Medien

FAZ-Redakteur fordert Katzensteuer

„Gewaltiger ökologischer Fußabdruck“

Der FAZ-Redakteur Jörg Albrecht fordert in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Katzensteuer. Er weist auf die durch diverse wissenschaftliche Studien hinlänglich erwiesenen katastrophalen Auswirkungen allzu vieler streunender und verwilderter Hauskatzen hin. Selbst bei vorsichtiger Interpretation der Zahlen fände „dort draußen ein beängstigendes Gemetzel“ statt, schreibt Albrecht. Doch er bietet auch Lösungsvorschläge an, die von einer Chip- und Registrierungspflicht über vorgeschriebene Sterilisation mit Eintritt der Geschlechtsreife bis zur gewagten Idee reichen, „man könnte damit aufhören, den Holocaust zu beschwören, wenn sich ein Tierheim dazu entschließt, überzählige Katzen einzuschläfern.“ Man könne sogar versuchen, wagt der den Shitstorm offenbar nicht fürchtende Journalist anzuregen, „dem Elend der verwilderten Katzen vorzubeugen, indem man die Jägerschaft ohne Anpöbeleien ihrer Aufgabe nachgehen lässt.“ Hört, hört…

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Wir müssen das Spielfeld nicht anderen überlassen

Das Potenzial neuer Medien für die jagdliche Öffentlichkeitsarbeit nutzen – ein Gastbeitrag von Joachim Orbach

Gerade im Zeitalter neuer Technologien und sozialer Netzwerke stellen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eine große Herausforderung dar. Sie können aber auch zur Chance werden. Aus dieser Erkenntnis widmete sich bereits im Juni 2013 die 51. Internationale Jagdkonferenz. Nach eingehender Diskussion der Referenten kamen die Teilnehmer der einzelnen Jagdverbände aus Deutschland, Lichtenstein, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Südtirol zu folgenden Erkenntnissen und Feststellungen: „ Die Internationale Jagdkonferenz fordert ihre Mitgliedsverbände auf, verstärkt die Möglichkeiten der neuen Medien – eventuell sogar gemeinsam oder in Absprache, auch mit den Partnern des ländlichen Raumes – zu nutzen und Jagdportale auch auf europäischer Ebene einzurichten und aktiv zu betreuen. Damit können die Bedeutung und Wirkung der Jagd für die Gesellschaft herausgestellt werden. Gleichzeitig müssen Jagdkultur und Tradition gelebt und weiter entwickelt sowie die Kommunikation untereinander verstärkt werden, um die hohe Emotionalität der Jagd für Jäger und Nichtjäger deutlich zu machen und zu erhalten.“

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Wilde Küche – es geht nicht um Fleisch allein

Sören Anders ist ehemaliger Sternekoch und Wildbret-Liebhaber. Das WILD Kochbuch ist im INFO-Verlag erschienen und vereint sein Talent mit einer großen Passion fürs Jagen.

Eine Vorliebe für regionale Küche garniert mit einer guten Portion Enthusiasmus für die Jagd – Sören Anders‘ WILD Kochbuch ist voller Ideen. Es kombiniert traditionelle Kost mit moderner Kochkunst. Persönliche Geschichten oder Schmankerl zu wilder Küche und Jagdwesen tischt der ehemals jüngste Sternekoch Deutschlands dem Leser zwischen Rezeptvorschlägen für Vor- und Hauptspeisen auf. Das Buch eint Einblicke in eine Jagdphilosophie, wo der Genuss von Wild eng mit einer nachhaltigen Gewinnung von heimischen Erzeugnissen verwoben ist.

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Zwei Meisterwerke

Helen Macdonald ‚H is for Hawk‘ und T.H. White ‚The Goshawk‘

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Das hier ist ein phantastisches, großartiges Buch. Helen Macdonalds „H is for Hawk“ (H wie Habicht) gewann renommierte Preise – den Samuel Johnson Prize und den Costa Book Award), eroberte sich Top-Platzierungen auf Bestsellerlisten und erhielt hymnische Rezensionen gleich bündelweise, allein zwei davon in der New York Times: Dwight Garner schrieb, ihr Buch sei so gut, dass es geradezu schmerze, es zu lesen („Her book is so good that, at times, it hurt me to read it“), Vicki Constantine Croke vergleicht Helen Macdonalds Worte mit Federn: So unfassbar schön, dass man ihre erstaunliche Konstruktion darüber kaum bemerkt („… with words that mimic feathers, so impossibly pretty we don’t notice their astonishing engineering.“). Und nichts davon ist übertrieben. Es ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe – und ich meine nicht Jagdbücher, was ja eine ziemlich drastische Einschränkung wäre. Ich habe H is for Hawk dreimal hintereinander gelesen und mit Anmerkungen und Merkzetteln gespickt – eine Reverenz, die ich den wenigsten Büchern erweise…

