Schlagwort-Archive: Brandenburg

Brandenburg: Landesjägertag mit Jägerfest und Landeshegeschau

Am 26. und 27. Mai 2018 findet auf Schloss Diedersdorf der Brandenburger Landesjägertag statt, der als „Jägerfest“ fester Bestandteil im Veranstaltungskalender Brandenburgs ist.
Jagdhornbläsergruppen sorgen für eine besondere Stimmung. Die Jagdhundeschau, angeleitet von der Hundeführerin Alexandra Weibrecht, sowie Greifvogelvorführungen vom Waldhaus Potsdam, begeistern nicht nur die Jägerschaft, sondern lassen auch das Herz des Nicht-Jägers höherschlagen. Bis zu dreißig Kleine Münstlerländer betreten am Sonntag das Festareal, präsentiert von Michael Schmiedel vom Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde, Landesgruppe Berlin-Brandenburg.

Ein Bühnenprogramm und über dreißig Aussteller bereichern das Jägerfest. Da gibt es erstmals einen Hirschrufer-Wettbewerb und die Kochshow – Wild aus Brandenburg, präsentiert von Daniel Reuner, Flairhotel Reuner. Jagdmaler, Messerschmied, Pfeifendoktor, Holzschnitzer und Präparator zeigen ihr handwerkliches Geschick. Und laden zum Mitmachen ein. Am Sonntag ab 15:30 Uhr heißt es „Vom Hirschfell zum Wildleder – Gerben wie die Indianer“, präsentiert von Elke Eisermann, Wildnisschule Wildpfade.

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Brandenburg: Landkreis oder-Spree fördert Schwarzwild-Vermarktung

Ankauf von Schwarzwild durch Wildhändler wird unter bestimmten Voraussetzungen subventioniert

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oder-Spree arbeitet intensiv daran, mit umfangreichen vorbeugenden Maßnahmen, die Risiken für ein Übergrei-fen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus dem Osten Europas zu minimieren. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich.

Eine Schlüsselrolle bei der Minimierung der Infektionsgefahr nimmt die Reduzierung der hohen Wildschweinbestände ein. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr konstruktive Gespräche mit den Jägern des Landkreises geführt, die letztlich in zwei ganz konkrete Maßnahmen münden, mit denen wir die Jäger motivieren wollen, die Abschusszahlen von Schwarzwild spürbar zu erhöhen“, erläutert Petra Senger, Amtstierärztin des Landkreises Oder-Spree. Der Landkreis werde es nicht bei Appellen belassen, sondern hat selbst zwei Programme aufgelegt, die im Kreishaushalt finanziell untersetzt sind.

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Showdown in Buckow

Zu einem denkwürdigen Zusammentreffen kam es am vergangenen Samstag im malerischen Buckow in der Märkischen Schweiz: Der Vorstand des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg (ÖJVB) hatte den Verf. zu einem „lebhaften Kamingespräch zum Großthema Jagd und Gesellschaft“ geladen, einer „engagierten Diskussion nicht nur zum Thema Wolf.“ Auch um „Image und gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd“ sollte es bei der Klausurtagung des ÖJVB-Vorstands gehen, wie der Journalist und stellvertretende Vorsitzende des ÖJVB, Eckhard Fuhr in seiner Einladung schrieb: Da tue sich einiges zur Zeit, meinte Fuhr im Hinblick auf die „beiden Jagdbücher von Frauen, die in diesem Frühjahr erschienen sind“, Pauline de Boks „Beute“ und Antje Joel „Jagd. Unsere Versöhnung mit der Natur“ sowie den Dokumentarfilm über die Jagd von Alice Agneskirchner, „der ein überaus positives Bild von Jagd und Jägern zeichnet.“ Es solle ein „Aufschlag“ geliefert werden, „ein kurzes Impulsreferat von außen“: Wir „könnten uns Sie als Referenten sehr gut vorstellen, gerade weil Sie ÖJV-Positionen eher kritisch bis ablehnend gegenüberstehen“, schrieb Fuhr. Einem anständigen „Sechs gegen einen“ sollte man nicht aus dem Weg gehen, also nahm ich die Einladung an.

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Brandenburg: Wolf reisst Kalb in Mutterkuhstall

In Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Wolf in einen Mutterkuhstall mit 250 Mutterkühen und 100 Kälbern eingedrungen und hat ein Kalb gerissen. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (LR)). Als der Tierpfleger um 5.30 Uhr morgens den Stall aufschloss, traf er den Wolf noch auf einem Futtertisch stehend an. Der Wolf ergriff dann die Flucht. Der Chef der Agrargenossenschaft sprach angesichts des Wolfsrisses in einem Stall von einer neuen Qualität und warnte vor den Folgen für die Tierhaltung: Die Ställe zu verrammeln, um die Kühe vor Wölfen zu schützen, widerspreche artgerechter Tierhaltung. Kühe bräuchten Luft, Licht und Auslauf. In Lindenau mache sich Angst breit, so die MAZ, schließlich liege der Kuhstall nicht abseits, sondern „gleich neben den ersten Häusern am Dorfrand“.

Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald nehmen die Schäden durch Wolfsrisse zu, Nutztierhalter fürchten um ihre Existenz, berichtet ebenfalls die Lausitzer Rundschau. Allein in Südbrandenburg „von der Neiße bis zur Elbe“ leben nach Auffassung eines in der LR zitierten „Wolfsexperten“ ca. 100 Wölfe. Ein Eingriff in die Population sei nicht notwendig, die maximale Populationsdichte sei erreicht – was indes fraglich erscheint, da die Dichte der Beutegreifer von der Dichte der Beutetiere bestimmt wird. Solange die Wölfe genug Wild- und Nutztiere finden, werden sich wohl auch neue Rudel in entsprechend kleineren Streifgebieten ansiedeln können.

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Brandenburg: Erneuter Wolfsangriff auf Hund

+++ Brandenburg: Wolf aus Tierpark entlaufen +++

Wenige Wochen nach der Tötung einer Bracke durch einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg, soll es in Brandenburg zu einer neuen Wolfsattacke auf einen Hund gekommen sein. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) unternahm der pensionierte Förster Peter Keibel am Karfreitag in Begleitung der sieben Jahre alten Jack-Russel-Hündin seiner Enkelin einen Spaziergang im Zehdenicker Stadtwald (Landkreis Oberhavel), den der Forstmann weiterhin betreut und bejagt. Gegen 9.30 Uhr kontrollierte er eine Wildkamera, als er die Hündin aufschreien hörte. Im nächsten Moment habe er die Hündin, gefolgt vom Wolf, weglaufen sehen. Auf seinen Pfiff kam die verletzte Hündin zurück. Die Fangzähne des Wolfs hatten tiefe Bisswunden in Hinterlauf und Rumpf gerissen, aber keine inneren Organe verletzt, so die MAZ. Neun Minuten vor dem Angriff hatte Keibels Wildkamera einen Wolf aufgenommen. Für ihn besteht kein Zweifel, dass dieser Wolf diesen Angriff verursacht hat.

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ÖJV attackiert Pfannenstiel

Der Ökologische Jagdverband Brandenburg (ÖJVB) hat eine Erwiderung auf die von Prof. Pfannenstiel verfasste Denkschrift „Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?“ veröffentlicht. Darin fordert der ÖJVB die Rückkehr zu einer „sachlichen Auseinandersetzung“. Wie das gelingen soll, wenn man selbst anstelle von Sachargumenten polemische und persönliche Angriffe auf Andersdenkende vorbringt, erschließt sich nicht. Auf den Menschen, statt auf die Sache zu zielen, war schon immer ein untrügliches Anzeichen für den Mangel an Argumenten. Im folgenden dokumentieren wir den Wortlaut der Pressemitteilung des ÖJVB.

Es wird Zeit, die Stimmungsmache gegen den Wolf und das staatliche Wolfsmanagement zu beenden. Der Ökologische Jagdverein Brandenburg fordert die im Forum Natur zusammengeschlossenen Verbände auf, zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren

Mit der am 26. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Wolfsverordnung beschreibt das Land Brandenburg nach intensiven Beratungen mit allen betroffenen Interessengruppen, wie mit Wölfen umzugehen ist, die für die Weidewirtschaft oder für die Sicherheit der Menschen zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden sind. Die konsequente Vergrämung und gegebenenfalls die Entnahme solcher Tiere sind unabdingbar, um das mit dem Managementplan des Landes verfolgte Ziel einer möglichst konfliktarmen Nachbarschaft von Mensch und Wolf in der Kulturlandschaft zu erreichen. Das Land hat sich aus guten Gründen dazu entschieden, notwendig werdende Abschüsse einzelner Wölfe oder bestimmter Rudel außerhalb des Jagdrechts zu regeln. Grundlage für eine solche Maßnahme ist immer eine Behördenentscheidung des Landesamtes für Umwelt. Auf dieser und nur auf dieser Grundlage handeln die mit der Wolfsjagd Beauftragten, in erster Linie die Jagdausübungsberechtigten in den entsprechenden JagdbezirkenJäger, die noch nicht ganz den Kontakt zur gesellschaftlichen Realität verloren haben, sind angesichts der brutalen Polarisierung, die jeder Wolfsabschuss mit sich bringt, dankbar dafür, dass der Staat in dieser Angelegenheit die Verantwortung übernimmt.

