Schlagwort-Archive: Baden-Württemberg

Toter Wolf im Schluchsee: LJV verurteilt illegale Tötung

Am 8. Juli 2017 wurde im Schluchsee ein toter Wolf gefunden. Wie nun das Umweltministerium Baden-Württemberg mitteilt, wurde der Rüde erschossen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann und sein Stellvertreter Wolf Riedl, gleichzeitig Kreisjägermeister im Hochschwarzwald, sind entsetzt.  „Wir verurteilen diese Tat. Der Abschuss ist für unsere Bemühungen um einen sachlichen und zielorientierten Umgang mit Wolf und Luchs ein herber Rückschlag“, erklärte Dr. Friedmann. Als Interessensvertretung der Jägerinnen und Jäger im Land und als anerkannte Naturschutzorganisation fordert der LJV eine konsequente Strafverfolgung.

Der LJV ist über die Tat auch deshalb verärgert, weil er sich seit Langem in Sachen Wolf einsetzt: Wir haben – gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland – bereits 2008 die Erstellung eines Handlungsleitfadens initiiert. Darin geht es um den Umgang mit zuwandernden Wölfen und einen Entschädigungsfonds für Nutztierrisse. Außerdem unterstützt der LJV seit 2010 mit rund 30 speziell geschulten wolfskundigen Jägerinnen und Jägern das Monitoring von in Baden-Württemberg auftretenden Wölfen.

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600 km gewandert: Schluchsee-Wolf stammt aus Niedersachsen

Der vor ca. zwei Wochen tot aus dem Schluchsee in Baden-Württemberg geborgene Wolf (JAWINA berichtete) stammt aus Niedersachsen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) gab dies bei einer Debatte im Stuttgarter Landtag zum Thema „Wolfsmanagement in Baden-Württemberg“ bekannt. Dem für die DNA-Untersuchung von Wölfen zuständigen Senckenberg-Institut zufolge handelt es sich um einen von drei Welpen, die letztes Jahr im niedersächsischen Schneverdingen gewölft wurden. Das Tier trug die Bezeichnung GW630M. Dass der Wolf erfolgreich die 600 Kilometer Luftlinie zwischen Geburts- und Fundort durchwandert habe, zeigt nach Ansicht von Untersteller, dass es für Wölfe auch in einem so dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik Chancen gebe, zu überleben. Die Ergebnisse der Untersuchung des Wolfs im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung liegen noch nicht vor. SE

Beitragsbild: Der später aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Baden-Württemberg: Toter Wolf aus dem Schluchsee geborgen

Am vergangenen Samstag Nachmittag (08.07.) wurde im Schluchsee ein totes Tier entdeckt, das einem Wolf ähnelt. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat das Tier untersucht und bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Den Erkenntnissen der FVA zufolge ist es möglich, dass es sich um das Tier handelt, das am 21. Juni zuerst in der Gegend von Überlingen gesehen worden war (JAWINA berichtete). Danach war der Wolf auch in der Nähe von Stockach, bei Bad Dürrheim sowie zuletzt, vor knapp einer Woche, auch bei Breitnau im Hochschwarzwald gesichtet worden. Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Woher diese Verletzungen stammen und die genaue Todesursache werden noch untersucht. Da die Untersuchungen aufwändig sind, werden die Ergebnisse voraussichtlich erst in etwa vierzehn Tagen vorliegen. PM

Beitragsbild: Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Baden-Württemberg: Überlinger Wolf bei Stockach gesichtet

Der am vergangenen Mittwoch erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesene Wolf (JAWINA berichtete) ist auf seiner Wanderung wohl in der Nähe von Stockach angekommen. Das bestätigte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg.

Der Wolf war von einem Privatmann etwa 10 Kilometer nördlich von Stockach entdeckt und aus dem Auto heraus fotografiert worden. Anhand der Fotos waren Standort und Tier zu identifizieren. Es handelt sich um einen Rüden und sehr wahrscheinlich um dasselbe Tier, das bei Überlingen fotografiert wurde.

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Baden-Württemberg: Wolf bei Überlingen

Vor drei Tagen wurde in der Gegend von Überlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nordöstlich von Überlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des – vermutlich noch jungen – Wolfs ist nicht bekannt.

