Schlagwort-Archive: DJV

Jäger verabschieden Grundsatzposition Jagd

Die Delegierten des Bundesjägertags 2017 haben einstimmig eine Grundsatzposition Jagd verabschiedet. Auch zur Zukunft des Monitoring-Programms WILD und zur Fellwechsel GmbH wurden Beschlüsse gefasst. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion haben Politiker im Hinblick auf die Bundestagswahl ihre Positionen dargelegt.

Die rund 250 Delegierten haben auf dem Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde eine umfassende Grundsatzposition Jagd einstimmig beschlossen. Diese befasst sich mit grundlegenden Fragen, unter anderem mit dem Verhältnis von Jagd zu Tierschutz, mit Eigentum, Ausbildung, traditionellen Grundlagen der Jagd und mit Einzelfragen wie dem Umgang mit invasiven Arten, Jagdhunden und Wildschäden. Das Papier wurde in einem langen Diskussionsprozess innerhalb des Verbandes entwickelt, in den auch die Organisationen auf Kreisebene einbezogen waren.

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DJV legt Verbandsbericht 2016/17 vor

Der 82-seitige Verbandsbericht informiert über Themen, die den DJV im vergangenen Jagdjahr auf politischer Ebene beschäftigt haben: Die Änderungen des Bundesjagdgesetzes wegen halbautomatischer Waffen, der EU-Feuerwaffenrichtlinie und des Waffengesetzes (S. 34 ff.), die EU-Verordnung zu invasiven Arten und die Sozialwahl 2017. Weiterhin dokumentiert der Bericht die Arbeit am Wildtier-Monitoring des Verbandes, dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD), und stellt das Tierfundkataster vor (S. 39 ff). Wichtige Ereignisse für Verband und Jägerschaft sind unter „Schlaglichter“ zusammengefasst.

Weitere Schwerpunkte im Heft sind das Jubiläum der Jägerinitiative Lernort Natur, deren 25-jähriges Bestehen 2016 mit vielen Aktionen und einer Sonderbroschüre gewürdigt wurde (S. 28 ff), sowie der Bericht über das Leuchtturmprojekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“. Im März hatte der DJV eine Fachtagung durchgeführt, um Ergebnisse und notwendige Maßnahmen für die Wiedervernetzung von Lebensräumen zu kommunizieren.

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DJV: Ist das Küken glücklich, wenn der Fuchs es frisst?

PETA protestiert wieder gegen die Jagd: Weil alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben und nach Glück streben sollen. Und um Spenden zu sammeln. Der DJV stellt in Frage, ob Beutetiere glücklich sind, wenn sie gefressen werden. Jagd auf Fuchs und Waschbär dient dem Artenschutz. Eine Umprogrammierung von Fleisch- zu Pflanzenfressern zum Wohle der Tierwelt hält der DJV für Unsinn.

„Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Mensch“: Die Gründerin der Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, hat diesen Satz geprägt. Dahinter steht der Gedanke, dass jedes empfindungsfähige Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück hat. Aus diesem Verständnis heraus protestieren Anhänger der Tierrechtsszene nicht nur gegen Jagd, sondern in letzter Konsequenz auch gegen Schädlingsbekämpfung und sogar Haustiere. Die philosophische Theorie vom allgemeinen Glücksempfinden besteht allerdings nicht den Härtetest im wahren Leben und führt Anti-Jagd-Proteste von PETA ad absurdum, meint der Deutsche Jagdverband (DJV): Der Waschbär mag Glück empfinden, wenn er vom Hunger getrieben eine seltene Rotbauchunke verstümmelt. Ebenso der Fuchs, der ein Küken der bedrohten Trauerseeschwalbe bei lebendigem Leibe frisst. Aber wie viel Glück empfinden dabei die Beutetiere?

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Jagdhornbläser aus Alsdorf-Hachenburg (RLP) verteidigen ihren Titel

Der neue DJV-Bundesmeister im Jagdhornblasen in der Klasse Es (Parforce-Horn) kommt aus Alsdorf-Hachenburg (Rheinland-Pfalz). Die Bläser verteidigten am vergangenen Samstag auf dem Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ihren Titel von 2015 mit 837 von 855 möglichen Punkten. Die Veranstaltung fand bei sommerlichen Temperaturen im Schlosspark des Jagdschlosses Kranichstein Nahe Darmstadt (Hessen) statt. Den zweiten Platz erreichte der Kreisjagdverein Groß-Gerau (Hessen), gefolgt von den Jagdhornbläsern Mildetal-Gardelegen (Sachsen-Anhalt).

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„Parteifilzdurchsetztes DJV-Präsidium“?

Eine Gruppe von „AfD-nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen“ fühlt sich vom Deutschen Jagdverband (DJV) diskriminiert, weil dieser die Partei bei seinen Wahlprüfsteinen nicht berücksichtigt hat. Wir dokumentieren die Beschwerde der AfDler und die Entgegnung des DJV.