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Brandenburg: Wölfe reissen Gatter-Damwild und Kälber

„Ich höre definitiv auf“, erklärt Gerhard Kernchen, Betreiber eines Damwild-Gatters in Locktow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Über die Wiederbesiedlung des Landes mit Wölfen erklärt er: „Das ist eine Invasion, die kann man nicht mehr aushalten.“ Der Gatterbetreiber hat bei einem erneuten Angriff über zehn Tiere und damit mehr als die Hälfte seines Bestandes,  an die Wölfe verloren. Bei der Mehrzahl der getöteten Stücke handelte es sich um hochträchtige Tiere. Nach einem ersten Angriff auf das Gatter im Februar 2016, bei dem sich die Wölfe unter dem Zaun durchgegraben hatten, wurde der Zaun mit Stromlitze nachgerüstet. Es ist dem Bericht der MAZ zufolge noch unklar, wie die Wölfe diesmal ins Gatter gelangt seien.

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Brandenburg: Seeadler von Windrad erschlagen

In der Nähe von Wernikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ist am Samstag ein Seeadler von einem Windrad erschlagen worden. Mitarbeiter einer Wildtierauffangstation fanden das tote Tier, als sie nach einem geeigneten Ort für die Auswilderung von Schwänen suchten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Es sei unklar, ob der Seeadler eine Brut zu versorgen hatte, heißt es in dem Beitrag. Es ist bereits der 48. Seeadler, der der offiziellen Statistik der Vogelschutzwarte Brandenburg zufolge von einem Windrad getötet wurde – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Öko-Strom vom feinsten… SE

Beitragsbild: Seeadler in Schottland. Autor: Jacob Spinks, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Elch-Beobachtungen bitte online melden

Aus gegebenem Anlass und auf Bitte der Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft am Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) weisen wir darauf hin, dass Elch-Beobachtungen online an das LFE gemeldet werden können und sollen. Dort werden alle Sichtungen für den Elch-Management-Plan des Landes gesammelt. Immer wieder ziehen Elche aus Polen Richtung Westen und verbleiben auch in Brandenburg bevor sie weiter ziehen oder auch wieder über die Oder zurückkehren. Elche können, wie bereits geschehen, auch schwere Unfälle auf Straßen verursachen und auch dafür sind Kenntnisse über ihre Wege im Land notwendig. Das LFE bittet darum, dass alle Elch-Beobachtungen gemeldet werden.

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Brandenburg: Verbände rufen zur Teilnahme an Wolfswachen auf

Vor knapp einem Jahr fand in Brandenburg erstmals eine landesweite Nacht der Wolfswachen mit seinerzeit neun Standorten statt. Nun rufen die Verbände im ländlichen Raum erneut zur Teilnahme an landesweiten Wolfswachen auf. Am kommenden Freitag (9.3.) werden an insgesamt 21 Standorten im Land Wolfswachen stattfinden. „Daran lässt sich bereits der unhaltbare Zustand erkennen, den die Landesregierung durch ihre Untätigkeit trotz „Brandenburgischer Wolfsverordnung“ provoziert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Forum Natur Brandenburg (FNB), in dem verschiedene Naturschutz- und nutzerverbände zusammengeschlossen sind: „Die Verbände haben kein Interesse daran, dass die Akzeptanz für unsere Wölfe immer weiter schwindet“, heißt es weiter, „gleichzeitig die betroffenen Weitetierhalter vor schier unlösbare Probleme gestellt werden. Es wird daher Zeit für eine neue Wolfspolitik und einen anderen Umgang mit dem Thema durch die Landesverwaltung!“

Weitere Informationen und Downloads:

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Brandenburg: Jagdbericht 2016/17 erschienen

Massiver Anstieg der Strecken bei invasiven Arten Marderhund und Waschbär

Der aktuelle Jagdbericht Brandenburg für das Jagdjahr 2017 / 2017 ist erschienen und steht auf der Internetseite des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) zum Herunterladen bereit. Das zurückliegende Jagdjahr, so steht es im Vorwort des Jagdberichts zu lesen, wurde durch die Steigerung der Streckenergebnisse bei Rot-, Reh- und Schwarzwild sowie den invasiven Arten Marderhund und Waschbär geprägt. Dies zeuge einerseits vom ungebrochenen Engagement der Brandenburger Jägerinnen und Jäger, lasse andererseits jedoch auch auf anhaltend hohe bzw. steigende Bestände schließen. PM

Beitragsbild: Titelseite des Brandenburger Jagdberichts 2016/17

Brandenburg: Elch schliesst sich Mutterkuhherde an

Ein Elch hat sich am Dienstag (gestern) bei Schlalach in der Nähe von Treuenbrietzen (Landkreis Mittelmark) einer Mutterkuhherde angeschlossen. In den Tagen zuvor war der Elch bereits an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und in anderen Teilen des Landkreises gesehen worden. Der nordische Besucher lockte Scharen von Schaulustigen und eine Vielzahl von Medienleuten an, die mit Kameras und Mikrofonen über die Weide liefen und jede Menge Unruhe in die Rinderherde brachten. Da der Landwirt fürchtete, dass der Elch ausbrechen und dabei den Zaun beschädigen könnte, verständigte er das Veterinäramt und die Jagdbehörde.

