Schlagwort-Archive: Berufsjäger

Wildschadensfälle abwickeln und Biotope gestalten: 20 Revierjäger bestehen Abschlussprüfung

„Jetzt ist es an der Zeit das Erlernte und die gemachten Erfahrungen weiterzugeben,“ so der Tenor aus dem Prüfungsausschuss im Ausbildungsberuf „Revierjäger/in“. Nach anstrengenden Prüfungstagen haben 20 Auszubildende, darunter eine junge Kollegin, ihre dreijährige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie dürfen nun offiziell die Berufsbezeichnung „Revierjäger bzw. Revierjägerin tragen. Prüfungsbester des Jahrganges ist Christian Rühle aus Niddetal (Hessen), der seine Ausbildung bei Wildmeister Karsten Strehl und in der Jagdschule Emsland bei Ausbilder Wildmeister Hans Hillebrand absolvierte.

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Prüfung zum Revierjagdmeister in Springe erfolgreich abgelegt

14 Teilnehmer erhalten nach zweijähriger Vorbereitung den Meisterbrief

Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit stellten sich vom 20. bis 22. Juni 2016 eine Revierjägerin und 16 Revierjäger im Jägerlehrhof Jagdschloss Springe der praktischen und mündlichen Prüfung zum Revierjagdmeister/in. 14 Teilnehmer, die bereits im April ihre schriftliche Prüfung absolviert hatten, haben bestanden. Das beste Gesamtergebnis erzielte Hans Kruhm, aus Melsungen, Hessen. Zulassungsvoraussetzung zur Meisterprüfung ist eine mindestens zweijährige Berufspraxis als Revierjäger und die Vorlage einer schriftlichen Meisterarbeit zu einem berufsbezogenen Thema. Damit sich die Prüflinge auf die vielen Bereiche der Meisterprüfung vorbereiten konnten, hatte der Deutsche Jagdverband in enger Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Bundesverband Deutscher Berufsjäger drei 14-tägige Lehrgänge im Jägerlehrhof Jagdschloss Springe durchgeführt und diese auch finanziell unterstützt.

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Drei Tote nach Schießerei in Bayreuth – Täter war Jäger

In Bayreuth hat ein Jäger seine Ex-Freundin, deren Vater und sich selbst erschossen. Es ist einer der sehr seltenen Fälle, bei denen Legalwaffen bei Straftaten verwendet werden. Meist handelt es sich dabei um Beziehungsdelikte, wie auch in diesem Fall eines Eifersuchtsdramas.

Den Ermittlern der Kriminalpolizei Bayreuth und der Staatsanwaltschaft Bayreuth liegen zu dem dramatischen Vorfall Sonntagnacht im Stadtteil St. Johannis erste Ergebnisse vor. Demnach dürfte es sich bei dem folgenschweren Ereignis um eine Beziehungstat gehandelt haben. Am Sonntag, gegen 21.30 Uhr, ging über den Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken die Mitteilung über mehrere Schüsse im Waldsteinring ein. Eine Streifenbesatzung entdeckte neben geparkten Fahrzeugen drei leblose Personen. Einen weiteren Beteiligten fanden Polizisten unweit des Ereignisortes. Der Mann kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus, ist aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Eine Schusswaffe lag in der Nähe der Leichen und konnte sichergestellt werden. Bis in die frühen Morgenstunden waren Beamte der Spurensicherung am Tatort. Ermittler der Kriminalpolizei Bayreuth führten zahlreiche Vernehmungen durch.

