Niedersachsen: Wolfsregulierung nach französischem Modell vorgeschlagen

Im Vorfeld des ab morgen (06.06.) in Bremen stattfindenden „Wolfsgipfels“ (Umweltministerkonferenz) hat sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) für eine Regulierung der Wolfspopulation nach französischem Vorbild ausgesprochen. Voraussetzung dafür sei, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation erreicht sei. „In Frankreich erfolgen eine Populationsgrößenabschätzung sowie eine Abschätzung der Wachstumsrate“, heißt es zur Erläuterung des französischen Modells in der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Abgeordneten Jörg Hillmer (CDU): „Der Erhaltungszustand wird als günstig angesehen. Auf dieser Basis werden Quotenberechnungen und die Freigabe von Abschüssen in „Hot Spots“ durchgeführt. Dieses Vorgehen wird von der EU-Kommission intensiv beobachtet. Bislang ist noch kein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet worden.“

Die niedersächsische CDU-Fraktion begrüßte den Vorschlag des Umweltministers, in Niedersachsen das französische Modell zur Bestandsregulierung des Wolfes einzuführen. Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer erklärte: „Wir begrüßen den Vorstoß von Umweltminister Lies ausdrücklich, in Niedersachsen das französischen Modell zur Bestandsregulierung der Wolfspopulation einzuführen. Diesen Worten müssen jetzt Taten folgen, um schnell den rechtlichen Rahmen für die Bejagung des Wolfes in Niedersachsen zu schaffen. Dabei hat der Minister uns an seiner Seite. Die CDU-Landtagsfraktion hat sich schon vor Wochen dafür ausgesprochen, den Wolf in Deutschland als nicht gefährdet einstufen zu lassen, da der günstige Erhaltungszustand mit 250 geschlechtsreifen Tieren bereits erreicht worden ist. Der Abschuss des Wolfes muss dort ermöglicht werden, wo er sonst nicht wirksam ferngehalten werden kann.“ red.

Beitragsbild: Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD). Foto: Henning Scheffen, Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

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