Schlagwort-Archive: Deutscher Jagdverband (DJV)

DJV veröffentlicht Jahresbericht

Informieren und Verantwortung zeigen – Felle aus nachhaltiger Nutzung, Afrikanische Schweinepest und der Wolf: Wie vielschichtig die Verbandsarbeit ist, zeigt der aktuelle Jahresbericht des Deutschen Jagdverbandes.

Anlässlich des Bundesjägertages 2018 hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute in Bremen seinen neuen Verbandsbericht vorgestellt. 82 Seiten dokumentieren die Schwerpunktthemen des Jagdjahres 2017/18 und die Arbeit des Dachverbandes der Jäger. Im Fokus steht etwa die hochansteckende Virusinfektion „Afrikanische Schweinepest“ mit Hinweisen dazu, wie Landwirte Jäger unterstützen können und wie das Tierfund-Kataster im Seuchenfall helfen kann.

Gewinnung und Verwertung von Fellen aus nachhaltiger Nutzung sind ein weiterer Schwerpunkt im Heft. Denn der Bedarf an qualitativ hochwertiger Ware aus nachhaltiger Jagd steigt: Die Fellwechsel GmbH bietet mit Bälgen von Wild aus heimischen Revieren eine Alternative. Der Bericht nennt Hintergründe zum Sammeln und zum Qualitätsmanagement. Klare Regelungen braucht es auch für den Umgang mit dem Wolf. Der DJV fordert die Politik zum Handeln auf und den Wolf ins Bundesjagdrecht – für ein besseres Qualitätsmanagement.

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Neues DJV-Video klärt über die extremen Positionen militanter Tierrechtler auf

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Video, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. „Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung“, so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

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DJV: Umweltbildung mit Jägern immer beliebter

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahl der pädagogisch tätigen Jäger ist in sechs Jahren um 80 Prozent gestiegen – mehr als 7.000 waren es 2017. Für Bildungsarbeit investierten Jägerschaften 2017 knapp 410.000 Euro – plus 24 Prozent gegenüber 2011. Drei Viertel der Jägerschaften haben inzwischen ein ausgewiesenes Budget für Lernort Natur.

Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine Lernort-Natur-Umfrage: Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbrachten diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und erreichten mehr als 800.000 Menschen. Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften.

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„Jäger haben mit Veganern über den Sinn von Jagd diskutiert“

Aktuell läuft der Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ in den Kinos. Im Gespräch mit dem DJV erzählt Regisseurin Alice Agneskirchner über die vielen bundesweiten Filmvorführungen, die von Jägervereinigungen mit Aktionen begleitet wurden.

DJV: Frau Agneskirchner, „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ ist seit dem 10. Mai im Kino, mehr als 30.000 Besucher haben den Film bislang gesehen. Wie ist diese Zahl einzuschätzen?

Agneskirchner: Also erstmal muss und darf ich sagen, das ist ein absoluter Erfolg für diesen Film. Nach dem Tag der bundesweiten Previews am 9, Mai war „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ sogar auf Platz 2 der deutschen Kino-Charts. Nach Avengers, aber vor allen anderen Hollywood-Filmen, Disney-Produktionen, Jim Knopf und Fuck U Göthe. Der Film lief in den ersten zwei Wochen in über 120 Kinos. Für einen Dokumentarfilm eine Sensation.

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ASP: DJV kritisiert Regierungspläne

Die Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) muss nach Auffassung des Deutschen Jagdverbands (DJV) präzisiert werden: Weitreichende Befugnisse der Behörden dürfen nur örtlich begrenzt im Seuchenfall gelten. Die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ist nur durch eine kooperative Zusammenarbeit mit Jägern möglich.

Die Bundesregierung hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes beschlossen. Damit sollen Behörden schneller reagieren können, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Ernstfall zu bekämpfen. Der DJV kritisiert, dass die sehr weitreichenden Befugnisse bereits vor einem möglichen Seuchenfall ausgeschöpft werden könnten. Dies wäre nach Ansicht des DJV unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Die Folge wären aufwändige Gerichtsverfahren. Vor allem aber wäre das Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Jägern empfindlich gestört. Eine kooperative Zusammenarbeit, die insbesondere im Seuchenfall dringend notwendig ist, wäre unmöglich. Der DJV fordert deshalb, dass die Änderungen des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes präzisiert werden: Die sehr weitgehenden Behördenbefugnisse dürfen nur für den Seuchenfall und ein eng eingegrenztes Gebiet gelten – dort sind sie wichtig. In einer Stellungnahme hat der Dachverband der Jäger bereits Mitte Mai auf die Gefahr hingewiesen, dass einzelne Veterinärbehörden den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit missachten könnten.