Als Trauer und Schmerz nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ihr den Boden unter den Füßen zu entziehen drohen, wächst in der erfahrenen Falknerin, die bisher umgänglichere Beizvögel bevorzugt hatte, der dringende Wunsch, ja, die Notwendigkeit, zum ersten Mal einen Habicht zu fliegen. Vermutlich die Wirkung der Selbstheilungskräfte einer durch massives Leid gefährdeten Psyche, ein komplizierter seelischer Prozess, für den es die eine rationale Begründung nicht gibt, Gründe aber durchaus. Da sind Erinnerungen an Ausflüge, die die Neunjährige mit ihrem Vater unternahm, um Greifvögel zu beobachten, es gibt Schilderungen der mystisch scheinenden Fähigkeit der Habichte, aus der Welt zu fallen: Über auf einer Beizjagd entflogene Habichte schreibt sie: „It seemed that the hawks couldn’t see us at all, that they’d slipped out of our world entirely and moved into another, wilder world from which humans had been utterly erased.“ (Es schien, als ob die Habichte uns überhaupt nicht sehen könnten, als seien sie unserer Welt entschlüpft und hinübergezogen in eine andere, wildere Welt, aus der der Mensch vollständig herausgelöscht wurde.“). Sie beschreibt, wie ein gefangenes Habichtsweib freigelassen wird und im Nichts verschwindet: „It was as if she’d found a rent in the damp Gloucestershire air and slipped through it. That was the moment I kept replaying, over and over. That was the recurring dream. From then on, the hawk was inevitable.“ („Es war, als ob sie einen Riss in der nasskalten Luft von Gloucestershire gefunden hätte und hindurchgeschlüpft wäre. Das war der Moment, den ich in Gedanken immer und immer wieder abspielte, der wiederkehrende Traum. Von da an war der Habicht unausweichlich.“)

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Petra Ahne: Wölfe

Eine Kurzrezension von JAWINA-Leser JS:

Liebe Redaktion,

wieder ein kleiner Hinweis auf interessante einschlägige Literatur für Ihre schöne Internetseite: „Wölfe – ein Porträt“ von Petra Ahne, (Naturkunden bei Matthes & Seiz, Berlin).

Schon wieder ein Buch über Wölfe – muss das sein?! Muss nicht, aber kann – und wenn es ein so blickreiches Porträt ist, wie es Petra Ahne zeichnet, sogar gerne. Neben dem Wort streitet hier auch das Bild für die Lektüre des Büchleins: Keine beliebigen Wolfsfotos, sondern Stiche, Grafiken, Zeichnungen und Gemälde in feiner Sortierung. Ein von Außen unauffälliges, Innen aber um so gehaltvolleres Vergnügen. Ich habe es mir schon mal gewissermaßen als Vorschuss auf Weihnachten vorab selbst geschenkt und gebe den Tip gerne weiter.JS

JAWINA dankt für die Empfehlung und das Einverständnis zur Veröffentlichung!

Bibliografische Angaben:

Petra Ahne, Judith Schalansky (Hg.)
Wölfe
Ein Portrait

Reihe: Naturkunden
144 Seiten, Hardcover (gebunden)
Illustration: Falk Nordmann

Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-95757-333-9
Preis: 18,00 €

Neues vom räudigen Fuchs

Alexander Schwab: Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 – über die Tierrechtsbewegung und die Jagd

Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 (WWW 2.0) – Untertitel: Meditationen über den räudigen Fuchs – von Alexander Schwab ist die Fortsetzung des 2011 erschienenen WWW 1.0, das die Auseinandersetzung mit den Ideen der Tierrechtsbewegung aus dem Blickwinkel der Jagd unter folgender Ausgangslage begonnen hatte:

  1. Die Jagd ist in den deutschsprachigen Ländern juristisch gesicherter denn je und dennoch war sie nie so gefährdet wie heute.
  2. Nicht die Jäger allein entscheiden über die Zukunft der Jagd, sondern der gesellschaftliche Konsens über die Rolle des Menschen in der Natur und sein Verhältnis zu den Tieren.
  3. Jagdkritische und jagdfeindliche Kräfte haben in den letzten 50 Jahren in den entscheidenden Bereichen Natur, Umwelt und Ethik die Deutungshoheit erlangt.
  4. Es ist ein schwerwiegender Irrtum, zu glauben, dass von radikalen Gruppen oder Einzelpersonen keine Gefahr ausgeht.
  5. Jäger, Angler und andere Natur- und Tiernutzer sitzen im gleichen Boot. (aus: WWW 2.0, S. 11)

Von dieser grundsätzlichen Einschätzung der Sachlage aus, der viele Jäger zustimmen dürften, unternimmt es Alexander Schwab, sich mit den philosophischen Konzepten der Tierrechtsbewegung auseinanderzusetzen. Den Auftakt liefert ein Gedankenspiel zum Abschuss eines räudigen Fuchses: Ist dieser Tötungsakt statthaft? Hat der Jäger das Recht, sich über das Lebensrecht des Fuchses hinwegzusetzen? Ist er gar dazu verpflichtet, um weiteres Leid durch Ausbreitung der Räude zu verhindern? Oder hat er der Natur unbefugt ins Handwerk gepfuscht? Wie sieht es mit dem Abschuss eines gesunden Fuchses aus? Was zählt die jahrelange Freude des Jägers an der Fuchsdecke gegenüber dem Auslöschen – so schnell und schmerzlos es auch erfolgt sein mag – einer tierischen Existenz?

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Leichen pflastern (s)einen Wald

Werner Schmitz – JAWINA-Lesern als Co-Autor des preisgekrönten Afrika-Buchs „Auf Safari“ bekannt – hat seinen sechsten Krimi geschrieben. Der Autor ist also ein Routinier, und das merkt man auch, denn „Im Wald der toten Jäger“ hat alles, was ein guter Krimi braucht: Eine erkleckliche Anzahl gewaltsam und vorzeitig ins Jenseits beförderter Opfer, ein ganzes Bündel potenzieller Täter mit plausiblem Motiv, eine Prise Sex in Gestalt einiger, in ihrer Unterschiedlichkeit durchaus attraktiver Frauengestalten, die im Leser die Frage provozieren, ob, und wenn ja welche der allein lebende Protagonist am Ende wohl abbekommen wird. Verraten wir natürlich nicht. Man ahnt bis kurz vor Schluss nicht, wer (oder welche) der Verdächtigen es denn jetzt war(en), während im Rückblick alles total plausibel, ja zwingend erscheint, weil man dieser Art von Leuten ja schon immer alles Schlechte zugetraut hat und zutrauen muss. Mental eher schwerfällige Polizisten ermitteln und können heilfroh sein, dass deutlich gewieftere Journalisten ihnen ermittlungstechnisch unter die Arme greifen. Alles so, wie es in einem ordentlichen Krimi sein soll.

