Schlagwort-Archive: Drückjagd

Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE

SachsenForst wegen Absperrung bei Jagd angezeigt

Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Erzgebirge, Karsten Bergner, hat wegen einer am 11. Oktober im Revier Grumbach (Forstbezirk Neudorf, Revierteil Schindelbach)  veranstalteten Bewegungsjagd eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen für diese Jagd eingelegt. Zur Begründung führt Bergner an, dass bereits am Vortag „die Reviergrenze des SBS- Reviers zum Bundesforst entlang der kompletten Eisenstraße von Mittelschmiedeberg bis fast an die B 174 auf einer Länge von 6 km durchgehend mit Warnband abgelappt“ worden sei. Das Warnband habe sich z.T. direkt am Straßenrand, z.T. auch ca. 100 Meter im Bestand befunden. Die Absperrung sei bis zum Ende der  Jagd aufrecht erhalten worden. Damit liege, so Bergner, „klar ein Verstoß gegen § 19 Abs.1 Nr.3 BJG […] und gegen die gleichlautende Regelung des Sächsischen Jagdgesetzes vor.“ Sogar Gewässer seien mit Warnband abgelappt worden , während „alle anderen Reviergrenzen,  z.B. zur Feldflur Großrückerswalde nicht mit Warnband gesperrt waren.“ Bergner: Da gerade hier mit Besucherverkehr zu rechnen sei, „werde auch klar, dass die Absperrung mit Warnband nicht dem Schutz der Bevölkerung diente.“

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Bayern: CSU-Bundestagsabgeordneter wirft Staatsforsten „Ausrottungsstrategie“ vor

Der bayerische CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein hat den Bayerischen Staatsforsten eine „Ausrottungsstrategie“ und einen „überzogenen Abschuss von Gams- und Rehwild“ vorgeworfen. Die Vorwürfe stehen in Zusammenhang mit einer Drückjagd im Staatsforstbetrieb Forchheim im Januar, bei der sechs Sauen und 61 Rehe erlegt worden waren, obwohl der Abschussplan für dieses Jahr nur 22 Rehe vorsah, von denen 19 bereits zum Zeitpunkt der Jagd bereits gestreckt waren. Der Jägerausschuss Oberfranken hat mittlerweile beantragt, dem Leiter des Forstbetriebs, Stephan Keilholz, sowie dem Jagdleiter wegen „schwerer Verstöße gegen die Grundsätze der deutschen Weidgerechtigkeit“ den Jagdschein zu entziehen. Der Bayerische Jagdverband (BJV) und ein Tierschutzverband haben in seltener Einmütigkeit Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Der Forstbetriebsleiter nimmt dem Bericht zufolge für sich in Anspruch, „dass er den dreijährigen Abschussplan bereits im ersten Jahr erfüllen könne.“ Dieser Auffassung habe sich das bayerische Landwirtschaftsministerium in einem Schreiben an die zuständige untere Jagdbehörde angeschlossen: Diese Variante sei rechtlich grundsätzlich zulässig, in der Praxis aber eher selten.“

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DJV gibt Hinweise zur Sicherheit bei der Erntejagd

Wenn Landwirte auf den Feldern die Ernte einholen, bietet sich Jägern die Chance, vor allem Wildschweine zu bejagen. In der sonst dicht bewachsenen Feldflur ist die Erntejagd eine effektive Methode. Dabei steht die Sicherheit ganz vorn, Hinweise gibt der DJV.

Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht.

Sicherheit geht jedoch vor Jagderfolg: Jäger und Landwirte sollten Erntejagden eng abstimmen und sorgsam vorbereiten. Alle beteiligten Personen sollten aus Sicherheitsgründen gut und weithin sichtbar sein – idealerweise durch das Tragen von Warnwesten. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und an das Jagdgebiet angrenzende Pferde- oder Viehhalter zu informieren.