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ASP: Prof. Pfannenstiel fordert Biosicherheit statt Vernichtungskrieg

In einem Offenen Brief an den Linken-Kreistagsabgeordneten Thomas Singer kritisiert der Biologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel Forderungen nach der „Pille für die Sau“ und schlägt wirksamere Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest vor. Im folgenden veröffentlichen wir den Offenen Brief im Wortlaut:

Pille für Wildschweine ?

Sehr geehrter Herr Singer,

alle Experten, auch die damit befassten Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts, sind sich über den Weg einig, den die Afrikanische Schweinepest (ASP) mit größter Wahrscheinlichkeit nach Deutschland nehmen wird. Der Mensch wird Vektor sein und nicht das Wildschwein. Allerdings wird die lokale Verbreitung der Seuche in Wildschweinbeständen durch hohe Individuendichten begünstigt. Insofern kommt dem Absenken von Wildschweinbeständen durchaus Bedeutung zu. Für Risiko und Wahrscheinlichkeit des Eintrags der Seuche nach Deutschland sind unsere Wildscheinbestände jedoch ohne Belang. Leider ist dieser Umstand in der Gesellschaft kaum bekannt. Auch Sie scheinen sich dieser Tatsache nicht bewusst zu sein.

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Brandenburg: Wolf erschossen

Am Freitag hat der zuständige Revierförster bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen einen toten Wolf gefunden. Wie die Brandenburger Polizei meldet, wies das zweijährige weibliche Tier zwei Schussverletzungen auf. Durch den Wolfsbeauftragten wurde der Wolf zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gegen Unbekannt aufgenommen. PM

Beitragsbild: Polizeimeldung zum toten Wolf (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Terrier nach Wolfsangriff eingeschläfert

+++ Südafrika: Löwen töten Wilderer +++

In Steinberg, einem Ortsteil der Gemeinde Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark musste eine Terrierhündin namens Angie nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff eingeschläfert werden. Der Vorfall soll sich einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge auf einem mit einem Stabgitterzaun und im Boden eingelassenen Betonborten gesicherten Privatgrundstück zugetragen haben. Demnach kam die Parson-Russell-Terrier-Hündin ihrer Besitzerin morgens entgegengehumpelt: Die linke Vorderpfote war abgerissen worden. Die Besitzerin des Hundes ist sich sicher, dass ein Wolf die Hündin durch den Zaun gefasst haben soll. Dafür sprächen aufgefundene Fellreste sowie die Bilder einer am Zaun montierten Wildkamera, auf der, so die MAZ, ein Wolfsfoto auf das nächste folge. In der Tierklinik sah man nur die Möglichkeit, den Vorderlauf zu amputieren, doch das Dasein als Krüppel habe man der 13 Jahre alten Hündin ersparen wollen. Der tragische Vorfall habe ihr die Augen geöffnet, bekannte die Hundebesitzerin, und der Amtsdirektor des zuständigen Amts Ziesar erklärte gegenüber der MAZ: „Die Kinder trauen sich im Dunkeln nicht mehr vor die Tür. Der Wolf schränkt unser Leben ein. Wir brauchen Entscheidungen, die den Wolf kurz halten. Sonst wird alles nur noch schlimmer.“ SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der MAZ (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Leitfaden und Antrag zum Betrieb von Saufängen online

+++ Leverkusen: Spaziergängerin von Keiler attackiert +++

„Landesweit sehr hohe Schwarzwilddichten vor dem Hintergrund der immer näher rückenden Seuchenfront der Afrikanischen Schweinepest machen es dringend erforderlich, die Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten zu reduzieren“, schreibt das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) in einer Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung eines Leitfadens (JAWINA berichtete) zum Betrieb von Saufängen sowie des erforderlichen Antragsformulars. Zur Reduzierung der „Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten“ gehört nach Auffassung des MLUL „als ein ergänzendes und wirksames Instrument der Fallenfang.“

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Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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Brandenburg: Wolfsverordnung veröffentlicht

Im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg vom 1. Februar 2018 ist die „Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für den Wolf (Brandenburgische Wolfsverordnung – BbgWolfV)“ veröffentlicht worden. Die BbgWolfV tritt am Tag nach der Verkündigung, also heute, in Kraft. In der Verordnung wird u.a. das Verscheuchen und Vergrämen verhaltensauffälliger Wölfe (§§ 1, 2), der Umgang mit Hybriden (§ 5) und die Tötung schwer verletzter Wölfe (§ 9) aber auch die „Tötung von Wölfen mit für den Menschen problematischem oder aggressivem Verhalten“ (§ 3) geregelt.

