Mit Wildschwein verwechselt: Jäger erschießt Pony

Ein 48-jähriger Schweizer Gastjäger hat am vergangenen Montag bei Eggingen (Baden-Württemberg, Landkreis Waldshut) ein schwarzes Islandpferd mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Das berichtet der Südkurier. Die Besitzerin des Reiterhofs, auf deren Weide sich der Vorfall ereignete, wurde noch in der Nacht telefonisch informiert. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Jagd- und Tierschutzgesetz. Offenbar hatte der Jäger am späten Abend in der Dämmerung auf eine Entfernung von 200 Metern geschossen.

Der weite Schuss bei schlechten Sichtverhältnissen sorgt für heftige Kritik von seiten der Jägerschaft: Kreisjägermeister Manfred Rünzi aus Niederwihl sagte gegenüber dem Südkurier: „So etwas darf nicht passieren, es wäre angebracht, dass der Mann seinen Jagdschein abgibt!“ Eine derartige Fehlleistung  sei ihm noch nicht untergekommen: „Schon der Umstand, dass der Schweizer aus 200 Meter Entfernung auf das Tier geschossen hat, stößt bei ihm auf völliges Unverständnis: „Auf diese Distanz auf Wild zu schießen, würde ich mir nicht einmal bei Tag zutrauen!“, hieß es ihm Südkurier. SE

Das Beitragsbild zeigt ein zum Aufnahmezeitpunkt 38 Jahre altes, stets schlecht gelauntes Shetland-Pony, auf dem der Verfasser einst – häufiger vom Boden als vom Pferderücken aus – die Anfangsgründe der Reitkunst erlernte. Copyright SE

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