Beitragsbild: Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

Baden-Württemberg: „Gesellschaft auf leistungsfähige Jägerschaft angewiesen“

„Das Einwandern von weiteren Wildtierarten nach Baden-Württemberg und der Klimawandel stellen uns vor Aufgaben, die wir gemeinsam lösen müssen“, erklärte Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf dem Landesjägertag Baden-Württemberg, der am 29.4. in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) stattfand. „Die derzeitigen Entwicklungen belegen, dass unsere Gesellschaft und mit ihr unsere heimische Landwirtschaft auf eine leistungsfähige Jägerschaft angewiesen ist. Das Einwandern von weiteren Wildtierarten nach Baden-Württemberg und die Folgen des Klimawandels stellen uns vor Aufgaben, die wir gemeinsam lösen müssen. Ohne engagierte Jäger, die ihr Handwerk verstehen und mit Passion ausüben, geht es nicht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Problematisch sei, dass viele Menschen, vor allem in den großen Städten, ein verklärt-romantisches oder gar kritisches Verhältnis zur Jagdausübung hätten. Die gesellschaftliche Schere zwischen Ansichten und Emotionen einerseits und Tatsachen und guten Argumenten andererseits sei auf kaum einem anderen Gebiet so weit geöffnet, wie bei der Jagd. Das Land mache sich für eine öffentliche Diskussion stark, die sich an Fakten orientiere.

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Baden-Württemberg: Verbandsklagerecht für Peta abgelehnt

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage von Peta Deutschland auf Verbandsklagerecht abgewiesen. Baden-Württemberg hatte 2016 drei Tierschutzorganisationen das Verbandsklagerecht eingeräumt. Peta hatte dieses ebenfalls beantragt, was vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz jedoch abgelehnt wurde. In einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Stuttgart heißt es dazu:

Der Kläger beantragte am 30.11.2015 nach § 5 des Gesetzes über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen (TierSchMVG) vom 12.05.2015 die Anerkennung als mitwirkungs- und verbandsklageberechtigte Tierschutzorganisation. Mit Bescheid vom 19.12.2016 lehnte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz diesen Antrag ab. Die Ablehnung des Antrags begründete es im Wesentlichen damit, dass von der für eine Anerkennung erforderlichen landesweiten Tätigkeit des Kläger mit nur neun stimmberechtigten Mitgliedern nicht auszugehen sei und dass Zweifel an einer sachgerechten Aufgabenerfüllung des Klägers bestünden, nachdem im Zusammenhang mit Tierschutzaktionen von PETA-Mitarbeitern der Verdacht strafbarer Begleithandlungen bestünde, von denen sich in zumindest einem Fall die Vereinsleitung nicht klar und eindeutig distanziert habe. Überdies stelle die Satzung des Klägers schwer erfüllbare und unbestimmte Voraussetzungen an den Erwerb der Mitgliedschaft als stimmberechtigtes Mitglied, was dem Gesetzeszweck des grundsätzlich freien Zutritts als stimmberechtigtes Mitglied für Jedermann zuwider laufe.

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Österreich: Vorarlberg für intensivere Kormoran-Bejagung in Baden-Württemberg

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg befürworten Biologen den Vorstoß des baden-württembergischen Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), den Kormoran auch in Naturschutzgebieten und EU-Schutzgebieten intensiver zu bejagen JAWINA berichtete). Das berichtet der ORF. Die massive Population des Kormorans am Bodensee und anderen Gewässern bedrohe die Fischebestände, heißt es beim ORF. Vorarlberg grenzt an das südliche Ufer des Bodensees an. Der Fischerei-Biologe Nikolaus Schotzko sagte gegenüber dem ORF, das heimische – also österreichische – Konzept werde von deutschen Kollegen als beispielhaft angesehen. In Vorarlberg werde darauf geachtet, dass sich maximal 30 bis 60 Kormoranpaare im Land ansiedeln und es nicht als 350 Kormorane im Einzugsgebiet gebe. Deshalb werden 100 bis 200 Abschüsse jährlich genehmigt.

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Baden-Württemberg: Biber ins Jagdrecht?

