Schlagwort-Archive: eingeschläfert

Brandenburg. Berliner Ring wegen verletztem Wolf gesperrt

Auf dem östlichen Berliner Ring auf dem Zubringer zur A10 in der Nähe des Autobahndreiecks Barnim ist heute früh gegen 7 Uhr ein verletzter Wolf gefunden worden. Ein Autofahrer hatte den verletzten Wolf gegen 6.40 Uhr gemeldet. Die Polizei richtete daraufhin eine Vollsperrung der A11 vor dem Dreieck Barnim ein. Ob der Wolf angefahren wurde oder anderweitig verletzt wurde, steht noch nicht mit letzter Sicherheit fest: Laut Polizei wurde kein Unfallfahrzeug gemeldet oder ermittelt. Der Fundort des Wolfs liegt ungefähr 3,5 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Als die Polizei gegen 7.30 am Fundort eintraf, lag der offenbar schwer verletzte Wolf an der Betonbegrenzung des Zubringers. Der Amtstierarzt betäubte den Wolf mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr, später wurde er aufgrund der Schwere der Verletzungen eingeschläfert. Der Kadaver wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, der vermutlich eine weitere Untersuchung veranlassen wird. Erst um 10.30 konnte die Autobahn wieder freigegeben werden, es bildete sich ein erheblicher Rückstau. red.

Beitragsbild: Verletzter Wolf auf der A10. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser G.U. für den Hinweis!

Nach vermeintlicher „Rettung“: Bisonkalb musste eingeschläfert werden

Es ist eine traurige Geschichte von Entfremdung und falsch verstandener Tierliebe: Zwei Besucher – Vater und Sohn – des amerikanischen Yellowstone Nationalparks entdeckten ein vermeintlich verlassenes Bisonkalb. In „deplatzierter Besorgnis um das Tierwohl“ – die Besucher dachten, dem armen kleinen sei bestimmt kalt – wie Morgan Warthin von Nationalpark-Service in einem ungehaltenen Statement schreibt, sannen sie auf Rettung: Sie schleppten das Kalb zu ihrem SUV, packten es in den Kofferraum – vermutlich nicht ohne etliche tröstende Streicheleinheiten zu applizieren – und fuhren es zu einer Servicestation des Nationalparks. Doch dort empfing man die Möchtegern-Tierretter nicht als Helden – sondern reagierte ausgesprochen gereizt. Aus gutem Grund: Eine Woche lang versuchten Park-Mitarbeiter, das Kalb wieder in seine Herde zu integrieren. Doch nachdem es menschliche Witterung angenommen hatte, wurde es von der Herde verstoßen.

Weiterlesen