Schlagwort-Archive: Backhaus

Backhaus: „Weitere Überlegungen hinsichtlich des künftigen Umgangs mit dem Wolf erforderlich“

+++ Niedersachsen: Wolfsangriff am hellichten Tag +++ Mahnfeuer gegen Wölfe in Goldenstedt +++ MV: Bauernbund bekräftigt Forderung nach Obergrenze für Wölfe +++

Ein gerissenes Kalb hat der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, zum Anlass genommen, auf „offene Fragen“ beim Wolfsmanagement hinzuweisen. Bei dem Rissvorfall am 4. April 2017 war ein totes Kalb bei Ramin südöstlich der Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aufgefunden und dem Wolfsmanagement gemeldet worden. Das neugeborene , ca. 40 Kilogramm schwere Kalb ist nach den vorliegenden Erkenntnissen außerhalb der Weide verendet, der Weidezaun bestand aus einer Litze, unter der das Kalb offenbar im Vorfeld durchgeschlüpft war. Zum Kadaver gehörte eine etwa 15 Meter lange Schleifspur.

Am Hals des Tieres fanden sich nach Bewertung des Rissgutachters Krallen-ähnliche Spuren, es war jedoch nicht klar, ob diese postmortal entstanden sind. Darüber hinaus war das Tier insbesondere im Bauchraum befressen, unter anderem auch von Nachnutzern wie Fuchs und Kolkrabe. Das Tier wurde geborgen und durch den Halter und seinen betreuenden Tierarzt der Transport zum Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit (LALLF) und Fischerei zur Untersuchung der tatsächlichen Todesursache organisiert. Im LALLF wurde das Kalb pathologisch untersucht. Demnach waren Hämatome im Halsbereich festzustellen und es besteht auch der Verdacht einer Fruchtwasseraspiration, welche das Tier im Vorfeld des Übergriffs geschwächt haben könnte. Vorsorglich wurde eine Tupferprobe genommen, die bislang nicht ausgewertet wurde.

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Wolfstagung in Schwerin – Backhaus: „Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität!“

„Akzeptanz, fundiertes Wissen und klare Entscheidungen sind wichtige Pfeiler für ein erfolgreiches Wolfmanagement“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf der von ihm initiierten Wolfstagung im Schweriner Schloss vor rund 100 Teilnehmern. „Dafür benötigen wir neben aktuellen statistischen Angaben zum Wolfsvorkommen einen noch intensiveren und länderübergreifenden Austausch zum Umgang mit dem Heimkehrer.“ Auch dürfe man sich nicht davor scheuen, ergebnisoffen über Obergrenzen zu sprechen, so der Minister, denn der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität. In einem ersten Schritt forderte er den Bund dazu auf, klar zu definieren, ab wann ein „günstiger Erhaltungszustand“ dieser streng geschützten Art vorliegt.

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Backhaus rudert zurück – nun doch keine Prädatorenjagd in Schutzgebieten?

Nachdem es zunächst geheißen hatte, zum Zweck der ASP-Prophylaxe werde die Jagd auf Prädatoren (z.B. Marderhunde) in Großschutzgebieten freigegeben, rudert Minister Backhaus nun eiligst zurück: Sein Ministerium veröffentlichte eine „Klarstellung“, in der es heißt:

„Im Nachgang zu der Medienberichterstattung wird klargestellt, dass es keine Änderung der Jagdverordnung gegeben hat bzw. die Nationalparkjagdverordnung weiterhin gilt und somit dürfen Prädatoren weiterhin nicht ohne Ausnahmeerlaubnis erlegt werden. Das heißt konkret, dass beispielsweise weder Rabenvögel noch Waschbären regulär bejagt werden dürfen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Aus Seuchenschutzgründen Jagd auf Rabenvögel in Großschutzgebieten

Auf der Jahreshauptversammlung des LJV Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Linstow hat Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) angekündigt, dass wegen des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Jagd auf Nebelkrähen, Raben und Elstern in Großschutzgebieten freigegeben werden soll. Auch die Prädatorenbejagung, also der in den Schutzgebieten bislang verpönte Abschuss von Füchsen und Waschbären, soll Backhaus zufolge ermöglicht werden. Desweiteren forderte Backhaus die Jägerschaft auf, die Schwarzwildbejagung an der Grenze zu Polen zu intensivieren und Jagdreisen nach Litauen, Ostpolen und Weißrussland abzusagen, um die Verbreitung der ASP nicht zu begünstigen.

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Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

Zum Fall Jagszent ist alles gesagt, könnte man meinen: Die Jagd- und Lokalpresse hat das Thema durchgehechelt, in den einschlägigen Foren gibt es tausende von Wortmeldungen zum Thema, und sogar das Fernsehen war schon da. Ist damit alles gesagt? Wohl kaum: Niemanden scheint zu stören, dass der auf üble Weise öffentlich Angefeindete selbst bisher kaum zu Wort kam. Und wie die unappetitliche Hetzkampagne gegen Jagszent eingefädelt wurde, hat auch noch keiner enthüllt. Holen wir es nach.

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