Nachdem der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) im SWR vor einem Überhandnehmen des Biberstands im Ländle und den dadurch verursachten gravierenden Schäden gewarnt sowie mittelfristig Managementmaßnahmen bzw. eine Bejagung angedacht hatte, schlägt der LJV Baden-Württemberg eine „ergebnisoffene Prüfung“ vor: In einer Pressemitteilung des LJV heißt es dazu: „Die regelmäßige und wissensbasierte Prüfung der Aufnahme neuer wildlebender Tierarten unter den zusätzlichen Schutz des Jagd und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) sei zentraler Ansatz des neuen Gesetzes, so Landesjägermeister Jörg Friedmann heute in Stuttgart. Wenn der erstmals für 2018 vorzulegende landesweite Wildtierbericht zum Ergebnis komme, dass ein stark gestiegener Biberbestand zu enormen Schäden in Landwirtschaft und Wasserbau führe, müsse die Aufnahme des Bibers ins Jagdrecht ergebnisoffen geprüft werden. Mit dem Schutzmanagement des Gesetzes existiert auch ein Instrumentarium, mit dem sich naturschutz- und jagdrechtliche Belange gut vereinbaren lassen.“ PM LJV BaWü/SE

Beitragsbild: Von Bibern geschädigte Bäume im Spreewald. Foto: SE

LJV Baden-Württemberg: Änderungen am Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes reichen nicht

Als einen nur kleinen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. (LJV) die heute ins Parlament eingebrachte Änderung des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG). Es besteht noch erheblicher Bedarf zur Anpassung für die Praxis. Nachdem die zunächst geheime Nebenabrede zum Koalitionsvertrag bekannt wurde, in der auf eine umfassende Novelle des Jagdgesetzes verzichtet wird, wurde dem Verband bewusst: Mit einer dringend notwendigen, umfassenden Änderung des Gesetzes ist in dieser Legislaturperiode nicht zu rechnen. „An seiner Forderung nach weitgehenden Reformen zahlreicher nicht praxisgerechter Regelungen im JWMG hält der Landesjagdverband unverändert fest“, so Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann heute in Stuttgart. „Dringende Änderungen sind noch bei Wildschadensersatz, jagdbaren Arten und Jagdzeiten notwendig.“

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Baden-Württemberg: Jagdzeit für Schwarzwild ab März

Rasanter Anstieg bei Verwendung von Schalldämpfern im Ländle

Die baden-württembergische Landesregierung will zwecks Vermeidung von Wildschäden und zur Eindämmung der wachsenden Wildschweinpopulation die Bejagung von Schwarzwild schon ab März ermöglichen. Das Landesjagdgesetz solle entsprechend geändert werden. Das geht aus der Antwort des Ministers für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU) auf eine schriftliche Anfrage von SPD-Abgeordneten hervor. Darin heißt es, eine „Gesetzesänderung zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten unbürokratischen Möglichkeit, im März das Schwarzwild auch bei günstigen Schneelagen im Wald zu bejagen, ist in Vorbereitung.“ Durch die Änderung dieser jagdrechtlichen Bestimmung solle die Schwarzwildbejagung in Bereichen ermöglicht werden, „die durch geeignete Schneelagen bedingt günstige Bejagungsmöglichkeit aufweisen.“

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Baden-Württemberg: Erster Wolf seit 150 Jahren gesichtet

Nach 150 Jahren ist der Wolf nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. In den vergangenen Tagen wurde der Wolf wiederholt auf der Baar, einer Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alp gesichtet. Experten vom Wolfsmonitoring hätten das Tier auf Fotos von Wildkameras zweifelsfrei identifiziert, wie Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mitteilte. Hauk begrüßte die Rückkehr des Wolfs: „Ich freue mich darüber, dass der Wolf bei uns wieder heimisch wird. Die Rückkehr eines Großraubtieres stößt bei Nutztierhaltern naturgemäß auch auf Skepsis. Wir haben daher die Anliegen der Tierhalter im Blick und fördern Herdenschutz-Projekte mit dem Ziel, eine Koexistenz von Wolf und Nutztieren zu ermöglichen“, ließ sich Hauk in einer Pressemitteilung zitieren.