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Wolfsriss im Nauener Stadtwald dokumentiert

Kieferknochen, säuberliche abgenagte Wirbelsäule und Rippen, ein paar Fellreste – das ist alles, was von einem Stück Damwild übrig bleibt, wenn der Wolf damit fertig ist. Der Wolf, der es sich hier hat schmecken lassen, lebt im Nauener Stadtwald, gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Er hat sich auch schon von den Wildkameras im Revier ablichten lassen (Beitragsbild). Dieser dokumentierte Wolfsriss ist höchstens zwei, drei Tage alt. Wer später kommt, findet noch weniger vor, weil Füchse, Wildschweine, Kolkraben, Krähen, Ameisen, und Würmer endgültig reinen Tisch machen. Das macht es so schwer, Wolfsrisse zu dokumentieren. Von den aufgefundenen Rissen auf die Anzahl der Wölfe oder der von ihnen gerissenen Beutetiere zurück zu schließen, ist unmöglich.

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Frischer Wolfsriss im Nauener Stadtwald – gut 20 Kilometer vom nordwestlichen Berliner Stadtrand entfernt. Foto: BS

Jawina-Leser und Jagdpächter Bernd S., der uns die Bilder in diesem Beitrag zur Verfügung gestellt hat (Danke dafür!), berichtet, wie sich die Anwesenheit der Wölfe auf die Jagd im Nauener Stadtwald auswirkt:

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NRW: Verbände kritisieren Remmels LJG-Entwurf massiv

„Völlig inakzeptabel“ – DJV, Aktionsbündnis Forum Natur und Berufsjäger lehnen Gesetzentwurf zum Landesjagdgesetz in NRW ab.

Mit dem geplanten „ökologischen“ Jagdgesetz will Minister Remmel in Nordrhein-Westfalen unter anderem den Katalog der jagdbaren Arten massiv einschränken, die flächendeckende Bejagung aushebeln, Bau- und Fangjagd verbieten, die tierschutzgerechte Jagdhundeausbildung unmöglich machen und den Abschuss verwilderter Katzen verbieten. Die Folgen für die Kulturlandschaft wären fatal, so das Urteil des Zentralausschusses Jagd (ZAJ), der sich unter dem Dach des Aktionsbündnisses Forum Natur (AFN) mit jagdlichen Fragen beschäftigt. „Wer aus Klientelpolitik die flächendeckende Bejagung opfern will, sollte auch über die Folgen informieren“, sagte Phillipp zu Guttenberg, der im AFN die Interessen von sechs Millionen Landnutzern vertritt. „Das ist völlig inakzeptabel.“

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Alle reden von Schalldämpfern – Jawina war damit schon jagen

Schalldämpfer sind der Gegenstand des momentanen Ausrüstungs-Hypes Nr. 1 in der Jägerschaft. Hintergrund ist, dass die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung „für Beschäftigte mit Dienstverpflichtung zur Jagd“ – also Förster und Berufsjäger – einen Grenzwert für die Lärmeinwirkung festsetzt. Dieser liegt bei 137 dB. Jagdgewehre in schalenwildtauglichen Kalibern toppen diesen Grenzwert mühelos um mehr als das Hundertfache: 169 dB des besonders gehörschädlichen Impulslärms malträtieren beim Schussknall die Ohren, was der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass man nach einem längeren Gespräch mit betagten Weidmännern in der Regel heiser ist.

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Schalldämpfer freigegeben – oder doch nicht?

Die Meldung, dass Innenministerium habe Schalldämpfer bei der Jagdausübung freigegeben, ist eine Falschmeldung.

„Da hat jemand schlecht zugehört“, ärgert sich Karl Apel, Referatsleiter bei der Obersten Jagdbehörde Hessens. Verständlich, denn seiner Dienstherrin, der hessischen Umweltministerun Lucia Puttrich war eine Äußerung in den Mund gelegt worden, die im Internet schnell die Runde machte: Demnach habe sich „das Bundesministerium des Innern in die aktuelle Diskussion des Einsatzes von Schalldämpfern bei der Jagd eingeschaltet. Das Ministerium solle den Waffenbehörden der Länder ermessensentscheidend mitgeteilt haben, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen der Arbeitsschutzverordnung ein Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer besteht.“ Dies solle Ministerin Puttrich „Jagdjournalisten in Rüdesheim“ mitgeteilt haben. Schön wär’s, stimmt aber nicht.

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