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Weinende Wildbiologen

Nicolette Krebitz: Wild – eine Rezension von René Kieselmann

Neu im Kino, der Film „Wild“ von Nicolette Krebitz, in dem es nur vordergründig um die Begegnung mit einem Wolf geht. JAWINA-Leser René Kieselmann hat sich die Premiere angesehen und uns eine kleine Rezension verfasst:

Die Protagonistin Ania (famos: Lilith Stangenberg) wirkt zunächst unscheinbar, verletzlich, gelangweilt, gehemmt – sie arbeitet als IT-Spezialistin in einer Werbeagentur, in deren Kollegium sie sich nicht so recht einfügt. Das langweilige Leben in einer Plattenbausiedlung in Halle erfährt eine Zäsur, als Ania im Stadtpark einen Wolf erblickt – der Wendepunkt des Films. Von dieser Begegnung gefangen, verabschiedet sie sich nach und nach von sozialen Normen, lässt sich vom Instinkt treiben, kehrt zurück zum Ursprung. Aus Faszination wird Besessenheit.

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Neue DJV-Broschüre: Wer´s wild mag, bleibt ruhig

Die ersten jungen Wildschweine erkunden bereits den Wald, während der Nachwuchs von Reh, Hase und Stockente noch auf sich warten lässt. Oftmals liegt die Kinderstube vieler Wildtiere unentdeckt an viel genutzten Wanderrouten und in unmittelbarer Nähe zu Siedlungen. Erst freilaufende Hunde, die durch das Dickicht stöbern oder Erholungsuchende fernab von Wanderwegen verursachen großen Stress bei Nachwuchs und Elterntieren gleichermaßen. Deshalb gilt in der Brut- und Setzzeit von März bis Juli: bitte auf den Wegen bleiben. Darauf weist der Deutsche Jagdverband (DJV) hin und stellt eine Broschüre mit Verhaltenstipps vor.

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LJVB wehrt sich gegen tendenziöse Berichterstattung im RBB

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) kritisierte die einseitige Darstellung des am 19.02. gesendeten Beitrags „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ Der RBB gestand daraufhin Versäumnisse ein und sagte zeitnah eine ausgewogene Berichterstattung zu, wie der LJVB in einer Pressemitteilung erkärt. Demnach wurden in den Abendsendungen „rbb aktuell“ und „zibb“ des Rundfunk Berlin Brandenburg am 19.02.2016 in dem Beitrag „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ schwere Vorwürfe gegen die Brandenburger Jägerschaft erhoben. Tenor: Die Jäger schießen zu wenig und zu schlecht, deshalb könne der Wald nicht wachsen. Die Vorwürfe, auf die sich die Sendung stützt, werden vom Ökologischen Jagdverein erhoben. Hierbei handelt es sich um eine kleine Lobbyorganisation von rund 80 Mitgliedern, die den radikalen Abschuss von Rehen und Hirschen fordert und sich vor allem aus Waldbesitzern und Förstern zusammensetzt. Als Verstärker der Attacke wurde Helmut Brücher vom BUND eine Bühne geboten, der in der Vergangenheit immer wieder durch jagdfeindliche Äußerungen auffiel.

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Empfehlung & Terminhinweis: „Der Grenzbock“ am 4.2. in Luckenwalde

Am 4.2. ist Kinostart des Dokumentarfilms „Der Grenzbock“. Die Uraufführung findet am

Donnerstag, den 4.2.2016

um 18 Uhr im

Union-Theater in

Luckenwalde, Am Nuthefließ 6

statt. 

Anwesend sind bei der Uraufführung der Regisseur Hendrik Löbbert und die drei Hauptprotagonisten: Hubertus Meckelmann, Hans-Dieter Pfannenstiel und Robert Hinz.

Worum geht es?

„Ein letztes Mal lässt Hubertus Meckelmann zur großen Drückjagd in der Wildnis blasen. Im Kerngebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes soll bald gar nicht mehr gejagt werden. Für die Reviere außen herum ist das eine Zumutung. Denn die mühsam begrenzten Populationen von Rot-, Dam- und Schwarzwild werden dadurch völlig durcheinander geworfen. Daran ändert auch die Rückkehr vom Wolf nichts – und der hat aus Sicht der meisten Jäger in Brandenburg sowieso nichts verloren. GRENZBOCK begleitet drei Jäger durch ihre Wälder und lässt in langen, ruhigen Einstellungen die Weltbilder durchschimmern, die sich hinter Jägerlatein und Lodenmantel verstecken.“ (Text aus dem Flyer zum Grenzbock)

Mehr Informationen, Hintergründe und Interviews auf der Internetseite zum Film „Der Grenzbock.

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite www.grenzbock.de

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit verlinken!

