Schlagwort-Archive: Bayern

Bayern: „Sabotage am Wolfsgehege nicht hinnehmbar“

Bayerisches Umweltministerium setzt 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Täters aus

Das Bayerische Umweltministerium setzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, der das Freigehe der Wölfe im Bayerischen Wald geöffnet haben soll, eine Belohnung von 10.000 Euro aus. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: „Es steht weiterhin der ungeheuerliche Verdacht im Raum, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden. Das ist in keinster Weise hinnehmbar. Damit wurde in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen, zum Beispiel bei einem Wildunfall. Letztlich wurde damit der Tod der entkommenen Gehegewölfe verursacht. Ich hoffe auf eine schnelle Aufklärung der konkreten Tatumstände. Die Polizei wird bei der Aufklärung jede nötige Unterstützung von Seiten der Naturschutzverwaltung erhalten. Die Belohnung soll helfen, die Aufklärung der Tat entscheidend voranzubringen.“ Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Zwiesel (09922/84060) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Inzwischen wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Tier-Freigelände weiter verschärft und zusätzliche Sicherungen an den Gehegen installiert.

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München: Bauern protestieren gegen Wolf

+++ NRW: „Ausreichende Handlungsmöglichkeiten“ – Umweltministerin Christina Schulze-Föcking (CDU) gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Schweiz: Zweites Wolfsrudel im Kanton Wallis +++

Unter dem Motto „Weidetiere statt Wolfsreviere!“ haben am Montag 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. Das teilt der Bayerische Bauernverband (BBV) mit. In der Presseerklärung des BBV heißt es: „Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

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Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

+++ Brandenburg: Elch besucht Thermalsoleheilbad Templin +++ Bonn: Räudiger Jungfuchs in Tiefgarage erschossen +++

Der Bayerische Jagdverband (BJV) will im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in die Zucht von Fasanen und Rebhühner einsteigen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust an Lebensräumen sowie der Rückgang der Insekten macht den Hühnervögeln zu schaffen, die Bestände gehen deutschlandweit zurück. Dieser Entwicklung will der BJV mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm begegnen. Das Zuchtprogramm soll, wie der Bayerische Rundfunk berichtet, an der Landesjagdschule bei Wunsiedel stattfinden. Dort ist eine 300 Quadratmeter große, 250.000 Euro teure Voliere installiert worden. Um die auszuwildernden Vögel sollen sich bayerische Reviere ab Herbst bewerben können. Kriterien für die Vergabe der Fasane und Rebhühner soll neben der Biotopstruktur auch die intensive Raubwildbejagung sein. Die Vögel dürfen drei Jahre lang nicht bejagt werden. Ziel ist, im kommenden Jahr zwischen 50 und 100 Rebhühner und 300 Fasane auszuwildern. SE

Beitragsbild: Fasanenjagd. Foto: SE

Bayern: SEK nimmt Jäger fest

Bei einem Einsatz des Sondereinsatzkommandos in Plankenfels (Landkreis Bayreuth) ist ein 44 Jahre alter Jäger festgenommen worden. Für den Einsatz wurde der Dorfkern abgeriegelt, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Auf dem Internetportal nordbayern.de gibt es eine Bilderstrecke des Einsatzes zu sehen. Unklar bleibt, worum es bei dem Einsatz überhaupt ging. Medienberichten zufolge war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Der Anrufer vermittelte demnach den Eindruck, dass jemand bedroht werde. Auch eine mögliche Geiselnahme stand im Raum. Da der Anrufer sowie die übrigen Betroffenen kein Deutsch sprächen, bliebe der Sachverhalt wegen Verständigungsproblemen unklar. Es konnte auch nicht geklärt werden, ob überhaupt eine Waffe im Spiel war, berichtet die Welt. Nur dass sich ein „Vorfall im häuslichen Umfeld“ ereignet habe, stünde fest. Da der Beschuldigte, ein Deutscher, als Jäger jedoch Zugriff auf Waffen habe, sei das SEK angerückt: Man habe sämtliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sagte ein Polizeisprecher der Welt zufolge. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nordbayern.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Bayern: LBV fordert freiwilligen Verzicht auf Rebhuhn-Bejagung

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) appelliert an die bayerischen Jäger, freiwillig auf eine Bejagung des Rebhuhns zu verzichten. Am 1. September beginnt in Bayern die zweimonatige Jagdzeit auf das Rebhuhn. Die Zahl der früher weit verbreiteten Feldvögel ist in knapp vierzig Jahren europaweit um 94 Prozent gesunken. Hauptgrund ist die intensive Landwirtschaft, wie der LBV feststellt. In Bayern gebe es nur noch 2.300 bis 4.000 Brutpaare, so die Vogelschützer. Dennoch würden pro Saison etwa 1.300 Rebhühner geschossen.

