Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

Wolf reißt Schaf in Gegenwart der Schäferin

In Freistatt (Landkreis Diepholz) hat ein Wolf am Mittwoch genau den Moment abgepasst, als die Schäferin die vier Herdenschutzhunde von der Schafherde wegführte, um sie in deren Schutzbereich zu bringen. Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. Als die Schäferin dies bemerkte, lief sie zurück. Es gelang ihr, den Wolf zu verscheuchen. Das Schaf überlebte den Angriff, zwar, musste aufgrund der erlittenen Verletzungen jedoch später eingeschläfert werden. Wie die Kreiszeitung berichtet, will der Naturschutz- und Landschaftspflegebetrieb von Bethel, auf dessen Flächen sich der Vorfall ereignete, nun „mit den Fachleuten des Wolfscenters in Hannover […] grundsätzlich überlegen, wie das Team […] künftig mit der Thematik Wolf umgehen könne.“ Alle Mitarbeiter seien noch weiter für das Thema Wolf sensibilisiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Kreiszeitung.  SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf. (Archivbild). Foto: SE

4 Gedanken zu „Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

  1. Grimbart

    Diesmal ging es noch gut. Wer gibt aber eine Garantie, dass der Wolf sich auch das nächste mal vertreiben lässt. Die Wölfe im Landkreis Diepholz sind jetzt schon so oft durch Übergriffe auf Nutztiere aufgefallen, dass es langsam Zeit wird zu handeln. Zwei Meter hohe Zäune wurden überwunden und Flatterband hatte auch nur begrenzte Wirkung.
    Wieder mal ein Beispiel wie Probleme mit Wölfen ausgesessen werden um ja nicht handeln zu müssen. In der Schweiz hätte er schon lange geschossen werden dürfen.

    Antworten
  2. Anko

    „Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. “

    Schade, dass sie nicht die Hunde in die Spur geschickt hat …

    Antworten
  3. Ralf

    Es geht an dieser Stelle um etwas Grundsätzliches!
    Egal, welche Koalition sich für die Bundesregierung demnächst ergibt: das Umweltressort bitte aus der Hand von Frau Umweltministerin Hendricks und Herrn Umweltstaatssekretär (Nabu-)Flasbarth in die Hände eines Menschen, der die gegenwärtigen und zukünftigen Probleme erkannt hat. Dammann-Tamke wäre so eine Persönlichkeit.
    Irgendwie muss die Politik wieder auf den Boden der Tatsachen kommen und für alle Bürger sein.
    Vielleicht war das Scheitern von Jamaika schon aus dieser Sicht sinnvoll.

    Man muss sich fragen und fragen lassen, ob gewisse Dinge Sinn machen-keine Frage.
    Über den Nabu brauchen wir an dieser Stelle nicht weiter reden. Ich hatte auf der Seite BUND gelesen, dass verwilderte Katzen eine Gafahr für die Natur (Singvögel und auch Säugetiere) darstellen und sogar eine Reduzierung von Katzen von denen gewollt ist. Wenn ich aber auf deren Seiten
    https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/zu-aktuellen-fragen-der-jagd/
    lese, dass in unserer Jagd-Kultur festverwurzelte Synonyme für Tierschutzgerechtigkeit wie „Waidgerechtigkeit“ und „Hege“ gestrichen werden sollen und dass Fütterungen einschließlich Kirrungen verboten werden sollen, dann zweifele ich an der Sinnhaftigkeit der Vorstellungen des BUND. Ich brauche mich nicht mit jemandem vom BUND zu unterhalten, der die Haltung vertritt, dass es nur noch Schalenwildarten (Reh-,Rot-,Schwarz-,Dam-,Sika- und Muffelwild) als jagdbare Arten geben soll.
    Allein die Werthaltigkeit des Aufwandes der Beschickung von Kirrungen mit wenig Mais wird vom BUND offensichtlich verkannt oder missachtet. Aber es scheint halt auch beim BUND keine Jäger zu geben, die um die Notwendigkeiten wissen. Das finde ich persönlich schade.

    Es würde generell Sinn machen, sich über Sinn und Unsinn von Forderungen Gedanken zu machen. Stichwort Tellereisen: verboten, weil sie unnötiges Leid hervorrufen. Sehe ich auch so. Dennoch bleibt die Fallenjagd (mit Totschlag- und Lebensfangfallen) für kleines Raubzeug weiter notwendig. Auch die Fuchsjagd bleibt notwendig, wenn man Niederwild haben möchte. Das hat eine eindrucksvolle Studie aus England bewiesen! Genauso ist es mit der Jagd von Krähen und Elstern.

    Wenn wir uns aus humanistischer Sicht Gedanken über die Jagd machen, dann kann sie sinnvoll fortgeführt werden.
    Mein Opa sagte einmal: „Quäle nie ein Tier zum Scherz- es fühlt genau wie du den Schmerz“. Ein weiser Satz, wie ich finde!
    Als Berater (oder vielleicht Umweltstaatssekretär) des Umweltminsters würde ich jemanden wie Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel empfehlen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.