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Baden-Württemberg: Grüner Landwirtschaftsminister stolpert über Affäre

„Alexander Bonde, der grüne Landwirtschaftsminister in Baden-Württemberg, hatte lange Zeit ein Problem mit den Jägern. […] Das war aber nicht so schlimm, weil Jäger eine Minderheit sind und im Mehrheitsvolk mittlerweile ohnehin unbeliebt. Seit Donnerstag hat er ein größeres Problem, nämlich mit den Frauen, und die stellen ja die Hälfte der Bevölkerung“, schreibt die FAZ. Medienberichten zufolge soll der 41 Jahre alte Minister eine Affäre mit der 26jährigen grünen Wahlkreiskandidatin Kerstin Lamparter gehabt haben, mit der er „nicht nur das grüne Wahlprogramm studiert“ habe. Lamparter hatte eine „etwas weniger als drei Jahre“ währende Beziehung mit Bonde öffentlich gemacht und ihre Parteiämter niedergelegt, weil sie Bonde „nicht mehr begegnen“ wolle. Bonde ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Interview mit Wolfgang Grupp – Bekenntnisse eines Protestwählers

Zunächst ein paar Sätze zur Vorgeschichte dieses Interviews: Am 15. März ging folgende E-Mail von JAWINA-Leser Jörn S. in der Redaktion ein:

„Moin Herr Elison,
gestern abend sah ich bei „hart aber fair“ – es ging um die Landtagswahlen am Sonntag – u. a. einen kurzen Bericht über den „Konservativen“ Wolfgang Grupp, der nun erstmalig grün wählte. Die Grünen könne er nicht wählen, aber Kretschmann sei ein guter Landesvater gewesen. Deshalb habe er Kretschmann und nicht die Grünen gewählt. Entschuldigung, aber soviel „Bullshit“ habe ich schon lange nicht mehr von einem Promi, Wirtschaftspromi und zudem auch noch Jäger, gehört. Genau diese Leute brauchen wir in der Jägerschaft nicht. Vielleicht können Sie das thematisch und vor allem kritisch aufgreifen. Es würde mich freuen.
Schöne Grüße
Jörn S.“

Hallo Herr S.,

vielen Dank für Ihre Mail und die Anregung zum „Fall Grupp“. Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht, ob man dessen Wahl-Entscheidung nicht einfach akzeptieren muss. Andererseits: Der Erfolg der Grünen in BaWü ist sicherlich zum großen Teil der Person Kretschmann geschuldet – aber hinter dem steht die grüne Partei mit einer für uns Jäger durchweg unerfreulichen Programmatik. Das sollte man nicht ausblenden, da haben Sie Recht. Ich werde mal versuchen, den Hrn. Grupp anzumailen und mit Ihrer (selbstverständlich anonymisierten) Aussage zu konfrontieren. Mal sehen, ob (und wenn ja, was) er dazu sagt. Was halten Sie davon?

Beste Grüße

SE

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Auch Baden-Württemberg gibt Schalldämpfer für Jäger frei

Nach Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hat auch das Innenministerium in Baden-Württemberg Schalldämpfer für Jäger freigegeben – Der Landesjagdverband begrüßt dies.

Der Schussknall eines Jagdgewehr ist um ein Vielfaches lauter als ein startendes Düsenflugzeug: Bei 120 Dezibel liegt die Schmerzgrenze, ein Gewehrschuss liegt bei über 140 dB. Ein Knall reicht aus, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Kapselgehörschützer können das Risiko zwar reduzieren, aber nicht jeder hat immer und überall diese Hilfen auf den Ohren. Daher begrüßt der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) ausdrücklich den erleichterten Erwerb von Schalldämpfern bei der Jagdausübung durch das Innenministerium.

Jägerinnen und Jäger können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre bei ihrer Waffenbehörde beantragen. Diese Geräte werden auf die Mündung von Jagdgewehren aufgeschraubt. „Aber keine Angst“, beruhigt der LJV: Lautlose Schüsse gibt es nur bei James Bond. Der Schalldämpfer auf dem Jagdgewehr reduziert zwar den Mündungsknall, „zaubert“ ihn aber nicht weg. Dadurch wird die Lärmemission beim Schuss reduziert, die Verletzungsgefahr für Menschen und Hundeohren deutlich gesenkt.

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Schreckliches Unglück: Vater erschießt versehentlich seine Tochter

Im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg hat ein 52 Jahre alter Mann am Neujahrstag versehentlich seine 16jährige Tochter erschossen. Der Jäger hantierte in der Wohnung mit der legal besessenen Schrotflinte, als sich mindestens ein Schuss löste und das Mädchen traf. Sie war sofort tot, Wiederbelebungsversuche des herbeigerufenen Notarzts blieben erfolglos. Die Familie des getöteten Mädchens steht unter Schock und wird von einem Notfallseelsorger betreut. Eine polizeiliche Vernehmung war noch nicht möglich. Hinweise auf einen Konflikt gibt es der Polizei zufolge aber nicht. Der Vater besaß mehrere Jagdwaffen die ordnungsgemäß in einem Waffenschrank aufbewahrt wurden. SE