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DJV fordert Stärkung der Bejagung invasiver Prädatoren

Der DJV stellt anlässlich der Umweltministerkonferenz ein 5-Punkte-Papier vor: Die Jagd auf invasive Arten mit Falle und Waffe ist wirkungsvoll und tierschutzgerecht. Absurde Kastrationspläne der Tierschutzlobby für den Waschbär haben in Managementplänen keinen Platz.

Eingeschleppte Arten wie Waschbär, Mink oder Marderhund bedrohen die heimische Artenvielfalt und sollen nach EU-Vorgaben reduziert werden. Anlässlich der in dieser Woche stattfindenen Umweltministerkonferenz fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) von der Politik ein wissensbasiertes und praxisorientiertes Vorgehen bei der Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten. Dies kann nur auf Basis bundeseinheitlicher Standards gelingen, da Tiere keine Ländergrenzen kennen. Der DJV hat heute dazu ein 5-Punkte-Papier vorgelegt. Demnach ist die Jagd mit Falle und Waffe das wirkungsvollste tierschutzgerechte Instrument, um die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund, Mink und Co. einzudämmen. Die Jagd auf diese Tiere sollte laut DJV vereinfacht werden: Keine Verbote in Siedlungs- und Schutzgebieten und keine Schonzeiten. Der Elterntierschutz muss allerdings erhalten bleiben.

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Gemeinsamer Aktionsplan Wolf: Verbände fordern Regulierung

„Regulierung des Wolfes zum Schutz der Weidetierhaltung erforderlich“

Die im Aktionsbündnis Forum Natur zusammengeschlossenen Verbände haben einen „Gemeinsamen Aktionsplan Wolf (GAW)“ vorgelegt, in dem unter anderem Maßnahmen gegen die weitere uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfs gefordert werden. „Der Wolf als Bestandteil der biologischen Vielfalt Deutschlands stellt eine enorme Herausforderung dar. Das Zusammenleben kann nur dort dauerhaft gelingen, wo hierfür die Akzeptanz in der Gesellschaft und vor allem auch im ländlichen Raum vorhanden ist“, heißt es im GAW: Und weiter: „Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland führt im ländlichen Raum zu wachsenden Konflikten und stellt gleichzeitig die Haltung von Weidetieren grundsätzlich in Frage. Die Verbände des Aktionsbündnisses Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter fordern, dass der Schutz des Menschen eindeutig Priorität vor der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben muss.

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Vice-Interview mit DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald

Unter dem bescheuerten, aber vermutlich zielgruppenkonformen Titel, „10 Fragen an einen Jäger, die du dich niemals trauen würdest zu stellen“ hat das Magazin Vice ein – trotzdem lesenswertes – Interview mit dem Pressesprecher und stellvertretenden Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands (DJV) veröffentlicht. Es geht unter anderen um Macht über Leben und Tod, Hauskatzenabschuss, Mitleid, den Umgang mit Tierrechtlern und eklige Jagderlebnisse. „Ich habe einen Jäger interviewt und ziemlich viel über meine eigenen Vorurteile gelernt“, schreibt die Autorin Rebecca Baden auf Twitter. Für Jäger dürfte an dem Interview vor allem die sachliche, offen und ehrliche Art bemerkenswert sein, mit der Reinwald die Fragen beantwortet. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Interviews auf Vice (Screenshot)

Der DJV geht offensiv gegen Hetze im Netz vor

Dachverband der Jäger macht sich stark für den Schutz seiner Mitglieder und unterstützt das „Waidfräulein“: Beleidigungen und Bedrohungen von Jägerinnen und Jägern sind kein Kavaliersdelikt. Auch nicht in den sozialen Medien.

Eine junge Jägerin postet auf ihrem Facebook-Profil ein Foto mit erlegtem Fuchs und erhält binnen weniger Tage mehrere hundert hasserfüllte Kommentare: Jagdgegner attackierten das „Waidfräulein“  mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. „Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst“, ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Selbst davor, die Betroffene zu Hause aufzusuchen und einzuschüchtern, schreckten selbsternannte vermeintliche „Tierschützer“ nicht zurück. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat sich unmittelbar nach den Vorfällen eingeschaltet und wird die Betroffene bis zur vollständigen Aufklärung unterstützen. „Es ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke, dass völlig natürliche Dinge wie eine Bombe einschlagen können und manche Beteiligte jegliche Benimmregeln vergessen“, so Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin, der mit dem DJV in der Sache zusammenarbeitet.

