Niedersachsen: Fünfter Wolf in 2018 bei Verkehrsunfall getötet

Im Dezember auf der A7 überfahrener Wolf stammt aus McPom

In Niedersachsen sind bereits fünf Wölfe in diesem Jahr durch Verkehrsunfälle getötet worden. Vier Wölfe starben auf der Straße, einer fiel einer Bahn zum Opfer. Gestern früh um 6.15 Uhr erwischte ein PKW bei Penzhorn im Heidekreis einen Wolf. Der Fahrer des Pkw blieb unverletzt, der Wolf war nach Angaben der Polizei Soltau wahrscheinlich sofort tot. Der Unfall ereignete sich auf der Straße zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen. Der hinzugerufene Wolfsberater bestätigte, dass es sich um einen Wolf handelt. Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) koordiniert den Transport des Kadavers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Das IZW untersucht den toten Wolf, stellt den Allgemeinzustand des Tieres fest, ermittelt die genaue Todesursache und schickt außerdem Gewebeproben zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Das Ergebnis der DNA-Analyse gestattet eventuell Aussagen zur Rudelzugehörigkeit.

Derzeit sind Jungwölfe aus den Vorjahreswürfen unterwegs, die sich auf der Suche nach einem eigenen Territorium und nach geeigneten Partnern von ihrem elterlichen Rudel lösen. Wie bei einem Wildtierunfall üblich, soll die Polizei gerufen werden, die dann wiederum den regionalen Wolfsberater informiert oder direkt das Wolfsbüro.

NLWKN: Toter Wolf stammt aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Identität des am 4. Dezember 2017 auf der Autobahn A7 in Richtung Hamburg auf dem Parkplatz der Raststätte Seevetal tot aufgefundenen Wolfs ist geklärt. Dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) liegen die Ergebnisse der Analyse der genetischen Proben vor. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen, das nationale Referenzlabor für genetische Analysen bei Wolf und Luchs, wies nach, dass der Rüde ursprünglich aus dem Rudel Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern stammt.

Der Kadaver wurde ebenfalls zur pathologischen Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin geschickt und dort untersucht. Das IZW teilt mit, dass das Tier vor seinem Tod in einem guten Gesundheitszustand war und wie vermutet auch an den Folgen des Verkehrsunfalls starb. PM NLWKN

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

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