Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

Wölfin soll zuvor mit Schrot beschossen worden sein

Am frühen Morgen des 05.07.2017 wurde auf der B156 zwischen Bluno und Sabrodt (Landkreis Bautzen) eine junge Wölfin (Jährlingsfähe) überfahren. Der Unfallort liegt im Territorium des Seenland Rudels. Ob es sich bei dem ca. einjährigen Tier um einen weiblichen Nachwuchs dieses Rudels handelt wird mittels der genetischen Untersuchung abgeklärt.

Der Kadaver der Wölfin wurde zur weiteren routinemäßigen Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin verbracht. Die dortige computertomographische und pathologische Untersuchung bestätigte, dass das Tier an einem massiven Trauma infolge des Verkehrsunfalls starb. Weiterhin sei festgestellt worden, dass die Wölfin einige Zeit zuvor mit Schrot beschossen worden sein soll und dies überlebt habe. Demnach seien mehrere Schrotkugeln im Tierkörper sichergestellt worden, welche bereits, sofern nicht in Knochen liegend, in das Bindegewebe eingekapselt waren.

Seit Jahresbeginn gab es im Freistaat Sachsen insgesamt sechs Totfunde von Wölfen. Dabei wurden vier Wölfe bei Verkeh  unfällen mit einem Auto getötet und ein Wolf mit starken Anzeichen von Räude starb eines natürlichen Todes. Eine weitere Wölfin wurde am Stadtrand von Bautzen von einem Zug überfahren. Für letzteren Fall liegt inzwischen das Ergebnis der genetischen Untersuchung vor: es handelte sich um eine erwachsene Tochter des Rosenthaler Rudels. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

3 Gedanken zu „Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

  1. G.G.

    Bei unserem Straßennetz in Deutschland under der Zunahme der Wolfspopulation dürften solche Fälle sicherlich in der Zukunft noch öfters geschehen. Stellt sich die Frage: Müssen wir immer ein so großes Aufsehen ( einschl. Untersuchungen ) daraus machen und unnütz Steuergelder verschwenden? In Niedersachsen soll der Krankenwagen für Wölfe ja angeblich schneller kommen als wie für die Menschen im ländlichen Raum.

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