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Schweiz: Kanton Thurgau stimmt über Baujagd ab

Im Schweizer Kanton Thurgau ist auf Betreiben von Jagdgegnern und Tierschützern eine Initiative „Verbot der Baujagd mit Hunden“ zustande gekommen. Das berichtet FM1Today. Die erforderliche Anzahl von Unterschriften ist eingegangen, damit wird es zu einer Volksabstimmung über die Baujagd kommen. Dem Bericht zufolge will auch der Regierungsrat des Kantons die Baujagd verbieten, hat jedoch einen Kompromissvorschlag unterbreitet: Demnoch sollen „aus besonderen Gründen“ Ausnahmen vom Baujagdverbot bewilligt werden können. Und zwar zum Beispiel dann, wenn es „aus Sicherheits- oder Schadengründen notwendig sei, Fuchsbauten zu verfüllen, wie zum Beispiel bei Bauten in Bahndämmen oder unterhöhlten Gebäuden.“ Man will den Baujägern also einerseits – die ökologisch sinnvolle – Baujagd untersagen, sie als Dienstleister im Bedarfsfall aber weiterhin (und vermutlich unentgeltlich) die Drecksarbeit machen lassen. Ein Vorhaben mit Modellcharakter, möchte man meinen… SE

Beitragsbild: Terrier schlieft in Fuchsbau ein. Foto: SE

3 Gedanken zu „Schweiz: Kanton Thurgau stimmt über Baujagd ab

  1. Joachim Orbach

    Die Bau-oder Bodenjagd leistet einen erheblichen Beitrag zur Seuchenbekämfung sowie zum Erhalt des Niederwildes und der nichtjagdbaren Arten, was insbesondere selbsternannte Naturschützer, Tierschützer und auch Politiker verkennen oder verschweigen. Diese Jagdart -insbesondere die auf den Fuchs – ist eine tierschutzkonforme Jagdart genau wie alle anderen Jagdarten auch, bei denen BRAUCHBARE Hunde verwendet werden. Man kann diese Jagdart mit einer Treibjagd unter der Erde vergleichen, denn die überwiegende Mehrheit der Bau – oder Bodenjäger will Füchse sprengen und legt daher großen Wert auf entsprechend geeignete Hunde, die Oberforstmeister Rudolf Frieß einst als Flieger bezeichnete. Solche Hunde bevorzugte auch der einst sehr bekannte und erfolgreiche Bodenjäger Rolf Kröger („Der Jagdteckel“). Wer sich eine Meinung über diese Jagdart bilden möchte, der sollte sich zuvor eimal sachlich informieren und nicht mit unsachlichen Argumenten -wie z.B. in NRW die SPD u. Grüne – zu Felde ziehen und unsinnige Gesetze verabschieden. Aber was kann man schon von so manchen Politkern oder Parteien anderes erwarten? Die Jägerschaft ist aber allerdings auch aufgefordert verstärkt Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, denn wir brauchen Das Spielfeld – insbesondere auch im Internet- nicht anderen überlassen.

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  2. Beat Meyer

    Einmal ganz ehrlich, Herr Orbach: Weshalb können Sie nicht ruhig vor dem Bau warten, wie jeder Naturbeobachter oder Naturfotograf oder die Mehrheit der „normalen“ Jäger auch? Vor einigen Jahren, als ich noch Zeit für die Naturfotografie hatte, verbrachte ich auch 3 Stunden vor dem Bau, bis ich ein brauchbares Bild hatte. Distanz zum Bau ca. 30 Meter, mässige Lichtverhältnisse (einbrechende Dämmerung), Foto gelungen. Wäre auch kein Problem gewesen, einen Gewehrabzug zu betätigen, der Fuchs wäre einfach zu treffen gewesen. Weshalb können Sie mit Ihrer Knarre nicht auch 2, 3 Stunden vor einem Bau sitzen, bevor Sie abdrücken? Sind Jäger wie Sie heutzutage derart gestresst, dass sie nicht mehr die Zeit aufbringen, einen Abend vor einem Fuchsbau zu verbringen, bis sie zum Schuss kommen? Sie werfen Ihren Gegnern Unsachlichkeit vor. Bitte erklären Sie mir doch ganz sachlich, weshalb es heute auf der Jagd zugehen muss wie im Kaufhaus. Rein in den Supermarkt und eine halbe Stunde mit gefülltem Kofferraum ab nach Hause. Ist es das, was Sie heute unter Jagd verstehen? Kein Wunder, kommt die Jagd immer mehr unter Druck. Ihnen würde ich definitiv nicht empfehlen, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Bei Ihresgleichen mögen Sie ankommen, beim Grossteil der Leute garantiert nicht.

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    1. Joachim Orbach.

      Sehr geehrter Herr Meyer,
      die Bau – oder Bodenjagd ist eine sehr alte Jagdart und hat nichts damit zu tun, wie es in einem Kaufhaus ( „Rein in den Supermarkt und eine halbe Stunde mit gefülltem Kofferraum ab nach Hause“) zugeht. Hier wir doch ganz deutlich, dass Sie keine Ahnung haben. Auch finde ich es von Ihnen als sehr überheblich zu behaupten, was beim Grossteil der Leute garantiert nicht ankommt .Ich möchte das aber im Gegensatz zu Ihnen nicht behaupten und überlasse daher jedem Bürger seine eigene Meinungsbildung und die Möglichkeit, sich sachlich zu informieren.

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