Am 9.6 ging folgende Mail in der JAWINA-Redaktion ein:

Sehr geehrte Damen und Herren der Jagdpresse,

im Zuge der Bundestagswahl wird der Deutsche Jagdverband wie üblich seine  Wahlprüfsteine veröffentlichen. Wie zu erfahren war , hat der DJV die Alternative für Deutschland (AfD) , die mittlerweile in 13 Landtagen mit zum Teil bis zu 25 % Stimmenanteil gewählt wurde und gute Chancen hat,in den nächsten Bundestag einzuziehen , aus fadenscheinigen Gründen von der Befragung ausgeklammert. Die ebenfalls derzeit nicht im Bundestag vertretene FDP/DVP  hingegen wohl beteiligt.

Wir , eine Gruppe aus AfD nahen Jägerinnen und Jägern aus Hessen und z.T.  Mitglieder, sind  über diese willkürlichen Vorgehensweise eines angeblich neutralen Verbandes entsetzt und unglaublich enttäuscht; gerade weil die AfD bisher immer auf Betreiben von uns Jägern und Schützen in der Partei deutlich jagd-und waffenrechtsfreundliche Positionen in Ihrem Programm vertritt. Es zeigt hier  doch das schwarz-gelb und evtl. auch rot parteienfilzdurchsetzte DJV- Präsidium sein wahres,undemokratisches Gesicht. Wir werden uns dieses satzungswidrige Verhalten nicht gefallen lassen und hoffen , dass Sie dies ähnlich sehen und das Thema entsprechend aufgreifen !  Wir werden hier am Ball bleiben.

i.A.

Fritz Müller, Frankfurt a.M.

Wir haben diese Mail mit der Bitte um Stellungnahme an die Pressestelle des Deutschen Jagdverbands (DJV) weitergeleitet. Die Antwort des DJV geben wir im Folgenden im Wortlaut wieder:

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DJV kritisiert Dokumentationsportal des Bundes zum Wolf

Ein unter Federführung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) eingerichtetes Internetportal gibt jetzt Auskunft über die aktuelle Entwicklung der Wölfe in Deutschland (JAWINA berichtete). Allerdings fehlen weiterhin konkrete Maßnahmen bei konfliktträchtigen Themen, kritisiert der DJV.

15 Monate nach Einrichtung einer sogenannten „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ (DBBW) ist nun das Online-Portal veröffentlicht worden. Das Portal hat zum Ziel den aktuellen Kenntnisstand über die Verbreitung des Wolfes in Deutschland mit den entsprechenden Wolfsterritorien zeitnah darzustellen. Fachlich betreut wird das Portal vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert, dass es zu konfliktträchtigen Themen wie etwa dem Umgang mit „verhaltensauffälligen“ Wölfen, der Entwicklung praktikabler Vergrämungsmaßnahmen oder der Entnahme von Individuen weiterhin keine Handlungsempfehlungen gibt. „Konkrete transparente und praktikable Leitlinien für Konfliktfälle sind für die gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes von enormer Bedeutung“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied. Auch stehe die Definition aus, was ein sogenannter „Problemwolf“ sei. Es würden beispielsweise immer wieder Fälle dokumentiert, in denen Wölfe die Nähe des Menschen suchten und sich kaum vertreiben ließen.

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DJV wirbt für Kampagne „Wild auf Wild“

Auf jagdverband.de gibt es ab sofort Wild-auf-Wild-Motive zum Herunterladen: verschiedene Internet-Banner und Füllanzeigen für Zeitungen und Zeitschriften machen Werbung für Wild aus der Region.

„Wie möchten Sie Ihr Fleisch?“ – „Wild!“ Der DJV stellt ab Mai 2017 auf seiner Webseite www.jagdverband.de moderne Werbeanzeigen zur Kampagne Wild auf Wild für Food-, Lifestyle- und Jagdpresse zur Verfügung. Diese werben mit verschiedenen Motiven und in unterschiedlichen Formaten für Wildfleisch aus der Region. Zudem gibt es für den Internetauftritt Werbebanner in mehreren Größen.

Insgesamt 13 verschiedene Varianten der Füllanzeige können Redaktionen herunterladen, um die Kampagne Wild auf Wild zu unterstützen: www.jagdverband.de/content/füllanzeigen. Die offenen Dateien lassen sich der individuellen Spaltengröße anpassen. Abweichende Bildformate stellt der DJV auf Anfrage zur Verfügung.

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DJV: Jäger bestätigen Bestandsrückgang in der Agrarlandschaft

Bundesregierung sieht Bestandsrückgang von Brutvögeln in der Agrarlandschaft. Monitoring-Daten der Jäger bestätigen diesen Trend für das Rebhuhn. Der DJV begrüßt, dass die Bundesregierung erstmals den Einfluss von Fressfeinden als bedeutend einstuft und fordert Lebensraumverbesserung gemeinsam mit Landwirten.

Die Zahl der Brutvögel in der Agrarlandschaft hat in den vergangenen Jahren europaweit abgenommen. In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage hat die Bundesregierung vergangene Woche den Bestandsrückgang allein beim Rebhuhn in Deutschland von 1990 bis 2015 auf 84 Prozent beziffert. Die Daten der Jäger aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) bestätigen dies: Demnach haben Wissenschaftler im Nordwestdeutschen Tiefland, dem einstigen Hauptverbreitungsgebiet der Rebhühner, 2015 nur noch 0,53 Paare pro Quadratkilometer gezählt, wie aus dem aktuellen WILD-Bericht hervorgeht. Das sind 45 Prozent weniger als neun Jahre zuvor. Dieser Rückgang fällt zusammen mit der politisch gewollten Abschaffung der obligatorischen Stilllegungsflächen. Europaweit betroffen waren von dieser Regelung 38.000 Quadratkilometer Brachflächen, also wertvolle Lebensräume für Vogelarten der Agrarlandschaft. In Deutschland waren es 7.000 Quadratkilometer.