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Bundesjägertag 2018 in Bremen

Rund 400 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland kommen Mitte Juni nach Bremen zum Bundesjägertag. Gastgeber sind der DJV und die Landesjägerschaft Bremen. Wolf, Afrikanische Schweinepest, Artenschutz in der Kulturlandschaft – kontroverse Themen sind Inhalt einer Podiumsdiskussion. Ebenfalls auf dem Programm: eine Exkursion zu einem vorbildlichen Artenschutzprojekt.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Bremen laden am 14. und 15. Juni zum Bundesjägertag in das Kongresszentrum Bremen ein. Etwa 400 Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet – darunter Delegierte der Landesjagdverbände, Landes- und Bundespolitiker sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen. Unter dem Motto „Die Marke Jagd auf neuen Wegen“ stehen unter anderem Felle aus heimischer Jagd als nachhaltige Ressource im Fokus.

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DSB und DJV wollen Zusammenarbeit intensivieren

Am 7. Mai kam es in Berlin zu einem (überfälligen) Treffen zwischen Vertretern des Deutschen Schützenbundes (DSB) und des Deutschen Jagdverbands (DJV). An dem Treffen nahmen DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und DJV-Präsident Hartwig Fischer teil, sowie die Geschäftsführer der beiden Verbände, Jörg Brokamp und Andreas Leppmann. Im Vordergrund standen „das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch und die Abstimmung aktueller Themen“, so der DSB auf seiner Homepage. Die „traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Schützen und Jägern“ solle weiter intensiviert werden, heißt es beim DSB weiter. Es gebe einige Gemeinsamkeiten, erwähnt wurden die Nutzung der Wurfscheiben- und Schießstand-Anlagen oder das Waffenrecht. Auch die Umsetzung der europäischen Feuerwaffenrichtlinie in das deutsche Waffengesetz sei ein Schwerpunkt bei dem Treffen gewesen.

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„Besseres Konfliktmanagement durch Jagdrecht“

Der DJV stellt ein Frage-Antwort-Papier vor und erläutert, warum der Wolf ins Bundesjagdgesetz sollte. Für die Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen sind Jäger die ersten Ansprechpartner, bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der DJV ab.

Im Koalitionsvertrag hat sich die amtierende Bundesregierung dafür ausgesprochen, den Schutzstatus des Wolfes abhängig vom Erhaltungszustand zu überprüfen, um eine notwendige Bestandsreduzierung herbeiführen zu können. Maßnahmen für die Entnahme von auffälligen Wölfen sollen ebenfalls entwickelt werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat vor diesem Hintergrund vergangene Woche gefordert, den Wolf vom Naturschutzgesetz ins Bundesjagdgesetz zu überführen. Die Hintergründe erläutert der Dachverband der Jäger jetzt in einem Frage-Antwort-Papier. „Es geht nicht um eine reguläre Bejagung, sondern um ein besseres Konfliktmanagement“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

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DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers „Hundearbeit im Wolfsgebiet“ ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre „Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer“ veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

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DJV zum Positionspapier Wolf

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt der Deutsche Jagdverband (DJV) zum gerade veröffentlichten Positionspapier „Der Wolf in Deutschland“ Stellung darin heißt es:

Deutscher Jagdverband positioniert sich zum Wolf – DJV-Präsidium verabschiedet im April 2018 neue Wolfsposition

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in einem aktuellen Positionspapier zeitnah die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz, um bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf auszugestalten. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings wird so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreifftrupps installieren zu wollen. „Wenn es um die Entnahme von Wölfen geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

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DJV fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat ein Positionspapier „Der Wolf in Deutschland“ veröffentlicht, in dem unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert wird. Die Einstufung des Wolfes im Jahr 1992 in den Anhang IV der FFH-Richtlinie entstamme einer Zeit, als dieser über 130 Jahre auf heutigem deutschem Territorium nicht mehr regelmäßig vorkam und seine Rückkehr offenbar nicht erwartet wurde, heißt es in dem DJV-Positionspapier: „Der Wolf erfüllt heute nicht mehr die Kriterien für die Aufnahme in Anhang IV.“ Gefordert wird, den Wolf baldmöglichst von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie zu überführen sowie den Wolf „in den Katalog der bejagbaren Arten des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen.“

