Hunde

Tracker-Hundeortung: Updates für App und Firmware

Zum bevorstehenden Start der Drückjagdsaison weist der finnische Hundeortungs-Spezialist Tracker seine Kunden darauf hin, dass Updates für die Tracker-App und die Tracker Ortungshalsbänder zur Verfügung stehen. Vor den großen Jagden sollten Tracker-Nutzer ihre Geräte aktualisieren. Um die App für Android auf den neuesten Stand zu bringen öffnen Sie Google Play Store > Meine Apps > wählen Sie Tracker > Tracker- aktualisieren. Für Kunden ohne Google Play Store: Im Handy den Internet-Browser (z.B. Google Chrome, Firefox usw.) öffnen > www.tracker.fi/download. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie alle neuen Funktionen und Verbesserungen zur Verfügung haben. Die aktuelle Version vom 18.8. ist Tracker 3.11.

Überprüfen Sie bei der Gelegenheit gleich, wie lange die Tracker-Lizenz noch gültig ist. Dazu öffnen Sie die Tracker-App, klicken auf das 3-Punkte-Symbol unten rechts auf dem Bildschirm des Handys, um das Menü zu öffnen,  und wählen „Lizenzen“. In dem Menü können Sie die Gültigkeit überprüfen. Sollte die Gültigkeit bald enden, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner. Bei Verlängerung wird die Gültigkeit der Lizenz ab dem letzten gültigen Tag um 1 Jahr verlängert. Ein Video-Tutorial zur Installation und Lizenzverlängerung finden Sie hier.

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Bayern: Staupefall bei Fuchs in Wolfratshausen

Im Stadtgebiet von Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) musste ein Jäger Ende Juli einen Fuchs mit zentralnervösen Störungen erlegen, wie das Landratsamt Wolfratshausen mitteilt. Bei dem Kadaver, der ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingeschickt wurde, ist Staupe festgestellt worden. Hundebesitzer sollten die Impfpässe ihrer Hunde überprüfen. Die Staupe ist eine Viruserkrankung, an der vor allem Hunde, aber auch Füchse und andere Fleischfresser wie Frettchen und Waschbären erkranken. Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Eine Infektion erfolgt über das Maul oder über die Luftwege durch Exkrete und Sekrete. Die Staupe kann sich an verschiedenen Organen manifestieren, sodass folgende Symptome auftreten können: Zentralnervöse Störungen, katarrhalische Form mit Augen- und Nasenausfluss, Lungenentzündung, Durchfall und Erbrechen oder die Veränderung der Hautform mit Verhärtung der Ballen (Hard Pad Disease).

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Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

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Verein Hirschmann wildert in fremden Revieren

Erstaunliches lässt der Verein Hirschmann (VH) verlauten: In der aktuellen Ausgabe des Hirschmannbriefs von 2016 heißt es auf S. 36: „Unsere Hundeführer werden älter (wie die Vorstandsmitglieder auch), die „Masse“ der nachdrängenden jungen Nachwuchsführer ist durchaus überschaubar und der jährliche Bedarf an Welpen orientiert sich eher an dieser Entwicklung als an der Notwendigkeit, dass es besser wäre, anstatt 60 eben 80 Welpen [Hört, hört!, Anm. d. Red.] zu züchten. Wie kann man diese Zahlen sinnvoll beeinflussen?

Es wäre gut, auf fähige junge Leute zurückzugreifen, auch wenn diese zur Zeit einen Jagdhund anderer Rasse führen. Wichtig ist es meines Erachtens, gute und leistungsfähige Hundeführer (übrigens auch im SHVD) zu identifizieren, die gut in unsere Reihen passen würden und mit denen schon heute vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird.

