Grüne agitieren gegen Trophäeneinfuhr aus Afrika

Einige Abgeordnete der Grünen-Bundestagsfraktion um die Abgeordnete Steffi Lemke haben ihre alljährliche Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, den Import von Jagdtrophäen aus Afrika betreffend. Die Antwort der Bundesregierung nutzen die Grünen, um in bekannter Manier gegen Jagd und Trophäenimport zu agitieren. Ob dies aus Unkenntnis oder Leugnung der Fakten infolge ideologischer Voreingenommenheit erfolgt, ist unerheblich. Bekanntlich ist die Situation des Großwilds in Ländern mit intensivem Jagdtourismus – bestes Beispiel ist Namibia, das Lieblings-Jagreiseland vieler deutscher Auslandsjäger – weitaus besser als in Ländern, in denen die Großwildjagd auf Druck der Tierschutzlobby verboten wurde, wie etwa in Kenia: Dort ist der Bestand vieler Wildarten seit dem Jagdverbot um zwei Drittel eingebrochen.

Unbeeindruckt von Sachkenntnis ereifert sich Lemke auf ihrer Internetseite: Es sei „völlig absurd, dass ganz legal jede Menge Jagdtrophäen von streng geschützten Tieren auch nach Deutschland importiert werden dürfen.“ Viele dieser Tiere seien durch Wilderei und den Verlust von Lebensräumen durch die Auswirkungen der Klimakrise ohnehin schon vom Aussterben gefährdet. Dass ausgerechnet diese bedrohten Arten mit ihren Hörnern, Häuten oder Ohren als Souvenirs herhalten müssen, mache fassungslos. Angesichts der dramatischen Situation beim Artenschwund sollten Deutschland und Europa diese Praxis bei Jagdtrophäen überdenken und stoppen, fordert Lemke. Hier müsse eine neue Bundesregierung dringend handeln.

Die Bundesregierung hält dem entgegen, dass in Deutschland „ein angemessen hoher Schutz für Jagdtrophäen der Tierarten garantiert [ist], die nach Cites-Abkommen „stark vom internationalen Handel bedroht“ sind. Im europäischen Recht sind diese Tierarten im Anhang A der EG-Verordnung 338/75 aufgeführt. Im Falles eines Antrags auf Einfuhr dieser Tierarten prüfe das Bundesamt für Naturschutz (BfN) unter anderem, ob die Cites-Ausfuhrgenehmigung des Ausfuhrlandes vorliege und das Jagdmanagement des Ursprungslandes eine positive Beurteilung abgegeben haben. Die Genehmigung erteile das Bfn auf der Grundlage der Empfehlungen der Wissenschaftlichen Prüfgruppe der Europäischen Union (SRG). Diese Kriterien garantierten bei Einzelfallentscheidungen, „dass die Einfuhr zu Zwecken erfolgt, die dem Überleben der betroffenen Art nicht abträglich ist“, heißt es weiter in der Antwort der Bundesrgierung.

Des weiteren schreibt die Bundesregierung, dass sie in geeigneten Gebieten den Fototourismus als Alternative zum Jagdtourismus fördere. So unterstütze sie derzeit das Selous Wildschutzgebiet in Tansania bei der Erstellung eines Managementplans, nach dem vormals jagdlich genutzte Gebiete nun für den Fototourismus genutzt werden sollen. Das Fördervolumen beträgt laut Bundesregierung 18 Millionen Euro. PM/SE

Beitragsbild: Antwort der Bundesregierung auf die Grünen-Anfrage (Ausschnitt, Screenshot).

2 Gedanken zu „Grüne agitieren gegen Trophäeneinfuhr aus Afrika

  1. Kr.-Itisch

    Grüne Agitation beruht ausschließlich auf „Leugnung der Fakten infolge ideologischer Voreingenommenheit“. Das war schon immer und überall so. Selbst wenn ein Grüner mal mit Fakten um die Ecke kommt, wird er sofort von der Basis mundtot gemacht.

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