Ein Gastbeitrag von Joachim Orbach

Gerade im Zeitalter neuer Technologien und sozialer Netzwerke stellen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eine große Herausforderung dar. Sie können aber auch zur Chance werden. Aus dieser Erkenntnis heraus widmete sich   bereits am 20.-22- Juni 2013 die 51. Internationale Jagdkonferenz  (IJK) in Gargellen, welche auf Einladung der Vorarlberger Jägerschaft dort  statt  fand. Die IJK forderte dort u.a. ihre Mitgliedsverbände auf, verstärkt die Möglichkeiten der neuen Medien – eventuell sogar gemeinsam oder in enger Absprache, auch mit den Partnern des ländlichen  Raumes – zu nutzen und Jagdportale auch auf europäischer Ebene einzurichten und aktiv zu betreuen.

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Jagd vorbei in Hessen?

Andreas Mohr ist engagierter Pächter eines Niederwildreviers im hessischen Wetteraukreis. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er den ehemaligen Braunkohleabbau in ein Niederwildparadies verwandelt. Etliche bedrohte Arten vom Feldhasen bis zum Rebhuhn fühlen sich dort wohl. Auf eine Bejagung verzichtet Mohr wegen des spärlichen Besatzes weitgehend. Doch die pseudo-ökologische Jagdgesetzgebung der grünen Landesregierung wird privates Engagement dieser Art wohl zum Erliegen bringen: Die populistischen Einschränkungen z.B. bei der Fuchsbejagung werden dem Niederwild den Garaus bereiten, fürchtet Mohr, der ein Ingenieurbüro für Umweltschutz betreibt und folglich weiß, wovon er spricht. (Vermutlich sehr viel besser, als viele Grüne.) Und wer wolle schon ein Revier pachten, in dem es nichts mehr zu jagen gebe?, fragt Mohr. „Maßlos enttäuscht“ sei er von der Landesregierung, sagt der Jagdpächter in der FAZ, für deren Beitrag „Ende der Jagd“ von Sven Ebbing wir hiermit eine nachdrückliche Leseempfehlung aussprechen. „Die Schuld“, so heißt es in dem Beitrag, „sieht Mohr in erster Linie bei den Grünen, die zu dirigistisch dächten und deren Ideen realitätsfern seien.“ Wer hätte das gedacht? SE

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Ihm bleibt ein Vierteljahr zu leben…

Jawina-Autor Robert Saemann-Ischenko, Verfasser der beliebten Willi-Kolumne, hat einen spannenden Thriller geschrieben, in dem es auch um Jagd geht. Eine gute Idee für den jagdlichen Weihnachts-Gabentisch, finden wir…

Er erinnerte sich an den Moment, da ihm aufgefallen war, dass Jäger ganz offiziell nach Weißrußland einreisen durften; auch in diese Gegend, die der Wisentjäger Lukaschenko jeden Herbst besuchte. Und das samt vertrautem Gewehr und mit eigener Munition. Diese Erkenntnis hatte ihn elektrisiert; nach und nach hatte er in seinem Kopf lose Enden dazu verknüpft, bis schließlich sein Plan vollständig gewesen war. Er hatte ihn umgesetzt. Sich in einen Jäger verwandelt. Kein Gesetz gebrochen. Alles in seinem Kopf gelassen, keine Spuren hinterlassen. Niemand ahnte, dass es ihn gab und was er vorhatte.

Schön, dass alte Männer als harmlos galten. Wie hatte der Historiker Alexander Demandt in seinem Buch „Das Attentat in der Geschichte“ geschrieben? „Alte Männer begegnen uns unter den Attentätern nicht; Verwegenheit legt sich mit den Jahren.“
Dieser Theoretiker. Idealismus war keine Frage der Jahre, und die Verwegenheit wurde oft nur leiser. Einer wie er mußte nicht mal sein Leben aufs Spiel setzen, weil es sozusagen keines mehr in ihm gab.                        (Aus „So ich dir“)

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Zwangsgebührenfinanzierter Dreck

Wissenschaftssendung Quarks & Co berichtet über die Jagd – „mangelhaft und polemisch“ befindet der Deutsche Jagdverband (DJV) und ruft zu Kritik auf.

Vor Kurzem stellten die Macher der WDR-Fernsehsendung Quarks & Co die Frage „Brauchen wir noch Jäger?“ und präsentierten acht Filme, die Moderator Ranga Yogeshwar kommentierte. Der Deutsche Jagdverband hat die Sendung analysiert, die acht gröbsten inhaltlichen Fehler gegenüber der Redaktion bemängelt und eine Richtigstellung eingefordert. Besonders kritisch sieht der Dachverband der Jäger die teilweise tendenziöse Moderation, die einer seriösen Wissenschaftssendung nicht gerecht wird.

Der DJV hat im Vorfeld die Redaktion von Quarks & Co bei der Recherche unterstützt und umfangreiches Infomaterial zur Verfügung gestellt. Unter anderem auch zum Wandel in der Agrarlandschaft, der anpassungsfähige Arten wie Wildschweine begünstigt. Dadurch steigen die Gefahr von Schäden in Feldern und das Seuchenrisiko – zwei elementare Gründe für die Jagd. Der Wandel in der Kulturlandschaft sei aber kein Thema, wenn es um die Frage gehe „Brauchen wir noch Jäger?“, so die ablehnende Haltung der Redaktion. PM DJV

Prädikat „mangelhaft“, resümiert der DJV und ruft zur sachlichen Kritik per E-Mail auf: redaktion.quarks@wdr.de

Beitragsbild: Titelbilder der Quarks & Co-Sendung: Brauchen wir noch Jäger?
(Quelle: www1.wdr.de)

Peinliche Entgleisung

In einem „Offenen Brief“ greift Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller den Journalisten Stefan Aust für eine kritische Reportage zum Thema Wolf scharf und auf empörend persönliche und aggressive Weise an – ein unerträglicher Einschüchterungsversuch.