Sie sind alle aufgerufen, insbesondere aber unsere Nachsuchenführer in allen Regionen Deutschlands, die Führer zu identifizieren, namhaft zu machen, zu benennen, zu überzeugen und ihnen den Weg in den VH und zu einem Welpen zu eröffnen.“

Da drängen sich doch Fragen auf: Hat der VH so große Nachwuchssorgen (wie war das mit der „Masse“ der nachdrängenden Nachwuchsführer und dem alternden Verein?), dass er es nötig hat, seine Mitglieder in der offiziellen Vereinspostille aufzufordern, anderen Vereinen die Mitglieder abzuwerben? Und dann beim SHVD – dem Gottseibeiuns, dem Dissidentenverein, den angeblichen Schwarzzüchtern? Haben die Verantwortlichen beim VH nicht die Befürchtung, dass das selbst von den eigenen Mitgliedern als grob unsportliches Verhalten aufgefasst werden würde? Oder verbirgt sich in dem Eingeständnis, dass mit den Hundeführern vom SHVD „vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird“, zwischen den Zeiler eine Anerkennung der Hunde und Hundeführer des SHVD und damit dessen Zucht und Vereinsarbeit?

Wir haben den VH und den SHVD um Stellungnahme gebeten…

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Genetik und Hundezucht: „Viel Unwissenheit“

JAWINA hatte den Vorsitzenden des KBGS, Reinhard Scherr, um eine Stellungnahme zu dem Interview mit dem Humangenetiker Prof. Dr. Epplen gebeten. Scherr hat einen Kommentar zu dem Beitrag verfasst, den wir hier ungekürzt und unkommentiert wiedergeben. Die Antwort Scherrs auf unsere Anfrage, in der er sich einer öffentlichen Diskussion des kritisierten Zuchtgeschehens im KBGS letztlich verweigert, haben wir im Anschluss an den Kommentar online gestellt.

Kommentar Reinhard Scherrs:

„Die Zucht des bayerischen Gebirgsschweißhundes wird gerne als Beispiel für eine kleine Population genutzt und die Fehler, die in vielen Zuchtvereinen gemacht werden, werden dann auf diese Rasse projiziert. Der Klub verwahrt sich gegen die Aussage, die Welpenzahlen künstlich gering zu halten.

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Jagdhundezucht: Weg ins Verderben ?

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jörg T. Epplen, Humangenetiker an der Ruhr-Universität Bochum und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des VDH, über verbrecherische Zuchtstrategien, die Gefahren der Inzucht,  den Einfluss von Genen, Umwelt und Erziehung auf die Leistung von Hunden und „die hohe Kunst des Züchtens“.

JAWINA: Wenn ich als Züchter oder Zuchtverband einer kleinen Spezialhunderasse diese Rasse durch züchterische Methoden und Entscheidungen möglichst stark schädigen wollte – wie müsste ich da vorgehen?

Prof. Dr. Epplen: Puh. Mit Geschwistern züchten und möglichst nur mit einem Geschwisterpaar. Oder Sie könnten es natürlich auch teuer machen und sagen, ich kloniere bzw. kopiere den Hund, der den Prototyp der Rasse darstellt für jeweils 56.000 Dollar. So ist es durchaus möglich, die Rasse zu Grunde zu richten.

JAWINA: Ähnelt das letztere nicht auf fatale Weise der Zuchtstrategie in manchen Vereinen, wo hochprämierte Rüden besonders häufig zum Zuchteinsatz kommen?

Prof. Dr. Epplen: Ja.

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Wer hat Hasel gesehen?

Am 9. Mai dieses Jahres verließ die acht Jahre alte DW-Hündin Hasel gegen Abend unerlaubt das Grundstück in der Gemeinde Münchehofe zwischen Märkisch-Buchholz und Neu-Lübbenau im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald. Sie hatte ihren zehn Monate alten Sohn dabei. Dieser kam nach ca. 3 Stunden zurück, doch Hasel blieb verschwunden. Auch die tagelange Suche in der Umgebung durch die ganze Familie blieb ohne Erfolg. Es wurden alle anliegenden Landesforstdienststellen, Tierärzte, Tierheime, Ämter aller Art informiert. Auch TASSO, wo Hasels Chip registriert ist, wurde in die Suche einbezogen. Diese Organisation hat Suchplakate zur Verfügung gestellt, die in allen umliegenden Orten, Anschlagtafeln, Geschäften angebracht wurden. Leider hat sich kein Hinweis auf den Verbleib oder das Schicksal der Wachtelhündin ergeben, ihre Besitzer sind ziemlich verzweifelt. Deshalb die dringende Bitte an alle Leser in der Umgebung, die Augen offen zu halten und ggf. mit Hinweisen zu helfen.

