Schlagwort-Archive: Dänemark

Dänemark: Parlament stimmt für ASP-Schutzzaun

Das dänische Parlament hat am Montag der Errichtung eines ca. 70 Kilometer langen Schutzzauns an der dänisch-deutschen Grenze zugestimmt. Der Zaun soll im Fall eines Seuchenausbruchs in Deutschland verhindern, dass mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschweine die Grenze nach Dänemark überwinden und so die fleischverarbeitende Industrie Dänemarks schützen, die einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt. Bisherigen Planungen zufolge soll der Schutzzaun 1,5 Meter hoch sein und, um eine Untergraben zu verhindern, einen halben Meter tief in die Erde eingelassen werden. Wasserflächen entlang des Verlaufs sollen mit Schwimmsperren gesichert werden, wie shz.de berichtet. Der Nutzen eines solchen ASP-Schutzzauns ist umstritten, da die sprunghafte Ausbreitung des ASP-Virus vor allem über illegal entsorgte Fleischreste erfolgte. Infizierte Wildschweine büßen innerhalb weniger Tage an Aktivität ein und sterben, so dass sie zunächst nur lokal den Erreger verbreiten – zumindest wenn die flächendeckende Ausbreitung z.B. durch entsprechende Ausdünnung der Wildschweinpopulation verhindert werden kann.

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„Grenzgänger Schwein“ – WWF warnt vor Schweinezaun an dänisch-deutscher Grenze

In einem gemeinsamen, offenen Brief an Politiker in Dänemark und Deutschland warnen die nationalen WWF-Organisationen der betreffenden Länder vor dem geplanten Schweinezaun an der Grenze. Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, prüft Dänemark derzeit den Bau einer solchen Anlage. So sollen Wildschweine am Grenzübertritt gehindert werden. Der WWF bezweifelt nicht nur die Wirksamkeit dieses Vorhabens, sondern warnt zugleich vor einer gravierenden Barriere für andere Wildtiere und einer Zerschneidung von Schutzgebieten.

„Es kann als wahrscheinlicher angesehen werden, dass die Schweinepest durch menschliche Nachlässigkeit in Zuchtbetriebe gelangt, als durch Wildschweine. Der Zaun wäre lediglich eine Barriere, die mitten durch zahlreiche Naturschutzgebiete führt – inklusive des Wattenmeers, das als UNESCO-Welterbe von internationaler Bedeutung ist. Vom Feldhasen bis zum Rotwild wären zudem zahlreiche Tierarten davon betroffen“, kritisiert Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland und einer der Unterzeichner des Briefes, der auch an Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck geschickt wurde.

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Hoch, schnell – vorbei

Jagd auf getriebene Fasane in Dänemark

Als Klaas, seines Zeichens Deerhunter-Repräsentant für Deutschland und bekennender JAWINA-Fan, mich zu der großen Deerhunter-Fasanenjagd auf Schloss Schackenborg in Dänemark einlädt, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich kann meine Flintenschießkünste nämlich durchaus realistisch einschätzen: Dass ich regelmäßig Gelegenheit hatte, auf Fasane und anderes Niederwild zu weidwerken, ist mindestens sechs, sieben Jahre her. Im schalenwildfixierten Brandenburg spielt die Flintenjagd einfach keine Rolle. Selbst in Revieren, in denen es gute Möglichkeiten gäbe, Enten oder Gänse zu bejagen, bleiben sie oft unbehelligt. Wegen ein paar Kleintieren in den Einständen rumballern? Den Brunftplatz beunruhigen? Nicht doch. Folglich rastet und rostet die Flinte seit Jahren im Waffenschrank vor sich hin – die Motivation, etwas so selten benötigtes zu üben, hält sich in Grenzen.

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Dänemark: Elch statt Motorsäge

In dem Naturschutzgebiet Lille Vildmose auf Jütland sollen Elche wieder angesiedelt werden, die in Dänemark seit Jahrtausenden ausgestorben sind. Das berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Denn das „Kleine Wildmoor“ wächst immer dichter mit Weiden, Birken und Espen zu. Die Elche sollen laut NZZ „den Förstern die Arbeit mit Motorsäge und Maschinen ersparen“,  indem sie Triebe der Bäume äsen. Was Elche gerne tun und zwar bis zu einer Höhe von drei Metern. Das Ziel ist, das Moor wieder in eine „ursprüngliche“ Offenlandschaft zu verwandeln. Fünf aus einem schwedischen Elchpark stammende Elchkälber sollen bereits auf Jütland angekommen sein, einige Elchkühe und -bullen sollen folgen. Um Wildunfälle zu vermeiden, wurde bereits mit dem Bau eines 30 Kilometer langen Zauns um das 2100 Hektar große Naturschutzgebiet begonnen. Die Population soll bis auf eine Zielgröße von 30 bis 40 Tieren anwachsen. SE

Beitragsbild: Erlegter Elch, Copyright: SE

Feuerwaffenpässe abgelaufen – Bundespolizei entwaffnet dänische Jäger

… und wieder ist unser Land ein bisschen sicherer geworden!

Am Mittwoch Abend (19.11.14) gegen 17:30 Uhr mussten zwei Jäger aus Dänemark ihre Waffen    bei einer bundespolizeilichen Kontrolle auf dem Parkplatz Trebetal an der BAB 20 abgeben. Die dänischen Staatsangehörigen, 38 und 54 Jahre alt, waren auf dem Weg ins Jagdrevier Torgelow im Landkreis Vorpommern Greifswald. Doch mussten sie die Reise ohne ihre Jagdwaffen fortsetzen, denn die Jäger hatten keinen gültigen Europäischen Feuerwaffenpass. Die Dokumente waren bereits 2013 und Mitte des Jahres 2014 abgelaufen. Durch die Bundespolizei Stralsund wurden die Waffen sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. PM Bundespolizei

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