Schlagwort-Archive: Brandlbracke

Laute Jagd in Unterfranken

Gemeinsame Anlagenprüfung der Brackenzuchtvereine

Das Wappen des fränkischen Städtchens Haßfurt ziert ein goldener Hase. Ob es sich dabei nur um einen heraldischen Bezug zum Ortsnamen handelt oder ob die Region in Unterfranken schon damals für seinen Hasenreichtum bekannt war, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In jedem Fall gab es am 7. April reichlich Hasen, als sich die Brackenzuchtvereine zu ihrer dritten gemeinsamen Anlagenprüfung in Rügheim trafen. Der Blick über den eigenen Tellerrand schadet nicht und daher pflegen der Deutsche Brackenverein, der Deutsche Bracken-Club, der Klub Tirolerbracke und der Verein Jagd-Beagle einen regen Austausch und eine gemeinsame Prüfungsordnung. Sinn und Zweck einer Anlagenprüfung ist es, die natürlichen Anlagen der jungen Bracken zu überprüfen, um Rückschlüsse auf den Zuchtwert der Elterntiere zu gewinnen. Die Hunde dürfen zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre sein. Auf einer Anlagenprüfung kann man nicht durchfallen oder bestehen und da man Gene nicht in Preisklassen einteilen kann, findet auch keine Prämierung statt. Zum Zeitpunkt der Prüfung soll der Einfluss des Führers noch nicht zu groß sein, womit womöglich die Anlagen überdeckt werden könnten. Im Idealfall werden hier Hunde vorgestellt, die selbstbewusst, willensstark und sicher auch über eine längere Zeit laut einer Hasenspur folgen können. Damit sich die Anlagen auch wirklich gut ausbilden, sollten die Hunde vorher schon an Hasen gearbeitet haben.

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Meisterschaft auf der roten Fährte

Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine im Hochspessart

Am 24. Juni veranstalteten die Brackenzuchtvereine im JGHV ihre 13. gemeinsame Verbandsfährtenschuhprüfung (VFsP) im Spessartforstbetrieb Rothenbuch. Mit 14 gemeldeten Gespannen dürfte diese Fährtenschuhprüfung die größte ihrer Art in Deutschland gewesen sein. Was Anspruch bzw. Schwierigkeitsgrad angeht, so ist der Spessart mit seinen regional hohen Wilddichten und damit zahlreichen Verleitungen eine besondere Herausforderung. Ausrichtender Verein war in diesem Jahr der Verein Jagd-Beagle e.V.

Regen gab es im Spessart in den vergangenen Wochen kaum und die Temperaturen waren bei 25 bis 30 °C sommerlich heiß. Dazu wehte ein leichter Wind. Demzufolge war der Boden staubtrocken. Abseits der Wege versank man knöcheltief im trockenen Buchen- und Eichenlaub. Warum veranstaltet man eine Prüfung im Sommer bei diesen schwierigen Bedingungen? Diese Frage wurde von Gästen nicht nur einmal gestellt. Dabei liegt die Antwort doch nahe. Natürlich wird auch im Sommer gejagt, besonders wenn die Sauen im Feld zu Schaden gehen. Liegt das Stück nicht gleich, ist man auch hier auf Hunde angewiesen, die mit derart schwierigen Bedingungen fertig werden.

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Mit der Brandl in die neue Welt

Ein Beitrag von Joachim Ernst

Vor zwanzig Jahren haben meine Frau und ich immer einmal wieder an der GreenCard-Lotterie der USA teilgenommen. Damals wild entschlossen, sofort alles stehen und liegen zu lassen und das eigene Glück in der Neuen Welt zu schmieden. Gewonnen hatten wir nie. Jetzt, zwanzig Jahre später, kommt bei einer Tasse Kaffee das Gespräch auf die alten Zeiten und mehr aus einer Laune, denn aus Ernsthaftigkeit heraus, füllen wir das Bewerbungsformular erneut aus. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen Monaten liegt die Gewinnbenachrichtigung im Briefkasten. Der Schreck war eindeutig größer als die Freude, aber das sich anschließende Auswahlverfahren bei der US-Botschaft, bei dem noch einmal die Hälfte der Gewinner aussortiert wird, wollten wir doch mitmachen. Auch das haben wir erfolgreich überstanden und mussten uns nun entscheiden. Letztlich haben wir uns entschieden und sind samt unseres nun dreieinhalb Jahre alten Brandlbrackenrüden Argos vom Basenberg nach New Hampshire in die USA gezogen.

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