Schlagwort-Archive: Einschleppung

ASP: Keine Produkte aus Seuchengebieten im Handel

Seit heute bietet der Lebensmittel-Discounter Lidl Rohwurst aus Polen an. Kann so die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt werden? Das Friedrich-Loeffler-Institut gibt in einer Stellungnahme gegenüber dem DJV Entwarnung.

„ASP-Risiko: Lidl verkauft polnische Rohwurst“, titelt die Fachzeitschrift top agrar auf ihrer Internetseite und bezieht sich auf das aktuelle Werbeprospekt der Discounters. Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt: Besteht durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses? Der DJV hat das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, um Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor: „Es gibt, wie bei allen anzeigepflichtigen Tierseuchen, strenge Auflagen bzw. Beschränkungen für die Restriktionszonen, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet werden. Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter. Das, was in den Handel geht, stammt von gesunden Tieren und ist nach bestem Wissen und Gewissen frei von Tierseuchen.“

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BJV: Größtes Risiko für ASP-Einschleppung ist der Mensch, nicht das Wildschwein

Ist das Wildschwein schuld an der Schweinepest?

Seit rund drei Jahren gilt die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, für Deutschland als eine der größtmöglichen Katastrophen für die heimischen Schweinehalter. Die Angst ist groß, dass Wildschweine die Seuche auch nach Bayern bringen. Der Bayerische Jagdverband warnt vor Hysterie und setzt auf Fakten statt auf Emotionen.

Wild, also auch Wildschweine sind in Bayern ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur“ steht im Bayerischen Jagdgesetz. Nach dem Bundesjagdgesetz sind die Jäger auch verpflichtet, Wildschweine vor Krankheiten zu schützen. Doch seit die Afrikanische Schweinepest 2014 in Osteuropa aufgetreten ist, herrscht Katastrophenalarm. Landauf, landab wird zum Angriff auf Wildschweine geblasen, obwohl bisher in Deutschland die Afrikanische Schweinepest noch nie aufgetreten ist.

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Risikobewertung geändert: FLI sieht hohes Risiko für Einschleppung der ASP nach Deutschland

Update: BMEL bestätigt: Bereits 29 infizierte Wildschweine in Tschechien – FLI: Hygienemaßnahmen bei der Jagd kommt besondere Bedeutung zu

Ende Juni meldete die Tschechische Republik erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten des Landes (JAWINA berichtet). Hierdurch ändert sich die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für den Eintrag der ASP durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen von gering auf mäßig. Außerdem nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen in Polen zu. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Nachfrage von JAWINA bestätigt, sind in Tschechien bereits 29 mit ASP infizierte Wildschweine nachgewiesen worden.

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