In der Anlage (zu § 4 Absatz 2 der Wolfsverordnung) werden „Zumutbare Maßnahmen zum Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ festgeschrieben. So sind für Schafe und Ziegen (Lamas, Alpakas) vorgeschrieben:

1. Mobile Zaunanlagen

a) Bodennah abschließende stromführende Zäune (Elektronetzzäune oder mindestens 5-litzige Elektrozäune) von mindestens 120 Zentimeter Höhe und einer Mindestspannung von 4 000 Volt (auf extrem trockenen Standorten und bei hohem, nassen Aufwuchs 2 500 Volt). Bei Litzenzäunen Bodenabstand der Litzen 20 – 40 – 60 – 90 – 120 Zentimeter.

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Sachsen: Wolf soll Bracke getötet haben

+++ Update: Hund trug Ortungshalsband +++ Update: Besendertes Wolfsrudel in der Nähe bestätigt +++

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen soll eine Bracke von einem Wolf getötet und zu einem erheblichen Teil aufgefressen worden sein.  Der Hund war zeitweise bei seinem Züchter zur Pflege untergebracht, weil der Hundebesitzer zur Zeit im Urlaub weilt. Der Züchter, offenbar Förster von Beruf, nahm den Hund zum Auszeichnen mit und ließ ihn dabei frei laufen. Der Hund war mit einem Garmin ausgestattet und begann in der Umgebung Rotwild zu jagen. Als sich die Bracke ca. 950 Meter von seiner Bezugsperson entfernt hatte, riss der Funkkontakt ab. Als der Hund sich nach einer Stunde nicht wieder blicken ließ, begab sich der Hundesitter auf die Suche. Er fand die Überreste des stark angefressenen Hundes ca. 1500 Meter Luftlinie vom Ausgangspunkt entfernt und nur etwa 250 Meter von der B 115 entfernt. Angesichts der Verletzungen und der Fraßspuren sei ausgeschlossen, dass Füchse oder Wildschweine den Hund angefressen hätten, hieß es. Wie der zuständige Zuchtverein gegenüber JAWINA bestätigte, hat der Hundebesitzer den Verlust des Hundes beim Verband angezeigt. Auch dass der Hundebesitzer den Hergang wie oben beschrieben geschildert hat, wurde  vom Verband bestätigt. Der Kadaver des Hundes werde derzeit noch untersucht.

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Brandenburg: Schonzeit für Schwarzwild aufgehoben

Das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat mittels einer im Amtsblatt verkündeten Allgemeinverfügung „die Schonzeit für Bachen und damit für alles Schwarzwild“ aufgehoben. Führende Bachen sind von der Schonzeitaufhebung ausgenommen. Die Allgemeinverfügung ist befristet bis einschließlich 31. März 2021. SE

Beitragsbild: Die Allgemeinverfügung zur Schonzeitaufhebung im Amtsblatt (Screenshot)

Die Red. dankt für die Hinweise!

Brandenburg: Landkreis Oberhavel erlässt Jägern Trichinengebühr

+++ Bayern: Wildsau stürmt Modegeschäft +++

Ab 01.02.2018 übernimmt der Landkreis OHV die Kosten für Trichinenuntersuchungen vorerst für sechs Monate

Ab dem 01.02.2018 bis zum 31.07.2018 werden vom Landkreis Oberhavel die anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine aller Altersklassen übernommen. Voraussetzung ist, dass die Wildschweine auf dem Gebiet des Landkreises Oberhavel erlegt wurden. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Ziel ist es, durch die finanzielle Entlastung der Jäger bei der Trichinenuntersuchung einen Anreiz zu schaffen, die Jagd auf Schwarzwild, insbesondere Frischlinge, zu intensivieren. Der Landkreis Oberhavel möchte durch diese Maßnahme einen Beitrag zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) leisten“, erläutert Umweltdezernent Egmont Hamelow.

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Achtung: Falschmeldung zur ASP

DJV und FLI stellen klar: kein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg

Der Radiosender „Radio Potsdam“ hat auf seiner Internetseite eine Meldung veröffentlicht, die von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Oberspreewald-Lausitz berichtet. Nach Rücksprache mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) handelt es sich hierbei um eine Falschmeldung, die jedoch aufgrund ihrer Brisanz bereits weite Kreise bei Landwirten und Jägern gezogen hat.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Jägerinnen und Jäger darum, die Meldung nicht weiter zu verbreiten. Weshalb der Sender die offensichtliche Falschmeldung nicht von seiner Internetseite nimmt, ist unbekannt. PM