Ein Sprecher des bayerischen Jagdverbands sagte gegenüber der Welt, man teile die Sorge des LBV um das Rebhuhn. Daher verzichteten Jäger seit Jahrzehnten auf die Bejagung in Gebieten, wo es nicht länger nachhaltig sei. Gleichwohl gebe es im Freistaat noch Rebhuhn-Bestände, die eine nachhaltige Nutzung zuließen. Dem Rebhuhn in Ebersberg oder Erding werde es wenig helfen, wenn in Kitzingen oder Würzburg weniger gejagt wird, so der Sprecher des Bayerischen Jagdverbands gegenüber der Zeitung.

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Bayern: Staupefall bei Fuchs in Wolfratshausen

Im Stadtgebiet von Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) musste ein Jäger Ende Juli einen Fuchs mit zentralnervösen Störungen erlegen, wie das Landratsamt Wolfratshausen mitteilt. Bei dem Kadaver, der ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingeschickt wurde, ist Staupe festgestellt worden. Hundebesitzer sollten die Impfpässe ihrer Hunde überprüfen. Die Staupe ist eine Viruserkrankung, an der vor allem Hunde, aber auch Füchse und andere Fleischfresser wie Frettchen und Waschbären erkranken. Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Eine Infektion erfolgt über das Maul oder über die Luftwege durch Exkrete und Sekrete. Die Staupe kann sich an verschiedenen Organen manifestieren, sodass folgende Symptome auftreten können: Zentralnervöse Störungen, katarrhalische Form mit Augen- und Nasenausfluss, Lungenentzündung, Durchfall und Erbrechen oder die Veränderung der Hautform mit Verhärtung der Ballen (Hard Pad Disease).

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Verbissgutachten als Herrschaftsinstrument: Vockes Freuden

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, freut sich im Verbandsblatt Jagd in Bayern „besonders“ über das „Leitverbissprozent als maßgebliches Kriterium für die Beurteilung des Verbisses durch Schalenwild.“ „Unbegreiflich“ findet das Dr. Holger von Stetten, 2.Vorsitzender der Jagdschutz- und Jägerverein Freising, der Vocke in einem offenen Brief kritisiert.

Ein simples Gedankenspiel verdeutlicht jedem Laien, dass es zumindest sinnlos, vermutlich aber eher unredlich ist, bei der Erstellung von Verbissgutachten, wie in Bayern praktiziert, mit Verbissprozenten – genauer gesagt: „Leittriebsverbissprozenten“ zu operieren: Wenn ich einen Kiefernreinbestand habe, in dem drei Buchen stehen, von denen zwei verbissen sind, dann habe ich einen Verbiss von 66 Prozent. Eine Zahl, die nichts über die wahren Verhältnisse aussagt, aber hervorragend dazu geeignet ist, überhöhte Schalenwildbestände und in der Konsequenz die Erhöhung der Abschusszahlen zu postulieren.

Die im bayerischen Verfahren aufwändig erhobenen Daten sind wenig aussagekräftig, die daraus gezogenen Schlussfolgerungen folglich mehr als fragwürdig, zumal die Legitimität des simplen Rückschlusses von lokalen Verbissschäden auf überhöhte Schalenwildbestände höchst strittig ist. Der wahre Skandal ist aber die Intransparenz des Verfahrens, da die Herausgabe der unverschlüsselten Daten aus – vermutlich vorgeschobenen – Datenschutzgründen verweigert wird. Da nicht bekannt ist, auf welchen Flächen die angeblichen Verbissprozente ermittelt wurden, kann niemand die sogenannten Ergebnisse überprüfen. Damit widerspricht die Erstellung des Verbissgutachtens den Anforderungen, die an ein rechtstaatliches Verfahren zu stellen sind.

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Bayern: Jagdverband fordert staatliche Übernahme von Gebühren

Vor dem Hintergrund der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Tschechien (JAWINA berichtete), fordert der Bayerische Jagdverband (BJV) seine Mitglieder auf, die Jagd auf Wildschweine weiter zu intensivieren und forderte eine staatliche Übernahme der Gebühren, die im Zusammenhang mit der Schwarzwildbejagung anfallen. BJV-Vizepräsident Dr. Günther Baumer erklärte, eine Kostenübernahme bei der Trichinenuntersuchung, der Konfiskatentsorgung sowie bei der Verkehrssicherung im Rahmen von revierübergreifenden Drückjagden sei zwingend notwendig, um die Motivation der Jägerinnen und Jäger aufrecht zu erhalten. Das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz kündigte eine Prüfung dieser Forderungen aus gegebenem Anlass an.