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DJV begrüßt Beschluss der Umweltministerkonferenz zum Wolf

DJV: Erhaltungszustand des Wolfs muss wildbiologisch begründet sein und nicht politisch.

Vergangenen Freitag hat die Umweltministerkonferenz (UMK) in Bad Saarow über den weiteren Umgang mit geschützten Arten diskutiert. Ein Schwerpunkt lag auf dem Wolf, der zwischenzeitlich in Deutschland eine jährliche Zuwachsrate von 40 Prozent aufweist, Konflikte nehmen vielerorts zu. Auf Grund vieler offener Fragen zum weiteren Umgang mit dem Wolf hat die UMK eine länderoffene Ad hoc-Arbeitsgruppe auf Amtschef- bzw. Staatssekretärsebene unter Federführung von Brandenburg einberufen (JAWINA berichtete). Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sollen der Umgang mit Problemwölfen, das zukünftige Management sowie die Schadensregulierung sein. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diesen Schritt hin zu klaren Regeln im Umgang mit dem Wolf.

Gleichzeitig mahnt der Dachverband der Jäger an, dass die Diskussion um einen günstigen Erhaltungszustand des Wolfes nicht politisch gewollten Zielvorgaben folgen, sondern sich rein an biologischen Erkenntnissen orientieren sollte. „Der Wolf kennt keine Ländergrenzen und nicht jedes EU-Land braucht 1.000 Wölfe. Für ein vernünftiges Wolfsmanagement müssen wir das internationale Monitoring und den Datenaustausch mit den Nachbarländern intensivieren“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke.

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Freie Bahn für Wildtiere

Gemeinsame Pressemeldung von Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. (ADAC), Deutscher Jagdverband e. V. (DJV), Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und WWF Deutschland (WWF)

Hunderttausende Rehe, Hirsche, Füchse und viele andere Tiere sterben jedes Jahr auf unseren Straßen. Wildunfälle stellen zudem für Autofahrer ein erhebliches Risiko dar. Zum anderen gefährden die Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen die biologische Vielfalt in Deutschland.

ADAC, Deutscher Jagdverband, Naturschutzbund (NABU) und der WWF Deutschland begrüßen deshalb das heute vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Berlin vorgestellte „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ als eine dringend notwendige Grundlage. Gleichzeitig kritisieren sie die schleppende Umsetzung des 2012 beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung sowie eines bundesweiten Biotopverbunds. Grund dafür ist neben der unzureichenden Finanzierung auch der bestehende Mangel von bundesweiten Planungsgrundlagen und Umsetzungsstrategien.

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DJV: „Bürokratie verhindert Terror nicht“

Nachdem das europäische Parlament gestern einer fragwürdigen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt hat (JAWINA berichtete), übt der Deutsche Jagdverband (DJV) deutliche Kritik an der Neuregelung: Vorgesehen sind unter anderem Beschränkungen der Magazinkapazität halbautomatischer Waffen, umfassendere Regelungen zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Waffen und Waffenteilen, zum Austausch von Daten unter EU-Mitgliedsstaaten sowie dem Handel mit Waffen und eine verschärfte Überwachung der Eignung und Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern. Nach Auffassung des Deutschen Jagdverbands (DJV) verfehlt die Reform ihr eigentliches Ziel – Terrorismusbekämpfung – nahezu gänzlich. Die EU-Kommission hat Ende 2015 unter dem Eindruck der Anschläge von Paris ein noch deutlich umfangreicheres Reformpaket vorgelegt. Experten haben bereits damals heftige Kritik geäußert und den Großteil der Maßnahmen als ungeeignet für Terrorismusbekämpfung abgelehnt. Zu einer kompletten Zurückweisung konnten sich die Parlamentsabgeordneten nicht durchringen, haben den Kommissionsentwurf aber deutlich entschärft.

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DJV intensiviert „Wild auf Wild“-Kampagne

Unter dem Motto „Wild auf Wild“ hat der DJV  Aktionsmittel rund um Wildbret für Jäger entwickelt. Sie sollen den Auftritt ohne großen Aufwand professionalisieren und Werbung machen für die Jagd. Die Produkte ergänzen die bekannte  Internetplattform www.wild-auf-wild.de. Neu ist der gleichnamige Facebook-Auftritt.

Jeder zweite Deutsche isst mindestens einmal im Jahr Wild – weil es ein ursprüngliches, regionales Lebensmittel ist und damit im Trend liegt. Jagd wird in diesem Zusammenhang entsprechend positiv bewertet, zeigen repräsentative Umfragen. Der Deutsche Jagdverband hat deshalb eine Kampagne gestartet, die über Wildbret das Image der Jagd weiter verbessern kann. Im Fokus stehen verschiedene Aktionsmittel, die sich gut kombinieren lassen mit bestehender Ausrüstung für Auftritte auf Märkten, Messen oder Festen. Roll-ups, Theke, Beachflags, Kochschürzen, Basecaps, Rezeptbroschüren, Servietten, Fleischpikser oder Plakate: Ab dem 15. März 2017 sind zahlreiche Produkte im Internet unter www.djv-shop.de bestellbar.

