England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach „Get off my horse!“ (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

4 Gedanken zu „England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

  1. Ralf

    Grundsätzliches für ähnliche Situationen bei Jagden in Deutschland:

    Störung der Jagdausübung ist in Deutschland eine Ordnungswirdigkeit.
    Als Tipp:
    -1. Waffe für die Störer sichtbar entladen (wichtig auch für evtl. folgende rechtliche Probleme (Stichwort“ der hatte n Gewehr“),
    – 2. 110 rufen, Personenbeschreibung(en) und evtl. Kennzeichen von verwendeten Kfz und die Situation (Stichwort „ich werde gerade angegriffen“ der Polizei schildern),
    3. beobachten und ggf. Notwehr üben (nur auf Angriffe verhältnismäßig UND ohne Schusswaffe (!) reagieren)
    4. auf das Eintreffen von Polizeikräften warten,
    5. beobachten (und später der Polizei schildern können),
    6. Personalien der Störer feststellen lassen für das Ordnungswidrigkeitenverfahren (was im Allgemeinen „durchgezogen“ werden sollte und von eigentlich allen Städten und Landkreisen auch „durchgezogen“ wird),
    zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche /und ggf. strafrechtlicher Notwendigkeiten (evtl. Nötigung, Körperverletzung, Beleidigung etc.) zur Durchführung eines ordnungsgemäßen Strafverfahrens;

    WICHTIG: den Beamten auch mitteilen, dass Personalien zumindest für das OWi-Verfahren benötigt werden! (=Berechtigtes Interesse zur Personalienfeststellung). Straftaten einem Beamten deutlich (!) vor Ort schildern. Bitte nicht die Beamten behindern oder nerven!
    6. die Polizeibeamten handeln lassen (evtl. Erteilung von Platzverweisen, bei Nichtbefolgung des Platzverses/der Platzverweise Durchführung von Ingewahrsamnahmen- die Polizei entscheidet vor Ort!, (haltet euch besser im Hintergrund auf!)
    …bei Entgleisen der Situation gegenüber der eingesetzten Polizeibeamten: Nachfrage, ob die Beamten Hilfe wünschen- die Polizei muss und möchte die Situation eigentlich alleine schaffen! (Inanspruchnahme dritter Personen mit Kostenübernahme von ärztlichen Behandlungskosten kommt nur infrage, wenn die Polizei zum Handeln aufgefordert hatte!)
    7. Wichtig: weiter jagen! (nur so könen wir deutlich zeigen, dass wir uns nicht auf der Nase tanzen lassen)
    Ansonsten freuen sich die Störer!

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  2. Anton Maas

    Ganz wichtig: sofort mit möglichst vielen Handys videografieren. Das mögen diese Leute nicht wirklich, weil es nämlich sehr schöne und aussagekräftige Beweismittel sind.

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  3. J. Körner

    In Deutschland ist in solchen Fälle ein „einfaches“ Festhalten bis zum Eintreffen der Polizei rechtskonform und Bürgerrecht.

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