Achtung, Fake News. Quelle: DJV

Brandenburg: Rinderzüchter gibt wegen Wolfsangriffen auf

+++ Niedersachsen: Wolf überfahren +++

Wegen wiederholter Angriffe von Wolfsrudeln auf seine extensiv gehaltene Herde von Angus-Rindern gibt der betroffene Brandenburger Züchter die Rinderhaltung nach 25 Jahren auf. Am letzten Wochenende war es wieder zu einem Angriff auf die Rinderherde gekommen, der ein vier Wochen altes Bullenkalb zum Opfer fiel, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Es ist das siebte Kalb seit November 2017, das die Züchter durch Wölfe verloren haben. Der Gesamtschaden beläuft sich dem Bericht zufolge auf 6000 Euro. Der Rinderhalter hat die Wolfsangriffe nicht gemeldet, weil er keine Hilfe zu erwarten hat: Eine wolfssichere Einzäunung der 30 Hektar großen Weiden sei schlicht nicht praktikabel. In der Vergangenheit hätten attackierte Rinder mehrfach die Weidezäune niedergetrampelt, das Klagen der Mutterkühe, die ihren Nachwuchs betrauerten, sei tagelang weit im Umkreis zu hören gewesen, berichtet die MAZ: In den umliegenden Dörfern gebe es „nicht weniger verzweifelte Bauern“. Ein Züchter habe bereits 40 Kälber an die Wölfe verloren. Der Unmut unter den Landwirten wächst, sie sind es leid, sich noch länger von der Politik vertrösten zu lassen und fordern wolfsfreie Zonen in Brandenburg. SE

Beitragsbild: Verlinkte Internetseite www.wolfsfreiezone.de (Screenshot)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und RK für deren Hinweise!

Brandenburg: Landwirt beantragt Wolfsentnahme

+++ In Schweden beginnt die Wolfsjagd – 22 Wölfe können im Rahmen der Lizenzjagd erlegt werden +++ Immer weniger Schäfer und Schafe in Deutschland – „Begrenzung der Wolfspopulation unausweichlich“ +++

Die Brandenburger Wolfsverordnung steht vor ihrem „ersten Praxistest“, berichtet die Lausitzer Rundschau (LR). Ein Landwirt aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark habe beim Landesumweltamt einen Antrag auf „Entnahme“ des Dobbrikower Wolfsrudels eingereicht. Zur Begründung führt der Landwirt an, dass es wiederholt zu Wolfsrissen unter seinen Rinderherden gekommen sei, obwohl diese durch Schutzmaßnahmen gemäß der Brandenburger Wolfsverordnung geschützt seien. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, so müssten die Wölfe getötet oder umgesiedelt werden, so die LR. SE

Beitragsbild: Rind. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

 

 

Brandenburg: Abschussprämie für Schwarzwild erhöht

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger hat bereits im vergangenen Jahr mit einigen ostbrandenburgischen Landkreisen eine Abschussprämie für Wildschweine vereinbart. Als Reaktion auf die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nimmt der Minister nun eine Anregung des Landkreistags Brandenburg auf, diese Abschussprämie mit  Beginn des Jagdjahres 2018/2019 ab 1. April landesweit anzubieten. Die deutliche Reduzierung des Schwarzwildbestands ist ein prioritäres Ziel im Rahmen der ASP-Prävention. Hierfür sind eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen. Über eine Vereinbarung des Ministeriums mit den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten soll ab dem 1. April 2018 eine Prämie von 50 Euro für jedes Stück Schwarzwild, das über den Streckenwerten des Jagdjahres 2015/2016 (Referenzjahr) erlegt wird, gezahlt werden.

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Brandenburger Wolfsverordnung: „Hoch angehalten, bislang tief abgekommen!“

In Brandenburg ist die Wolfsverordnung in der Fassung vorgestellt worden, die von allen Landnutzerverbänden einhellig abgelehnt wurde – nur der Nabu fand sie gut. Wendorff: „Der Minister hat Neuland betreten, das sich als sumpfiger Boden erwiesen hat. Die Praxis wird zeigen müssen ob der Boden trägt!“

Die Verbände des ländlichen Raums haben sich anlässlich der heute durch Minister Vogelsänger vorgestellten Version der brandenburgischen Wolfsverordnung enttäuscht gezeigt. Wenn die Verordnung beispielsweise immer noch regele, dass man Wölfe durch Steinwürfe oder Stockhiebe vertreiben könne, sie dabei aber nicht verletzen dürfe, dann ähnele das Papier einer satirischen Glosse. Die Verbände erkennen jedoch an, dass der Minister gewillt ist rechtliches Neuland zu betreten und in letzter Minute noch auf Anregungen der Praktiker eingegangen ist. Die nun neue Bestimmung, dass ein Wolf nicht mehr zweifelsfrei, sondern nur noch „mutmaßlich“ als derjenige identifiziert werden müsse, der einen Schutzzaun im Wiederholungsfall überwinde, mache trotz enormer Praxisferne des Verordnungsentwurfes deutlich, dass man zumindest nach praktikablen Lösungen suchen wolle.

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Brandenburg: „Erlegungsprämie wirkt“ – auch rückwirkend?