Die Aufnahme ins Jagdrecht sei unabhängig von einer Aufnahme in Anhang V der FFH-Richtlinie, auch Arten aus Anhang IV dürften unter bestimmten Voraussetzungen bejagt werden, stellt der DJV fest: Die Rechte der Jagdausübungsberechtigten und Jagdrechtsinhaber seien zu wahren, die „Einrichtung von staatlichen Fang- und Entnahmetrupps als Parallelstruktur zur Jägerschaft wird abgelehnt.“ Es seien verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, nach denen die fachlich qualifizierte Jägerschaft handeln kann. Gefordert wird auch eine gesetzliche Regelung für den „Ausgleich von Schäden durch Wölfe an Jagdhunden.“

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Neue DJV-Videoserie: Wildbrethygiene in der Praxis

Der DJV veröffentlicht eine 12-teilige Videoserie auf www.wild-auf-wild.de. Diese kann ab sofort kostenfrei und hochauflösend heruntergeladen werden.

Ab sofort bietet der DJV eine 12-teilige Videoserie zu Wildbrethygiene kostenfrei zum Herunterladen an (www.wild-auf-wild.de/lehrvideos). Fachleute geben praktische Tipps zum Aufbrechen, Abschwarten oder Zerwirken von Schwarz- und Rehwild. Zudem werden die bedenklichen Merkmale bei Rehen und Wildschweinen anschaulich erläutert. Die Videoserie eignet sich für die Aus- und Weiterbildung von Jägern. Die einzelnen Videos sind hochauflösend und können auch auf Großbildschirmen gezeigt werden. Auf seinem YouTube- und Facebook-Kanal hat der DJV schon neun Videos veröffentlicht, die innerhalb von knapp vier Monaten bereits 300.000 mal aufgerufen wurden.

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Jagdverbände fordern länderübergreifendes Wolfsmanagement

DJV und LJV Baden-Württemberg kritisieren den Alleingang im Südwesten Deutschlands. Der Wolf kennt keine Ländergrenzen, deshalb ist ein bundesweiter Ansatz notwendig. Jäger und Landwirte müssen in die Planung einbezogen werden.

Wie gestern bekannt wurde, wollen die obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands beim Herdenschutz und beim Wolfsmanagement enger zusammenarbeiten und dazu eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Wölfe kennen keine Landesgrenzen, deshalb ist eine länderübergreifende Vereinbarung zu einem effektiveren Wolfsmanagement durchaus sinnvoll, betonen der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) und der Deutsche Jagdverband (DJV). Eine Vereinbarung zwischen vier Bundesländern ist allerdings nicht zielführend, vor allem, wenn Betroffene überhaupt nicht eingebunden werden, kritisieren die Jäger. „Die letzten in Baden-Württemberg bestätigten Wölfe kamen aus Niedersachsen“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Vorstoß sei blanker Aktionismus und ein unnötiger Vorgriff, weil der Bund – so sieht es der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vor – eine bundeseinheitliche Regelung schaffen will.

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Schwarzwildbejagung: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor

Anlässlich der heutigen „Nationalen ASP-Präventionskonferenz“ im Bundeslandwirtschaftsministerium stellt der DJV seine Forderungen für eine Vereinfachung der Wildschweinjagd vor.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für heute Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur „Nationalen ASP-Präventionskonferenz“. Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen insbesondere Fernfahrer aus europäischen Risikogebieten stärker kontrolliert werden, ebenso wie Raststätten entlang von Transitstrecken: Laut Experten haben achtlos weggeworfene Reste von verseuchter Rohwurst maßgeblich zur bisherigen Verbreitung der ASP beigetragen, Sprünge von mehreren 100 Kilometern in kürzester Zeit sind dokumentiert. Im Sinne der Prävention hält der DJV eine weitere Reduzierung der Wildschweinbestände für notwendig: Sollte das ASP-Virus den Sprung nach Deutschland schaffen, wäre dann zumindest die natürliche Ausbreitung reduziert. Diese beträgt etwa 20 Kilometer pro Jahr.

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ASP: Keine Produkte aus Seuchengebieten im Handel

Seit heute bietet der Lebensmittel-Discounter Lidl Rohwurst aus Polen an. Kann so die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt werden? Das Friedrich-Loeffler-Institut gibt in einer Stellungnahme gegenüber dem DJV Entwarnung.

