Schlagwort-Archive: DNA-Untersuchungen

DJV fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat ein Positionspapier „Der Wolf in Deutschland“ veröffentlicht, in dem unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert wird. Die Einstufung des Wolfes im Jahr 1992 in den Anhang IV der FFH-Richtlinie entstamme einer Zeit, als dieser über 130 Jahre auf heutigem deutschem Territorium nicht mehr regelmäßig vorkam und seine Rückkehr offenbar nicht erwartet wurde, heißt es in dem DJV-Positionspapier: „Der Wolf erfüllt heute nicht mehr die Kriterien für die Aufnahme in Anhang IV.“ Gefordert wird, den Wolf baldmöglichst von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie zu überführen sowie den Wolf „in den Katalog der bejagbaren Arten des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen.“

Die Aufnahme ins Jagdrecht sei unabhängig von einer Aufnahme in Anhang V der FFH-Richtlinie, auch Arten aus Anhang IV dürften unter bestimmten Voraussetzungen bejagt werden, stellt der DJV fest: Die Rechte der Jagdausübungsberechtigten und Jagdrechtsinhaber seien zu wahren, die „Einrichtung von staatlichen Fang- und Entnahmetrupps als Parallelstruktur zur Jägerschaft wird abgelehnt.“ Es seien verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, nach denen die fachlich qualifizierte Jägerschaft handeln kann. Gefordert wird auch eine gesetzliche Regelung für den „Ausgleich von Schäden durch Wölfe an Jagdhunden.“

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Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?

Der Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, hat die folgenden Gedanken zum Wolf in der Kulturlandschaft gestern (23.03.) an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, an alle Präsidenten der Landesjagdverbände und des DJV, an das Forum Natur Brandenburg und an den Deutschen und Brandenburger Bauernverband geschickt. Es werde höchste Zeit, so Pfannenstiel, „dass wir Jäger mit einer Stimme sprechen und die Vogel-Strauß-Politik beenden, bevor die Akzeptanz für den Wolf im ländlichen Raum bei Null angelangt ist.“ Rückmeldung „von Kritik und guten Gedanken zum Thema“ sind ausdrücklich erwünscht.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist nicht vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen von Politik und Ökofantasten. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

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