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DJV: Jagdpächter, geht wählen!

Seit Jahren steigt der Beitrag, den Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer an die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) entrichten müssen – allerdings ohne, dass die Leistung steigt. Vertreter der Jagd haben sich nun erstmalig mit der Liste 11 zur Wahl in den Wahlausschuss der SVLFG gestellt, um künftig mitzureden. Um die Jagdvertreter im Mai wählen zu können, müssen sich stimmberechtigte Jagdpächter, Mitpächter und Ehepartner registrieren.

Vertreter der Jagd treten im Mai 2017 erstmalig bei der Sozialwahl der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) an: mit der sogenannten „Freien Liste Jordan, Piening, Schneider, Wunderatsch, Ruepp“ (Liste 11). Vertreter des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) wollen sich künftig gemeinsam für die Belange der Jägerinnen und Jäger einsetzen. Neben mehr Transparenz und gerechter Beitragsbemessung fordern sie bessere Präventionsleistungen für Jäger sowie zusätzliche Versicherungsleistungen für Nachsuchenführer.

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DJV: Jagd ist wichtig

In einer repräsentativen Umfrage hat das IfA-Institut Aussagen rund um die Themen Jagd und Jäger zur Abstimmung gestellt. In der fünften Image-Befragung seit 1999 ist die Zustimmung weiterhin groß und in Teilen sogar gewachsen. Parallel dazu ist der Informationsgrad in der Bevölkerung deutlich gestiegen, ebenso wie die Wahrnehmung von Jagd und Jägern in den Medien.

Wie sieht das Image von Jagd und Jägern in Deutschland aus? Und ist Jagd notwendig oder reguliert sich die Natur selbst? Das Institut für Marktforschung und Kommunikation, Bremer und Partner GmbH (IFA-Institut) befragte im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV) über 1.000 Menschen. Seit 1999 bewerten Teilnehmer in regelmäßigen Abständen Aussagen zu Jagd und Jägern, zuletzt Ende 2016. Die aktuellen, repräsentativen Ergebnisse hat der DJV heute veröffentlicht. Demnach meinen 83 Prozent der Bevölkerung, dass die Jagd notwendig ist, um Wildbestände zu regulieren. Unter anderem zum Schutz vor Wildschäden in Wald und Feld, wie 82 Prozent überzeugt sind. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 1999. Die Fütterung von Wild in Notzeiten befürworten 90 Prozent der Deutschen – 3 Prozentpunkte mehr als bei der ersten Befragung. Dass Jäger die Natur lieben, denken 88 Prozent der Bundesbürger.

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DJV verteilt Jungjägerpakete

Ein Rucksack [gefüllt mit Werbegimmicks, Anm. SE] soll frischgebackene Jägerinnen und Jäger auf ihren ersten Jagdabenteuern begleiten. Das DJV-Jungjägerpaket erleichtert den Einstieg und informiert über die Vorteile einer Verbandsmitgliedschaft.

Auf der Website www.jungjaegerpaket.de können Jungjäger einen Jagducksack mit vielen praktischen Begleitern für die ersten Jagderlebnisse bestellen. Dafür haben zwölf Premium-Hersteller der Jagdbranche hochwertige Artikel zur Verfügung gestellt. Zudem umfasst das Paket ein Gutscheinheft mit vielfältigen Vorteilen sowie Informationsmaterialien des jeweiligen Landesjagdverbandes (LJV). Die Idee eines bundesweiten Jungjägerpakets kommt gut an: In weniger als vier Wochen haben Jagdschüler bereits über 1.000 Rucksäcke geordert. Die erste Auflage ist limitiert. Jedes Paket wird personalisiert zusammengestellt: Es enthält passende Infos zur regionalen Verbandsarbeit und informiert über die Vorteile einer LJV-Mitgliedschaft.

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Der Weg zum Jagdschein

Die Zahl der Jäger wächst seit Jahren. Wer dazu gehören will muss eine anspruchsvolle Prüfung bestehen. Viele Informationen zum Erwerb des Jagdscheins hält eine neue DJV-Broschüre bereit.

In der Natur aktiv sein, Beute machen und gesundes Fleisch essen – immer mehr Menschen interessieren sich für die Jagd. Die neue DJV-Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“ liefert grundlegende Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerausbildung. Unterschiedliche Kursformen werden ebenso erläutert wie die benötigte Erstausstattung für Jäger.

Die 28-seitige Broschüre im DIN-A6-Format wird auf der Grünen Woche 2017 vorgestellt. Sie kann ab Mitte Januar 2017 kostenlos im DJV-Shop bestellt werden. PM DJV

Beitragsbild: Die neue Broschüre ,,Der Weg zum Jagdschein“ ist ab Mitte Januar im Shop der DJV-Service GmbH erhältlich. (Quelle: DJV)

DJV befragt Jungjäger

Welche Motive und Wünsche haben angehende Jäger in Deutschland? Eine groß angelegte Umfrage soll Aufschluss darüber geben. Der DJV startet nach 2011 die zweite Erhebung.