Beitragsbild: Mündung einer Bockdoppelflinte (Symbolbild)

Baden-Württemberg: Sorge um das Auerwild im Schwarzwald

Noch gibt es sie, die großen, schwarz glänzenden Hähne mit den markanten roten „Augenbrauen“, die an Balzplätzen im Schwarzwald ab März um ihre bräunlich gefiederten Hennen werben. Aber es werden weniger: nur noch knapp 250 Auerhähne und ähnlich viele Hennen tummeln sich im Schwarzwald, davon gehen Experten nach der diesjährigen Frühjahrszählung aus. „Auch wenn die exakte Zahl der scheuen Vögel zwar nie ganz genau erfasst werden könne, sei durch die einheitliche Methodik der Trend der Bestandsentwicklung seit dem Beginn der Erhebungen im Frühjahr 1971 recht gut ablesbar“, erläutert Klaus Lachenmaier, Wildtierexperte beim Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) : „Wir sorgen uns um die weitere Entwicklung des Auerwilds im Schwarzwald, da der leichte Anstieg der Population bis zum Jahr 2012 sich leider in einen Abwärtstrend verwandelt hat. 243 Hähne sind dieses Frühjahr von Jägern und Förstern an den Balzplätzen beobachtet worden.“

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Baden-Württemberg: Nachsuchengespanne des KJV Tübingen schließen sich zusammen

Die bestätigten Nachsuchengespanne der Kreisjägervereinigung Tübingen im Landesjagdverband Baden-Württemberg haben sich zur Schweißhundestation Schönbuch zusammengeschlossen. Die Tübinger Nachsuchenführer greifen dabei auf einen traditionsreichen Namen zurück: Die Schweißhundestation Schönbuch war 1987 von engagierten forstlichen Schweißhundeführern ins Leben gerufen, lange bevor es bestätigte Nachsuchegespanne gab. Zwischenzeitlich hatte die Nachsuchenstation den Betrieb eingestellt, nach 28 Jahren wurden der Name und die Idee jetzt reaktiviert.

„Der gemeinsame Auftritt bündelt die Erfahrung jahrzehntelanger Nachsuchearbeit zu einer professionellen Kompetenz im Team“, heißt es in der Pressemitteilung zur Neugründung der Schweißhundestation Schönbuch: Das neue Landesjagdgesetz (JWMG) erlaubt revierübergreifende Nachsuchen auch ohne vorherige Abstimmung mit Reviernachbarn. In diesem Spannungsfeld seien die bestätigten Nachsuchegespanne der Garant für absolutes Vertrauen und Stillschweigen. Auf der Internetseite des KJV Tübingen (www.kjv-tuebingen.de) erfahren Sie in Kürze mehr. PM Schweißhundestation Schönbuch/SE

Beitragsbild: Naenleistung & Finderwille: Das Team der Schweißhundestation Schönbuch, Copyright: Schweißhundestation Schönbuch.

Baden-Württemberg: DVO zum LJG veröffentlicht

Der LJV Baden-Württemberg informiert auf seiner Internetseite, dass die Duchführungsverordnung (DVO) zum sog. „Jagd-und Wildtiermanagementgesetz“ am 2. April von Minister Bonde unterzeichnet und nun den Verbänden zur Verfügung gestellt wurde. Die DVO tritt einen Tag nach Verkündigung im Gesetzblatt in Kraft. Die Veröffentlichung ist für Ende der Woche vorgesehen. Den Text der DVO und die Begründung steht auf der Internetseite des LJV BaWü zum Download bereit. Der LJV stellt fest, „dass die Hauptkritikpunkte, gegen die die Jägerinnen und Jäger am 4. 3. 2015 vor dem Landtag in Stuttgart demonstriert haben, in der DVO alle nachgebessert wurden.“

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Betr. Unfallwild: „Einen vom Nabu rausscheuchen!“

Das neue Landesjagdgesetz in Baden-Württemberg drangsaliert die Jäger unter anderem mit einer Jagdruhe von Anfang März bis Ende April, in der die Weidleute „in keiner Weise jagdlich tätig“ werden dürfen. Dann soll sich die Gemeinde doch in dieser Zeit auch um das Unfalsswild kümmern, findet Jäger Michael H. aus Mahlberg. Er hat seinem Ärger in einem Brief an Dietmar Benz, den Bürgermeister von Mahlberg, Luft gemacht:

Betr. Unfallwild

Hallo Herr Benz!