„ASP-Risiko: Lidl verkauft polnische Rohwurst“, titelt die Fachzeitschrift top agrar auf ihrer Internetseite und bezieht sich auf das aktuelle Werbeprospekt der Discounters. Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt: Besteht durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses? Der DJV hat das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, um Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor: „Es gibt, wie bei allen anzeigepflichtigen Tierseuchen, strenge Auflagen bzw. Beschränkungen für die Restriktionszonen, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet werden. Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter. Das, was in den Handel geht, stammt von gesunden Tieren und ist nach bestem Wissen und Gewissen frei von Tierseuchen.“

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DJV beurteilt Koalitionsvertrag positiv

Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass die künftige Bundesregierung die in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes nun doch vornehmen möchte. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung zu optimieren und gleichzeitig den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren. Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen Schießübungsnachweis geben, ebenso eine einheitliche Jäger- und Falknerausbildung sowie -prüfung. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen wissensbasierten Weg unterstützt und begrüßen es sehr, dass die Politik unseren Empfehlungen nun folgen wird“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.
Wolf: Ängste und Sorgen ernst nehmen

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Wildtier-Monitoring: Starke Zunahme bei Waschbär und Marderhund

Im Fokus des WILD-Berichtes 2016 steht die Auswertung der Jagdstatistik verschiedener Raubwildarten. Vor allem bei den invasiven Arten Waschbär und Marderhund sind starke Streckenzunahmen zu verzeichnen. Der Bericht enthält zudem Gastbeiträge zur Verbreitung des Goldschakals und nachhaltigen Nutzung von Bälgen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute den Jahresbericht 2016 für das Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Im Fokus stehen die Jagdstatistiken verschiedener Raubsäuger. Dargestellt werden aktuelle Werte und die Entwicklung im 10-Jahres-Vergleich. Besonders eindrucksvoll sind die Ergebnisse für den Waschbären: In fast der Hälfte aller Landkreise (46 Prozent) zeigt sich eine teils starke Zunahme der Jagdstrecken. Dabei hat sich die Zahl der zur Strecke gekommenen Waschbären pro 100 Hektar Jagdfläche innerhalb von zehn Jahren um teilweise mehr als das 10-fache erhöht. Insgesamt umfasste die Strecke im Jagdjahr 2015/16 knapp 130.000 Waschbären. Diese Werte lassen den Schluss zu, dass die Population des aus Nordamerika stammenden Kleinbären kontinuierlich zunimmt. Dies gilt auch für den aus Asien stammenden Marderhund:  Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2015/16 mit 28.000 Tieren rund 16 Prozent mehr Marderhunde erlegt. Nach einem Populationseinbruch Mitte der 2000er-Jahre aufgrund von Räude- und Staupeerkrankungen hat die Marderhundstrecke mittlerweile wieder das Niveau von vor zehn Jahren erreicht.

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Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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Warum Jäger jagen gehen

Der DJV hat den Jägernachwuchs zur Motivation für den Jagdschein befragt. Die Ergebnisse zeigen: Jungjägern geht es um Naturerlebnis und -schutz sowie gesundes Fleisch. Fast jeder Zweite will sich ehrenamtlich engagieren.

Warum lassen sich jedes Jahr zehntausende Männer und Frauen zu Jägern ausbilden? Dieser Frage ist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Grund gegangen. In Kooperation mit dem unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) befragte der DJV Teilnehmer aus den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Laut den aktuellen Ergebnissen geht es den Jungjägern besonders um Naturverbundenheit. Für Männer und Frauen ist dies mit einem Gesamtanteil von 77 Prozent der meist genannte Grund, das „Grüne Abitur“ zu machen. Mehr als die Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewandten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Danach kommt die Freude an der praktischen Jagdausübung (50 Prozent). Auch der Genuss von Wildfleisch ist mit 47 Prozent unter den Top-4-Gründen, die Jägerprüfung abzulegen. Für Jägerinnen steht der Fleischerwerb durch die Jagd sogar an dritter Stelle. Bemerkenswert: Doppelt so viele Frauen (36 Prozent) wie Männer gaben an, dass die Jagdhundeausbildung eine wichtige Motivation ist, den Jagdschein zu machen. Nur sechs Prozent der Befragten geben als Motiv ein Interesse an Waffen an.

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DJV: Mehr Jäger in Deutschland

Zahl der Jagscheininhaber steigt kontinuierlich. Nordrhein-Westfalen liegt mit mehr als 91.000 Waidfrauen- und männern an vorderster Stelle. Bezogen auf die Bevölkerung gibt es im Norden die meisten Jäger: In Mecklenburg-Vorpommern kommt ein Jäger auf 124 Einwohner.