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Wieder einmal: Peta zeigt Drückjagd-Teilnehmer an

Die militante Tierrechtsorganisation Peta hat Anzeige gegen die Teilnehmer einer revierübergreifenden Drückjagd im Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW) erstattet. Weil die Polizei die Teilnehmer nicht gleich ermitteln konnte, wurde Anzeige gegen die Vorsitzende des Hegerings Ennepetal als Organisatorin der Jagd eingeleitet, berichtet die Westfalenpost. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt. Auf der Drückjagd waren 70 Wildschweine erlegt worden. SE

Beitragsbild: Streckelegen bei einer Drückjagd. Foto: SE

Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich „einen guten Job“ gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis hebt Drückjagdverbot auf

Treib- und Drückjagden sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt bis 2019 durchgehend erlaubt – Die Jagdverbote zwischen 11. Januar und 31. Juli wurden wegen Schweinepestgefahr ausgesetzt.

In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es dazu: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist als Untere Jagdbehörde auf die Ausnahme vom Verbot der Treib- oder Drückjagd bis zum 31.03.2019 im eigenen Zuständigkeitsbereich hin. Aufgrund der anhaltend hohen Gefährdung des Schwarzwildbestandes in Mecklenburg-Vorpommern durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung für das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald erlassen.

»Grundsätzlich gilt normalerweise in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Juli eines jeden Jahres ein Verbot der Jagdausübung in Form der Treib- oder Drückjagd. Mit der nunmehr geschaffenen Ausnahmeregelung werden die Jagdbezirke im Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. März 2019 komplett vom vorgenannten Treib- oder Drückjagdverbot freigestellt«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim.

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Brandenburg: Pferd bei Drückjagd getötet

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree ist ein Pferd bei einer Drückjagd getötet worden. Nach ersten Ermittlungen hatte der Schütze ein Stück Rotwild beschossen. Das Projektil sei beim Durchschlagen des Wildkörpers vermutlich abgelenkt worden, sagte der Jagdleiter der Märkischen OnlineZeitung. Das Pferd wurde an der Stirn getroffen und ist sofort verendet. Ein Tierarzt konnte nur noch den Tod des Pferds feststellen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, der Kadaver wurde zur weiteren Untersuchung ins Landeslabor Berlin-Brandenburg gebracht. SE

Beitragsbild: Pferd (beim Sandbad). Foto: SE

Baden-Württemberg: Drückjagd-Teilnehmer findet menschlichen Schädel in Dachsbau

Ein Jäger hat bei einer Drückjagd bei Hüfingen-Behla (Schwarzwald-Baar-Kreis) einen menschlichen Schädel in der Nähe eines Dachsbaus gefunden. Der Schädel dürfte schon längere Zeit an dem Fundort gelegen haben, er war stark mit Moos überwachsen und teilweise mit Erde überdeckt. Einem Bericht des Schwarzwälder Boten zufolge fehlt der Unterkiefer, ansonsten weise der Schädel jedoch keine Anzeichen von Gewalteinwirkung auf. Die Polizei sperrte den Fundort ab und stellte die menschlichen Überreste sicher. Weitere Teile des Skeletts wurden nicht gefunden. Die Polizei hofft, unter anderem mit Hilfe von DNA-Analysen die Identität des Toten aufklären zu können. Der Abgleich mit der Vermisstenkartei ergab bislang keine brauchbaren Hinweise. SE

Beitragsbild: Dachs in Dachsbau. Foto: SE

Unheimlich nah dran

Die folgende kleine Geschichte zunächst einmal aus meiner Perspektive: Rahmenhandlung: Eine Drückjagd in Brandenburg. Ich gehe mit dem Revierförster durch. Das Telefon des Försters klingelt. Ein Jagdgast ruft an: „Ja? Was? Nicht schlecht… Soll ich Ihnen jemand vorbeischicken? Nein. Gut. Na dann, alles Gute!“ Telefonat beendet. „Der sitzt auf der 249“, sagt der Förster, „Das ist ein Erdsitz. Und an dem sind gerade in 20 Meter Entfernung sechs Wölfe vorbeigezogen. Fühlt sich wohl gerade ein bisschen unbehaglich.“

Auf der 249 saß an diesem Tag Eckhard G., ein allseits geschätzter Jagdgast, der seit vielen Jahren bei den Drückjagden hier dabei ist. Ich habe ihn gebeten, diese Nahbegegnung aus seiner Sicht zu schildern – hier ist seine Geschichte: „Erst kamen sie den Hang hoch. Sie zogen auf die Schneise, wo vor einer halben Stunde noch drei Rehe anwechselten. Auf der Schneise schoss ich ein Kitz. Genau fünf Meter hinter dem toten Stück überquerten die Wölfe die Schneise. Da machte ich mir schon Gedanken: Wenn sie mir mein Kitz wegnehmen, was dann? Soll ich es verteidigen? In die Luft ballern?“ In Eckhards Nachricht steht hinter den Fragezeichen jeweils ein Smiley… „Nein, sie zogen alle sechs brav am toten Stück vorbei, dann um mich herum. Ich stand auf und machte noch Fotos im hohen Gras.