Die „Erlegungsprämie zur Reduzierung der Schwarzwildstrecken in Ostbrandenburg wirkt“, lobt sich das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) auf seiner Internetseite: “ Seit Beginn des Jagdjahres 2016/2017 (1. April 2016) gewährt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium – zeitlich befristet für drei Jahre – eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro für zusätzlich erlegtes Schwarzwild in den Landkreisen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und Cottbus. Grundlage für die Berechnungen sind die Streckenmeldungen des Referenzjahres 2015/2016. Mit diesem Anreiz wollte das Land eine weitere Steigerung der ohnehin hohen Schwarzwildstrecke erreichen, um einerseits Schäden an den Hochwasserschutzanlagen, insbesondere an Deichen, zu reduzieren, aber mittelbar auch als Reaktion auf die sich in Osteuropa ausbreitende, hochinfektiöse Afrikanische Schweinepest“, heißt es daselbst.

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Es stimmt: Harry jagt in Brandenburg!

Nach intensiven investigativen Recherchen können wir nun bestätigen: Es stimmt! Prinz Harry jagt in Brandenburg! „Ich weiß allerdings nicht, was daran jetzt so aufregend sein soll“, meint Baggerfahrer Harry W. aus dem Dorf Klein-S. im brandenburgischen Landkreis Uckermark. „Schließlich gehe ich schon seit meinem 16. Lebensjahr hier auf Jagd.“ Überhaupt sei er noch nie weit aus seinem Heimatdorf herausgekommen, räumt er gegenüber den Reporterteams ein, die seit Tagen sein Häuschen in Klein-S. belagern. Seine weiteste Reise sei eine Fahrt mit dem Trabbi nach Ost-Berlin gewesen. Aber es graue ihm heute noch davor, wenn er nur daran denke. „Mich kriegen da keine zehn Pferde mehr hin“, erklärt Harry. Warum ihn alle „Prinz“ nennen, wollen wir wissen. „Das kann ich mir nur so erklären, dass ich mich schon so lange in der Jungjägerausbildung engagiere“, vermutet Harry, da würden ihn die jungen Leute halt alle als Lehrprinz kennenlernen und dann „Mein Prinz“ und so nennen. Er sei aber auch schon mal Schützenkönig gewesen, was das ganze Dorf mit einem zünftigen Besäufnis gefeiert habe. Ob er als Prinz auch eine Krone habe? „Klar“, sagt Harry, und zückt seinen Flachmann: „Ohne einen ordentlichen Schuss Goldkrone komme ich morgens nicht aus dem Bett.“ Und es gehe schließlich nichts über ein ordentliches Ding in der Krone, prostet er uns fröhlich zu. red.

Beitragsbild: Prinz Harry auf Arbeit mit seinem Radlader, freundlich den Untertanen zuwinkend (der Prinz bestand darauf, dass wir sein Gesicht verpixeln: „Wo ich doch jetzt ein Promi bin.“. Foto: SE

Brandenburg schreibt Werkvertrag für staatlichen Wolfsjäger aus

Auf dem Vergabeportal des Landes Brandenburg ist ein Werkvertrag ausgeschrieben, die im Rahmen des Vertrags zu erbringenden Leistungen sind mit „Ermittlung und Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe und Vergrämung, Fang und Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe im Land Brandenburg“ etwas sperrig beschrieben. Das LfU bestätigte gegenüber JAWINA die Authentizität der Ausschreibung. Unter dem Punkt „Vertragsgegenstand“ heißt es in der (der JAWINA-Redaktion vorliegenden) Ausschreibung: „Der Vertrag beinhaltet die Ermittlung und Bewertung von vermehrten Kontakten des Wolfes zum Menschen sowie die Erarbeitung eines gutachterlichen Vorschlags zum Umgang mit solchen Tieren. Auf dieser Grundlage entscheidet die Fachbehörde für Naturschutz über den weiteren Umgang mit solchen Tieren. Fällt die Entscheidung zur Vergrämung, zum Fang oder zur sonstigen Entnahme aus der Natur, wird der Auftragnehmer in die weiteren Maßnahmen mit eingebunden. Der Vertrag wird als Rahmenvertrag (01.12.2017 bis 30.11.2020) geschlossen und nach tatsächlich erbrachter Leistung abgerechnet.“

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Brandenburg: Verbot von künstlichen Lichtquellen soll ausgesetzt werden

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat den Entwurf einer Allgemeinverfügung vorgelegt, mit dem das Verbot der Verwendung künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild zeitweise außer Kraft gesetzt werden soll. Einen entsprechenden Schritt gab das Ministerium am 6. November bekannt. In dem Entwurf der Verfügung heißt es: „Zur Erlegung von Schwarzwild wird gemäß § 26 Absatz 2 des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdG) eine Ausnahme vom Verbot der Verwendung von künstlichen Lichtquellen (allgemein gebräuchlichen Taschenlampen oder [Hand-]Scheinwerfern) gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagd-gesetzes (BJagdG) für alle Jagdbezirke in Brandenburg zugelassen.“

Die Verfügung soll zunächst bis 31. März 2021 befristet sein. Anlass ist die drohende Gefahr eines ASP-Ausbruchs. Die Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am 29. November 2017 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht werden.