Es hat 15 Jahre gedauert, bis ein Beitrag in den Mainstream-Medien erscheinen konnte, der sich kritisch mit der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland auseinandersetzt: In der Tageszeitung „Die Welt“ warnen Stefan Aust und Detlev Konnerth, dass „unser Umgang mit den Wölfen extrem gefährlich ist.“ Der Artikel ist lesenswert, auch wenn er nicht viel enthält, was etwa dem aufmerksamen Jawina-Leser neu wäre. Aber was in den Jagdmedien steht, lässt sich halt sehr bequem ignorieren, totschweigen, diskreditieren: Die blöden Jäger wollen die Wölfe ja bloß abknallen, damit sie noch mehr Hirsche und Rehböcke schießen können… Dass jetzt so langsam auch die allgemeinen Medien die verbreitete Wolfs-Euphorie zugunsten einer ausgewogenen Berichterstattung hinter sich lassen, passt dem Nabu offenbar gar nicht. Und wenn Aust in der Welt dann auch noch die lukrative „Wolfsindustrie“ auf- und angreift, ist der Lebensnerv der Spendensammler getroffen.

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Der Wolf und die Diskussionskultur

Ein Beitrag von Frank Martini

 Es scheint sich etwas zu bewegen in der Medienberichterstattung zum Thema Wolf. In den allgemeinen Publikumsmedien – sofern nicht von aktuellen Wolfsrissen getrieben – war das Tier bislang eher von einem positiven Tenor begleitet.

Das scheint sich allmählich zu drehen. Jüngstes Beispiel:  Mit einer Reportage von Reinhold Beckmann hat sich die ARD am Montag, den 07. September um 21.45 Uhr eine dreiviertel Stunde kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt, was sich bereits im Sendungstitel „Die Angst vor den Wölfen – wieviel Wildnis vertragen wir?“ niederschlug.

In dem sehenswerten Stück, dass derzeit noch in der Mediathek verfügbar ist, werden alle erdenklichen Aspekte beleuchtet. Neben betroffenen Schäfern und Landwirten kommen u. a. auch Jäger, darunter auch ein für einen Wolfsabschuss vorbestrafter, Angehörige eines wegen eines Wolfsbesuchs verunsicherten Waldkindergartens, einfache Bürger, Wolfsberater, selbst Minister und viele andere sowie selbstredend gleich zu Beginn des Beitrags die Tierpathologen des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung IZW zu Wort. Ihnen wird gleich zu Beginn schon im Beitragsvorspann ein Wolfskadaver zur Obduktion angeliefert, hautnah ist Beckmann mit seinem Kamerateam dabei.

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„Wolfshasser sind Rechtspopulisten und Pegida-Anhänger“

Über etliche Themen scheint hierzulande keine sachliche Diskussion möglich zu sein – ein Beitrag im Berliner Lokalblatt „Der Tagesspiegel“ zeigt, warum das so ist – und wie Medien dazu beitragen. In ihrem Beitrag „Der Wolf – die lebende Legende“ demonstriert die Autorin in mustergültiger Weise, wie man Meinungen abseits des Mainstream diskreditiert und Andersdenkende diffamiert. Es fängt damit an, dass Viehzüchter und Jäger umstandslos zu den „Gegnern unter denen, die sich zum umstrittensten Wildtier des Landes äußern“ erklärt werden, was so undifferenziert und in dieser Zuspitzung zwar nicht zutrifft – diverse Äußerungen von Jägern und sogar von von Wolfsrissen betroffenen Viehzüchtern auf dieser Seite beweisen das – aber zuviel Differenzierung verstehen und schätzen die Leser bekanntlich ohnehin nicht.

Es geht damit weiter, dass ungenannte Wolfsexperten sich über furchtsame Radfahrer, die sich mit Pfefferspray vor Wölfen schützen wollen, lustig machen dürfen: „Quatsch“ sei das, man könne „sich nur wundern über so wenig Wissen, so viel Unsicherheit.“ Kapiert? Wer sich vor Wölfen fürchtet, ist ein bisschen minderbemittelt, bildungsfernen Schichten entstammend. Über viele Absätze dürfen Wolfsfreunde und angebliche Wolfsexperten ihr vermeintliches Expertenwissen darlegen: Eine Tierparkmitarbeiterin füttert barfuß Wölfe, Markus Bathen referiert „mit der nimmermüden Geduld des Volksaufklärerers“ seine (!!) Fakten. Denn: „Wenn einer weiß, ob der Mensch Angst haben muss vor jenem Raubtier, dessen Population beständig wächst, dann wohl er.“ Warum eigentlich? Weil er beim Nabu ist? Oder weil er Förster ist?

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„Von Furcht weiß ich nichts“

Warum in den Märchen der Brüder Grimm Jäger als harte Burschen voller Mitgefühl gezeichnet werden – ein Text von Robert Saemann-Ischenko.

Teil 1

Von fast allem, was sich über die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm sagen läßt, trifft auch das Gegenteil zu. Sie huldigen der Tugendhaftigkeit und der Kernfamilie, die Märchen – bersten aber immer noch vor Lebens- und sonstiger Lust. Manche spielen in einer rein literarischen Mittelalterkulisse, andere schildern mit fast schon soziologischer Genauigkeit das bäuerliche Deutschland des 17. und 18. Jahrhunderts („Das Heiraten ist eine Freude und ist auch eine Qual“, heißt’s so schön in „Die drei Männlein im Walde“). Im Wald der Märchen wollen einerseits immerzu Räuber, Tiere und Hexen dem Menschen ans Leben, doch findet er genau und nur dort auch Schutz und Beschützer. Ein Berufsstand allerdings kommt bei den Grimms durchweg und fast ausnahmslos positiv weg, und das sind die Jäger.