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Meisterschaft auf der roten Fährte

Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine im Hochspessart

Am 24. Juni veranstalteten die Brackenzuchtvereine im JGHV ihre 13. gemeinsame Verbandsfährtenschuhprüfung (VFsP) im Spessartforstbetrieb Rothenbuch. Mit 14 gemeldeten Gespannen dürfte diese Fährtenschuhprüfung die größte ihrer Art in Deutschland gewesen sein. Was Anspruch bzw. Schwierigkeitsgrad angeht, so ist der Spessart mit seinen regional hohen Wilddichten und damit zahlreichen Verleitungen eine besondere Herausforderung. Ausrichtender Verein war in diesem Jahr der Verein Jagd-Beagle e.V.

Regen gab es im Spessart in den vergangenen Wochen kaum und die Temperaturen waren bei 25 bis 30 °C sommerlich heiß. Dazu wehte ein leichter Wind. Demzufolge war der Boden staubtrocken. Abseits der Wege versank man knöcheltief im trockenen Buchen- und Eichenlaub. Warum veranstaltet man eine Prüfung im Sommer bei diesen schwierigen Bedingungen? Diese Frage wurde von Gästen nicht nur einmal gestellt. Dabei liegt die Antwort doch nahe. Natürlich wird auch im Sommer gejagt, besonders wenn die Sauen im Feld zu Schaden gehen. Liegt das Stück nicht gleich, ist man auch hier auf Hunde angewiesen, die mit derart schwierigen Bedingungen fertig werden.

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37. Verbandsschweißprüfung Bergisches Land

Die Verbandsschweißprüfung (VSwP) Bergisches Land (NRW) zählt neben der Pfälzer Wald (Rheinland-Pfalz), der Hoherodskopf (Hessen) und der Elm (Niedersachsen) zu den vier bekanntesten Verbandsschweißprüfungen in Deutschland. Deren Zielsetzung ist die Bereitstellung  von Hunden mit geeigneten Führern für den Einstieg in die Nachsuchenpraxis, um damit zur waidgerechten und tierschutzkonformen Jagdausübung beizutragen. Weitere Informationen zu dieser Prüfung und der Arge „Schweiß“ finden Sie auf der Website www.jgv-oberberg.de unter Arge Schweiß -VSwP.

In diesem Jahr wird die 37. VSwP  am 25. / 26. 8.2017 mit einem Vorabendprogramm am 25.8.2017 von dem JGV „der Siegkreisjäger“ e.V., einem der sieben Mitgliedsvereine der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß ausgerichtet. Die Prüfung der Hunde erfolgt am 26.8.2017. Nennungsschluss ist der 29.7.2017, Nenngeld: 100,-€, Nennungen an: Bernd Sommerhäuser, Am Waldrand 5, 53229 Bonn. Beachten Sie bitte bereits bei Nennung die gültige Prüfungsordnung ( VSwPO ) und die Prüfungsbedingungen des JGHV. PM

Beitragsbild: Jagdhornbläser bei der VSwP Bergisches Land 2015. Quelle: Arge Schweiß

Sachsen: Polizei beschlagnahmt 35 BGS

Die Polizei hat bei einer Razzia in Lauter-Bernsbach (Erzgebirgskreis) 35 Hunde der Rasse Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) beschlagnahmt und auf umliegende Tierheime verteilt. Die Hunde waren bei einer Hausdurchsuchung entdeckt worden, bei der einem Bericht der Freien Presse zufolge Waffen sichergestellt werden sollten. Es habe sich sich um eine „Vollstreckungsmaßnahme im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens im Waffenrecht“ gehandelt, erklärte ein Behördenvertreter gegenüber der Zeitung. Die Tochter des Justizvollzugsbeamten, bei dem die Hausdurchsuchung stattfand, soll einen Handel mit Jagdwaffen betreiben. Die Hunde waren zufällig bei der Hausdurchsuchung entdeckt worden und laut Amtstierarzt „erheblich vernachlässigt“, so ein weiterer Bericht der Freien Presse. Eine Mitarbeiterin eines Tierheims sagte, die BGS seien zwar relativ gut genährt, aber, im Verhalten aber auffällig: Sie können „so gut wie nichts“ und  reagierten ängstlich auf Menschen. In dem Haus sei unbestätigten Berichten zufolge eine „Jagdhundezucht“ betrieben worden.

