Südafrika: Löwen fressen mutmassliche Wilderer

Löwen haben auf dem Gelände eines Wildreservats in Südafrika mindestens drei mutmaßliche Wilderer gefressen. Wie das Sibuya Game Reserve in einer Presseerklärung auf Facebook mitteilt, ereignete sich der Vorfall in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli. Die Wilderer waren unter anderem mit einem großkalibrigen Gewehr mit Schalldämpfer, einer Axt, Drahtschneidern und Vorräten für mehrere Tage ausgerüstet. Dies seien die typischen Kennzeichen von Nashornwilderern, die ein Rhino töten und das Horn abschlagen wollen. Gegen 4.30 nachts habe einer der Anti-Wilderer-Hunde seinen Hundeführer geweckt. Es seien tumultartige Geräusche von den Löwen zu hören gewesen. Da der Hundeführer annahm, dass die nicht ungewöhnliche Unruhe bei den Löwen der Grund für den vermeintlichen Fehlalarm des Hundes gewesen sei, legte er dem Vorfall keine weitere Bedeutung bei. Am dritten Juli entdeckte jedoch einer der Guides menschliche Überreste und andere Dinge in unmittelbarer Nähe der Löwen und verständigte die Anti-Wilderer-Einheit.

Neben den bereits erwähnten Ausrüstungsgegenstände fanden die Ermittler Handschuhe, Wasservorräte und drei Paar Schuhe. Die Wilderer waren in dem extrem dichten Busch offenbar dem sechsköpfigen Löwenrudel in die Quere gekommen. Es müsse noch geklärt werden, so ein Polizeisprecher, von wie vielen Menschen die gefundenen Knochen stammten und wie viele Wilderer die Löwen gefressen hätten. red.

Beitragsbild. Pressemitteilung der Sibuya Game Reserve auf Facebook (Screenshot, Ausschnitt)

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