Kommentar: Ökodiktatorischer Wahnsinn

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, ursprünglich erschienen als Antwort auf diesen Beitrag in Jawina bzw. diesen in der FAZ.

Es ist verdienstvoll, den ökodiktatorischen Wahnsinn dieser Art von “Energiewende” mal in griffige Zahlen gefasst zu haben. Damit muss auch dem letzten Menschen, der nicht gerade stumpfen Sinnes ist, wie anscheinend viele unserer “Volksvertreter”, nun endlich klar werden, wie absurd und zerstörerisch diese Art von “Energiewende” ist. Zerstörerisch übrigens in doppeltem Sinne. Einmal wird dem privaten Stromverbraucher das Geld in unvorstellbarer Menge aus den Taschen gezogen, was den sozialen Frieden in unserem Lande sicher bald gefährden wird, und andererseits wird das Geld in die Taschen weniger gestopft. Als Betreiber eines Windrades kann man gar nichts dagegen tun, man wird im Verlauf von zwei Jahrzehnten automatisch zum Millionär. Und so ganz nebenbei wird die Biodiversität im ländlichen Raum, die ohnehin unter der intensivierten Landwirtschaft extrem leidet, weiter zerstört. Die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, wonach das Artensterben bis 2020 gestoppt werden soll, wird aufgehen – wenn auch nicht in der ursprünglich beabsichtigten Weise: Sondern einfach deshalb, weil bis dahin alles ausgestorben ist, was diesen Wahnsinn nicht verträgt.

Dabei gab es schon vor Jahren Gremien der Regierung, die vor dem Wahnsinn des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gewarnt haben. Ein Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik beim BM Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (damals Horst Seehofer) hat im November 2007 ein Gutachten veröffentlicht: “Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung- Empfehlungen an die Politik” Darin sagen die Wissenschaftler sinngemäß, die Erzeugung von Biokraftstoffen und Biogas auf Maisbasis weise relativ hohe CO2-Vermeidungskosten auf, man solle besser auf Gülle und/oder Hackschnitzel ausweichen! Biodiesel und Bioethanol sollten am besten in Deutschland nicht erzeugt werden. Die Gutachter üben deutliche „Kritik an der zu hohen Subventionierung von energetisch und klimapolitisch ineffizienten Bioenergielinien“!

Eine EXPERTENKOMMISSION FORSCHUNG UND INNOVATION hat im Februar 2014 ein Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands veröffentlicht. Im Gutachten gibt es ein Kapitel zum EEG aus innovationspolitischer Sicht.
Zitat daraus: “Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eines der zentralen Instrumente der Klima- und Energiepolitik in Deutschland. Im europäischen Emissionshandelssystem führt das EEG aber nicht zu mehr Klimaschutz, sondern macht ihn nur teurer. Da das Klimaschutzargument zur Legitimation des EEG ausscheidet, stellt sich die Frage, ob das EEG zumindest Innovationen stimuliert. Empirische Studien zur Innovationswirkung des EEG weisen aber keine messbaren Innovationswirkungen nach. Eine Fortführung des EEG ist nach Ansicht der Expertenkommission daher weder aus Klimaschutzgründen noch durch positive Innovationswirkungen zu rechtfertigen.”

Und die Reaktion der Politik? Aussitzen!

Unser Land wird, was Biodiversität angeht, also die Vielfalt an Arten, an Lebensräumen und an genetischer Diversität, systematisch ausgeplündert. Die grünen Ökodiktatoren, die uns das EEG eingebrockt haben, klopfen sich nach wie vor auf die Schultern und meinen, das Land gerettet zu haben. Und nach allem, was man bis heute weiß, kann diese Selbstbeweihräucherung nur wider besseres Wissen stattfinden. Dieser Gedanke allerdings, Entscheidungen wider gesicherte Erkenntnisse politisch zu fällen, scheint sich wie ein roter Faden durch grüne Politik zu ziehen. So hat auch “Minister” Remmel im Zusammenhang mit dem unsäglichen Jagdgesetzt in NRW argumentiert. Der Minister steht übrigens deshalb hier in Anführungszeichen, weil damit ja eigentlich Diener des Volkes und nicht Usurpatoren bezeichnet werden.

Motto der Politik: Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst! Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Beitragsbild: Nichts als Mais – Biodiversität auf Grüne Art, Copyright: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

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