Beitragsbild: BGS-Porträt. Foto: Robert Saemann-Ischenko

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Aujeszky-Verdacht in Emsland und Saarland

Im Nordwesten des Saarlands (wie der Saarjäger berichtet) an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg und im Landkreis Grafschaft Bentheim (Niedersachsen) sind bei untersuchten Wildschweinen Antikörperbefunde erbracht worden, die zeigen, dass die Sauen Kontakt mit dem Erreger der Ausjeszkyschen Krankheit (Pseudowut) gehabt haben müssen. Diese durch Viren ausgelöste Infektion ist für Menschen ungefährlich, verläuft jedoch bei den meisten Säugetieren, insbesondere auch Hunden, tödlich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt folgende Maßnahmen, um Jagdhunde in betroffenen Gebieten vor einer Ansteckung zu schützen:

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Baujagd – Artenschutz unter Tage

Ganz hoch im Norden Deutschlands haben sich passionierte Baujäger ganz und gar der Baujagd verschrieben. Wir waren mit ihnen auf Jagd und haben uns über Anliegen und Ziele des Vereins informiert. Aus aktuellem Anlass bringen wir diesen Artikel aus dem JAWINA-Archiv über die unter heftigem Beschuss von Jagdgegnern stehende Bodenjagd.

Alles ist weiß und ein regelmäßiger Piepton das einzige Geräusch. Aber wir sind nicht bei einer spannenden Folge von Emergency Room gelandet, sondern auf einer Baujagd im tief verschneiten Ostfriesland. Claas Janssen hält den Empfänger des Hundeortungsgeräts dicht über den Erdboden: Unbeeindruckt piept das Gerät vor sich hin. Janssen stapft ein paar Schritte weiter, wiederholt die Prozedur. Wieder nichts, es piept, aber nicht richtig. Also weiter. Auf einmal schlägt die regelmäßige Tonfolge in einen aufgeregten Doppelpieps um: „Dor unnen muut ween.“, verkündet Janssen im heimatlichen Plattdeutsch: Da unten muss er sein.

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Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

Nachsuche am Hochzeitstag

Eine Jagdgeschichte von JAWINA-Leser TB

Vor einigen Jahren, an einem schönen warmen Juniabend gegen halb acht, bestieg ich mit meiner lieben Sippe den Wagen, um in unserem Lieblingsrestaurant unseren Hochzeitstag zu feiern. Frau, Tochter, deren Freund , unser DD und ich – ausnahmsweise im feinen Zwirn.
Kaum auf dem Weg, bekam ich einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft eines Nachbardorfes, in dem ich damals jagte. Neben ihm stünde ein Jäger, der gegen 17:30 Uhr ein Schmalreh beschossen hat und es nun nicht finden kann. Es wird dringend ein Hund zur Nachsuche gebraucht. Darauf ließ ich mir vom Schützen selbst die Situation beschreiben. Er erklärte mir, dass der Anschuß 80 bis 90 Meter westlich der Kanzel lag und er diesen ordnungsgemäß an einer kleinen Kiefer verbrochen hätte. Bei der Nachsuche könne er nicht helfen, da er schon auf dem Heimweg sei. Da es für uns nur ein kleiner Umweg war, sagte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn zu.

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Kracks! Britzel! Schmor! Wolfsschutzweste für Hunde mit Hochspannung

Die schwedische Firma Wolfproof bietet Hundeschutzwesten an, die Hunde in Wolfsgebieten mittels Hochspannung vor Angriffen des Raubtiers schützen soll. Die von dem Erfinder Thure Sundqvist entwickelte Schutzweste besteht aus der eigentlichen Weste, die in Nacken, Rücken, Hinterteil und Brust mit flexiblen Leiterbahnen durchzogen ist. Die gegen Nässe und Schmutz gekapselte Steuerelektronik und der Akku sitzen in einem Kunststoffgehäuse, das oben mittig in einer Tasche auf der Weste untergebracht ist. Es ist lt. Hersteller leicht von außen feststellbar, ob die Weste eingeschaltet ist, ob sie aufgeladen ist oder ein Stromschlag abgegeben wurde. Der Stromstoß soll nur durch den starken, punktuellen Druck eines Wolfszahns ausgelöst werden, ansonsten sei die Weste für Hund und Halter gefahrlos zu tragen, auch wenn sie nass ist, verspricht Wolfsproof.