So viele wie nie zuvor: 383.828 Menschen in Deutschland besaßen im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) einen Jagdschein, 2.000 Personen mehr als noch 2015/16. Seit der Wiedervereinigung vor 27 Jahren gibt es nun über 72.500 Jägerinnen und Jäger mehr – ein Anstieg von knapp einem Viertel (23,3 Prozent). Die Bevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum nur geringfügig. Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es innerhalb des vergangenen Jagdjahres in Hamburg und in Mecklenburg-Vorpommern: Um jeweils über sieben Prozent stieg die Zahl der Jäger auf nun knapp 2.700 beziehungsweise rund 13.000. Diese und weitere Statistiken veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der Jagdmesse „Jagd und Hund“.

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Aktuelle Jagdbilanz: 589.417 Wildschweine bundesweit erlegt

Im zurückliegenden Jagdjahr haben Deutschlands Jäger viereinhalb mal so viele Wildschweine wie vor 40 Jahren erlegt. Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest appelliert der DJV an Jäger, insbesondere junge Wildschweine zu erlegen. Sie tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei. Verdächtige Kadaver sollten umgehend den Behörden gemeldet werden.

589.417 Wildschweine haben die Jäger in Deutschland im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) erlegt oder verendet aufgefunden (4 Prozent). Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1930er Jahren. Im Vergleich zur Jagdsaison 1976/77 beträgt die Steigerung knapp 350 Prozent  für Gesamtdeutschland. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht und betont die Notwendigkeit der Wildschwein-Jagd. Mit den kontinuierlich steigenden Abschusszahlen hat die Jägerschaft in den vergangenen Jahrzehnten anwachsende Wildschweinbestände zwar reduziert. In Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) appelliert der DJV an Jäger, die Wildschweinjagd noch zu intensivieren. Besonders weibliche Tiere, jünger als zwei Jahre, müssen verstärkt erlegt werden – sie tragen mit über 80 Prozent zur Fortpflanzung bei. „Noch ist das Virus nicht in Deutschland, doch je weniger Wildschweine pro Fläche leben, desto geringer ist im Ernstfall zumindest über Wildtiere die Ausbreitungsgefahr“, sagte Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und DJV-Präsidiumsmitglied. Allerdings sei erwiesen, dass der Mensch und nicht Wildtiere das Virus über große Distanzen verbreite, etwa über den Transitverkehr.  Ein achtlos weggeworfenes Brot mit verseuchter Wurst reiche, um die Afrikanische Schweinepest einzuschleppen, so Dr. Bethe weiter. Deshalb sollte die Aufklärungsarbeit von Behörden in der Öffentlichkeit intensiviert werden.

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Stühlerücken beim DJV

Von einer „strategischen Neuausrichtung des DJV“ ist die Rede: Das DJV-Präsidium hat auf Basis der Beschlüsse des diesjährigen Bundesjägertages ein umfangreiches Personal- und Finanzkonzept einstimmig beschlossen. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Leppmann scheidet bis 2019 aus.

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hat in seiner Sitzung Anfang Dezember 2017 unter anderem die personelle Stärkung der Bereiche „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Wildtiermonitoring“ beschlossen. Darüber hinaus wird der derzeitige DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann seinen Arbeitsschwerpunkt schrittweise verlagern. Ein Stufenplan sieht vor, dass Leppmann sich verstärkt auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der neu gegründeten Fellwechsel GmbH konzentriert und Olaf Niestroj, derzeitiger Assistent der Geschäftsführung, die Aufgaben von Leppmann im DJV übernimmt. Ab dem Bundesjägertag 2019 soll dann die Geschäftsführung des Verbandes vollständig an Niestroj übergehen. Stellvertretender Geschäftsführer bleibt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

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Wirkung von Wildwarnreflektoren umstritten

Vorgestellte Studien zeigen, dass blaue Reflektoren die Zahl der Wildunfälle senken können, die Wirkweise ist allerdings umstritten. Rund 200 Experten nahmen an der Fachtagung von ADAC und DJV teil.

„Reflektoren wirken / nicht“: Am Rande der Messe Pferd und Jagd trafen sich Anfang Dezember 2017 rund 200 Experten aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden, um über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren zu diskutieren. Wissenschaftler des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden stellten das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Schleswig-Holstein vor, die ADAC, DJV und weitere Partner unterstützt haben: Auf den mit Reflektoren ausgestatteten Strecken wurden im Schnitt 60 Prozent weniger Wildunfälle registriert. Während vier Jahren trat weder ein Gewöhnungseffekt noch eine Verlagerung des Unfallgeschehens auf. Über ähnlich hohe Rückgänge bei Wildunfällen berichteten die Initiatoren der Aktion Lichtzaun in Baden-Württemberg, die auf 4.000 Straßenkilometern Reflektoren angebracht hatten. Ein Langzeitprojekt der Universität für Bodenkultur Wien kommt zu dem Schluss: Wenn der richtige Reflektor richtig eingesetzt, montiert und gewartet wird, dann wirkt er. Jäger, Verwaltung, Polizei und Tierschützer müssten mehr kooperieren um Unfälle effektiv zu reduzieren.

