„Stichwort Obergrenze“

Das im Auftrag von WLV und VJE von Prof. Dr. Pfannenstiel erstellte Wolfsgutachten – jetzt zum Download auf JAWINA

Das von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel im Auftrag des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) und des Verbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE) erstellte Gutachten „Der Wolf (Canis lupus L. 1758) Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands“ steht nun zum Download auf JAWINA bereit. Die Lektüre dieses fundierten Gutachtens sei hiermit jedem Jäger und jedem Naturinteressierten nachdrücklich ans Herz gelegt.

Aus dem Gutachten (S. 5f.)

„Wenn der Wolf in absehbarer Zeit regulär bejagt werden wird, gebietet es die Rationalität, das in unserem Land langjährig erprobte und in der Mehrheit der Fälle gut funktionierende System zur Regelung der Bejagung zu nutzen und daneben kein weiteres außerhalb des Rechtskreises Jagd aufzubauen. Fachliche Unterstützung der Jagdbehörden bei der Überwachung des Populationszustandes und bei der Festsetzung von Abschussplänen für den Wolf könnten unabhängige Institutionen der Bundesländer bzw. ein Bundesinstitut zusätzlich geben.


Der Wolf kehrt in ein Land zurück, dessen ehemalige Naturräume sich seit seiner Ausrottung weiter in Richtung Kulturlandschaft gewandelt haben. Nicht in allen Landesteilen Deutsch-lands wird der Wolf ideale Habitate finden, was ihn jedoch wegen seiner Anpassungsfähig-keit nicht an der Ausbreitung hindern wird. In der Kulturlandschaft Deutschlands werden sich deshalb in absehbarer Zeit die bereits bestehenden Konflikte mit dem Wolf verschärfen und möglicherweise unbeherrschbar werden. Das betrifft einerseits Nutztiere, kann aberauch jederzeit den Menschen betreffen. Je dichter ein Bundesland besiedelt ist und je höher auch die Verkehrswegedichte ist, desto höher dürfte das Konfliktpotenzial werden.

Projiziert man Reproduktions- und Ausbreitungsgeschichte des Wolfs in Deutschland in die Zukunft, wird die Notwendigkeit deutlich, bereits heute über ein Szenario nachzudenken, wie künftige Konflikte vermieden werden können. Dabei muss und wird die Begrenzung der Wolfspopulation (Stichwort Obergrenze) mit jadglichen Mitteln notwendig sein. Wer davor die Augen verschließt, verweigert sich der Realität.“

Zum Download geht es hier.

JAWINA dankt dem Verfasser des Gutachtens, Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, für die freundliche Genehmigung, das Gutachten hier zum Download bereitzustellen.

Beitragsbild: Titelblatt des Gutachtens. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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