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Drückjagd nimmt böses Ende für zwei Jagdhunde

Eine Drückjagd am Samstag im Lebacher Wald im Saarland nahm einen schlimmen Ausgang für zwei beteiligte Jagdhunde: Ein vierläufiger Jagdhelfer wurde von einem Jäger durch einen Schuss versehentlich tödlich getroffen, während der Hund einem Wildschwein nachjagte. Gezielt hatte der Jäger auf das Wildschwein. Ein anderer Jagdhund verursachte auf der B 268 zwischen Lebach und Schmelz einen Verkehrsunfall. Der Hund wurde leicht verletzt. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdhund (Symbolbild). Foto: SE

Schon wieder: Peta erstattet Anzeigen gegen Drückjagd-Teilnehmer

Erst vor wenigen Wochen hatte die radikale Tierschutzorganisation Peta Anzeige gegen die Teilnehmer einer Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern erstattet, was Verbände von Bauern und Jagdgenossenschaften dazu brachte, eine Überprüfung des Status der Gemeinnützigkeit der Organisation zu fordern. Jetzt spannen die Tierfreunde erneut die Justiz für ihre Zwecke ein: So ist gegen die Teilnehmer einer Drückjagd bei Wolfsburg Anzeige erstattet worden, wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, sowie gegen die Jäger, die sich an einer Drückjagd zwischen Viernheim und Hüttenfeld in Hessen beteiligt hatten, wie die Bürstädter Zeitung schreibt. SE

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Bauern und Jäger wehren sich gegen PETA

Überprüfung des Status der Gemeinnützigkeit gefordert

Nachdem die militante Tierschutzorganisation PETA ein weiteres Mal Anzeige gegen die Teilnehmer einer Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern erstattet hat, ohne konkrete Verfehlungen benennen zu können, schlagen Jäger und Bauern nun zurück: Wie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern berichtet, fordern der Verband und der Arbeitskreis der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden „eine dringende Überprüfung des Gemeinnützigkeitsstatus der Vereinigung PETA.“

In der Pressemeldung des Bauernverbands heißt es weiter: „Mit ihrer haltlosen und pauschalen Kriminalisierung von Landwirten, Anglern und nun aktuell von Jägern zeigt PETA wiederholt, für welche Werte sie wahrhaftig steht. Es hat derzeit System, Jäger öffentlich anzuprangern. Die konkreten Umstände der jeweiligen Jagd spielen für PETA dabei keine Rolle. Stattdessen missbraucht die Organisation ihren Gemeinnützigkeitsstatus, beschäftigt mittlerweile in guter Regelmäßigkeit die Strafverfolgungsbehörden auf Kosten des Steuerzahlers und vergisst dabei nicht, kräftig für Spendengelder zu werben.

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Vegane Jagdbeute

Beim Durchgehen kommt man ja eher selten selbst zu Schuss, aber der mittels waffenloser Selbstversorgung erbeutete Beifang tröstet darüber hinweg – spätestens wenn die Spaghetti mit köstlicher Steinpilz-Rahmsauce begleitet von einigen Gläsern trockenem italienischen Weißwein (unser Sommelier empfiehlt: Orvieto Classico für 2,29 Euro die Bouteille) vertilgt werden.

