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Bundesregierung beschliesst Maßnahmen zur ASP-Prophylaxe

Verstärkte Bejagung durch andere Personen als den Jagdausübungsberechtigten“ kann im Seuchenfall angeordnet werden

Die Bundesregierung hat in ihrer Sitzung vom 06.06. den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes beschlossen.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner:

„Ziel ist es, im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest, schnell Maßnahmen ergreifen zu können, um eine Verbreitung zu verhindern. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie tödlich sein kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland. Es besteht allerdings nach wie vor die Gefahr, dass die Krankheit nach Deutschland eingeschleppt wird. Dies hätte, neben den Auswirkungen auf die Tiere, schwere wirtschaftliche Folgen. Deshalb steht Prävention für mich an erster Stelle. Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgen – eine Infektionsquelle für Wildschweine. Deshalb haben wir eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet. Hier informieren wir online und mit Flyern und Plakaten an Tank- und Rastplätzen.

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Grüne agitieren gegen Trophäeneinfuhr aus Afrika

Einige Abgeordnete der Grünen-Bundestagsfraktion um die Abgeordnete Steffi Lemke haben ihre alljährliche Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, den Import von Jagdtrophäen aus Afrika betreffend. Die Antwort der Bundesregierung nutzen die Grünen, um in bekannter Manier gegen Jagd und Trophäenimport zu agitieren. Ob dies aus Unkenntnis oder Leugnung der Fakten infolge ideologischer Voreingenommenheit erfolgt, ist unerheblich. Bekanntlich ist die Situation des Großwilds in Ländern mit intensivem Jagdtourismus – bestes Beispiel ist Namibia, das Lieblings-Jagreiseland vieler deutscher Auslandsjäger – weitaus besser als in Ländern, in denen die Großwildjagd auf Druck der Tierschutzlobby verboten wurde, wie etwa in Kenia: Dort ist der Bestand vieler Wildarten seit dem Jagdverbot um zwei Drittel eingebrochen.

Unbeeindruckt von Sachkenntnis ereifert sich Lemke auf ihrer Internetseite: Es sei „völlig absurd, dass ganz legal jede Menge Jagdtrophäen von streng geschützten Tieren auch nach Deutschland importiert werden dürfen.“ Viele dieser Tiere seien durch Wilderei und den Verlust von Lebensräumen durch die Auswirkungen der Klimakrise ohnehin schon vom Aussterben gefährdet. Dass ausgerechnet diese bedrohten Arten mit ihren Hörnern, Häuten oder Ohren als Souvenirs herhalten müssen, mache fassungslos. Angesichts der dramatischen Situation beim Artenschwund sollten Deutschland und Europa diese Praxis bei Jagdtrophäen überdenken und stoppen, fordert Lemke. Hier müsse eine neue Bundesregierung dringend handeln.

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Bundesregierung sieht Tierschutz bei der Jagd gewährleistet

Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass der Tierschutz bei der Jagd ausreichend berücksichtigt wird. Das ergibt sich aus der Antwort (Datei hier herunterladen: 1713016) des Agrar-Staatssekretärs Dr. Gerd Müller (CSU) auf eine Kleine Anfrage der Grünen (Datei hier herunterladen: 1712932).

Die Grünen fragen, ob die Bundesregierung der Auffassung zustimme, dass „das Bundesjagdgesetz im Hinblick auf die Umsetzung der Staatszielbestimmung Tierschutz und auf eine geänderte öffentliche Haltung zu den Fragen des ethischen Tierschutzes überarbeitet werden“ müsse. Desweiteren hinterfragen sie diverse Jagdmethoden, wie etwa Fallenjagd, Nachtjagd sowie Bau- und Beizjagd im Hinblick auf Vereinbarkeit mit tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Außerdem möchten die Grünen gern wissen, ob die Bundesregierung die Forderung nach der „Einhaltung der Null-Promille-Grenze“ bei der Jagdausübung unterstützt.

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