Schlagwort-Archive: Bremen

Bremen: Umweltressort ernennt Nabu-„Wolfsbotschafterin“ zur Wolfsberaterin

Der Bremer Senat liefert ein weiteres Beispiel für die ungute Verquickung von rot-grüner Naturschutzpolitik mit den Interessen und dem Personal spendensammelnder Naturschutzverbände: Das Bremer Umweltressort hat eine aktive Mitarbeiterin des Nabu und Nabu-Wolfsbotschafterin zur offiziellen Wolfsberaterin ernannt. Das teilt der Bremer Senat in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es: „Das Bremer Umweltressort hat zwei Wolfsberaterinnen für das Land Bremen eingesetzt. Dr. Sonja Herrmann und Annette Siegert sind mit dieser ehrenamtlichen Bestellung berechtigt und verpflichtet, das Umweltressort als Oberste und Untere Naturschutzbehörde sowie den Bremerhavener Magistrat als Untere Naturschutzbehörde bei Wolfssichtungen oder Wolfsrissen zu unterstützen. Sie werden Dokumentationen vor Ort vornehmen. Zudem sollen sie Landwirte beraten, falls es zu einem Wolfsriss kommt oder wie Nutztiere gegen Wölfe geschützt werden können. Bei einem Wolfsriss sollen zudem DNA-Proben zur genetischen Untersuchung entnommen werden. Dabei kann sicher festgestellt werden, ob ein Wolf oder ein anderes Tier Verursacher war. Außerdem kann geklärt werden, aus welchem Rudel ein Wolf stammt.“

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Bremen: Wolf soll Schülerinnen verfolgt haben

Hat Rotkäppchen etwa doch die Wahrheit gesagt?

In einem Waldgebiet in Aumund, einem Ortsteil des Bremer Stadtteils Vegesack, soll ein Wolf zwei 15 Jahre alte Mädchen verfolgt haben. Die Mädchen seien in dem Landschaftsschutzgebiet an der Beckedorfer Beeke spazieren gegangen, als das Tier plötzlich aus dem Unterholz aufgetaucht sei. Einem Bericht des Weser-Kuriers zufolge, der sich auf eine zuvor erschienene Mitteilung auf der Internetseite der Landesjägerschaft Bremen bezieht, blieb der Wolf zehn Meter vor den Schülerinnen auf dem Weg stehen und beäugte sie neugierig. Eines der Mädchen, ergriff dem Bericht zufolge gleich die Flucht, die andere habe sich dem Wolf noch genähert, woraufhin dieser laut geknurrt und die Zähne gefletscht habe. Daraufhin lief das Mädchen auch weg. Eine der beiden soll auf der Flucht unscharfe Handy-Bilder von dem Wolf geschossen haben. Die Landesjägerschaft Bremen (LJB) wertet den Wolf als C3-Nachweis. Der Wolf soll den Mädchen noch bis zum nächsten Haus nachgelaufen sein, in dessen Garten ein Mann stand und telefonierte.

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Italien: Erste Wolfsjagd seit 46 Jahren

Wolf in Bremen gesichtet – Wölfe reißen 18 Schafe im Tessin

Zum ersten Mal seit der Wolf in Italien im Jahr 1971 unter strengen Schutz gestellt wurde, will die italienische Regierung die Bejagung wieder aufnehmen. Die Bejagung soll nur dort gestattet sein, wo die Bestände eine ausreichende Größe aufweisen – das dürfte in vielen Gegenden Italiens der Fall sein. In Italien leben nach Schätzungen des nationalen Umweltinstituts ISPRA mindestens 2000 Wölfe. In entsprechenden Dimensionen bewege sich auch die Zahl gerissener Schafe und Ziege, schreibt die Berliner Lokalzeitung Tagesspiegel. Die enorme Bestandszunahme – 1971 lebten nur etwa 100 Wölfe in Italien – ist dem Tagesspiegel zufolge nicht nur auf den strengen Schutzstatus des Wolfs zurückzuführen, sondern vor allem darauf, dass viele ländliche Gegenden Italiens in den vergangenen Jahrzehnten einen dramatischen Bevölkerungsschwund zu verzeichnen hatten. Die Menschen seien aus den kargen Gebirgstälern des Apennins in die Industriegebiete Norditaliens abgewandert, so das Lokalblatt. Naturfreunde protestierten gegen die Wiederaufnahme der Bejagung, die „keine Probleme löse“, so der Tagesspiegel. Effizienter seien Präventionsmaßnahmen wie Elektrozäune (siehe dazu weiter unten, Wölfe reißen 18 Schafe im Tessin).

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