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Bayern: Wilderei an der Rötelwand

Im Bereich des Forstamts Ruhpolding (Landkreis Traunstein) hat sich in der Nacht zum vergangenen Montag ein möglicherweise schwerer Fall von Wilderei ereignet: Am Mittwoch wurde an einer Salzlecke an der Rötelwand ein Anschuss entdeckt. Ein Nachsuchenführer fand Pansenreste eines Stücks Rotwild. Möglicherweise, so vermutet die Polizei, wurden außer dem Weidwundschuss weitere Schüsse angetragen. Das verendete Stück wurde dann ins Tal hinab nach Eschelmoos gezogen. Dort fanden die Fahnder Spuren von zwei Wilderern. In welche Richtung diese mit ihrem Fahrzeug flüchteten, ließ sich nicht feststellen. Da Hirsche, Tiere und Kälber in Bayern Schonzeit haben, während Schmaltiere und Spießer Jagdzeit haben, geht die Polizei von einem Fall von schwerer Wilderei aus: Nicht, weil es tatsächlich Hinweise auf ein Schonzeitvergehen gäbe, sondern weil die Polizei in Ermittlungen grundsätzlich vom schwereren Delikt ausgehe, wie ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA erläuterte.

Wer im fraglichen Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich von Rötelwand und Eschelmoos gesehen hat, wem Hirschfleisch unbekannter Herkunft angeboten wurde, wird gebeten, sich mit der Polizei Traunstein unter der Rufnummer 08 61/98 73 0 in Verbindung zu setzen. SE

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Bayern: ÖJV will ans Jäger-Geld

Die Zahlen sprechen eine ganz klare Sprache: Der Bayerische Jagdverband hat ca. 46.000 Mitglieder, der bayerische Ableger des Ökologischen Jagdverbands ca. 860. Der BJV vertritt also mit 95 Prozent die ganz überwiegende Mehrheit der etwa 48.000 bayerischen Jäger, der ÖJV nur eine winzige Splittergruppe. Das hat Folgen für den Zwergverein, weil im Bayerischen Jagdgesetz (BayJG) den „anerkannten Vereinigungen der Jäger“ ziemlich weitreichende Mitbestimmungsrechte eingeräumt werden. So ist in § 27 BayJG, in dem es um die Förderung des Jagdwesens geht, festgelegt, dass das „Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StELF) über die Verteilung der […] Jagdabgabe im Benehmen mit den anerkannten Vereinigungen der Jäger (Art. 51)“ entscheidet.

Und weiter: „Es stellt das verbleibende Aufkommen dem Landesjagdverband Bayern e.V. für die Förderung der Jagd zur Verfügung […]. Was eine „anerkannte Vereinigung der Jäger ist“, regelt § 32 der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) unmissverständlich: „Eine Vereinigung von Jägern ist als mitwirkungsberechtigte Vereinigung im Sinn von § 37 Abs. 2 BJagdG anzuerkennen, wenn sie nachweislich […] mehr als die Hälfte der in Bayern wohnhaften Inhaber eines Jahresjagdscheines zu Mitgliedern hat […].“ Jährlich ist in Bayern etwa eine Million Euro an Jagdabgabemitteln zu verteilen – von denen der ÖJV zwar durchaus profitiert, über die er aber nicht bestimmen kann. Weshalb der ÖJV jetzt eine Popularklage gegen diese Regelungen vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht hat, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

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Bayern: Jägerin erschießt eigenes Auto

Am Montagnachmittag meldete eine Frau der Polizeiinspektion Neu-Ulm, dass ihr geparktes Fahrzeug beschädigt ist. Das Fahrzeug hatte im Bereich der A-Säule auf der Beifahrerseite ein Loch, das verdächtig nach einem Einschussloch aussah. Die Frau war sich sicher, dass der Schaden in der Augsburger Straße entstanden sein müsse, wo sie ihr Fahrzeug für 20 Minuten abgestellt hatte. Nachdem eine Beschädigung durch einen Verkehrsunfall oder ähnliches ausgeschlossen werden konnte, wurde die Spurensicherung der Kriminalpolizei hinzugezogen.
Diese setzten sich mit Waffenexperten des Bayerischen Landeskriminalamt in Verbindung. Von dort kam zügig die erste Einschätzung, dass es sich vermutlich um eine Beschädigung handelt, die durch Jagdmunition verursacht wurde.

