Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

Ein Kölner Jäger, der im Oktober 2017 bei Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel) zwei Pferde erschossen hat, weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, ist vom Amtsgericht Daun wegen „grundloser Tötung eines Wirbeltiers, tateinheitlich mit Sachbeschädigung in zwei tatmehrheitlichen Fällen“ zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hergang der Tat warf Fragen auf, die vor Gericht nicht abschließend geklärt werden konnten. Wie der Volksfreund berichtet, hat der zur Tatzeit 57 Jahre alte Jäger aus 110 bis 120 Metern Entfernung auf die Pferde geschossen, die ein Stockmaß von 1,58 bzw. 1,65 Metern hatten. Beide Pferde wurden in der Herzgegend getroffen und waren sofort tot. Die Pferde können also nicht gelegen haben, wie die Besitzerin der Pferde dem Volksfreund zufolge vermutete. Die Sicht soll schlecht gewesen sein.

Der strafrechtlich nicht vorbelastete Verurteilte hat der Pferdebesitzerin eine Entschädigung bezahlt und sich entschuldigt. Obwohl er sich um Wiedergutmachung bemüht und das Gericht zu der Überzeugung kam, dass der Jäger das Geschehen aufrichtig bedaure, verhängte es eine Strafe, die bittere Konsequenzen für den Weidmann haben wird, wenn sie rechtskräftig wird: Bei einer Verurteilung von 60 Tagessätzen an gilt die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht mehr als gegeben, Jagdschein und WBK sind erstmal futsch. red.

Beitragsbild: Pferd (Symbolbild) Foto: SE

2 Gedanken zu „Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

  1. Edelmann

    Die bittere Konsequenz gab es für die Pferde. Muss man Mitleid haben, wenn sich jemand bei schlechter Sicht gleich 2x täuscht?
    Wünschenswert wäre, wenn Jäger das Revier kennen und wissen, welche Nutztiere wo gehalten werden. Bei so manchem Gastjäger oder Wochenendjäger habe ich da so meine Zweifel.

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  2. Grimbart

    Eigentlich bleiben Sauen auch nicht stehen, wenn ein Schuss fällt. Spätestens da hätte dem Schützen was dämmern sollen. Zwei Lebenskeiler auf einmal? Wie lautet noch mal der Satz? Was du nicht kennst , dass schieß nicht tot. Der Schütze muss für seinen Fehler zumindest teuer bezahlen und das nicht zu unrecht.

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