Rehe zu Tode gehetzt? Reviernachbar zeigt Münchner Forstverwaltung an

Bei einer von der Münchner Forstverwaltung Anfang November veranstalteten Drückjagd sollen in der Meute jagende Hunde wiederholt Rehe gegriffen und niedergezogen haben. Dies behauptet der tz zufolge ein Fürstenfeldbrucker Reviernachbar, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Der Jäger äußerte der Zeitung gegenüber auch seinen Unmut darüber, dass die im Forst eingesetzten Hunde mehrfach die Reviergrenze überjagt hätten. Er habe mit ansehen müssen, wie die Hunde in seinem Revier die Rehe rissen und haben diese dann erlösen müssen. Das 160 Hektar große Forstrevier bei Jesenwang sei für Drückjagden zu klein.

Der Pressesprecher der Städtischen Forstverwaltung München verteidigte sich gegenüber der tz auf aufschlussreiche Weise: „Bei uns gilt Wald vor Wild“, sagte Pressesprecher Bernd Plank, es gehe „um den Erhalt des Waldes.“ Daher müssten aus Zeitgründen neben der Ansitzjagd auch Drückjagden stattfinden. Die Hälfte der Rehe würde auf dem Ansitz erlegt, die Hälfte auf Drückjagden. Die zum Einsatz kommenden Hunde seien dafür ausgebildet. Die Abschussquoten müssten erfüllt werden, dies sei nur durch eine Kombination beider Jagdarten zu gewährleisten. red.

Beitragsbild: Erlegte Forstschädlinge. Foto: SE

Ein Gedanke zu „Rehe zu Tode gehetzt? Reviernachbar zeigt Münchner Forstverwaltung an

  1. Joachim

    Unterstellt, die Dinge sind, wie in der tz beschrieben, wofür spricht, dass der Herr Forstverwaltung nicht widerspricht sondern lediglich begründet, dann wäre es doch an der Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen.

    Wir reden nicht über Jagd, sondern wir reden über die massive Reduktion wild lebender Tiere bis an die Grenze der Ausrottung. Als Legitimation wird ein „höheres Gut“ ausgemacht, in diesem Fall der Wald.
    Also hören wir auf romantisch rumzulabern, ehrlich sein, Jagd einstellen und effektivere Methoden zur Zielerreichung einsetzen, dann ist das Thema binnen Jahresfrist erledigt.

    Nur bitte das, was sich in unseren Wäldern abspielt, nicht mehr Jagd nennen.

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