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Bayern: Wölfin aus der Pegnitzau keinem bekannten Rudel zuzuordnen

Anfang April wurden in der Pegnitzau an der Grenze zwischen den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Bayreuth und Nürnberger Land drei Rotwildtiere tot aufgefunden. Die Untersuchung einer genetischen Probe, die an einem der toten Tiere gesichert wurde, wies nun einen weiblichen Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation nach, wie das Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilt. Eine Zuordnung zu einem bekannten Elternrudel sei jedoch nicht möglich gewesen, so das LfU. Ob die Wölfin auch die anderen Tiere getötet hat, lässt sich nicht feststellen. Das genetische Profil ist nicht mit dem Wolfsweibchen identisch, das auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr nachgewiesen wurde. Anhand einer ersten genetischen Probe, die an einem der beiden anderen toten Rotwildtiere genommen wurde, konnte bereits Ende April ein Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation nachgewiesen werden. Die Qualität der Probe ließ jedoch keine Bestimmung des Geschlechts zu. PM

Beitragsbild: Rottier (lebend, Symbolbild). Foto: SE

Bayern: Landkreis Cham genehmigt 13 Saufänge

Wie ein Sprecher des Landkreises Cham gegenüber JAWINA bestätigte, haben Jagd- und Veterinärbehörde des Landkreises auf Antrag der Jägerschaft 13 Saufänge auf Gemeindegebiet genehmigt. Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass die auch unter Jägern umstrittenen Saufänge aufgrund der anwachsenden Schwarzwildpopulation und der damit einhergehenden Zunahme der Wildschäden beantragt und genehmigt worden seien. Im Gemeindegebiet an der deutsch-tschechischen Grenze grenzten ausgedehnte Wälder und Gebirge unmittelbar an intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzflächen. Dies seien paradiesische Bedingungen für die Sauen, zumal die Durchführung von Bewegungsjagden in vielen Revieren nicht möglich sei. Die jährlich anwachsenden Bestände sind nach Auffassung vieler Jäger mit herkömmlichen jagdlichen Mitteln kaum mehr in den Griff zu bekommen. Die Genehmigung der Saufänge ist auf drei Jahre befristet und mit diversen Auflagen verbunden:

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Sachsen-Anhalt: Kreistag Stendal beschliesst Wolfs-Resolution

Sachsen-Anhalt: Kindergärtnerinnen werden für Wolfsbegegnungen geschult +++ Bayern: Wolfsnachweis im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Der Kreistag von Stendal hat in seiner Sitzung am Donnerstag auf Antrag der CDU-Fraktion einer Resolution „für ein praxistaugliches Wolfsmanagement“ zugestimmt. Im folgenden geben wir den Wortlaut der Resolution wieder:

Der Kreistag verabschiedet vorliegende Resolution zum Wolfsmanagement und bittet die Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Bundesregierung in der Sache tätig zu werden.

1. Überprüfung der FFH-Richtlinien und Anpassung des Schutzstatus

2. Vorkehrungen zu treffen, wie man den wachsenden Bestand zukünftig kontrollieren und die Weichen für eine Regulierung der Population stellen will.

3. Jährliche Monitoring-Ergebnisse zum Wolf mit allen Betroffenen, also der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Nutztierhaltern, Grundeigentümern sowie der Jägerschaft auszutauschen.

4. Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht mit feststehender Jagd- und Schonzeit. Ausschluss der Pflicht zur Hege und der Wildschadensvergütung

Wolfgang Kühnel
Fraktionsvorsitzender

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Bayern: Erneut Wolf auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels nachgewiesen

Am vergangenen Dienstag wurde auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels (Landkreis Neumarkt i.d.Opf.) nordwestlich von Regensburg ein Wolf fotografiert. Das teilt das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit. Ob es sich dabei um dasselbe Tier handelt, das bereits im Januar 2017 mittels DNA-Analyse dort nachgewiesen wurde, kann nicht belegt werden. Die Bemühungen, Probenmaterial für genetische Analysen aufzufinden, wurden verstärkt, um mehr Informationen zu Geschlecht und Herkunft des Tieres zu erhalten. Das im Januar auf dem Truppenübungsplatz gesicherte genetische Material konnte eindeutig einem Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation zugeordnet werden. Die Qualität der Probe war jedoch für eine Bestimmung des Geschlechts und des Rudels, von dem die Zuwanderung ausging, nicht ausreichend. PM

Beitragsbild: Wolf auf dem TÜP Hohenfels. Foto: privat/Quelle: LfU

Brandenburg: Erstmalig landesweite Wolfswachen

Wolf im Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) überfahren – Almbauern kämpfen gegen Wölfe