Aus einem historischen Einzugsbereich von über 500 Jahren stammen die Märchen, die Jacob und Wilhelm Grimm zusammengestellt haben. Schwänke finden sich darin ebenso wie mündlich überlieferte Volksmärchen, von Schriftstellern verfaßte Kunstmärchen, Legenden, Ursprungsgeschichten. Eine kleine statistische Auswertung ergibt, dass in 211 Märchen der Grimms Jagd/Jagen/Jäger 31mal erwähnt wird, also in jedem siebten. Und zwar spielt die Jagd naturgemäß in den volkstümlichen Schwänken keine Rolle – eine um so größere aber in den Märchen mit mittelalterlichem Kolorit.

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Rabauken-Journaille will weiter ungestraft gegen Jäger hetzen

Ein Kommentar.

Ein Redakteur des Nordkuriers hat einen Jäger, der ein totes Reh an der Anhängerkupplung seines PKW über eine Bundesstraße schleifte, als „Rabauken-Jäger“ bezeichnet und ist dafür vom Amtsgericht Pasewalk wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro verurteilt worden. So weit der Sachverhalt. Nun springen diverse Medien, darunter Qualitätszeitungen wie die FAZ, dem gemaßregelten Redakteur bei, als wäre diesem mit der Verurteilung ein entsetzliches Unrecht geschehen, lautstark beklagen sie Willkürjustiz und wähnen das Ende der Pressefreiheit gekommen. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zieht den Vorgang in einer Pressemitteilung ins Lächerliche, wenn er schreibt, „man könnte meinen, im Amtsgerichtsbezirk Pasewalk näherten die Menschen einander nur in formvollendeter Hochachtung, machten bei der Begrüßung Diener und Knicks.“ Zugegeben: Auch ich habe im Verlauf meiner Adoleszenz, die mich zielstrebig die übelst beleumundeten Quartiere Berlins aufsuchen ließ, mitunter schlimmere Schimpfworte als „Rabauke“ gehört. Doch darum geht es nicht.

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Jawina wird berühmt…

„In seinem Jagdblog „JAWINA“, den Stephan Elison seit März 2013 betreibt, vereint der Journalist gut recherchierte Geschichten mit spannenden Interviews, kulinarischen Tipps und unterhaltsamen Kolumnen“, schreibt die freie Journalistin Anna Lena Kaufmann (die sich auch schon als Jawina-Autorin betätigt hat) in ihrem Beitrag „Lesenswertes in der Nische: Jagdblogs“. Der Artikel ist in der aktuellen Ausgabe von wm-intern, dem  „Business-Magazin für Jagd, Outdoor, Messer Schießsport und Security“ und der Mai-Ausgabe des „Jägers in Schleswig-Holstein“, der Mitgliederzeitschrift des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein mit einer Auflage von gut 17.000 Stück erschienen. Auf der verlinkten Seite des LJV SH kann die Mai-Ausgabe als PDF heruntergeladen werden. Weiter heißt es dort: „Auch vor jagdpolitischen Themen, Recht und Wissenschaft macht der Brandenburger keinen Halt. Darüber hinaus sorgen zuweilen Gastautoren für frischen und zusätzlichen Content.“

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Jagd und Medien: Juchhe, ein Klischee!

Neulich unterhielt ich mich mit einem Journalisten-Kollegen, der für ein Berliner Revolverblatt als Lokalreporter unterwegs ist. Seine Job Description sieht ungefähr so aus: Polizeifunk abhören, vor der Rettungswache rumlungern und bei einem vielversprechendem Vorfall den Einsatzkräften hinterherbrettern, um möglichst als erster am Ort des Geschehens zu sein. Am Tat- oder Unfallort angelangt gilt es dann, sich mit Edelstahlellenbogen durch die Horden der Gaffer und Retter zu drängen (man ist nämlich nie als erster da), um schöne scharfe Farbfotos von geschockten Zeugen, blutüberströmten Opfern und rauchenden Wracks zu machen und dabei möglichst noch ein paar O-Töne einzufangen. Wobei es zunehmend zum Problem wird, dass die Gaffer die Bilder und Filmchen von ihren Smartphones dann schon längst ins Netz geladen haben.

Der Kollege erzählte von einem Unfall, den er letztens im Rahmen seiner beruflichen Pflichten dokumentiert hat: Manta-Manni war mit seiner Breiter-härter-tiefer-Karre im tiefsten Wedding unterwegs, hatte die die Wirkung von ein paar Bierchen auf seine Reaktionsfähigkeit unter-, die Straßenlage seines Opels überschätzt, und war infolgedessen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Betonpoller gerast. Die Kiste überschlug sich und blieb übelst zerknautscht mit dem hilflos eingequetschten Manta-Manni darin auf dem Dach liegen. Die Feuerwehr schnitt ein Loch in die Tür, zerrte den blutüberströmten Typen heraus, worauf der sagte: „Alles klar Jungs, ich bin okay!“ Köstlich, fanden der Kollege und ich, da weiß man gleich, welchen Fernsehsender der guckt. „Aber das ist ja so klischeemäßig, das kann man ja nicht schreiben.“, sagte der Kollege.