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Sachsen-Anhalt: Jagdhund angefahren, Kennzeichen abmontiert, weitergefahren

Während einer Drückjagd am vergangenen Samstag bei Colbitz (Landkreis Börde) ist ein Kopov auf der B189 von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden, wie az-online berichtet. Zeugenberichten zufolge stieg der Fahrer des silbernen Golfs aus, montierte die Kennzeichen ab und setzte seine Fahrt fort. Ob der Wagen nun geklaut war, als Dienstwagen eines Drogenkuriers diente oder der Fahrer einfach nur besoffen war: Bislang konnte er leider nicht ermittelt werden. Ein Bekannter der der Hundebesitzerin, Sarah Elisa Olitzsch, hat glücklicherweise den Unfall beobachtet. Er eilte zur Unfallstelle, konnte den Unfallflüchtigen aber nicht aufhalten. Kopov Nick verdankt sein Leben vermutlich diesem Augenzeugen, er wurde schnell gefunden und in tierärztliche Behandlung gebracht. Er trug mehrere Hautwunden und ein offenes Kniegelenk davon. Sarah Elisa Olitzsch ist verständlicherweise stinksauer. Sie hat viele Fotos von Nick auf ihrer Facebook-Seite eingestellt. Sie schreibt:

BITTE TEILEN!

An den Mann, der gestern Mittag den Jagdhund auf der B189 zwischen Dolle und Colbitz angefahren, liegen gelassen und somit Fahrerflucht begangen hat… hoffentlich wirst du vom Karma bestraft!

Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können, anstatt deine scheiß Kennzeichen abzubauen und sich zu verpissen!

Jeder Hund wäre sofort tot gewesen, aber da wir ihn so schnell wie möglich finden und versorgen konnten, ist er wieder stabil.

Beitragsbild: Bilder vom angefahrenen Kopov Nick auf Sarah Elisa Olitzschs Facebook-Seite. Copyright: privat/facebook

Beginn der Drückjagdsaison

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. „Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden“, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden.

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DJV: Sicherheit vor Jagderfolg

Wenn im Herbst ein lautes „ Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln.

Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. „Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen“, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV).

Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden.

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Wolfsburg: Jäger bei Treibjagd lebensgefährlich verletzt

Am Samstagvormittag wurde ein 34 Jahre alter Jäger bei einer Treibjagd in einem Jagdbezirk nördlich des Wolfsburger Ortsteils Heiligendorf lebensgefährlich verletzt. Während Rettungssanitäter den Wolfsburger ins Klinikum brachten, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Den bisherigen Ermittlungen nach schoss ein 44-jähriger Wolfsburger mit seinem Jagdgewehr während der Schwarzwildjagd um 10.55 Uhr auf einen aus einem Gehölz kommenden Frischling. Danach sei der in der Nähe stehende 34-Jährige von einem Geschoss im Oberkörper getroffen umgefallen, so ein Ermittler. Außerdem durchschlug ein Geschoss in die Heckscheibe eines ebenfalls in der Nähe befindlichen Ackerschleppers ein.

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Göttingen: 14jähriger durch Schüsse verängstigt

In der Nähe von Göttingen soll ein Jäger mehrere Schüsse in Richtung eines 14jährigen Jungen abgegeben haben, der mit seinem Fahrrad auf dem Schulweg an einer Drückjagd bei einem Maisfeld vorbeifuhr. Einem Bericht des Göttinger Tageblatts zufolge soll der Junge die Schüsse gehört und, durch ein Gebüsch in die Richtung guckend, einen Jäger bemerkt haben, der genau in seine Richtung zielte. Er habe sich dann hingeworfen, gebrüllt und seine signalrote Schultasche geschwenkt. Trotzdem sollen noch drei Schüsse auf eine krank geschossene Sau abgegeben worden sein, von denen einer gar unmittelbar vor dem Teenager im Maisfeld eingeschlagen sein soll. Dann soll auch noch ein „blutendes, humpelndes“ Wildschwein zwei Meter vor ihm aus dem Gebüsch gebrochen und entflohen. Der verängstigte Junge suchte sein Heil in der Flucht, war aber noch geistesgegenwärtig genug, sich das Kennzeichen eines Autos der Jäger zu merken. Er erstattete Anzeige, die Polizei ermittelt. Verletzt wurde niemand.