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Kleintiere gerissen: Jagdhund als „gefährlicher Hund“ eingestuft

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat einen Jagdhund der Rasse Deutsch-Drahthaar zum „gefährlichen Hund“ deklariert, weil dieser bei zwei Vorfällen im Mai und August 2016 insgesamt 17 Meerschweinchen und Kaninchen gerissen hat. Der Hund war seinem Besitzer, einem 56 Jahre alten Jäger aus Solingen, bei Apportierübungen davon gelaufen. Bei den folgenden ungenehmigten Ausflügen drang er einmal in einen Kaninchenstall , dann in den Kleintierzwinger einer privaten Pflegestation ein, wo er mehrere Kaninchen und Meerschweinchen riss und das eine oder andere auch forttrug. Ob er letztere ordnungsgemäß apportierte und ausgab, ist nicht bekannt. Die Richter bestätigten mit ihrem im Eilverfahren ergangenen Urteil eine entsprechende, zuvor von der Stadt Solingen verhängte Ordnungsverfügung. Die Tötung der Kleintiere durch den Jagdhund – die Richter sprechen tatsächlich von einem „Kleintiermassaker“ – rechtfertigt nach Ansicht des Gerichts die Feststellung der Gefährlichkeit laut Landeshundegesetz. Alle Erkenntnisse sprächen für ein „Fehlverhalten des Hundes“.

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Drückjagd nimmt böses Ende für zwei Jagdhunde

Eine Drückjagd am Samstag im Lebacher Wald im Saarland nahm einen schlimmen Ausgang für zwei beteiligte Jagdhunde: Ein vierläufiger Jagdhelfer wurde von einem Jäger durch einen Schuss versehentlich tödlich getroffen, während der Hund einem Wildschwein nachjagte. Gezielt hatte der Jäger auf das Wildschwein. Ein anderer Jagdhund verursachte auf der B 268 zwischen Lebach und Schmelz einen Verkehrsunfall. Der Hund wurde leicht verletzt. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdhund (Symbolbild). Foto: SE

Stöberprüfung 4.0

Was bringt der Einsatz von Hundeortungsgeräten auf Stöberprüfungen? Auf einer GP des Schwarzwildbrackenvereins konnten Hundeführer und Richter Tracker-Ortungshalsbänder ausprobieren – und waren begeistert:

Es ist nicht immer einfach, die Leistung von Stöberhunden auf Prüfungen fair, gerecht und fundiert zu beurteilen. Wird der Prüfling geschnallt und verschwindet im Unterholz, um nach zwei Stunden, hechelnd ermattet, mit heraushängendem Lecker zu seinem Führer zurückzukehren, so werden die Richter davon ausgehen, dass er wohl ordentlich gejagt habe und eine mindestens gute Note vergeben. Möglicherweise ungerechtfertigt, wenn der Hund die Zeit in einer Dickung verschlafen oder im Nachbardorf zwei läufige Hündinnen gedeckt hat.

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Hessen: Jagdhund mit Aujeszky infiziert

Aujeszkysche Krankheit bei Jagdhund aus dem Odenwald nachgewiesen: LJV Hessen rät Hundeführern zur Vorsicht bei anstehenden Drückjagden

Bad Nauheim. Im Landkreis Odenwald hat sich ein Jagdhund Anfang November auf einer Bewegungsjagd mit dem Aujeszky-Virus infiziert und ist wenige Tage danach in einer Tierklinik verstorben. Das Hessische Landeslabor bestätigte heute nach der Obduktion des Hundes den Verdacht. Die Amtsveterinärin des Odenwaldkreises, Frau Dr. Sabine Sanft, erklärte dazu gegenüber dem LJV: „Es ist jederzeit damit zu rechnen, dass sich ein Hund sowie alle anderen Fleischfresser mit dem Aujeszky-Virus infizieren. Dies ist die erste nachgewiesene Infektion bei einem Hund aus dem Odenwaldkreis“. Aber auch Wiederkäuer sowie Katzen können sich infizieren. Die typischen Krankheitsanzeichen sind plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Juckreiz, hohes Fieber und/oder Lähmungserscheinungen. Bei Verdacht auf eine AK-Infektion sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht und das zuständige Veterinäramt informiert werden.

