklärung“ zum Wolfsmanagement bzw. Wolfsschutz veröffentlicht. Darin heißt es u.a. „Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Wölfe, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten, sind zu beobachten und gegebenenfalls zu töten. Eine entsprechende Entnahme sei in Niedersachsen bereits einmal vorgenommen worden (Tötung des Wolfes MT-6). Darüber hinaus sei als letzte Konsequenz die Entnahme ganzer Rudel möglich: „Hierzu kann in letzter Konsequenz als Einzelmaßnahme auch die Entnahme eines Rudels gehören, wenn die gemeinschaftliche jagenden Individuen gelernt haben, sämtliche der empfohlenen und zumutbaren Schutzmaßnahmen zu überwinden, so- weit die übrigen Ausnahmevoraussetzungen erfüllt sind.“ Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sei „keine zielführende Aktion“, heißt es weiter.

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Thüringen: Umweltministerium erwägt Wolfsabschuss

+++ Zehn neue Fotofallen: Thüringer Wölfin soll besser überwacht werden +++ ABM-Maßnahme für Nabu-Leute? „Kompetenzstelle“ für Thüringer Wölfe gefordert +++ Schweiz: Schutzstatus des Wolfs soll gelockert werden +++ Songhees-Stamm in Kanada: Wolf ist Inkarnation des Häuptlings +++ Sachsen: „Schweinischer Betrug“ vor Gericht +++

Das Thüringer Umweltministerium unter der Leitung der grünen Ministerin Anja Siegesmund erwägt den Abschuss der Ohrdrufer Wölfin. Diese hat mehrfach als sicher geltende Einzäunungen überwunden und Schafe gerissen. Der ebenfalls grüne Umwelt-Staatssekretär Olaf Möller sagte gegenüber dem MDR Thüringen, wenn es tatsächlich so sei, dass der Wolf den optimalen Schutz überwindet, werden wir zur Tat schreiten.“ Noch vor vier Wochen habe Ministerin Siegesmund Forderungen nach einer Jagd auf Wölfe als Aufruf zur Straftat bewertet, so der MDR [warum nicht gleich zur Volksverhetzung?, Anm. d. Red.].

Insgesamt sind in den letzten Wochen 74 Schafe und Ziegen in der Umgebung von Gotha gerissen worden. Bei 55 steht der Wolf als Verursacher bereits fest, in den anderen Fällen laufen die DNA-Untersuchungen noch.

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Dammann-Tamke fordert „Erziehungsplan“ für Wölfe

+++ Erstmals seit 200 Jahren: Wolfsnachwuchs in Dänemark +++ Wolf im Hochschwarzwald gesichtet +++

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke hat bei einem Vortrag in Garlstedt einen „Erziehungsplan für Wölfe“ gefordert. Der Bestand sei groß genug, die Wolfspopulation gesichert. Es sei an der Zeit, Regelungen für ein friedliches Zusammenleben zu treffen. Der Wolf müsse lernen, sich vom Menschen, seinen Siedlungen und Nutztieren fernzuhalten. Dem Osterholzer Kreisblatt zufolge sagte Dammann-Tamke, die EU erwarte einen guten Erhaltungszustand der Population, sie verlange nicht, dass dem Wolf kein Haar gekrümmt werde. Den guten Erhaltungszustand sieht Dammann-Tamke bereits als gegeben an, damit dürfe der Wolf auch bejagt werden. Die Unterscheidung der Wolfspopulation in zwei räumlich getrennte Gruppen unterschiedlicher Herkunft – die sogenannte deutsch-westpolnische oder auch mitteleuropäische Flachlandpopulation und die nordosteuropäisch-baltische – die den geforderten günstigen Erhaltungszustand jeweils noch nicht erreicht hätten, wertete Damman-Tamke als „politischen Versuch, den Erhaltungszustand künstlich zu verschleiern.“

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Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Wir diskutieren Entnahme von Wolfsrudeln“