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„Auf Safari“ erhält CIC-Literaturpreis

Auf der 62. Generalversammlung in Bulgarien hat der Internationale Rat für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) seinen Literaturpreis für 2015 an Rolf D. Baldus und Werner Schmitz verliehen. Ausgezeichnet wurden die beiden Herausgeber für ihr im Kosmos-Verlag erschienenes Buch „Auf Safari – Legendäre Afrikajäger von Alvensleben bis Zwilling“. CIC-Präsident Bernard Lozé: „Auf Safari ist ein unterhaltsames und informatives Buch, gründlich recherchiert und daher nicht unkritisch. Ein Meilenstein der internationalen Jagdliteratur.“

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Auf Safari – zwischen unendlicher Wildnis und bedrohter Natur

Natürlich könnte man fragen, warum uns heute noch irgendwelche Leute interessieren sollten, die vor Jahrzehnten irgendwelche Tiere in Afrika totgeschossen haben. Der von Rolf Baldus (der Jawina-Lesern nicht unbekannt ist) und Werner Schmitz herausgegebene Band „Auf Safari“ beantwortet diese Frage auf sehr überzeugende Weise. Die in dem Buch versammelten Biografien „legendärer Afrikajäger“ sind nicht nur etwas für passionierte Afrikajäger, eignen sich nicht nur als Geschenkband für jemand, der gerade seine erste Safari gebucht hat. Das liegt zum einen daran, dass die Lebensbeschreibungen in dem Band durchweg weitaus besser geschrieben sind, als man es von der üblichen Jagdliteratur gewohnt ist. Zum anderen sind die Biografien bei allem Verständnis für die Denke der Zeitgenossen nicht geschönt, so dass zum Beispiel ein Carl Rehfus alias Oberländer (genau, der mit dem Apportierbock) als das erscheint, was er war: Ein übler Aasjäger und widerwärtiger Rassist. Einen weiteren guten Grund liefert das Sujet selbst – über die in dem Band proträtierten Abenteurer sagt Werner Schmitz in dem als Vorwort dienenden Vorgespräch: „Die trieben sich in den entlegensten Ecken herum, soffen Whisky, schwängerten Häuptlingstöchter und finanzierten ihren exzentrischen Lebensstil mit Elfenbein. Wilde Typen, wie sie heute nicht mehr hergestellt werden.“ Da liest sich eine nüchterne Lebensbeschreibung wie ein Abenteuerroman.

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Das Buch zur Sau

Jawina-Lesern ist Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel als kein Blatt vor den Mund nehmender Autor von Beiträgen und Kommentaren bekannt. Jetzt hat Prof. Pfannenstiel ein Buch über seine Lieblingswildart geschrieben: Das Schwarzwild. Der Untertitel des Werks: „Biologie und Bejagung – ein Leitfaden für die Praxis“, bringt ziemlich gut auf den Punkt, worum es in dem Buch geht: Hier wird anschaulich und verständlich, aber fundiert und auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse die Biologie der Sauen geschildert. Dabei kommt der jagdliche Bezug in keinem Kapitel zu kurz.

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Yeswehunt ist offline

Die Internetplattform „yeswehunt“ ist ab dem 12. März 2015 offline. Yeswehunt war mit dem Anspruch angetreten, (reisende) europäische Jäger miteinander zu vernetzen. Die Seite wurde oft mit den Worten „ein bisschen wie Facebook, nur für Jäger“ beschrieben. Jäger sprechen dieselbe Sprache, hieß es auf der Seite einst: Dies sei die Botschaft, die man verbreiten wolle. Möglicherweise sind die – nicht nur sprachlichen – Barrieren zwischen den sehr heterogenen europäischen Jagdsystemen für derlei einfach zu groß. Oder wie Twitter-Nutzer Flashes from North schreibt: One reminder about the challenges of digital aoutdoormedia . (Eine Erinnerung an die Herausforderungen digitaler Outdoor-Medien). Tja. SE

Beitragsbild: Screenshot der ehemaligen yeswehunt-Seite, Copyright: followthehunterspath.com

African-Indaba-Webseite gehackt

Die Internetseite des Newsletters African Indaba ist gehackt worden. Die Hacker haben die ganze Seitenstruktur zerstört, die Seite muss neu programmiert werden. Das teilt African Indaba in einer aktuellen Presseerklärung mit. Die Seite ist derzeit nicht erreichbar. Die aktuelle Ausgabe des Africa-Indaba-Newsletters kann auf der Internetseite des CIC, der African Indaba seit langem fördert, heruntergeladen werden. African Indaba ist das beste und informativste englischsprachige Informationsportal zu den Themen Jagd und Wild in Afrika. Wir wünschen den Machern der Seite viel Erfolg beim Neustart! SE

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Der Geist des Altai

Galsan Tschinags tuwinische Geschichten

Dass es Galsan Tschinag und seine Bücher überhaupt gibt, ist fast schon ein kleines Wunder. Anfang der Vierziger Jahre wurde er im Altai-Gebirge geboren. Er gehört zum Stamm der Tuwa oder Tuwiner, deren Oberhaupt er heute ist. Tuwa, eine autonome Republik und Teil der Russischen Föderation, liegt im südlichsten Zipfel Sibiriens an der Grenze zur Mongolei. Der tuwinischen Tradition gemäß wuchs Galsan Tschinag als Nomade auf, zog mit dem Vieh von der Sommer- auf die Winterweide, ritt auf den kleinen, harten, zähen Pferden zur Jagd, lauschte abends in der Jurte den Gesängen der Schamanin. Aus dieser unendlich fernen und fremden Welt berichtet er – und das faszinierenderweise auf deutsch. So erhalten seine deutschsprachigen Leser eine eindringliche Schilderung des archaischen Lebens der Tuwiner aus erster Hand – und zugleich eine ziemlich präzise Vorstellung von der Härte einer wirklich „naturnahen“ Existenz.