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CIC und DJV suchen Koordinator für Internationale Jagdangelegenheiten

Jagdscheininhaber, abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss und bereit zu Dienstreisen ins Ausland? Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) suchen ab März Unterstützung in der Berliner Geschäftsstelle.

DJV und CIC suchen ab März 2018 einen Koordinator (m/w) für Internationale Jagdangelegenheiten und Naturschutz. Arbeitsplatz ist die Geschäftsstelle des DJV in Berlin. Die Projektstelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und umfasst 40 Stunden pro Woche. Angesiedelt ist die Position an der Schnittstelle zwischen der „Federation of Associations for Hunting and Conversation of the EU“ (FACE), dem CIC Budapest, der deutschen Delegation des CIC und dem DJV. Dazu gehört die Kommunikation und Kontaktpflege zu sämtlichen jagd- und naturschutzrelevanten nationalen und internationalen politischen Gremien, Institutionen und Verbänden. Themenfelder sind unter anderem Artenschutz, internationaler Handel mit Wildprodukten sowie die Auslands- und Trophäenjagd. Somit gehören auch Dienstreisen ins In- und Ausland zum Aufgabenfeld.

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228.500 Wildunfälle in Deutschland im Jagdjahr 2016/17

Aktuelle DJV-Statistik: Knapp 228.500 Wildunfälle im Jagdjahr 2016/17 / Experten diskutieren auf einer Fachtagung von ADAC und DJV in Hannover über die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.

Laut aktueller Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) gab es im vergangenen Jagdjahr – die Zeit vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 – knapp 228.500 Wildunfälle. Während das im Vergleich zum Vorjahr eine Stagnation bedeutet, ist es gemessen am Schnitt der vorangegangenen fünf Jahre eine Steigerung um fünf Prozent. Hauptverursacher ist das Reh (86 Prozent), gefolgt vom Wildschwein (12 Prozent).

Diese aktuellen Zahlen hat der DJV heute anlässlich der Fachtagung „Reflektoren wirken/nicht“ zur Wildunfallprävention vorgestellt, die der Verband gemeinsam mit dem ADAC in Hannover veranstaltet. Gut 200 Experten aus Wissenschaft, Straßenbau, Politik und Polizei diskutieren kontrovers über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren, die häufig an Straßenleitpfosten angebracht werden. Vorgestellt werden unter anderem die Forschungsergebnisse eines Langzeitprojektes, das ADAC, DJV und regionale Partner in Schleswig-Holstein durchgeführt haben.

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DJV begrüßt Beschlüsse der Umweltministerkonferenz zum Wolf

Eine bessere Zusammenarbeit mit Polen und die Diskussion um den „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes haben die heute zu Ende gegangene Umweltministerkonferenz (UMK) in Potsdam geprägt. Der Deutsche Jagdverband begrüßt diese Beschlüsse, kritisiert jedoch weiterhin die politische Grundhaltung.

Der DJV begrüßt, dass der Erhaltungszustand des Wolfes nun jährlich durch den Bund einzuschätzen ist. Darüber hinaus soll der Bund bereits im ersten Quartal 2018 praxistaugliche Vergrämungsmöglichkeiten veröffentlichen. „Seit Jahren ist dies eine unserer Hauptforderungen“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. „Ich freue mich, dass Themen nun mit einer gewissen Realitätsnähe diskutiert und Maßnahmen greifbarer werden.“ Der DJV begrüßt die beabsichtigte Intensivierung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Monitorings und Managements mit dem EU-Partnerland Polen. Ungeachtet dessen weist der DJV auf eine aktuelle Expertise der Technischen Universität Dresden hin, die besagt, dass die Wolfspopulation in Mitteleuropa bereits in einem günstigen Erhaltungszustand ist. Aus Sicht des DJV ist das angestrebte einheitliche Vorgehen beim Umgang mit „verhaltensauffälligen Wölfen“, insbesondere seine Entnahme, ebenfalls längst überfällig. Diese muss rechtssicher und praktikabel umsetzbar sein.

