Nach WWF-Klage: Wolfsjagd in Norwegen ausgesetzt

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Die Wolfsjagd in Norwegen ist zeitweise ausgesetzt worden, weil der WWF den norwegischen Staat vor einem Gerichtshof in Oslo verklagt hat. In dem Verfahren solle die Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd gerichtlich überprüft werden. Während des Verfahrens ruht die Jagd mit sofortiger Wirkung in den Provinzen Østfold, Oslo, Akershus and Hedmark, wie das Gericht am gestrigen Dienstag verkündete. Während der WWF den Jagdstopp als einen „wichtigen Schritt“ begrüßte, betonte das Gericht, dass es sich lediglich um eine temporäre Maßnahme handle. In der bereits angelaufenen Wolfsjagd-Saison waren bereits fünf Wölfe außerhalb der Wolfsschutzzonen erlegt worden. Das Gericht soll entscheiden, ob die norwegische Praxis der Wolfsjagd einen Bruch norwegischer und internationaler Gesetzgebung darstellt. Auch in Norwegen steht der Wolf unter strengem Schutz und ist in der Liste gefährdeter Arten aufgeführt. Die Wolfspopulation in Norwegen hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch nahezu verdoppelt.

Der norwegische Bauernverband (Norges Bondelag) und der Waldbesitzerverband (Skogeierforbundet) sowie der Jagd- und Fischereiverband (Norges Jeger- og Fiskerforbund) unterstützen den norwegischen Staat gegen den WWF. Der Bauernverband wies darauf hin, dass eine Einschränkung der Wolfsjagd nachteilige Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion haben würde, wie das Portal thelocal.no berichtet. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten und verlinkten Artikels auf thelocal.no. (Screenshot)

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