Seit dem ersten April, ist das neue Landesjagdgesetz in Kraft.

Das erste, was darin zum Tragen kommt, ist die zweimonatige Jagdruhe vom ersten März bis zum dreißigsten April. Der erste Monat liegt zurück im vergangenen Jagdjahr, aber es bleibt noch der April. Da wir in dieser Zeit in keiner Weise jagdlich tätig werden dürfen, möchte ich Sie freundlichst bitten, für die Versorgung von verunfalltem Wild zu sorgen. Ab dem ersten Mai kann das dann alles wieder neu geregelt werden.

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DJV: „Rote Linien in der Jagdpolitik sind überschritten“

DJV-Präsidium ruft zu Geschlossenheit auf / Kundgebungen in Stuttgart und Düsseldorf geplant

Auf seiner gestrigen Sitzung hat das Präsidium des Deutschen Jagdverbands (DJV) einstimmig beschlossen, die geplanten Jäger-Kundgebungen in Stuttgart und Düsseldorf zu unterstützen. „Alle Jäger in Deutschland sind jetzt aufgerufen, Geschlossenheit und Solidarität zu zeigen. Rote Linien sind überschritten, zeigen wir der Verbotspolitik gegen den ländlichen Raum die Rote Karte“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Landwirte, Waldbesitzer, Angler, Imker, Berufsjäger, Sportschützen und viele mehr sind ebenfalls von tiefgreifenden Reglementierungen betroffen. Es ist Zeit für ein klares Signal, demonstrieren wir gemeinsam.“ Der DJV unterstützt alle Kreisjägerschaften tatkräftig, die an den Protesten teilnehmen.

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LJV Baden-Württemberg besorgt um Winterfütterung

„Füttern verboten?“, fragt der LJV Baden-Württemberg in einer aktuellen Pressemitteilung: „Futterhäuschen und Meisenknödel für unsere Vögel stellt niemand in Frage. Doch was ist mit Nahrung für Reh, Hirsch und Gams? Wird Füttern und Tierschutz im Winter mit zweierlei Maß gemessen?“ Draußen sei es eiskalt, heißt es weiter: „Schnee bedeckt Felder und Wälder. Eine harte Zeit für alle Tiere, die sich ihr Futter selber suchen müssen. In Parks tummeln sich Enten und stürzen auf jedes Stückchen Brot, das von lachenden Kindern ins Wasser geworfen wird. Eltern, die ihren Sprösslingen die Natur etwas näher bringen wollen, stellen ein Futterhäuschen im Garten auf, füllen es mit Sonnenblumenkernen und drapieren Meisenknödel in die Obstbäume.

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Baden-Württemberg: Jäger fühlen sich über den Tisch gezogen

Das Ringen um das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz ist noch nicht vorbei. Aktuell geht es um die Durchführungsverordnung. Sie regelt die praktische Umsetzung. Gestern wurde der Entwurf veröffentlicht – und der birgt Zündstoff. Der LJV Baden-Württemberg übt in einer aktuellen Pressemitteilung massive Kritik: „Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) ist seit letztem November verabschiedet, die dazugehörige Durchführungsverordnung (DVO) regelt bestimmte Punkte im Detail. Und genau diese Details haben es in sich. Einige Institutionen und Organisationen versuchen offensichtlich nicht zu ihrer Zufriedenheit ausgefallene Gesetzespassagen in der DVO und damit am Landtag vorbei auszuhebeln.

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Weidmanns Wut

Im Deutschlandfunk gibt es einen erfreulich ausgewogenen Beitrag von Oliver Ramme mit dem Titel „Waidmanns Wut über neue Jagdgesetze“ zu lesen oder auf Wunsch auch zu hören. Zu Wort kommen Politiker, (Berufs-)Jäger sowie Vertreter von Jagd- und Naturschutzverbänden. Empfehlenswert!