SE

Aus gegebenem Anlass weist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf die Sicherheitsvorschriften bei Drückjagden hin. Auf der Internetseite des Verbandes sind Formulare zu Vereinfachung der Jagdorganisation eingestellt. Die Pressemitteilung des DJV zum Thema im Wortlaut:

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Bayern: Führende Alttiere geschossen, Verfahren eingestellt

Bei einer Drückjagd am Schliersee im oberbayerischen Landkreis Miesbach wurden im November 2014 drei Alttiere erlegt. Soweit die Fakten, die die Tegernseer Stimme berichtet. Es besteht der Verdacht, dass es sich um führende Alttiere gehandelt hat. Der Abschuss von Alttieren, die Kälber führen, ist eine Straftat – zu Recht, da die verwaisten Kälber in der Regel elend verkümmern. Nach der Drückjagd schrieb der zuständige Forstamtsleiter einen Brief, in dem er sich von einer Duldung der Vorkommnisse auf der Drückjagd distanzierte, es kam zu Strafanzeigen. Während ein Jäger die Anschuldigung dem etwas wirren Artikel in der Tegernseer Stimme zufolge einräumte, wurden die Verfahren gegen zwei weitere Schützen – nach Informationen der Zeitung beides hochrangige Beamte – eingestellt, und die Aufregung und Empörung unter den Jägern im Landkreis ist groß.

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Wer ortet, der findet

Tracker-Hundeortungssystem im Langzeit-Praxistest

Der finnische Hersteller von Hundeortungsgeräten und -software, Tracker Inc., hat dem Jawina-Test-Team mehrere G500FI-Halsungen und Testlizenzen für die Tracker-App zur Verfügung gestellt. Wir haben damit in der vergangenen Drückjagdsaison verschiedene Stöber- und Schweißhundeführer ausgestattet, die in dem mehrmonatigen Testzeitraum Hard- und Software im härtesten Praxiseinsatz ausgiebig getestet haben. Der folgende Testbericht ist das Resümee aus den Praxiserfahrungen unserer Tester.

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Brandenburg: Änderung des Landesjagdgesetzes beschlossen

Rehböcke dürfen künftig im Winter geschossen werden, Abschusspläne für Rehwild entfallen.  Landesjagdverband kritisiert Änderungen.

Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion ist heute im Brandenburger Landtag in Potsdam die Änderung des Landesjagdgesetzes beschlossen worden. Das neue Gesetz schafft die Ermächtigung für den zuständigen Minister, Jagdzeiten für Wild abweichend vom Bundesjagdgesetz verlängern und nach Jagdarten unterscheiden zu dürfen. Der zuständige Ausschuss muss lediglich informiert werden, ein Einvernehmen ist nicht herzustellen. Begründet wird dies mit dem Wunsch, künftig Rehböcke auch auf Treibjagden im Herbst und Winter schießen zu dürfen. Noch ist dies verboten. Der Gesetzgeber erhofft sich von der Jagdzeitverlängerung, dass mehr Rehe geschossen werden, um den Waldbau profitabler zu machen. Rehe fressen unter anderem die Triebe von Bäumen und mindern aufgrund teilweise hoher Populationen mancherorts den Ertrag.

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IWA-Nachlese 2: Hundeschutzweste mit integrierter Wolfs-Abwehr

Wolfsangriffe sind Todesursache Nr. 1 bei Stöberhunden in Schweden – diese Hundeschutzwesten-Kombination des schwedischen Herstellers Dogtech verspricht Schutz bei Attacken von Wildschwein und Wolf.

Die Schweden haben bei der Entwicklung der Hundeschutzweste Protector Pro einen innovativen Ansatz verwirklicht: Unter der strapazierfähigen Außenhaut aus kräftigem Nylongewebe (Cordura), steckt ein aus Neopren geschneiderter Kern – das ist das Material, aus dem Taucheranzüge bestehen. Die Neoprenschicht hält den Hund warm, falls er bei der Jagd in eiskaltes Wasser fällt, was im Winter, wenn Flüsse und Seen mit einer dünnen Eisschicht überfroren sind, bekanntermaßen eine reale Gefahr darstellt. Außerdem gewährt die Weste einen gewissen Auftrieb: Das soll verhindern, dass der Hund ertrinkt.

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Mode-Special: Schöne Pullover in Berlin…

Und: Brandenburger Top-Models präsentieren die aktuelle Hutmode für die Drückjagdsaison.

