Schlagwort-Archive: Artenschwund

Niedersachsen: Jäger fordern mehr Artenvielfalt in der Kulturlandschaft

Landesjägerschaft Niedersachsen sieht Politik in der Pflicht

Das Thema Artenvielfalt in der Agrarlandschaft war das Hauptthema der gestrigen Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) Die Landesjägerschaft fordert die niedersächsische Landesregierung auf, sich deutlich stärker für praxisnahe Programme für mehr Artenvielfalt in der modernen Agrarlandschaft einzusetzen. Die immer intensivere Nutzung der Agrarlandschaft, sei einer der Gründe für den Rückgang klassischer Feldbewohner wie Rebhuhn, Feldlerche oder Kiebitz. Die bisher von der Landesregierung angebotenen Agrarumweltprogramme seien häufig mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden und daher wenig praxistauglich.

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Nabu-Studie: Landwirtschaft ist schuld an Artenschwund

Die Artenvielfalt ist in Deutschland auf landwirtschaftlichen Flächen ernsthaft bedroht. Daran haben bislang weder die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ noch das „Greening“ im Zuge der EU-Agrarförderung etwas ändern können. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Nabu in Auftrag gegebene Studie „Naturschutz in der Agrarlandschaft am Scheideweg – Misserfolge, Erfolge, neue Wege“.  Die Studie analysiert die Verluste biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft am Beispiel von Pflanzen und Vögeln. Demzufolge haben sich beispielsweise die Bestände von 15 der 20 typischen Brutvögel in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen kontinuierlich reduziert, bei drei Arten hat sich der Bestand seit 1980 sogar mehr als halbiert. Mindestens genauso dramatisch stellt sich die Situation der Blütenpflanzen der Agrarlebensräume dar, einzelne Arten haben seit den 1950er Jahren mehr als 99 Prozent ihres Bestands eingebüßt.

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