Südtiroler: Jäger kritisieren Falschbehauptungen von Wolfsforschern

+++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen 31 Schafe in der Woltersdorfer Heide +++ Finnland: Widerstand gegen EU-Waffenrechtsverschärfung +++ Niedersachsen: Umweltminister Wenzel (Grüne) hält an hohem Schutzstatus für Wölfe fest – keine Aufnahme ins Jagdrecht +++

Der Südtiroler Jagdverband kritisiert Behauptungen des zu 59 Prozent staatlich finanzierten Forschungszentrums EURAC zur Gefährlichkeit von Wölfen. In der von EURAC herausgegebenen Publikation „Der Wolf in Südtirol“ heißt es unter der Frage „Sind Wölfe aggressiv?„: „Nein, im Gegenteil: Wölfe sind scheue Tiere, die für den Menschen im Wesentlichen ungefährlich sind. In den letzten 150 Jahren konnte in Italien kein Angriff auf Menschen vermeldet werden.“ Dies sei nachweislich falsch, erklärt Benedikt Terzer, Jurist und Direktionsassistent des Südtiroler Jagdverbands gegenüber stol.it: Die Botschaft, dass es in Italien seit mehr als 150 Jahren keinen Wolfsangriff auf Menschen gegeben habe, kursiere zwar „leider auf allen möglichen Kanälen“, sei aber falsch: Allein im Jahr 2017 habe es in Italien (Piemont) zwei wissenschaftlich nachgewiesene Wolfsangriffe auf Menschen gegeben. Über einen dieser Angriffe habe die Online-Ausgabe der Zeitung „La Repubblica“ berichtet.

Dass Wölfe niemals Menschen attackierten, sei eine Wunschvorstellung, so Terzer weiter. er verwies auf zahlreiche gut dokumentierte Vorfälle in anderen Ländern. Man müsse nicht in Panik verfallen, resümiert Terzer, aber insbesondere diejenigen, die in Gegenden lebten, in denen Wölfe vorkommen, hätten das Recht darauf, alle Fakten zu erfahren. Sie würden die ersten sein, die mit dem Wolf in Kontakt kämen und es sei „in höchstem Grade verantwortungslos zu suggerieren, dass es nicht einmal eine potentielle Gefahr“ gebe. SE

Beitragsbild: EURAC-Dossier: „Der Wolf in Südtirol“ (Screenshot)

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