Das ,,Grüne Abitur“ steht hoch im Kurs: Die Zahl der Prüflinge steigt von 9600 (2009) auf 14.400 (2015). Wer sind diese Frauen und Männer, die in den Jägerschulen die Schulbank drücken? Was treibt sie an, was sind ihre Wünsche an eine zukünftige Jagdkultur in Deutschland? Der DJV will zusammen mit dem IfA Marktforschungsinstitut Bremer & Partner genau dies herausfinden.

Für eine möglichst repräsentative Befragung sollen 1.500 Antwortbögen ausgewertet werden. Deshalb ruft der Dachverband der deutschen Jäger alle Kursleiter auf, die Aktion zu unterstützen. Bei der DJV-Service GmbH kann der Fragebogen inklusive frankiertem Rückumschlag kostenlos angefordert werden. Wer es vorzieht diesen am Computer auszufüllen, findet auf der DJV-Website einen Link zum Herunterladen. Die Umfrage nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch und ist noch bis zum 15. September 2017 möglich.

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Wilde Weihnachtszeit

Wildfleisch steht hoch im Kurs – rund 27.000 Tonnen landeten im vergangenen Jahr auf deutschen Tellern. Das zeigt eine aktuelle DJV-Statistik.

Weihnachten steht vor der Tür und es stellt sich die Frage: Was kommt auf den Tisch? Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt heimisches Wildfleisch als natürliche und nachhaltige Delikatesse. Es ist vitaminreich, fettarm und frei von künstlichen Zusatzstoffen. Wildfleisch erfreut sich großer Beliebtheit: Rund 27.000 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Reh und Hirsch haben die Deutschen allein in der Jagdsaison 2015/2016 verzehrt (1. April 2015 bis 31. März 2016). Damit stieg der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Prozent (2014/15: 24.400 Tonnen). Mit 14.340 Tonnen ist das Fleisch vom Wildschwein nach wie vor am begehrtesten. Auf Platz zwei rangiert das Reh mit 8.630 Tonnen, gefolgt von Rot- und Damwild (4.020 Tonnen). Dazu kamen knapp 509.700 Wildtauben, 345.000 Wildenten, 99.800 Fasanen, mehr als 241.900 Hasen und 241.000 Wildkaninchen, die ebenfalls im Kochtopf landeten. Das geht aus der aktuellen DJV-Statistik hervor.

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DJV: Kein Plus an Sicherheit durch Waffenrechtsverschärfung

Das Forum Waffenrecht lehnt weitere Verschärfungen des Waffenrechts ab, da sie die öffentliche Sicherheit nicht verbessern. Experten bekräftigen dies in der Bundestagsanhörung. Angemahnt werden ein verbesserter Vollzug bestehender Vorschriften sowie eine effektive Bekämpfung des illegalen Waffenhandels.

Handlungsbedarf im Waffenrecht für mehr öffentliche Sicherheit? Auf Betreiben von Bündnis 90/Die Grünen fand gestern eine Öffentliche Anhörung vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages statt. Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB), die etwa 2,5 Millionen rechtschaffene Bürgerinnen und Bürger vertreten, lehnen Verschärfungen des geltenden Rechts ab, weil damit die öffentliche Sicherheit keineswegs verbessert werden kann. Das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2015 zeigt bereits deutlich: Nur 0,1 Prozent aller Straftaten wurden mit Schusswaffen verübt. „Sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch in der Langzeitbetrachtung waren die erfassten Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen in Deutschland rückläufig“, so ein Fazit des Berichts.  In seiner Stellungnahme zur Anhörung betonte Oberstaatsanwalt Rainer Hofius: Die wenigen Verfahren gegen legale Waffenbesitzer seien als für die Sicherheit der Bevölkerung kaum bedeutsame Formalverstöße einzuordnen.

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Verbändegespräch zum Wolf

Jäger, Landwirte und Schafzüchter lehnen illegale Abschüsse strikt ab und suchen den konstruktiven Dialog mit dem NABU zum Umgang mit dem Wolf. Die Verbände legen einen Fragenkatalog vor: Zielkonflikte dürfen kein Tabu sein und müssen offen diskutiert werden.

Wie kann ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Mensch, Wolf und Nutztier in Deutschland funktionieren? Die Geschäftsführer des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) treffen sich am 5. Dezember 2016 mit dem NABU-Geschäftsführer, um darüber zu diskutieren. Bereits im Vorfeld haben die drei Verbände illegale Abschüsse strikt abgelehnt.

Die drei Nutzerverbände unterstrichen ihre Bereitschaft zum konstruktiven Dialog. Im ersten Schritt müsse der NABU jedoch bestehende und sich anbahnende Zielkonflikte anerkennen, sonst könne es keine praxisrelevanten Lösungen geben.

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DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet

Ein Faltblatt von Deutschen Jagdverband und Jagdgebrauchshundverband informiert über Vorsichtsmaßnahmen während der Jagd.

Der Wolf breitet sich in Deutschland weiter aus, ein Zusammentreffen von Wolf und Jagdhund wird immer wahrscheinlicher. Unfälle mit verletzten bzw. getöteten Hunden im jagdlichen Einsatz in Wolfsgebieten können in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben nun einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet. Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf.

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DJV: Sicherheit vor Jagderfolg

Wenn im Herbst ein lautes „ Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln.

Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. „Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen“, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV).

Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden.

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CITES-Welt-Konferenz: Nachhaltige Jagd schützt bedrohte Tierarten!

