Schlagwort-Archive: Bestandsregulierung

Brandenburg: Gemeinden wollen „wolfsfreie Zone“ werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die „massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als „nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone“ ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden „überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Weiterlesen

Niedersachsen: Wolfsregulierung nach französischem Modell vorgeschlagen

Im Vorfeld des ab morgen (06.06.) in Bremen stattfindenden „Wolfsgipfels“ (Umweltministerkonferenz) hat sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) für eine Regulierung der Wolfspopulation nach französischem Vorbild ausgesprochen. Voraussetzung dafür sei, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation erreicht sei. „In Frankreich erfolgen eine Populationsgrößenabschätzung sowie eine Abschätzung der Wachstumsrate“, heißt es zur Erläuterung des französischen Modells in der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Abgeordneten Jörg Hillmer (CDU): „Der Erhaltungszustand wird als günstig angesehen. Auf dieser Basis werden Quotenberechnungen und die Freigabe von Abschüssen in „Hot Spots“ durchgeführt. Dieses Vorgehen wird von der EU-Kommission intensiv beobachtet. Bislang ist noch kein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet worden.“

Weiterlesen

Schweiz: Weniger Schutz für Wölfe

Umweltkommission will Abschüsse ermöglichen, auch wenn die Wölfe zuvor keine großen Schäden angerichtet haben – Schutzmaßnahmen sollen nicht mehr verpflichtend sein – Biber und Luchs in Bestandesregulierung aufgenommen

Die Umweltkommission im Schweizer Parlament hat die Detailberatung zur Änderung des Jagdgesetzes (17.052) abgeschlossen und der Vorlage mit 6 zu 4 Stimmen zugestimmt. An der Liste der geschützten Tiere (gemäß Berner Konvention) werden keine Änderungen vorgenommen. Im Kernstück der Vorlage, dem Artikel 7a, soll hingegen die Regulierung des Bestandes von gewissen geschützten Tierarten neu gehandhabt werden. Mit der Umsetzung der Motion (Mo.) 14.3151 «Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung» sollen gemäß der Vorlage des Bundesrates neu auch Wolfbestände regulierbar sein, damit ein großer Schaden oder eine Gefährdung von Menschen verhindert werden kann. Eine Mehrheit der Kommission will nun weitergehen als der Bundesrat vorschlägt. Mit 6 zu 5 Stimmen hat sie beschlossen, die Bedingungen für einen regulierenden Eingriff in den Bestand etwas milder auszugestalten: Der Begriff des «großen» Schadens soll aus Absatz 2 gestrichen werden und Schutzmaßnahmen sollen nicht mehr absolute Pflicht sein.

Weiterlesen

Schweiz: Reduktionsabschüsse von Wölfen ab 2014?

Bauernverband fordert „wolfsfreie Zonen“

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) überarbeitet zur Zeit das Wolfskonzept des Landes mit dem Ziel, Eingriffe in die Wolfspopulation zur Bestandsregulierung zu ermöglichen. Das berichtet die Zeitung „Schweizer Bauer“. Reinhard Schnidrig, Leiter der Sektion Jagd beim Bafu, erklärte, man wolle „regulierend eingreifen können, wenn Wölfe sich stark vermehren und trotz Herdenschutzmaßnahmen wiederholt Nutztiere reißen.“

Weiterlesen