Während sich die Wolfspopulationen in Brandenburg weiterhin etablieren, ringt die Landesverwaltung mit der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes, klagt das Forum Natur Brandenburg in einer aktuellen Pressemitteilung: Bis zum Wolfsplenum am 26. April in Potsdam soll ein gangbarer Weg gefunden werden, wie die Akzeptanz für den Wolf gesichert werden kann und dabei gleichzeitig die Weidetierhaltung in unseren Kulturlandschaften erhalten bleibt. Bislang steigen allerdings von Jahr zu Jahr die Verluste an Weidetieren. Gleichzeitig warten die Tierhalter oft monatelang auf zugesagte Entschädigungsleistungen. Die Verbände sehen die Politik daher in der Pflicht, im Rahmen der Überarbeitung des Wolfsmanagementplanes klare und verlässliche Regelungen zu schaffen. Die brandenburgischen Bauern fordern von der Landesregierung zudem die zügige unbürokratische Entnahme von Problemwölfen sowie mittelfristig eine Anpassung des EU-Schutzstatus, durch den langfristig die Bejagung möglich wird. Außerdem sollen Wolfsrisse komplett entschädigt werden.

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Bayern: Zwei Wölfe auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr nachgewiesen

Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr konnten zwei verschiedene Wölfe nachgewiesen werden, wie das Landesamt für Umwelt Bayern (LfU) mitteilt. Das ist das Ergebnis erster genetischer Auswertungen von Losungsproben. Ein Tier ist ein Männchen aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation – einem Elternrudel konnte es jedoch genetisch nicht zugeordnet werden. Das zweite Tier stammt aus einem Rudel südwestlich von Potsdam in Brandenburg. Allerdings konnte das Geschlecht des Tieres anhand der untersuchten Probe nicht bestimmt werden. Die Auswertung einer weiteren Probe soll hier Gewissheit bringen. PM

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Bayern: Landesamt für Umwelt bestätigt Wolfsnachweis

Anfang Januar 2017 wurde im nördlichen Landkreis Straubing-Bogen ein wolfsartiges Tier beobachtet und fotografiert. Die Fotos wurden dem Landesamt für Umwelt (LfU) zur Verfügung gestellt und von Experten ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Foto zeigt einen Wolf. Das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportion auf, die es von einem Hund eindeutig unterscheiden. Das Tier verhielt sich in Menschennähe sehr vorsichtig. Bei der Beobachtung zeigte der Wolf ein deutliches Hinken – eine Verletzung am Vorderlauf ist nicht auszuschließen. Weitere Beobachtungen des Tieres wurden bereits bis Mitte Dezember in Oberösterreich und später im nord-östlichen Landkreis Passau gemacht.

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Bayern: Sonderregelung für Halbautomaten tritt am 30. Juli in Kraft

Die angekündigte bayerische Sonderregelung zum Einsatz von halbautomatischen Langwaffen auf der Jagd (JAWINA berichtete) tritt zum 30. Juli in Kraft. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) auf seiner Internetseite „Wildtierportal Bayern“ mit. Dort heißt es: „Die Übergangsvorschrift in § 33a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) gilt ab 30. Juli 2016 und lautet: „§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c BJagdG findet auf halbautomatische Waffen keine Anwendung, die mit insgesamt nicht mehr als drei Patronen geladen sind und für die bereits am 29. Juli 2016 eine Waffenerlaubnis erteilt war.“

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Bayern: Sonderregelung für halbautomatische Waffen

Wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten soeben in seiner Pressemitteilung vom 13. Juli 2016 mitteilt, will der Freistaat mit einer landeseigenen Regelung dafür sorgen, dass die bayerischen Jägerinnen und Jäger schon ab August wieder ihre halbautomatischen Waffen für die Jagd verwenden dürfen. Das hat Forstminister Helmut Brunner entschieden. Wie der bayerische Jagdverband (BJV) mitteilt, soll die bayerische Verordnung eine Regelungslücke im Bundesjagdgesetz überbrücken, die der Bund frühestens im Herbst beseitigen kann – und zwar, weil Brunner ebenfalls bayerischer Kollege Seehofer die Novellierung des Bundesjagdgesetzes „nach Gutsherrenart“ gekippt hat, wie der DJV schreibt (und der BJV zu erwähnen vergaß…).

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Bayern: Wegen Schäden in Erdbeerfeldern – Augsburg hebt Schonzeit für Dachse auf

Wegen gravierender Schäden auf insbesondere Erdbeerfeldern und anderen landwirtschaftlichen Kulturen hat das Landratsamt Augsburg die Jagdzeit für Dachse vorverlegt. Dazu wurde eine Allgemeinverfügung im Amtsblatt veröffentlicht, in der es heißt:

Vollzug der Jagdgesetze

Schonzeitverkürzung für Dachse im Landkreis Augsburg

Das Landratsamt Augsburg erlässt folgende Allgemeinverfügung:

1. Die Jagdzeit für Jungdachse wird vom 1. August auf den 1. Juni eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
2. Die Jagdzeit für erwachsene Dachse wird vom 1. August auf den 1. Juli eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
3. Diese Allgemeinverfügung gilt ab Bekanntgabe bis zum Ablauf des 31.März 2019 für den Landkreis Augsburg.