Der Deutsche Jagdverband bewertet die Ergebnisse der 17. Weltkonferenz in Johannesburg überwiegend positiv.

Mit einer Rekordbeteiligung von 152 Staaten und 3.500 Teilnehmern ist die 17. Weltkonferenz der Washingtoner Artenschutzübereinkunft (CITES) in Südafrika zu Ende gegangen. Der Deutsche Jagdverband bewertet die Ergebnisse als überwiegend positiv. „Vernunft und pragmatischer Naturschutz haben sich gegen Ideologie und einseitiges Denken in Kategorien des Totalschutzes durchgesetzt. Für uns Jäger ist das Bekenntnis der Konferenz zur nachhaltigen Jagd als Instrument des Wildschutzes besonders befriedigend, “ sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Auf Vorschlag der EU und Südafrikas war eine Resolution verabschiedet worden, in der ein geordneter und nachhaltiger Jagdtourismus als hilfreich für den Schutz einzelner Tierarten bewertet wurde. Denn er trage zum Lebensunterhalt ländlicher Gemeinden bei, schaffe Anreize zum Erhalt natürlicher Lebensräume für das Wild und erwirtschafte Einkommen, die wieder in den Naturschutz investiert werden können.

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Weltnaturschutzunion IUCN gegen „Canned shooting“

DJV begrüßt Resolution der Weltnaturschutzunion (IUCN) gegen die kommerzielle Aufzucht von Löwen in Gehegen für den Abschuss. Gleichzeitig bedauert der DJV, dass die IUCN sich immer mehr von der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen als eine Form des Naturschutzes entfernt.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Resolution der IUCN gegen den Abschuss von Zuchtlöwen im Kleingatter. Der am 12. September 2016 in Hawaii zu Ende gegangene Weltkongress der „Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (IUCN) hatte sie verabschiedet. „Wenn gezüchtete und in Gefangenschaft aufgewachsene Tiere in einem Gatter tot geschossen werden, dann hat das mit Jagd überhaupt nichts zu tun“, sagte DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald in Berlin. „Deswegen war es auch richtig, dass die IUCN in ihrer Resolution den ursprünglichen Begriff ‚canned hunting‘ durch ‚canned shooting‘ ersetzt hat, also nur noch von Abschießen und nicht mehr von Jagen spricht.“ Der DJV bedauert allerdings, dass im IUCN eine emotionale Agenda an Boden gewinnt, die einen einseitigen Naturschutz ohne Berücksichtung der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen anstrebt. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Weltnaturschutzunion.

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Jäger stellen ihr Können unter Beweis

Etwa 700 Schützen starten auf der DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen. Am kommenden Samstag wird der neue Bundesmeister gekürt.

Gestern startete die DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen in Liebenau (Niedersachsen). Auf der viertägigen Veranstaltung nehmen knapp 700 Schützen in verschiedenen Disziplinen teil. In unterschiedlichen Klassen müssen sich die Schützen mit der Flinte, der Büchse und der Kurzwaffe nach den Regeln der DJV-Schießvorschrift beweisen. Holger Bartels, Präsident der Landesjägerschaft Bremen eröffnete am Vormittag den Wettbewerb: „Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit der Waffe ist für uns Jägerinnen und Jäger eine Selbstverständlichkeit. Auf der Bundesmeisterschaft werden diese Fertigkeiten unter Beweis gestellt.“

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Sensation: Frau baut Leiter

Eine Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbands (DJV) erreicht soeben die JAWINA-Redaktion, die Überschrift lautet: „Ausgerechnet eine Frau baut die beste Leiter“. Da haben wir uns gedacht, für alle Leser, die auch in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stehen geblieben sind, modifizieren wir die Hammer-Headline noch ein wenig. Jetzt passt es.

Das Interview mit der Revierjagdmeisterin Anja Blank ist aber trotz bescheuerter Headline ganz okay:

Seit Anfang der 1980er Jahre führt der DJV in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen alle zwei Jahre die Meisterlehrgänge der Berufsjäger durch. Dieses Jahr hat Anja Blank als eine der wenigen Frauen in diesem Beruf erfolgreich die Meisterprüfung abgelegt. Unter den 1000 Berufsjägern liegt die Frauenquote bei gerade einmal 1,3 Prozent.

DJV: Frau Blank, wir gratulieren noch mal ganz herzlich zur erfolgreich bestandenen Meisterprüfung. Wie kam es, dass Sie sich in die Männerdomäne der Berufsjäger gewagt haben?

Anja Blank: Ganz ehrliche Antwort? Weil Frauen einfach die besseren Jäger sind (lacht). Nein, Quatsch! Für den Beruf muss man geboren sein, muss Spaß an der Arbeit haben und vielseitig interessiert sein. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Außerdem fühle ich mich in dieser Männerwelt ganz wohl. Vielleicht bin ich da anders als andere Frauen.

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Chronische Auszehrkrankheit in Skandinavien: Was Jäger wissen sollten

In Norwegen ist bei einem Rentier und zwei Elchen die aus Nordamerika stammende chronische Auszehrkrankheit (CWD) nachgewiesen worden. Behörden zufolge könnte der Erreger durch Hirsch-Urin aus den USA importiert worden sein. Wie gefährlich die Wildtierkrankheit ist und was deutsche Jäger wissen müssen, fasst der DJV zusammen.