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DJV: „Kritiklose Grundhaltung“ des BfN gegenüber dem Wolf

Der Wolf hat, so das BfN laut DJV keine Scheu vor Menschen – der DJV begrüßt das offizielle Eingeständnis des amtlichen Naturschutzes und moniert gleichzeitig die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Fleischfresser. Das jetzt in „Natur und Landschaft“ veröffentlichte Handlungskonzept skizziert eine Bauernhofidylle, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Ein steigendes Risiko von Übergriffen ist programmiert.

Erstmals erkennt der amtliche Naturschutz offiziell an, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Einsicht ausdrücklich, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt in Heft 11 der hauseigenen Zeitschrift „Natur und Landschaft“ veröffentlicht hat. Allerdings betrachtet der Dachverband der Jäger das skizzierte „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ mit großer Sorge: Die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Wolf sorgt dafür, dass die Akzeptanz für den Fleischfresser zusehends schwindet.  Laut Managementempfehlung „verlangt“ es lediglich „Aufmerksamkeit“, wenn Wölfe mehrere Tage weniger als 30 Meter entfernt von bewohnten Häusern gesehen werden. „Ungefährlich“ sei es, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Vorgestellt werden sollte das gesamte Konzept heute auf einer Pressekonferenz, die gestern am späten Abend überraschend abgesagt wurde.

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„Sehr dünne Datenlage“ – DJV weist NABU-Vorwürfe über illegal getötete Vögel zurück

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) werden in Deutschland „bis zu 146.000 Vögel“ illegal getötet. Diese Zahl entbehrt jedoch, wie JAWINA bereits berichtete, jeglicher nachvollziehbarer und belastbarer Grundlage. Dies hat der Deutsche Jagdverband bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kritisiert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International geht von 146.000 illegal getöteten Vögeln in Deutschland pro Jahr aus. Als nationaler Partner von BirdlLife hatte der NABU den Datensatz für Deutschland erarbeitet. Hauptgrund der Tötung: illegale Jagd. Daraus abgeleitet fordert der NABU ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Zu der Entwurffassung hatte der DJV bereits im Frühjahr des Jahres über seine europäische Organisation FACE kritisch Stellung bezogen und insbesondere die spärliche Datengrundlage aus Deutschland bemängelt: sie sei einerseits nur schwer nachvollziehbar, andererseits beruhe sie im Wesentlichen auf Einschätzungen bzw. Hochrechnungen von Einzelfällen. Damit seien die Angaben höchst spekulativ und unseriös.

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DJV: Wölfe haben keine angeborene Scheu vor dem Menschen

+++ Niedersachsen: Wolf reißt Gatter-Damwild hinter Zwei-Meter-Zaun +++

Anlässlich des DJV-Beitrags beim Sat1-Frühstücksfernsehen nimmt der Dachverband der Jäger Stellung zum Wolf in Deutschland.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die organisierte Jägerschaft in den Ländern registrieren, dass von der Politik Forderungen immer lauter werden, den Wolf ins Jagdrecht zu überführen, um ihn zu regulieren. Die Politik muss dann aber auch den rechtlichen Rahmen dafür schaffen. Das ist nicht die Aufgabe der organisierten Jägerschaft. Ihre Aufgabe ist es, auf Herausforderungen hinzuweisen sowie Daten und Fakten zu liefern.

Zu den Fakten: Im Landkreis Cuxhaven haben Wölfe kürzlich die ersten Deichschafe gerissen. Wölfe haben sich sogar auf ausgewachsene Rinder spezialisiert. Im September 2017 wurde in Niedersachsen jeden zweiten Tag ein Rind von Wölfen getötet. Hierfür braucht es praktikable Antworten von der Politik.

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DJV startet Videoserie über Wildbrethygiene

Vom Schuss bis zum küchenfertigen Lebensmittel – der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht eine Videoserie zur Wildbrethygiene in der Praxis. Fachleute geben Tipps zum korrekten Umgang mit dem Lebensmittel Wild. Das erste Video widmet sich bedenklichen Merkmalen beim Schwarzwild.

In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Experten wie Amtstierarzt Dr. Thomas Stegmanns oder Wildmeister Christoph Hildebrandt, worauf es ankommt. Den Auftakt macht ein Video zu den bedenklichen Merkmalen beim Wildschwein. Vor dem Hintergrund der nahenden Afrikanischen Schweinepest werden die Symptome ausführlich erläutert. Es folgt in Kürze ein Video zu bedenklichen Merkmalen beim Rehwild. Aus der Deckeschlagen von Rehwild, Abschwarten von Schwarzwild sind ebenso Inhalte weiterer Videos wie das Zerwirken und Portionieren des küchenfertigen Lebensmittels Wildbret.

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