In einem lesenswerten Interview äußert sich Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in der taz zur Gefahr, die vom Wolf für Menschen ausgeht und über die Bedrohung der Weidetierhaltung in Gebieten, wo Herdenschutz nicht oder kaum möglich ist wie auf Deichen oder Almen. Dort müsse möglicherweise die Ansiedlung von Wolfsrudeln verhindert werden, „indem man komplette Rudel schießt.“ „Wir“ seien in dieser Frage „komplett romantikfrei“, so der ehemalige Nabu-Präsident Flasbarth. Der Bejagung des Wolfs erteilte er indes eine Absage – auch wenn der „günstige Erhaltungszustand“ erreicht sei. Entschädigungszahlungen an Weidetierhalter sollen beschleunigt und entbürokratisiert werden, Agrarsubventionen so umverteilt werden, dass auch das Freimähen der Elektrolitze noch vom Steuerzahler gefördert wird. Die Behauptung – oder Feststellung? – dass es Leute gebe, die vom Wolf lebten – „Biologen und Beamte beispielsweise“ – hält Flasbarth nicht für einen „Beitrag zur Versachlichung.“ Leseempfehlung. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen und verlinkten Artikels im taz-Archiv. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Tschechien: Wolfs-Hybride soll „entnommen“ werden

Die Wölfe im Schluckenauer Zipfel, einer Region im Norden Tschechiens an der Grenze zu Deutschland, sind Mischlinge. Das berichtet die Sächsische Zeitung unter Berufung auf das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen.“ Demnach ist nur das Muttertier des Rudels eine reinrassige Wölfin, der Vater war ein Hund. Zwei der drei Nachkommen sind bereits tot, einer wurde überfahren, ein weiterer erschossen. Auch der dritte und letzte soll nun „entnommen“ werden, damit sich die Hundegene nicht weiter unter der Wolfspopulation ausbreiten. Das tschechische Umweltministerium hat die Jäger vor Ort mit dem Abschuss des Tiers beauftragt. Die dazu erforderliche artenschutzrechtliche Sondergenehmigung wurde bereits erteilt. SE

Beitragsbild: Waldgebiet im Schluckenauer Zipfel. Foto: SE

Brandenburg: Entwurf der WolfsVO liegt vor

Verordnung soll Vergrämung von Wölfen sowie Tötung von Problemwölfen, Wolfshybriden und verletzten Wölfen regeln

Der Entwurf zur Brandenburger Wolfs-Verordnung (WolfsVO) ist vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an die Gremien zur Abstimmung übersandt worden. In dem Verordnungsentwurf (der der Red. vorliegt) wird die Vertreibung von Wölfen sowie der Umgang mit Problemwölfen, Wolfshybriden – also Mischlingen von Wölfen und Hunden – und schwerst verletzten Wölfen geregelt. Die beteiligten Verbände und Interessengruppen sind aufgefordert, „Anregungen und Bedenken zu dem vorgelegten Entwurf einer Wolfsverordnung bis zum 30. Juni 2017“ zu übermitteln, wie es im Begleitschreiben heißt.

§ 1 der WolfsVO befasst sich mit dem Vertreiben von Wölfen: Demnach sollen Wölfe, „die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.“

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Schäferin fordert: „Wölfe wie jedes andere Wild jagen!“

Verbände wollen Entnahme von Problemwölfen erschweren

Immer wieder interessant, wie schnell und gründlich sich Standpunkte ändern können, wenn man selbst betroffen ist: „Meine Einstellung zum Wolf hat sich grundlegend geändert“, bekannte die niedersächsische Schäferin Gabriele Lebermann gegenüber der Kreiszeitung Wochenblatt. Grund für den plötzlichen Sinneswandel ist ein Wolfsangriff auf ihre Schafherde im Landkreis Harburg, dem innerhalb von zwei Tagen zwei ihrer Schafe zum Opfer fielen. Wölfe kämen den Ortschaften immer näher, hätten keine natürlichen Feinde und vermehrten sich jedes Jahr um 30 Prozent, lauten die neuen Erkenntnisse der Schäferin. Fazit: Sie sollten „wie jedes andere Wild“ bejagt werden.

Die Verbände Nabu und International Fund for Animal Welfare (IFAW) wollen derweil die Entnahme von Problemwölfen erschweren. Die Bundesländer müssten mehr für Vorbeugung und Monitoring tun, in einem offenen Schreiben fordern sie einen „einheitlichen Umgang mit auffälligen Wölfen.“ Vor der Abschussfreigabe verhaltensauffälliger Wölfe solle in jedem Fall die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) konsultiert werden. Ein zentraler Baustein des DBBW, so Nabu und IFAW, sei ein Expertengremium, das die Bundesländer im Umgang mit auffälligen Wölfen berät.