In Norwegen sind bereits drei Fälle der aus Nordamerika stammenden chronischen Auszehrkrankheit nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um ein Rentier und zwei Elche. Den Norwegischen Behörden zufolge wird aus den USA importierter Hirsch-Urin als mögliche Primärquelle vermutet. Daher wiesen die Europäische Kommission und das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf das Importverbot von Hirsch-Urin in die EU hin.

Hirsch-Urin wird meist von Bogenjägern als Lockmittel eingesetzt, um möglichst nah an das Tier heranzukommen. Diese Art zu jagen ist in Deutschland verboten. Dennoch weist der DJV auf das generelle Importverbot tierischer Nebenprodukte in die EU hin.

Der Erreger der Krankheit, ein Prion – fehlgefaltete Proteine (Eiweiße) – ist extrem resistent in der Umwelt. Er wird hauptsächlich über Speichel, Kot und Urin der infizierten Tiere übertragen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institutes ist es unwahrscheinlich, dass die Krankheit durch Natururlauber oder Jäger ohne direkten Wildkontakt – etwa an der Schuhsohle – nach Deutschland importiert werden kann, da der Erregergehalt zu gering ist. Dennoch wird Jägern grundsätzlich empfohlen, ihre Kleidung und Ausrüstung nach Auslandsaufenthalten gründlich zu reinigen. (Mehr im FLI-Interview).

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Comic erklärt Jagd – jetzt auch auf englisch

Bereits im Februar hat der Deutsche Jagdverband (DJV) einen Zeichentrickfilm auf YouTube veröffentlicht, der das Kleine Einmaleins der Jagd leicht fasslich – und vor allem: mit Bildern! – erklärt. Überzeugt von dieser ohne Zweifel notwendigen Annäherung an einen zeitgemäßen Aufmerksamkeits- und Verständnishorizont, hat der CIC dieses Video nun ins Englische übertragen.

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Aufgepäppelte Heuler bald fit für Leben in Freiheit

Ein Selfie mit Seehund? Keine gute Idee, warnen Experten. Die Heuler brauchen vor allem Ruhe. Doch immer wieder stören Menschen die Jungtiere. Ein DJV-Video gibt Einblicke in die Tierschutzarbeit von Jägern an den Küsten und in die Seehundstationen.

Der Seehund-Nachwuchs hatte es dieses Frühjahr an niedersächsischer und schleswig-holsteinischer Küste nicht einfach: Schlechtes Wetter mit Gewittern und Störungen durch Menschen haben viele Jungtiere von den Müttern getrennt. 130 Heuler hat die Seehundstation Norden-Norddeich (Niedersachsen) in dieser Saison bisher aufgenommen und aufgepäppelt, in Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) sind es sogar über 200. Die meisten von ihnen sind inzwischen bereit für ein Leben in Freiheit, sodass sie im August im Wattenmeer ausgewildert werden können. Mehr als 4.000 Heuler haben die beiden Stationen in über drei Jahrzehnten aufgezogen und wieder ausgewildert.

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Kommentar: Alle Jahre wieder…

Hunderttausende Wildtiere werden vorsichtigen Schätzungen zufolge Jahr für Jahr in Deutschland bei Erntearbeiten getötet, verstümmelt, plattgewalzt, zu blutigem Brei zerhäckselt. Jahr für Jahr produziert der Deutsche Jagdverband (DJV) Broschüren, Flyer, Pressemitteilungen und Videos, in denen für die wildtierfreundliche Mahd – von innen nach außen – geworben wird. Doch dass die Tod und Tierquälerei zwar nicht ausschließende, aber wenigstens auf ein unvermeidliches Maß reduzierende Erntemethode tatsächlich angewendet wird, habe ich noch nie gesehen. Und das, obwohl es, was den Zeit- und Energieaufwand angeht, ziemlich gleichgültig ist, ob nun von innen nach außen oder umgekehrt geerntet wird. Gefordert ist lediglich ein Umdenken, eine Umgewöhnung – aber selbst das ist offenbar schon zu viel verlangt.

Viele Jagdpächter berichten über die frustrierende Verweigerung jeglicher Kooperation von Seiten der Landwirte. Da wird jedes Jahr vor der Erntesaison aufs Neue darum gebeten, doch bitteschön vor der Mahd Bescheid zu sagen, damit die Felder abgesucht, Rehkitze geborgen und das sinnlose und qualvolle Sterben minimiert werden können – um dann bei der Fahrt durchs Revier feststellen zu müssen, dass die Wiesen – über denen Krähen und Bussarde kreisen, um sich an den Kadavern zu mästen –  wieder einmal ohne Ankündigung gemäht wurden. Ein Anruf, eine SMS oder Whatsapp, die dem Landwirt im Wildschadensfall wenig Schwierigkeiten bereiten – leider zu viel verlangt, wenn es um den Schutz von Wildtieren geht.

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DJV empfiehlt: Grill‘ doch mal Wild

Videos zeigen einfache und leckere Zubereitung von Wildfleisch

Der Höhepunkt der Grillsaison steht bevor: Der Deutsche Jagdverband (DJV) startet heute eine vierteilige Videoserie zur Zubereitung von Wildfleisch im Freien. Die passenden Rezepte zum Nachlesen und Ausdrucken gibt es jeweils auf wild-auf-wild.de.