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Bayern: Deutsche Wildtier-Stiftung startet Gamsprojekt

Die Gams ist ein Bayer, behauptet die Deutsche Wildtier-Stiftung in einer aktuellen Pressemitteilung: Müsste sich die Wildart für ein Bundesland entscheiden, wäre es demnach wohl der Freistaat. Denn vor allem in Bayern findet Gamswild den Lebensraum, in dem es sich am liebsten aufhält: Felsige Regionen für den Sommer und Wälder für den Winter. Doch das Verhältnis der Bayern zu ihrer Gams ist von Auseinandersetzungen um den Lebensraum getrübt. „Gamswild wird in Bayern gerade in öffentlichen Wäldern sehr intensiv gejagt, weil es durch seine Fraßeinwirkungen die sogenannte Schutzwaldsanierung gefährdet “, sagt Dr. Andreas Kinser, Referent für Forst- und Jagdpolitik bei der Deutschen Wildtier Stiftung.

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Ein hartes Urteil

Sylvester 2013. Fünf Freunde paddeln auf einen See im oberbayerischen Geisenfeld, um Enten zu jagen. Einem von den Männern gehören der Teich und das Boot. Es kommt zu einem Unglück, das Boot der Jäger kentert. Drei von ihnen können sich ans Ufer rettern, zwei ertrinken, ein 33 und ein 70 Jahre alter Mann sind tot. Ein tragisches Unglück? Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Sie spricht dem Teichbesitzer die Schuld an dem Tod der Ertrunkenen zu: Er hätte als Jagdveranstalter die Männer mit Schwimmwesten ausrüsten müssen. Dies unterlassen zu haben, bedeute eine schuldhafte Verletzung seiner Sorgfaltspflichten. Die Gefahr, zu kentern und im eisigen Wasser zu ertrinken, hätte ihm bewusst sein müssen. Das Boot sei überladen, der Bootsführer unerfahren gewesen. Ende 2014 verurteilt das Amtsgericht Pfaffenhofen den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichem Eingriff in den Schiffsverkehr zu einer Geldstrafe von 19.600 Euro. Der Verurteilte weist die Schuld von sich, akzeptiert die Strafe nicht. Sein Anwalt spricht von einer Tragödie. Es habe keinen eindeutigen Veranstalter gegeben. Man sei halt aufgebrochen und losgerudert.

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Innenminister Herrmann: „Legale Waffe sind nicht das Problem!“

„Wir stehen zu den Jägern und Schützen in unserem Land!“

Zur Eröffnung der IWA Outdoor Classics ging der Bayerische Staatsminister des Innern , Joachim Herrmann, in seiner Ansprache auf die geplanten Verschärfungen des EU-Waffenrechts ein. Herrmann wies darauf hin, dass das Verstöße gegen das Waffengesetz rückläufig seien und dass es sich bei Waffen, die im Zusammenhang mit Straftaten sichergestellt würden, zu 95 Prozent um illegale Waffen handle: „Das Problem ist der illegale Waffenbesitz“, stellte Herrmann klar, „Und deshalb sollte man in der Öffentlichkeit auch nicht den Eindruck erwecken, dass der legale Waffenbesitz das Problem darstellt.“

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Bayern: Grosse Klappe bei der Waffenbehörde – Psychotest, Jagdschein und WBK weg

„Ich bin Pazifist, aber mit solchen Dachdeckern werde ich schneller fertig, wie der Schussapparat mit der Sau fertig wird.“ – Diese möglicherweise etwas unbedachte Äußerung ließ ein 60jähriger Jäger und Sportschütze aus Bayern in einem Brief an die für ihn zuständige Waffenbehörde verlauten. Das hatte Konsequenzen. Den Mitarbeitern der Waffenbehörde kamen angesichts dieser Worte Zweifel an der Eignung des Mannes, Waffen zu führen. Die Behörde forderte ihn daher auf, ein psychologisches „Gutachten über seine geistige und körperliche Eignung zum Führen von Waffen“ vorzulegen. Das tat er nicht, weshalb „mit Bescheid des Landratsamtes vom 22.12.2011 der Waffenschein des Klägers für ungültig erklärt und die Waffenbesitzkarten des Klägers eingezogen wurden“, wie der Pressesprecher des Landgerichts München gegenüber JAWINA erläutert.

