Erster ASP-Fall in Ungarn

Wie die Generaldirektion Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit der EU-Kommission (Directorate-General Health and Food Safety) bestätigte, ist am 19. April ein Wildschwein im Komitat Heves im Südosten Ungarn tot aufgefunden worden. Das Tier war an Afrikanischer Schweinepest (ASP) erkrankt. Es ist der erste ASP-Fall in Ungarn. Von dem verendeten Wildschwein sei eine Probe genommen und  ins nationale Referenzlabor geschickt worden, das die Infektion am 21.April bestätigte. Als wahrscheinliche Infektionsquelle wird Abfall von illegal importierten Schweinefleischprodukten angenommen. In den im Komitat Heves angesiedelten Fabriken ist eine große Anzahl von Arbeitern aus der Ukraine beschäftigt, die in Hostel-artigen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind, so die EU Kommission. Im betroffenen Gebiet ist eine Sperrzone eingerichtet worden. Die Kernzone des Infektionsgebiets wird mit einem doppelreihigen Elektrozaun abgesichert. Bis der Zaun errichtet ist, gilt absolutes Jagdverbot. Sobald der Zaun steht, werden speziell trainierte Jäger mit „diagnostischen Abschüssen“ beginnen. Zusätzlich wird mit Hilfe von Saufängen die lokale Wildschweinpopulation so weit wie möglich eliminiert. red.

Beitragsbild: Kopf der Infektionsmeldung der Generaldirektion Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit der EU-Kommission des ASP-Falls in Ungarn.

Ein Gedanke zu „Erster ASP-Fall in Ungarn

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Wieder ein klarer Hinweis darauf, dass die Verbreitung der ASP über größere Entfernungen vollkommen unabhängig von der lokalen Wildschweindichte ist. Das sollte unsere Protagonisten einer unbarmherzigen Sauenbejagung endlich zur Vernunft bringen. Biosicherheit heißt das Gebot der Stunde, nicht gnadenlose Sauenbekämpfung.

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