NRW: Jagdschutz mit der Kamera

Der LJV NRW ruft alle Jäger auf, Schäden in der heimischen Fauna durch wildernde Hunde und Katzen mit der Kamera zu dokumentieren. Hintergrund: Regelmäßig erreichen den LJV Fotos von wildernden Hunden und Katzen, beziehungsweise von den Resten ihrer Opfer. Gerissene Rehe, ausgeräuberte Gelege und verlorene Trachten seien offenbar traurige Alltagsbilder geworden, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands heißt. Auch diese Faktoren seien Teil der augenblicklichen Niederwildmisere.

Trotzdem leugnen ideologisierte Tierschützer das Problem wildernder und verwilderter Haustiere und verschließen sich sachlichen Argumenten, beklagt der LJV. Jüngste Beispiele dafür seien die Verweigerungshaltung des Deutschen Tierschutzbundes gegenüber den Gesprächsangeboten des DJV über Lösungsansätze angesichts der rund 2 Millionen verwilderter Katzen in Deutschland sowie die Katzensuchaktion eines Tierschutzvereins im Münsterland, die mehr an eine Hexenjagd erinnere. Oft genug würden dabei uralte Archivbilder geschossener Hunde oder Katzen gezeigt, um die Diskussion zu emotionalisieren.

Angesichts dieser Verblendung ruft der Landesjagdverband seine Mitglieder auf, jagdschutzrelevante Beobachtungen in den 7500 Revieren Nordrhein-Westfalens per Foto zu dokumentieren. Gerissene Rehe, ausgeräumte Gelege, Risse und Rupfungen gehören fotografiert und kommuniziert. Doch ebenso belegt der tote Singvogel, den Nachbars Katze vor der Haustüre abgelegt hat, den Schaden durch Stubentiger in der heimischen Fauna. Auch das von Rabenkrähen ausgeräumte Gelege ist immer ein Foto wert. Ein Fotoapparat (es müsse ja kein teurer sein) gehöre daher immer in den Rucksack. Auch die Kameras von Smartphones liefern heute ausgezeichnete Bilder. Beispielbilder finden sich auf der Seite des LJV NRW.

So wirds gemacht:

  • Speichern Sie die Bilder für sich selbst gut abrufbar ab.
  • Melden Sie dem Landesjagdverband Ihr Bild und geben Sie dies, falls Sie wollen, für dessen Öffentlichkeitsarbeit zur Nutzung frei. (presse@ljv-nrw.de)
  • Falls selbsternannte Tierschützer im Internet oder den sozialen Netzwerken den Jagdschutz skandalisieren wollen oder gar eine Änderung der gesetzlichen Regelungen zum Jagdschutz fordern, sagt Ihr Bild mehr als tausend Worte.
  • Melden Sie dem LJV NRW entsprechende Diskussionen im Internet und den sozialen Netzwerken, damit auch andere Jäger ihre Bild- und Wortbeiträge in die Diskussionen einwerfen können. An dieser Stelle hilft viel auch wirklich viel! Bei 7 500 Jagdrevieren und 65 000 LJV-Mitgliedern sollte so eine ausreichende Beteiligung der Jägerschaft am öffentlichen Meinungsbildungsprozess sichergestellt sein.

PM LJV NRW

Beitragsbild: Von Hunden gerissenes Reh. Copyright: SE

 

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