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Thema Wolf heute bei Plasberg

Wolf bei Stolpe überfahren – Petition gegen Abschuss des Görlitzer Problemwolfs

In der von Frank Plasberg moderierten Talkshow „Hart aber fair“ im ersten Programm (WDR) des deutschen Staatsfunks geht es am heutigen Montag Abend ab 21.00 Uhr um das Thema „Mensch raus, Wolf rein – wieviel Naturschutz verträgt unser Land?“. In Anbetracht der hochkarätig besetzten Gästeliste – angekündigt sind Bestsellerautor und Baumstreichler Peter Wohlleben, Nabu-Präsident Tschimpke, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sowie, in der Funktion des Buhmanns Roland Tichy und Antipathieträger Franz zu Salm-Salm – ist die übliche total ausgewogene Diskussion auf höchstem intellektuellen Niveau zu erwarten. Deshalb rufen interessierte Kreise dazu auf, die Sendung zu verfolgen und von der Möglichkeit der Publikumsbeteiligung, soweit möglich, Gebrauch zu machen.

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Naturschutzverbände kritisieren geplanten Wolfsabschuss

Die Naturschutzverbände Nabu, WWF und IFAW kritisieren die vom sächsischen Umweltministerium erteilte Abschussgenehmigung (JAWINA berichtete) für einen vermeintlichen Problemwolf in der Umgebung von Görlitz. Das Tier, das als Welpe von Menschen gefüttert worden sein soll, war immer wieder in Ortschaften gesehen worden, wo er beispielsweise an Komposthaufen nach Nahrung suchte. In einer gemeinsamen Stellungnahme der Verbände heißt es: „Uns liegen derzeit keine Hinweise vor, dass der Wolfsrüde eine akute Gefahr für den Menschen darstellt. Auch wurden offenbar die Experten der extra dafür eingerichteten Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) nicht angehört. Die Einschätzung der in Deutschland führenden Wolfsforscher vom LUPUS Institut in Sachsen wurde sogar offensichtlich bewusst ignoriert.

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Sachsen: Problemwolf im Landkreis Görlitz soll entnommen werden

Umweltministerium erteilt Einvernehmen für Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Görlitz

Im Landkreis Görlitz soll ein Wolf aus der Natur entnommen werden, der sich in den letzten Wochen auffällig verhalten hat. Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat zu der sach- und gesetzkonformen Entscheidung des Landratsamtes Görlitz, nach der eine entsprechende artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung getroffen wurde, das Einvernehmen erteilt.

Das betreffende Tier war in den vergangenen Monaten immer wieder in Siedlungsbereichen des Landkreises Görlitz aufgetaucht und hatte nach Futter gesucht. Durch genetische Untersuchungen von gefundenen Haaren konnte die Identität des Wolfes ermittelt werden. Es handelt sich um einen knapp zweijährigen Wolfsrüden, der aus dem polnischen „Ruszow-Rudel“ stammt, dessen Territorium sich direkt angrenzend an Sachsen etwa auf der Höhe von Rothenburg/O.L. befindet.

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Landrat: „Entnahme“ der Goldenstedter Wölfin denkbar

Der Erste Kreisrat des Landkreises Diepholz, Wolfram van Bellen, hat gegenüber der Kreiszeitung erklärt, dass er die Entnahme der Goldenstedter Wölfin für denkbar hält. Die Wölfin ist für eine Vielzahl von Nutztierrissen im Kreisgebiet verantwortlich und zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, auch sehr gut gesicherte Schutzzäune überwinden zu können. Beim letzten Angriff am 15. Mai wurden acht Schafe getötet. Im Landkreis Diepholz gebe es mehr Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere als in der Lüneburger Heide, erklärte Wolfsberater Dr. Marcel Holy der Kreiszeitung zufolge in einem Vortrag im Kreishaus. In der Lüneburger Heide seien jedoch fünf Rudel nachgewiesen, im Landkreis Diepholz hingegen nur die eine Wölfin.

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„Kurti“ ist tot

Auffälliger Wolf „MT6“ wurde getötet

Ein zu wenig Scheu vor Menschen zeigender Wolf ist in Niedersachsen getötet worden. Das «Kurti» genannte Tier aus dem Munsteraner Rudel sei am Mittwochabend im Heidekreis abgeschossen worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag mit. Der Wolfsrüde hatte sich in den vergangenen Tagen Menschen bis auf wenige Meter genähert und soll zudem einen Hund gebissen haben. «Darum sind in dieser Situation Maßnahmen zur Gefahrenabwehr notwendig», erklärte die niedersächsische Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz.