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Insider bestätigt: Brandenburger „Praxisleitfaden“ zum Sauenfang in endgültiger Version

Wie ein Insider gegenüber der JAWINA-Redaktion bestätigte, liegt der Praxisleitfaden zum Sauenfang mittlerweile in einer endgültigen Fassung vor. Diese ist bereits gedruckt und wird an die zuständigen Stellen verteilt.

Der Abschnitt über das Töten der gefangenen Wildschweine ist überarbeitet worden. Darin heißt es jetzt:

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Wegen ASP: Brandenburg plant Einrichtung von Saufängen

Das Land Brandenburg plant offenbar, wegen der drohenden Ausbreitung von ASP die Wildschweinpopulation im Lande mit Hilfe von Sauenfängen zu dezimieren. Der Entwurf eines entsprechenden Leitfadens, herausgegeben vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) und dem Landesforstbetrieb Brandenburg, liegt der Redaktion vor. Nach Auskunft des MLUL handelt es sich bei dem Leitfaden lediglich um „Arbeitsentwürfe, die verwaltungsintern noch abgestimmt werden müssen.“ Nach Informationen von JAWINA liegt der Leitfaden jedoch bereits in einer überarbeiteten, druckreifen Version vor.

In der Einleitung des Leitfadens heißt es zur Begründung: „Landesweit sehr hohe Schwarzwilddichten, zeitweise nicht bejagbarer [sic] Agrarstrukturen, die permanente Nichterfüllung der Abschussquoten von erforderlichen Anteilen an Jungwild und Bachen sowie insbesondere die immer näher rückende Seuchenfront der Afrikanischen Schweinepest (ASP) macht es dringend erforderlich, die Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten zu reduzieren.“

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Brandenburg: Posse um neue Wildursprungsscheine

Neue Wildursprungsscheine nicht lieferbar? Ministerium dementiert.

Mitarbeiter verschiedener Unterer Jagdbehörden (UJB) in Brandenburg haben der JAWINA-Redaktion gegenüber bestätigt, dass die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes derzeit Lieferschwierigkeiten bei den neuen Wildursprungsscheinen (WUS) habe: Die Bemühungen der Jäger, mehr Schwarzwild zu erlegen, würden seitens der OJB boykottiert, da diese einen neuen Wildursprungsschein (WUS) mit der Änderung : DVO (EU) 2015/1375 herausgebracht habe, so ein UJB-Mitarbeiter. Seitens der Tierärzte werde auch nur noch dieser WUS anerkannt. Hierbei sei der nun eingetretende Mehrbedarf nicht berücksichtigt worden. Anfragen von Jagdbezirken auf weitere WUS, mussten die dortigen UJB ablehnen, da die OJB keine WUS mehr liefern könne, da sie keine mehr habe. [Anm.: d. Red.: Dies wurde JAWINA gegenüber bestätigt.] Somit könne erlegtes Schwarzwild nicht mehr zur Trichinenuntersuchung und in den Verkehr gebracht werden. Dies sei eine große Motovation für die Jäger…

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Brandenburg: Rekordstrecke beim Rotwild – Tiefstand beim Muffelwild

In Brandenburg hat die Oberste Jagdbehörde im Brandenburger Agrarministerium die Streckenstatistik für das Jagdjahr 2016 / 2017 veröffentlicht. Das Jagdjahr endet jeweils am 30. März und beginnt demzufolge am 1. April. Im Land wurden im zurückliegenden Jagdjahr insgesamt 168.756 Stück Schalenwild (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild) erlegt. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr und die dritthöchste bislang in Brandenburg erfasste Schalenwildstrecke. Sie liegt mit 6 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jagdjahre. Beim Rotwild konnte ein neuer Höchstwert erreicht werden, nie zuvor wurden 10.667 Stück Rotwild erlegt. Die Streckensteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 4 Prozent. Hohe Streckenanteile erreichten die Landkreise Oder-Spree (15 Prozent), Ostprignitz-Ruppin (14 Prozent) sowie die Uckermark (10 Prozent).

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Brandenburg: Trichinen bei Wildschwein im Landkreis Uckermark

Bei einem in der Umgebung von Neurochlitz (Landkreis Uckermark) erlegten Wildschwein sind bei der vorgeschriebenen Untersuchung Trichinellen nachgewiesen worden. Das teilt der Amtstierarzt des Landkreises mit. Das Stück wurde als genussuntauglich eingestuft und unschädlich beseitigt. PM

Beitragsbild: Beitragsbild: Trichinenlarve. Quelle: Wikipedia