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Bayern: Landtagsabgeordneter scheitert mit Vorstoss für Brauchbarkeits-Verordnung

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein ist im Landtag mit seinem Vorhaben gescheitert, einen „Erlass einer landesgesetzlichen Regelung zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden“ zu erwirken. Anlass dieses Vorstosses war einem Bericht der Main-Post zufolge der Besuch Woerleins bei einem Jägerstammtisch im Landkreis Augsburg. Die anwesenden Jäger taten offenbar, was mancher Weidmann bekanntlich (leider) gern und oft tut: Sich über andere Jäger und deren Hunde echauffieren: Es seien immer wieder Hunde auf Jagden unterwegs, die zur Jagd gar nicht taugten, selbst Möpse seien schon in Revieren gesichtet worden, klagten die Jäger. Wie gut und günstig muss es um die Jagd in Bayern stehen, wenn sich bajuwarische Weidmänner beim Besuch eines Landespolitikers über nichts anderes beklagen können, als über ihre Mitjäger! Der für Tierschutz stark engagierte Woerlein brachte sein Anliegen im Agrarausschuss des bayerischen Landtages zur Sprache, wo er der Main-Post zufolge feststellte, dass Bayern das einzige Land sei, in dem „nicht geprüfte Hunde auf Tiere losgelassen“ werden dürften. (Was nicht stimmt, Berlin hat auch keine Brauchbarkeits-Verordnung).

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ÖJV Bayern verleiht „Wald-vor-Wild-Preis“

Der Ökologische Jagdverein Bayern (ÖJV) den 2010 erstmals verliehenen Preis für eine „nach dem Bayerischen Waldgesetz vorbildliche Bejagung im Sinne von Wald-vor-Wild“ am 15. Oktober an die Stadt Fürth übergeben, so der Verein in einer Pressemitteilung. Im Urkundentext heißt es, die Stadt Fürth habe durch eine konsequente Bejagung im Stadtwald trotz schwieriger Bedingungen aufgrund des hohen Besucheraufkommens die Verjüngung und insbesondere die Naturverjüngung weitgehend ohne Schutzmaßnahmen ermöglicht und so zum Aufbau stabiler gemischter und artenreicher Wälder beigetragen. Sie hat damit den im Bayerischen Waldgesetz festgeschriebenen Grundsatz „Wald-vor-Wild“ vorbildlich umgesetzt.

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Wildunfall: Vater stirbt unter den Augen seines Sohns

Ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am Sonntag auf der Bundesstraße 16 bei Saal an der Donau (Bayern): Ein Autofahrer kollidierte mit einem Wildschwein, verunfallte und starb dabei, wie die Polizei Niederbayern berichtet. Demnach fuhr der 67-jährige Mann aus dem Landkreis Kelheim am Sonntag gegen 00.10 Uhr mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 16 von Saal in Richtung Abensberg. Auf Höhe Pullach lief ein Wildschwein von rechts kommend auf die Bundesstraße. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen und erfasste die Bache frontal. Das Tier wurde nach vorne weggeschleudert und anschließend ein zweites Mal vom Pkw erfasst.

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Bayern: Zu früh gefreut – doch keine Nachtzielgeräte für Jäger

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die von 30 bayerischen Kreisjägergruppen gestellten Anträge auf Genehmigung von Nachtzielgeräten für die Jagd auf Schwarzwild in besonderen Problembezirken abgelehnt. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hatte sich für die Freigabe der umstrittenen Technik eingesetzt und eine entsprechende Regelung ins Bayerische Landesjagdgesetz schreiben lassen. Dort heißt es in Art. 29 Abs. 5 Satz 2 i. V. m. Art. 49 Abs. 1 und 2, 52 Abs. 3 BayJG: „Die untere Jagdbehörde kann das Verbot des §19 Abs. 1 Nr. 5. a) BJagdG durch Einzelanordnung aus besonderen Gründen (Satz 1, u. a. zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden) einschränken.“

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Bayern: Elch auf Autobahn überfahren

Nicht schlecht staunten die Beamten der Verkehrspolizei Deggendorf, als sie kurz vor Mitternacht zu einem Wildunfall auf der A3 Richtung Regensburg, kurz vor der Anschlussstelle Iggensbach, gerufen wurden. Auf der rechten Spur lag ein kapitaler Elch. Der 44 Jahre alte Fahrer eines Skoda Octavia hatte das Tier glücklicherweise nicht frontal, sondern nur vorne rechts gerammt. Die vier Insassen des Autos blieben unverletzt und kamen mit einem gehörigen Schrecken davon. Das schwer beschädigte Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Zur Bergung des Kadavers rückte die Autobahnmeisterei mit einem Kranwagen an. PM Polizei Bayern

