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Niedersachsen: Nabu-„Klarstellung“ zur Waschbär-Bejagung

Der Nabu Niedersachsen hat auf Nachfrage von JAWINA eine Klarstellung übermittelt, in der der Verband von der Forderung nach einer ganzjährigen Waschbärenbejagung (JAWINA berichtete) abrückt. Die Bejagung des Waschbären ohne Rücksicht auf den Schutz von Elterntieren während der Brut- und Setzzeit sei „definitiv keine Forderung des Nabu Niedersachsen“, erklärte der Pressesprecher der niedersächsischen Nabu-Fraktion, Ulrich Thüre, gegenüber JAWINA. Wie es zu der angeblichen Falschmeldung kam, die zuerst durch die Nachrichtenagentur dpa verbreitet wurde, konnte oder wollte Thüre nicht erläutern. „Ohne Medienschelte betreiben zu wollen“, schien er den Medien doch die Schuld daran zu geben, Nabu-Projektmitarbeiter „falsch verstanden“ zu haben. Die „Klarstellung“ des Nabu geben wir im folgenden im Wortlaut wieder:

„Wie in aktuellen Medienberichten zu lesen war, würde der NABU Niedersachsen den ganzjährigen Abschuss des Waschbären fordern. Diese Aussage ist auf diese Weise nicht getroffen worden und entspricht nicht der verbandlichen Meinung. Hier eine Klarstellung des NABU Niedersachsen:

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, erklärt: „Der NABU Niedersachsen fordert in keiner Weise den ganzjährigen Abschuss des Waschbären in Niedersachsen! Es gibt keine belastbare Datengrundlage, in wieweit der Waschbär Auswirkungen auf die Bestände von Amphibien auf Populationsebene hat. Nur über ein Monitoring, was einzurichten wäre, lassen sich dazu belastbare Daten ermitteln.“

4 Gedanken zu „Niedersachsen: Nabu-„Klarstellung“ zur Waschbär-Bejagung

  1. Anko

    Aha. Und was will NABU nun? WB-Bejagung Ja/ Nein/ ein wenig? Oder nur, wenn es für den NABU keine für das Spendenaufkommen schlechte Presse gibt?

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  2. MH

    Auch wenn es uns wie eine Ewigkeit vorgekommen sein mag: Der Wind dreht sich. So, wie unsere NGOs mit bester politscher Unterstützung zuletzt auf die Gäule eingedroschen haben, konnte es ja gar nicht ausbleiben, daß sie irgendwann von den eigenen Widersprüchlichkeiten eingeholt werden. Jetzt müssen Ausreden her, und das Geschwätz von gestern wird plötzlich wieder sehr interessant.

    Es wäre zu hoffen, daß die, die sich vor Ort jeden Tag um den Naturschutz verdient machen, bald gegen ihre Oberen aufbegehren.

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