Schweiz: Kantone lehnen EU-Waffenrecht ab

Mehrere Schweizer Kantone lehnen die Umsetzung der jüngsten EU-Waffenrechts-Verschärfung ab. Am heutigen 5. Januar läuft die Vernehmlassungsfrist für einen Bundesbeschluss zur Übernahme der EU-Waffenrichtlinie 2017/853 aus. Hatten zunächst vor allem Schützen, Jäger und Reservisten lautstark gegen die Verschärfung protestiert, so äußern nun auch u.a. die Kantone Obwalden, Thurgau, Schwyz und Nidwalden vehemente Kritik: „Unverhältnismässiger Verwaltungs- und Kontrollaufwand ohne Gewinn von Sicherheit, weitere Einschränkung der Eigenständigkeit und Missachtung des Sonderfalls Schweiz, bürokratischer Leerlauf“, bemängeln die Kantone einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zufolge. Es zeige sich, dass der Widerstand größer sei, als erwartet, eine „neuerliche Konfrontation mit der EU“ scheine unausweichlich, so die NZZ.

Dem Bericht zufolge geht es den Kantonen nicht nur um grundsätzliche Bedenken, wie den Eingriff in Schweizer Traditionen, sie fürchten vor allem den Verwaltungsaufwand, der mehr Personal erfordere und damit höhere Kosten verursache, obwohl kein echter Zugewinn an Sicherheit zu erkennen sei. Setzt die Schweiz die EU-Feuerwaffenrichtlinie nicht um, könnte dies eine Kündigung des Schengen- und Dublin-Abkommens zur Folge haben.

Und da wir gerade dabei sind, Leseempfehlungen für NZZ-Artikel auszusprechen, hier gleich noch eine: Das politische Leben in Deutschland sei „wie gelähmt“, erklärt der Historiker Andreas Rödder im Interview mit der NZZ: Schuld daran sei der grüne Zeitgeist, der auch die grossen Parteien ergriffen habe und sie von der Lebenswirklichkeit der Bürger entfremde.

Beitragsbild: Jagdwaffen – mehr Reglementierung von Legalwaffenbesitzern bringt keinen Zugewinn an Sicherheit. Foto: SE

Ein Gedanke zu „Schweiz: Kantone lehnen EU-Waffenrecht ab

  1. Ralf K.

    Je öfter ich darüber nachdenke, desto sinnvoller wird es: es würde Sinn machen, wenn die Politik und die Regierungen die Logik walten ließen und die Ideologien außen vor ließen! Ob das Einwanderung, Zuwanderung, Waffenrecht, Wolfproblematik oder sonstwas ist.
    Problem hierbei kann sein, dass die Grünen hierbei ihre Ideologien schon soweit vorangetrieben haben, dass es eines gewissen Rückgrades bedarf, endlich mal Klartext zu sprechen.
    Das hat rein garnichts mit Naziideologie oder sonstwas zu tun! Sprecht endlich mal aus, was Sinn macht und was nicht! Eine Aktion bedingt eine Reaktion! Das sagt nicht nur Mac Gyver!

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