Beitragsbild: Der auf der A3 totgefahrene Elch. Copyright: Polizei Bayern

Bayern: Führende Alttiere geschossen, Verfahren eingestellt

Bei einer Drückjagd am Schliersee im oberbayerischen Landkreis Miesbach wurden im November 2014 drei Alttiere erlegt. Soweit die Fakten, die die Tegernseer Stimme berichtet. Es besteht der Verdacht, dass es sich um führende Alttiere gehandelt hat. Der Abschuss von Alttieren, die Kälber führen, ist eine Straftat – zu Recht, da die verwaisten Kälber in der Regel elend verkümmern. Nach der Drückjagd schrieb der zuständige Forstamtsleiter einen Brief, in dem er sich von einer Duldung der Vorkommnisse auf der Drückjagd distanzierte, es kam zu Strafanzeigen. Während ein Jäger die Anschuldigung dem etwas wirren Artikel in der Tegernseer Stimme zufolge einräumte, wurden die Verfahren gegen zwei weitere Schützen – nach Informationen der Zeitung beides hochrangige Beamte – eingestellt, und die Aufregung und Empörung unter den Jägern im Landkreis ist groß.

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Pack schlägt sich…

… Pack verträgt sich.

Ein unrühmliches Ende in Form eines gerichtlichen Nachspiels nahm eine Entenjagd im Oktober 2014. Ende April wurde der Fall vor dem Amtsgericht Viechtach (Bayern) verhandelt, wie der Viechtacher Bayerwald-Bote (VBB) berichtet: Auf einem Viechtacher Campingplatz saßen ein paar Campinggäste am Lagerfeuer zusammen. Der künftige Angeklagte hatte nach eigenen Angaben „gerade das vierte Bier in Arbeit.“ Da tauchten zwei Jäger, 37 und 76 Jahre alt, am anderen Ufer des Flusses Regen auf und nahmen die dort dümpelnden Enten unter Feuer. Angeblich seien „Kugeln“ auf dem Campingplatz eingeschlagen, die Camper hinter ihren Wohnmobilen in Deckung gegangen, es war (gähn) „wie im Krieg.“ Der Angeklagte fuchtelte mit seiner Taschenlampe herum und forderte die Jäger auf, das Schießen einzustellen. Auf die (uns als durchaus gerechtfertigt und angemessen erscheinende) Antwort hin, er möge sich um seinen eigenen Scheiß kümmern, sprang der Mann in Klamotten in den Fluss und schwamm ans andere Ufer, wo die Angelegenheit ihren blutigen Fortgang nahm.

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Bayern: Nachbarpächter erschießt Jagdhunde

Während einer Drückjagd Anfang 2015 wurden in Niederbayern bei Obernzell/Lämmersdorf zwei Jagdhunde von einem benachbarten Revierpächter in dessen Revier erschossen. Das berichtet der Bayerische Jagdverband (BJV) auf seiner Internetseite. Aktuell ermitteln die Polizei und die Staatsanwaltschaft, um eine Klärung aller Begleitumstände herbeizuführen.

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Bayern: Jäger ertrinkt bei Entenjagd

Ein 40 Jahre alter Jäger ist bei einer Entenjagd in der Nähe von Mötzing (Landkreis Regensburg) ertrunken. Der Mann soll dem Polizeibericht zufolge versucht haben, eine von ihm geschossene Ente selbst aus dem Brauneiser-Weiher zu bergen. Er schwamm etwa bis zur Mitte des kalten Gewässers und begann dann, um Hilfe zu rufen. Dies ereignete sich am vergangenen Donnerstag gegen 17.00 Uhr. Zeugen alarmierten Rettungskräfte, die den Leichnam erst nach längerer Suche gegen 19.00 Uhr bergen konnten. Die Kriminalpolizei ermittelt. Es soll geklärt werden, ob der Mann ertrunken ist oder aus anderen Gründen, z.B. an einem Herzanfall, starb.

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Krähenalarm in München

Behörden rufen Jäger zu Hilfe.

Im Münchner Stadtteil Sendling haben Rabenkrähen Menschen angegriffen und einen Passanten am Kopf verletzt. Der Mann war attackiert worden, als er den Innenhof der Wohnanlage durchschritt, um zu einer Bushaltestelle zu gelangen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Aus dem Luftraum oberhalb eines Kinderspielplatzes kamen zwei Krähen angeflogen und hackten auf den Kopf des Mannes ein. Dabei zog er sich zwei stark blutende Platzwunden zu, die ambulant behandelt werden mussten. Die Krähen brüten in den alten Bäumen in dem Hof und fühlten sich offenbar in ihrer Brutpflege gestört.

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