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Niedersachsen: Umweltministerium ordnet Entnahme von Problemwolf an

Staatssekretärin Kottwitz unterrichtet Umweltausschuss: Ministerium ordnet Entnahme des besenderten Wolfs vom Truppenübungsplatz Munster an

Die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Almut Kottwitz hat am (heutigen) Montag den Umweltausschuss des Landtages über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem besenderten Wolf vom Truppenübungsplatz Munster (MT6) unterrichtet. Das lässt das niedersächsische Umweltministerium in einer Pressemitteilung verlauten. Darin heißt es:
„Das Tier hatte bei Nahbegegnungen mit Spaziergängern im Landkreis Celle gestern und heute eine auffällige Distanzlosigkeit gezeigt. Daraufhin haben Experten des Wolfsbüros aus dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Ablauf vor Ort untersucht. Das Umweltministerium hat den Auftrag erteilt, den Wolf zu betäuben und ihn in ein Gehege zu transportieren.

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Niedersachsen: Umweltministerium bereitet „Entnahme“ von „Problemwolf“ vor

Der für sein Wolfsmanagement von der Opposition wiederholt vehement kritisierte niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hat in der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt, dass er die „Entnahme“ des Problemwolfs aus dem Munsteraner Rudel vorbereiten lasse. Das berichtet der NDR. Der ungewöhnlich zutrauliche Wolf hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach Menschen und menschlichen Siedlungen genähert, eine Frau mit Hund verfolgt und am Zaun einer Flüchtlingsunterkunft übernachtet. Auch als Experten im Auftrag des Umweltministeriums den besenderten Wolf mittels Funkpeilung aufspürten, hielt er sich in der Nähe einer Ortschaft auf.

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Italien will Wölfe abschießen lassen

„Wir haben zig Millionen für die Rückkehr der Wölfe in unsere Wälder und Berge ausgegeben […], jetzt müssen wir noch ein paar Euro in Kugeln investieren, schreibt die italienische Tageszitung La Republicca. 1971 war der Wolf in Italien fast ausgestorben und wurde unter Schutz gestellt. Inzwischen leben wieder zwischen 1070 und 2452 Wölfe im Apennin, zwischen 100 und 150 in den Alpen. Das italienische Umweltministerium hat nun einen Plan vorgelegt, der eine „Entnahme“ von Wölfen vorsieht, weil die Schäden für Viehhalter und Hirten untragbar geworden seien. Das Vorhaben löste, wie zu erwarten war, heftige Proteste unter italienischen Tierschützern aus.

Als Beispiel für die Konflikte zwischen Mensch und Wolf führt La Republicca die Provinz Grosseto in der Toskana an, die „die Heimat für etwa die Hälfte der zwischen 550 und 600 Wölfe und Wolfshybriden in der Toskana“ sei. Im Jahr 2010 seien 2.296.659 Euro ausgegeben worden, um Hybridisierung von Wolf und Hund zu verhindern bzw. Hybriden zu entfernen. 2011 seien 1.657.636 Euro investiert worden, um Konflikte zwischen Wölfen und menschlichen Aktivitäten zu verhindern. Im Jahr 2014 wurde ein mit vier Millionen Euro dotierter Dreijahresplan zur Entschädigung von Viehzüchtern verabschiedet.

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Niedersachsen: CDU fordert „Entnahme“ von Problemwolf

Landtagsabgeordneter: „Präventionsmaßnahmen aus der „Richtlinie Wolf“ reichen offenbar nicht aus“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann hat in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses umgehend konsequente Maßnahmen im Umgang mit dem „Goldenstedter Problemwolf“ im Landkreis Vechta gefordert. Das teilt die niedersächsische CDU-Fraktion in einer Presseerklärung mit. Darin wird der Landtagsabgeordnete folgendermaßen zitiert: „Ein Wolf, der sich auch durch Elektrozäune nicht abschrecken lässt und ein regelrechtes Blutbad auf der dahinterliegenden Weide anrichtet, muss umgehend aus der Population entnommen werden – bevor sich dieses Verhalten auf andere Tiere seines Rudels überträgt.“ Das Tier hatte am vergangenen Freitag auf einer Wiese trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen neun Schafe gerissen und zahlreiche weitere Tiere verletzt. Die ortsansässigen Schäfer sowie der zuständige Wolfsberater gehen davon aus, dass es sich um dieselbe Wölfin handelt, die wahrscheinlich auch zahlreiche weitere Schafe in der Region gerissen hat.

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