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Sternstunden des Fachjournalismus

Die vom Jagdgebrauchshundeverband beschlossenen Zwangsabos des Fachblättchens „Der Jagdgebrauchshund“ für Verbandsrichter sorgten für beträchtliche Aufregung. Komplett unverständlich, schließlich beweist dieses erlesene Druckerzeugnis Monat für Monat von Neuem, dass es sein Geld Wert ist. Beispiel gefällig? In Heft 1/2014 berichtet ein offenbar schwer geplagter Autor von einer Schweißprüfung unter der packenden Headline: „Eine ganz normale Prüfung.“ Das ist schon ziemlich gut, aber es kommt noch besser: Im Intro, dem Vorspann zu dem Beitrag, in dem der Schreiber der lässig ignorierten Lehrmeinung zufolge sein ganzes Können aufwenden soll, um dem Leser praktisch keine andere Wahl zu lassen, als den Beitrag sofort von der ersten bis zur letzten Zeile zu verschlingen, heißt es weiter: „Die 48. Elm-Schweißprüfung am 9. November 2013 war eine ganz normale Prüfung. Das Wetter war normal, die Verleitungen waren normal, das Ergebnis war normal, die Anzahl der Nennungen war auch normal.“

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Vom Trunke

Der Hinweis auf prominente Säufer und Jäger wie Hermann Löns oder Ernest Hemingway erübrigt sich: Die innige Verbindung zwischen Jagd und Alkohol ist Allgemeingut, ja Klischee. Jawina.de beweist auch auf diesem Gebiet den entscheidenden Wissensvorsprung und präsentiert ein gelehrtes Fachbuch.

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Coverabbildung

Ein Zitat im Vorwort des Buchs sorgt für die verdiente Einordnung des Stoffs in metaphysische Dimensionen: Auf die Frage, ob er an Gott glaube, antwortete Frank Sinatra einst: „Ich bin für alles zu haben, was einen durch die Nacht bringt, sei es ein Gebet, Tranquilizer oder eine Flasche Jack Daniels.“

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Vom Jagdrevier zum UNESCO-Weltnaturerbe

Das Buch „Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark“ gewinnt Literaturpreis

160 Moore, 350 Jahre alte Buchen und an die 10.000 Tierarten vom Juchtenkäfer bis zur Großen Rohrdommel oder dem Fischotter – das UNESCO-Weltnaturerbe „Wildpark Serrahn“ im Norden Deutschlands wurde dieses Jahr im übertragenen Sinne zum zweiten Mal ausgezeichnet. Die Autoren Hans-Jürgen Spieß, ehemaliger Leiter der Biologischen Station Serrahn, und der Naturfotograf Dr. Peter Wernicke, erhielten für ihr Buch „Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark“ den Annalise-Wagner-Literaturpreis.

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ThüringenForst legt den Klassiker „Sylvicultura Oeconomica“ neu auf

Zum Tag des Buches (am heutigen 8. Mai) denken viele Leser an die neuesten Romane, Krimis oder Essays. Für Förster hingegen ist es eine gute Gelegenheit, wieder einmal den Forstklassiker schlechthin, die Sylvicultura Oeconomica von Hans Carl von Carlowitz in die Hand zu nehmen. Gerade 2013 macht dies besonderen Sinn: Denn der Klassiker ist 300 Jahre alt geworden. 1713 durch den ein Jahr später verstorbenen Bergbau- und Forstexperten des sächsischen Hofes veröffentlicht, gilt dieses Werk als Geburtsstunde eines ursprünglich forstlichen Begriffs, der später einmal die ganze Welt erobern sollte: Die Nachhaltigkeit.

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Bücher: Dreimal Wilderei

Horst Eberhöfer, Der Wilderer im Nationalpark

Umschlag_EberhoeferIm 53 000 Hektar großen Nationalpark Stilfserjoch herrscht seit 1983 Jagdverbot. Und weil das Südtiroler Reviersystem das Jagdrecht an den Wohnort koppelt, dürfen die Menschen dort keine Jäger sein. Das fanden die ungerecht. Auch wollten die Bergler nicht zuschauen, wie die explosionsartig anwachsenden Rotwildbestände den für den Lawinenschutz wichtigen Bannwald kahlfraßen. So wurde der Nationalpark zu einer Hochburg der Wilderei. Ob Horst Eberhöfer so gute Gründe brauchte, ist indes fraglich, er wäre wohl ohnehin Wilderer geworden. Denn eigentlich, meint Eberhöfer, wäre der „gewöhnliche, zivilisierte Jäger“ viel lieber Wilderer, in dem noch „die Leidenschaft des Steinzeitmenschen“ am Werk sei. Mit geradezu steinzeitlicher Leidenschaft ist auch Eberhöfers Buch geschrieben. Er schildert, wie ihn sein Jagdtrieb weder arbeiten, noch schlafen lässt, wie Wilderei zur Sucht wird, wie ihn die Lust am Risiko dazu bringt, den dicksten Hirsch unter den Augen der Carabinieri zu schießen. Doch er verschweigt auch die Gefahren nicht: Die Hausdurchsuchungen, Verfolgungsjagden und Gefängnisaufenthalte ebenso wenig, wie Selbstekel und schlechtes Gewissen, die ihn befallen, wenn er „blind tötet“, statt zu jagen. Ein packendes Buch, das man in einem Zug durchliest.

143 Seiten, 18,50 Euro, ISBN 88-88118-16-0, Provinz Verlag w www.provinz-verlag.com

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