Die Zubereitung von Wild ist schwierig? Keineswegs: Hotel-Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann zeigen im ersten Video wie aus einem Rehrücken saftige Medaillons für den Grill werden. Diese benötigen nur wenige Minuten in der Vor- und Zubereitung. Angeschnitten und leicht rosa serviert sind sie nicht nur ein Hingucker auf dem Teller, sondern ein kulinarischer Hochgenuss. Wildprodukte sind eine leckere und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Grillwaren, die es beim Jäger, Feinkosthändler oder beim Fleischer des Vertrauens zu kaufen gibt. Über die Postleitzahl-Suche auf der Internetseite wild-auf-wild.de finden Interessierte regionale Wildbretanbieter.

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DJV: Jagdfeature des SWR greift Einzelfälle auf

Mit „Durchgeknallt – Was bei der Jagd falsch läuft“ hat der SWR gestern ein Feature präsentiert, das wesentliche Aspekte der Jagd aufgreift. Es kommen auch Verfehlungen Einzelner zur Sprache, von denen sich der Deutsche Jagdverband (DJV) distanziert. Im SWR-Feature wird darauf verwiesen, dass viele Jäger zu unerfahren oder untrainiert seien, um das Wild schonend mit einem Blattschuss zu erlegen. Dem widerspricht DJV-Präsident Hartwig Fischer: „Der saubere Schuss gehört zum Ethos des Jägers. Deshalb trainieren neun von zehn Jägern in Deutschland regelmäßig auf dem Schießstand, wie eine Umfrage eines unabhängigen Instituts unter unseren Mitgliedern ergeben hat (http://www.jagdverband.de/content/jäger-halten-sich-fit-für-die-jagd)“.

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DJV: Jäger halten sich fit für die Jagd

Eine repräsentative DJV-Befragung zeigt: Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte jährlich dreimal und mehr. Auch sonst bilden sich Waidfrauen und -männer aktiv fort. Knapp 27.000 Verbandsmitglieder haben im vergangenen Jahr allein an Fachveranstaltungen und Schulungen der Landesjagdverbände und des DJV teilgenommen. Darunter zahlreiche Multiplikatoren.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute weitere Daten aus der aktuellen Jäger-Umfrage veröffentlicht. Demnach trainiert jeder Jäger durchschnittlich etwa siebenmal jährlich mit seiner Waffe. Neun von zehn Jägerinnen und Jägern gehen dafür regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte dreimal und mehr. Dort werden beispielsweise anhand von Videosequenzen Situationen für die herbstlichen Bewegungsjagden geübt sowie Schüsse im Stehen oder Sitzen auf Scheiben mit den Umrissen jagdbarer Tierarten. Die Wertung der Schüsse orientiert sich an den inneren Organen: Höchste Punktzahl gibt es, wenn die Region um Herz oder Lunge getroffen wird. „Für den Tierschutz ist das regelmäßige Schießtraining entscheidend. Optimale Treffer müssen immer unser Anspruch als Jäger sein“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jörg Friedmann.

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DJV veröffentlicht Verbandsbericht 2016

Etwa 60 Akteure – so viele wie nie zuvor – haben den Deutschen Jagdverband (DJV) an seinem neuen Standort auf der Internationalen Grünen Woche im Januar unterstützt und so für einen eindrucksvollen Messeauftritt gesorgt. Klar, dass dieser im Fokus des aktuellen Verbandsberichtes steht, der im Rahmen des Bundesjägertages 2016 in Wolfsburg vorgestellt wurde (S. 40 ff.).

Der 86-seitige Bericht informiert zudem über die „Gefahr durch invasive Arten“ (S. 30 ff.) und die im vergangenen Jahr in Kraft getretene EU-Verordnung, die Mitgliedsstaaten zu verstärkten Bemühungen gegen eine weitere Ausbreitung verpflichtet. Weitere wichtige Themen des Jagdjahres 2015/16 sind unter anderem: Verbandsposition zum Wolf, „Fitness-Check“ der EU-Naturschutzrichtlinien, Wildschadensbewertung im Wald, Bundesjagdgesetz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Wettkämpfe im jagdlichen Schießen und im Jagdhornblasen und viele mehr. Wichtige Ereignisse, Entscheidungen und Termine des DJV sind unter „Stationen im Jagdjahr“ im ersten Teil zusammengefasst.

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DJV: „Die Generation „Selfie“ sehnt sich nach Natur“

Erste Ergebnisse einer Studie zu Naturbildung von Schülerinnen und Schülern

Die Natur steht bei jungen Leuten höher im Kurs als bisher angenommen. Wie eine erste Trend-Analyse der Studie „Fokus Naturbildung“ ergibt, verbinden Jungen und Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren mit der Natur vor allem „Freiheit“ und „Abenteuer“. Die gerade abgeschlossene und nun in der Auswertung befindliche bundesweite Befragung von tausend Kindern und Jugendlichen stellt zudem fest, dass die Natur den jungen Menschen einen wichtigen „Ausgleich“ zu ihrem Alltag bietet. Damit räumen diese ersten Ergebnisse mit dem Vorurteil auf, Jugendliche würden sich nur für virtuelle Medien und digitale soziale Netze interessieren.

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