Fallenjagd: Dem Waschbär den Krieg erklärt

„Mir reicht es jetzt“, erklärt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, „Wir haben keine Ente und keine Küken mehr auf den Kanälen. Diese Biester machen alles kaputt. Ich habe dem Waschbären den Krieg erklärt!“

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass insbesondere die anpassungsfähigen Prädatoren unter den Neubürgern in Wald und Flur – Waschbären, Mink und Marderhund – eine echte Bedrohung für die Artenvielfalt darstellen und den Bestand gefährdeter Arten wie Kiebitz, Birkwild oder Schwarzstorch lokal zum Erlöschen bringen können. Die effizienteste Methode für die Bejagung insbesondere von Waschbären ist die Fallenjagd. Prof. Pfannenstiel schwört auf die Conibear-Falle: „Wenn der Waschbär an den Auslöser kommt, sitzt er mitten in der Falle, ein Bügel vorne, ein Bügel hinten. Die Falle tötet blitzschnell und tierschutzgerecht, die gefangenen Waschbären sind zu 100 Prozent tot. Brantenfänge oder ähnliches sind noch nie vorgekommen.“

„100 % tot.“ In Conibear-Falle gefangener Waschbär. Foto: HDP

Falle entspannt und zusammengeklappt. Foto: HDP

Falle aufgeklappt , zum Spannen bereit; Zum Spannen muss eine Zange benutzt werden. Foto: HDP

Gespannte Falle. Foto: HDP

Auslösemechanismus. Foto: HDP

Zange zum Spannen der Falle. Foto: HDP

 

Fangkasten mit fängischer Falle; Fangkasten habe ich gestrichen und mit abnehmbarem Dach und mit Füßen versehen. Foto: HDP

Dach abnehmbar. Foto: HDP

Geschlossene Falle. Foto: HDP

Nach Öffnen der Klappe kann die gespannte Falle eingeschoben werden bzw. entnommen werden. Direkt hinter der Klappe wird auch Ködermaterial (Backpflaumen und Nutella) plaziert. In der Mitte ist der Auslöser zu erkennen. Foto: HDP

Durch diese Öffnung kriechen die meist vollkommen unbedarften Waschbären in die Falle. Ein Neugieriger kann wegen der Länge des Fangkastens nicht mit dem Arm in die Falle langen und sie dabei auslösen. Foto: HDP

Beitragsbild: In Conibear-Falle gefangener Waschbär. Text/Fotos: HDP

[Anm. der Red.: Im deutschen Wikipedia-Eintrag zur Conibear-Falle, heißt es: „In Deutschland sind Conibear-Fallen in der Regel verboten, da sie – anders als Eiabzugseisen – sowohl durch Zug am Köder als auch durch Druck auf den Köder ausgelöst werden. Dadurch kommt es leicht zu nicht sofort tödlichen Verletzungen – v.a. an den Pfoten.“ Dies ist unzutreffend, wenn die Falle in der hier beschriebenen Art eingesetzt wird, bei der Köder und Auslösemechanismus nicht miteinander verbunden sind. Die räumlichen Verhältnisse im Fallenkasten sorgen, wie beschrieben, dafür, dass der Waschbär bei der Auslösung „mitten in der Falle“ ist und schnell getötet wird. Außerdem kritisiert Wikipedia, dass die Fall „wahllos jedes Tier“ fange. Auch das ist unzutreffend, da durch die Beköderung – Backpflaumen und Nutella – nach Darstellung des Verfassers ein selektiver Fang gewährleistet wird.]

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