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Arge Alp fordert Absenkung des Schutzstatus von Wölfen

Die Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) haben auf der 49. Regierungschefkonferenz der Arge, die  am 29.06. in Scuol (Schweiz, Kanton Graubünden) stattfand, eine dritte Resolution zum Thema Regulierung der Wolfspopulation im Alpenraum verabschiedet. In der Resolution stellt die Arge Alp fest, dass sich der „europäische Wolfsbestand […] rasant im Steigen“ befinde: Der Alpenraum zähle mittlerweile mehr als 100 Wolfsrudel, rund die Hälfte davon im italienischen Alpenanteil. Davon abgeleitet ergebe sich aus Muttertieren, weiteren Rudelmitgliedern und abwandernden Einzelwölfen eine Gesamtpopulation von rund 600 Individuen.“

Die Zunahme der Wolfspopulation führe in den Alpen zu Konflikten, die Bewirtschaftung von Berghöfen und Almen werde infrage gestellt. Dies könne auch durch Unterstützung von Herdenschutzmaßnahmen nicht gänzlich verhindert werden. Die Regierungschefs der Alpenländer fordern daher „zum Schutz der Berglandwirtschaft und für den Erhalt eines lebendigen ländlichen Raums“ die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen auf europäischer Ebene. Die Arge Alp weist außerdem darauf hin, „dass in Teilen des Alpengebiets für den Wolf ein günstiger Erhaltungszustand gegeben ist und fordert die EU-Ebene auf, den Schutzstatus des Wolfes für diese Gebiete durch folgende Maßnahme zu senken: die Übertragung des Wolfes aus dem Anhang 4 der Richtlinie 92/43/EWG (höchster Schutzstatus), in den Anhang 5.“

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Österreich: Ministerium empfiehlt wolfsfreie Alpen

Herabsetzung des Schutzstatus und ganzjährige Bejagung gefordert

Der vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) herausgegebene „Grüne Bericht 2016“ spricht sich für einen wolfsfreien Alpenraum aus. Die entsprechende Empfehlung „betreffend Wolf und Almweiden“ der §7-Kommission kam mit qualifizierter Mehrheit zustande, wie es im Grünen Bericht heißt. Die sogenannte §7-Kommission ist mit Vertretern der politischen Parteien und weiterer Institutionen wie der Landwirtschaftskammer, der Wirtschaftskammer, der Bundesarbeitskammer und des österreichischen Gewerkschaftsbundes besetzt. Sie hat u.a. die Aufgabe, an der „Schaffung von Programmen zur Entwicklung des ländlichen Raums“ mitzuwirken und „Empfehlungen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft“ zu erstatten.

In Empfehlung 3 heißt es, man wisse aus den Nachbarländern der Alpenregion, „dass Weidehaltung und Wolf nicht kombinierbar sind.“ In Deutschland, Frankreich, Kroatien, Slowenien, Schweiz und Italien gebe es viele Versuche, ein Miteinander von Wolf und Weidetieren zu gestalten, die alle gescheitert seien. Nicht einmal die Entschädigungsfrage habe in diesen Ländern zufriedenstellend gelöst werden können.

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