Schlagwort-Archive: Bestand

DJV: Jäger bestätigen Bestandsrückgang in der Agrarlandschaft

Bundesregierung sieht Bestandsrückgang von Brutvögeln in der Agrarlandschaft. Monitoring-Daten der Jäger bestätigen diesen Trend für das Rebhuhn. Der DJV begrüßt, dass die Bundesregierung erstmals den Einfluss von Fressfeinden als bedeutend einstuft und fordert Lebensraumverbesserung gemeinsam mit Landwirten.

Die Zahl der Brutvögel in der Agrarlandschaft hat in den vergangenen Jahren europaweit abgenommen. In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage hat die Bundesregierung vergangene Woche den Bestandsrückgang allein beim Rebhuhn in Deutschland von 1990 bis 2015 auf 84 Prozent beziffert. Die Daten der Jäger aus dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) bestätigen dies: Demnach haben Wissenschaftler im Nordwestdeutschen Tiefland, dem einstigen Hauptverbreitungsgebiet der Rebhühner, 2015 nur noch 0,53 Paare pro Quadratkilometer gezählt, wie aus dem aktuellen WILD-Bericht hervorgeht. Das sind 45 Prozent weniger als neun Jahre zuvor. Dieser Rückgang fällt zusammen mit der politisch gewollten Abschaffung der obligatorischen Stilllegungsflächen. Europaweit betroffen waren von dieser Regelung 38.000 Quadratkilometer Brachflächen, also wertvolle Lebensräume für Vogelarten der Agrarlandschaft. In Deutschland waren es 7.000 Quadratkilometer.

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DJV: Feldhasenbestand stabil

Im Frühjahr 2016 haben Jäger durchschnittlich elf Feldhasen pro Quadratkilometer auf den Wiesen und Feldern in Deutschland gezählt. Die Bestände schwanken je nach Region stark. Am meisten Langohren gibt es im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Tieren pro Quadratkilometer.

Die Bestände des Feldhasen in Deutschland sind weiterhin stabil. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der vorläufigen Auswertung von Daten des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) für das Frühjahr 2016. Demnach leben im Offenland bundesweit elf Feldhasen pro Quadratkilometer (Median), allerdings mit großen Schwankungen je nach Region. Die Monitoring-Daten werden seit 2001 für WILD erhoben und zeigen: Auch 2016 gab es die meisten Feldhasen im Nordwestdeutschen Tiefland mit 18 Hasen pro Quadratkilometer, gefolgt vom Südwestdeutschen Mittelgebirge (14 Hasen pro Quadratkilometer) und vom Westdeutschen Mittelgebirge (10 Hasen).  Im Alpenvorland (8 Hasen) sowie im Nordostdeutschen Tiefland und Ostdeutschen Mittelgebirge (je 5 Hasen) leben deutlich weniger Tiere. WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbands (DJV) und seiner Landesverbände.

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Schweiz: Jäger sollen Gämsen schonen

„Zahlen heute den Preis für eine zu intensive Jagd“

Die Schweizer Gamspopulation ist seit Jahren rückläufig. Die Gamsstrecke hat sich in den letzten zwanzig Jahren nahezu halbiert. Als Gründe werden der Verlust von Lebensräumen infolge von zunehmenden Freizeitaktivitäten und Tourismus genannt, aber auch die verstärkte Konkurrenz durch Rothirsche und Steinwild, die Rückkehr von Großraubtieren sowie Erkrankungen wie Gamsblindheit und Räude. Einer der wichtigsten Faktoren ist nach Ansicht von Reinhard Schnidrig, der beim Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) für Wildtiere und Waldbiodiversität zuständig ist, jedoch „die falsche Jagdplanung in einigen Kantonen“, wie das Schweizer Nachrichtenportal FM1Today berichtet. Strenge Winter würden bei der Festsetzung der Abschusspläne unzureichend berücksichtigt: Der Jagddruck hab sich wegen der Förster erhöht,  sagt Schnidrig der Nachrichtenagentur sda: „Viele Regionen in der Schweiz zahlten heute den Preis für eine zu intensive Jagd.“ Die Schweizer Jäger wollen nun ihren Teil zu einer Erholung der Gamspopulation beitragen:

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WILD: Feldhasen-Bestand seit 14 Jahren stabil

Frühjahr 2015: bundesweit 11 Mümmelmänner pro Quadratkilometer

Durchschnittlich 11 Feldhasen haben Jäger und Wissenschaftler pro Quadratkilometer auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Frühjahr 2015 gezählt. Dies geht aus aktuellen Monitoring-Daten hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht hat. Ausgewertet haben Wissenschaftler die Daten aus rund 450 Referenzgebieten im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD). Vorsichtige Hochrechnungen ergeben: In Deutschland leben derzeit rund 3 bis 3,5 Millionen Feldhasen – auf 25 Bundesbürger kommt also ein Osterhase. Die Bestände des Feldhasen sind seit Beginn der bundesweiten Erfassung im Jahr 2002 trotz leichter Schwankungen stabil.

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Schwere Zeiten für Brutvögel

Intensive Landnutzung beeinträchtigt Vogelarten in Deutschland – Publikation „Vögel in Deutschland 2014“ im Februar 2016 erschienen

Die Vielfalt in der Vogelwelt schwindet. Insbesondere bislang häufige und weit verbreitete Singvogelarten wie Baumpieper und Stieglitz weisen negative Trends auf. Die jetzt veröffentlichte Studie „Vögel in Deutschland“ beleuchtet die Hintergründe dieser Bestandsrückgänge. „Die Arten der Agrarlandschaft bleiben weiterhin unsere Sorgenkinder“, erläutert Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. „Rund die Hälfte der Vogelarten unserer Felder und Wiesen nehmen im Bestand ab. Besonders betroffen sind die am Boden brütenden Arten und solche, die sich von Kleininsekten ernähren.“ Dafür werden unter anderem die häufige und intensive Bodenbearbeitung sowie der starke Rückgang von Insekten verantwortlich gemacht.

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Abschussrekord bei Rotwild im Harz

Bestand wächst trotzdem.

Seit Jahren steigt im Harz die Zahl der Rothirsche, die geschossen werden dürfen. Trotzdem wächst die ohnehin zu große Population immer weiter. 2003 waren es gut 1300 Rothirsche, die Jäger und Förster erlegten – bei einem damaligen Bestand von 3800 Tieren. Im vergangenen Jagdjahr lag die Zahl der erlegten Hirsche nun bei der Rekordzahl von 2400. Die Population ist trotzdem bald mehr als dreimal so hoch. „Wenn Anfang Mai die Jungtiere zur Welt gekommen sind, wird der Hirschbestand rund 8000 Tiere betragen“, sagt der Leiter des Rotwildringes Harz Rainer Holodynski. Der Verband will an diesem Wochenende in Bad Lauterberg die Geweihe von rund 120 im vergangenen Jahr erlegten Hirschen präsentieren.

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Schweden: Hohe Sterblichkeit bei Elchkälbern

In Südschweden schrumpft die Elchpopulation. Grund ist die hohe Sterblichkeit von Elchkälbern. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge starben in den vergangenen Jahren 50 Prozent der Jungtiere innerhalb der ersten Lebenswoche. Auch in diesem Jahr gab es zahlreiche Totfunde von Elchkälbern.

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