Schlagwort-Archive: Brutvögel

LJVB: Prädatorenjagd begünstigt Vogelschutz

+++ Zwei deutsche Angler in Frankreich ertrunken +++ NRW: Landwirt zahlt Geldbuße für „falsches Mähen“ +++

Brandenburg: In seiner Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen zur Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg bekräftigt Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger die große Bedeutung der Bejagung von Waschbär, Marderhund und Co. für den Schutz der heimischen Arten. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert, nun endlich die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft räumte in seiner Antwort für den Zeitraum von 1995 – 2016 einen Bestandsrückgang des Brutvogelvorkommens insbesondere in der Agrarlandschaft ein. 30 von 39 Arten seien in ihrem Bestand zurückgegangen. Als Ursachen benennt er insbesondere die hohe Intensität der Flächennutzung und den hohen Prädationsdruck. Der hohe Anteil von Mais als Ackerfrucht sowie die Größe der Schläge wirkten sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs aus. Ursächlich seien vor allem die damit verbundene Insekten- und Beikrautarmut. Sie führen zu einer Verarmung der Artenvielfalt.

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DJV: Jäger bestätigen Bestandsrückgang in der Agrarlandschaft

Bundesregierung sieht Bestandsrückgang von Brutvögeln in der Agrarlandschaft. Monitoring-Daten der Jäger bestätigen diesen Trend für das Rebhuhn. Der DJV begrüßt, dass die Bundesregierung erstmals den Einfluss von Fressfeinden als bedeutend einstuft und fordert Lebensraumverbesserung gemeinsam mit Landwirten.

Die Zahl der Brutvögel in der Agrarlandschaft hat in den vergangenen Jahren europaweit abgenommen. In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage hat die Bundesregierung vergangene Woche den Bestandsrückgang allein beim Rebhuhn in Deutschland von 1990 bis 2015 auf 84 Prozent beziffert. Die Daten der Jäger aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) bestätigen dies: Demnach haben Wissenschaftler im Nordwestdeutschen Tiefland, dem einstigen Hauptverbreitungsgebiet der Rebhühner, 2015 nur noch 0,53 Paare pro Quadratkilometer gezählt, wie aus dem aktuellen WILD-Bericht hervorgeht. Das sind 45 Prozent weniger als neun Jahre zuvor. Dieser Rückgang fällt zusammen mit der politisch gewollten Abschaffung der obligatorischen Stilllegungsflächen. Europaweit betroffen waren von dieser Regelung 38.000 Quadratkilometer Brachflächen, also wertvolle Lebensräume für Vogelarten der Agrarlandschaft. In Deutschland waren es 7.000 Quadratkilometer.

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Schwere Zeiten für Brutvögel

Intensive Landnutzung beeinträchtigt Vogelarten in Deutschland – Publikation „Vögel in Deutschland 2014“ im Februar 2016 erschienen

Die Vielfalt in der Vogelwelt schwindet. Insbesondere bislang häufige und weit verbreitete Singvogelarten wie Baumpieper und Stieglitz weisen negative Trends auf. Die jetzt veröffentlichte Studie „Vögel in Deutschland“ beleuchtet die Hintergründe dieser Bestandsrückgänge. „Die Arten der Agrarlandschaft bleiben weiterhin unsere Sorgenkinder“, erläutert Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Rund die Hälfte der Vogelarten unserer Felder und Wiesen nehmen im Bestand ab. Besonders betroffen sind die am Boden brütenden Arten und solche, die sich von Kleininsekten ernähren.“ Dafür werden unter anderem die häufige und intensive Bodenbearbeitung sowie der starke Rückgang von Insekten verantwortlich gemacht.

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