In einem Berliner Drogeriemarkt (vor dem Heiltee-Regal) erspähten die Jawina-Fashion-Scouts dieses trendige Ensemble im angesagten Partnerlook. Uns Jägern sollten die Modetrends der Metropole zu denken geben: Nutzen wir das Potenzial, das die Rückkehr des Wolfs uns bietet?  Geführte Wanderungen durchs zertifizierte Wolfsrevier? Andere machen das doch auch, gerade hat ein Bekannter so eine Tour zu einem Firmenjubiläum geschenkt bekommen. „Ihr seht da doch niemals einen Wolf“ unkte – typisch! – der einzige Jäger unter den Mitarbeitern, „Wenn die Kollegen schwatzend und kichernd durchs Unterholz brechen!“ – Na und? Vorher ein paar Wolfstatzen mit dem Spezial-Fährtenschuh in den märkischen Sand getreten, das reicht für das „unheimlich intensive Naturerlebnis“ und bei manch einem vielleicht gar für ein wohliges Gruseln – und die Kasse klingelt.

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Hundeortung: Alter Finne!

Tracker Hundeortungs-Halsbänder G400FI™ und G500FI™: Noch schneller, noch zuverlässiger, noch hochwertiger

 Die neuen Ortungshalsbänder Tracker G400FI™ und G500FI™ nutzen neben dem GPS-System auch die GLONASS-Satelliten. Das sorgt für noch schnellere und zuverlässigere Positionsbestimmung – auch unter schwierigsten Bedingungen.

 G400FI™ und G500FI™ sind jetzt „Made in Finland“ und damit noch hochwertiger verarbeitet. Software-Updates erfolgen bei beiden Ortungs-Halsbändern nun über GPRS – den Paketdatendienst im Handynetz – und sind so von jedem Anwender leicht selbst durchzuführen. Das G500FI™ kann zudem Tonbefehle an den Hund übertragen, die bei der Dressur mit Befehlen wie „Pfui!“ oder „Komm zurück!“ verknüpft werden können – superpraktisch, um den Hund am Ende des Treibens an den Stand zurückzurufen.

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Jagen mit Dachsbracken: USE ENOUGH DOG!

„Loisl! Loisl!!! Apport!!!!! LOISL, DU ARSCHLOCH, APPORT HAB ICH GESAGT!!!!“ Während Loisls Herr am Ufer des Wassergrabens zum HB-Männchen mutiert, Puls und Blutdruck auf beängstigende Werte steigen, setzt Dachsbrackenrüde Loisl mit der die Rasse auszeichnenden Gelassenheit seine zersetzende Tätigkeit fort. Unbeeindruckt von Geschrei und Gefuchtel, die ihm zugedachten unziemlichen Bemerkungen großmütig überhörend, schwimmt er auf die apportierenden Vorstehhunde zu und nimmt ihnen mit der Ruhe und Bestimmtheit, die ein überlegenes Selbstbewusstsein verleiht, die Enten aus dem Fang, um sie ans gegenüberliegende Ufer zurückzubringen. Dort versteckt er sie, sicher verwahrt vor dem Zugriff zwei- und vierbeiniger Jagdkonkurrenten, im dichtesten und dornigsten Gestrüpp.

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Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

Zum Fall Jagszent ist alles gesagt, könnte man meinen: Die Jagd- und Lokalpresse hat das Thema durchgehechelt, in den einschlägigen Foren gibt es tausende von Wortmeldungen zum Thema, und sogar das Fernsehen war schon da. Ist damit alles gesagt? Wohl kaum: Niemanden scheint zu stören, dass der auf üble Weise öffentlich Angefeindete selbst bisher kaum zu Wort kam. Und wie die unappetitliche Hetzkampagne gegen Jagszent eingefädelt wurde, hat auch noch keiner enthüllt. Holen wir es nach.

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Fox und fertig!

Dschungel ist ein Dreck dagegen: Brombeeren und blickdichter Buchenjungwuchs überwuchern die von Orkan Lothar verwüstete Fläche. Durch das Dickicht, in dem die Rotten hausen, schlagen sich mit Handschuhen, Schutzbrillen und großkalibrigen Revolvern ausgerüstete Hundeführer und eine Schar tapferer Treiber. Schüsse und das zornige Kläffen der Foxterrier bilden die akustische Untermalung. JAWINA war dabei.

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Informationspflicht bei Treibjagd: Schüsse sind „waldtypisches Geräusch“

Der Veranstalter einer Treibjagd muss die Eigentümer und Pächter der nahe zum Jagdgebiet gelegenen Grundstücke nicht ohne Anlaß über die bevorstehende Jagd unterrichten. Das hat der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 15. Januar 2013 entschieden und damit die klageabweisende, erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Münster bestätigt.

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