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Baden-Württemberg: Heute Anhörung zum „Jagd-und Wildtiermonitoringgesetz“

Heute findet von 10 bis 13 Uhr eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Baden-Württembergischen Landtag zum überarbeiteten Entwurf des Jagd-und Wildtiermonitoringgesetzes statt. Bei der Anhörung haben am Gesetzgebungsverfahren beteiligte Verbände und Experten die Möglichkeit, Ihre Positionen zum Gesetzesentwurf darzustellen. Für den Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. wird dies Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann übernehmen, den Schlusspunkt bildet der Wildbiologe Dr. Hofmann, Geschäftsführender Direktor der Game Conservancy Deutschland e.V. Die Veranstaltung wird live auf der Internetseite des Landtags übertragen. Die Tagesordnung können Sie hier herunterladen.

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LJV Baden-Württemberg erwägt Verfassungsbeschwerde

Der baden-Württembergische Landesjägermeister, Dr. Jörg Friedmann, erwägt eine Verfassungsbeschwerde gegen das geplante neue Landesjagdgesetz. Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, stützt Friedmann sich bei seinen Überlegungen auf das Rechtsgutachten des Jenaer Staatsrechtlers Prof. Dr. Michael Brenner. Sollte der Gesetzentwurf nicht in wesentlichen Punkten nachgebessert werden, sei eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe denkbar, wird Friedemann im Internetauftritt der SWR-Fernsehsendung „Landesschau aktuell“ wiedergegeben.

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Baden-Württemberg: Jagdgesetz zum Mitmachen

Nach Ansicht vieler Jäger bewegt sich der Entwurf zum neuen Landesjagdgesetz Baden-Württemberg ohnehin auf dem Niveau geistiger Laubsägearbeiten – da ist es nur folgerichtig, dass der grüne Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, die interessierte Öffentlichkeit einlädt, am neuen Landesjagdgesetz mitzubasteln.  „Die Jagd betrifft und bewegt viele gesellschaftliche Gruppen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums dazu: Das aktuell geltende Jagdrecht sei allerdings nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Der vom Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf für ein neues Jagd- und Wildtiermanagementgesetz berücksichtige die deutlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Tierschutz- und Naturschutzrecht. Der Tierschutz stehe beispielsweise seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Auch aktuelle Erkenntnisse aus der Wildbiologie seien in den Entwurf eingeflossen und stellten das Gesetz auf eine wissenschaftliche Basis.“

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Ein klares Nein

Nutzerverbände lehnen Entwurf des neuen Jagdrechts in Baden-Württemberg ab

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben der Landesjagdverband, der Landesbauernverband in Baden-Württemberg, der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband, der Grundbesitzerverband, der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer und die Forstkammer den vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am 27. März 2014 offiziell vorgestellten Arbeitsentwurf des „Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes für Baden-Württemberg“ abgelehnt.

„Wir stehen einer Weiterentwicklung des Jagdrechts im Land grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber“, so die Vertreter der Verbände. „Wir haben deshalb unser Fachwissen konstruktiv im Beteiligungsverfahren eingebracht. Da wir uns aber im Entwurf nicht wiederfinden, lehnen wir ihn in der derzeitigen Form ab. Wir sind diejenigen, die das Gesetz in die Praxis umsetzen müssen. Für unsere Akzeptanz sind daher wesentliche und tiefgreifende Änderungen notwendig“, machen die Verbandsvertreter deutlich.

Die Verbände sind enttäuscht darüber, dass die Chance für praxisgerechte Regelungen ohne Not vertan wurde.

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BaWue: Jäger lehnen Diktat des Naturschutzes ab

Landesjagdverband Baden-Württemberg kritisiert Bevormundung.

Der jetzt öffentlich gewordene Entwurf zum neuen Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetz enthält viele Bestimmungen, die bei den Jägerinnen und Jägern auf scharfe Kritik stoßen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann betont, dass der Landesjagdverband im vorausgegangenen Beteiligungsverfahren konstruktiv mitgearbeitet und sinnvollen Regelungen zugestimmt habe. Doch was jetzt veröffentlicht worden ist, sei an vielen Stellen inakzeptabel: „Wir sind geprüfte und anerkannte Naturschützer. Dazu sind wir die Praktiker, die seit langer Zeit beispielhaft vorleben, wie Wild und Natur im Einklang nachhaltig und verantwortungsvoll genutzt werden können.“ Ein Gesetz für bloße „Öko-Waldjäger“ lehnt der Landesjagdverband ab: „Für eine der Jagd und dem Wild unwürdige bloße Schalenwildbekämpfung unter der bevormundenden Anordnung des Naturschutzes stehen wir nicht zur Verfügung.“

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