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Sachsen-Anhalt: Jagdhund angefahren, Kennzeichen abmontiert, weitergefahren

Während einer Drückjagd am vergangenen Samstag bei Colbitz (Landkreis Börde) ist ein Kopov auf der B189 von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden, wie az-online berichtet. Zeugenberichten zufolge stieg der Fahrer des silbernen Golfs aus, montierte die Kennzeichen ab und setzte seine Fahrt fort. Ob der Wagen nun geklaut war, als Dienstwagen eines Drogenkuriers diente oder der Fahrer einfach nur besoffen war: Bislang konnte er leider nicht ermittelt werden. Ein Bekannter der der Hundebesitzerin, Sarah Elisa Olitzsch, hat glücklicherweise den Unfall beobachtet. Er eilte zur Unfallstelle, konnte den Unfallflüchtigen aber nicht aufhalten. Kopov Nick verdankt sein Leben vermutlich diesem Augenzeugen, er wurde schnell gefunden und in tierärztliche Behandlung gebracht. Er trug mehrere Hautwunden und ein offenes Kniegelenk davon. Sarah Elisa Olitzsch ist verständlicherweise stinksauer. Sie hat viele Fotos von Nick auf ihrer Facebook-Seite eingestellt. Sie schreibt:

BITTE TEILEN!

An den Mann, der gestern Mittag den Jagdhund auf der B189 zwischen Dolle und Colbitz angefahren, liegen gelassen und somit Fahrerflucht begangen hat… hoffentlich wirst du vom Karma bestraft!

Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können, anstatt deine scheiß Kennzeichen abzubauen und sich zu verpissen!

Jeder Hund wäre sofort tot gewesen, aber da wir ihn so schnell wie möglich finden und versorgen konnten, ist er wieder stabil.

Beitragsbild: Bilder vom angefahrenen Kopov Nick auf Sarah Elisa Olitzschs Facebook-Seite. Copyright: privat/facebook

Niggeloh: Schweissriemen überarbeitet

Niggeloh hat den bewährten Ultra-Schweißriemen überarbeitet und verbessert: Der neue Ultra in orange-oliv ersetzt das in gelb-oliv gehaltene Vorgänger-Modell. Neu ist laut Hersteller auch die webtechnisch anspruchsvolle Kernfüllung mit umwebter Kante. Dank des Niggeloh-typischen Querrippen-Designs liegt der Schweißriemen komfortabel und griffig in der Hand. Die Verschnallung ist aus Leder gefertigt und am Übergang zum Riemen doppelt vernäht, ein Lederstopper kündigt einen Meter vor Schluss das Riemenende an. Die Schnalle macht einen sehr soliden Eindruck. Der Schweißriemen ist resistent gegen Schmutz und Nässe, das Vorgängermodell hat sich in der Praxis als äußerst verschleißfest erwiesen. Der zwölf Meter lange und 20 Millimeter breite Riemen wiegt nur ca. 450 Gramm und kostet (UVP des Herstellers) 49,90 Euro. PM/SE

 

Weil er nicht gehorchte: Jäger soll seinen Hund erschossen haben

Ein Jäger aus Haseldorf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) soll seinen jungen Jagdhund erschossen haben, weil dieser nicht gehorchte. Das berichten die Elmshorner Nachrichten. Demnach hatte der Weidmann, der Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Pinneberg sein soll, sich den Jagdhund erst vor einigen Monaten als Junghund angeschafft. Das Tier soll die Erwartungen seines Besitzers nicht erfüllt haben: Dem Bericht zufolge wilderte der Hund und riss bei seinen ungenehmigten Ausflügen auch Wild. Dies ist nach Ansicht erfahrener Jagdhundeausbilder sicherlich mindestens zum Teil auch Fehlern in der Ausbildung anzulasten. Der Jäger soll den Hund, da er seiner Auffassung für die Jagd nicht taugte, erschossen haben. Der Vorfall kam nur ans Licht, weil der Mann freimütig davon erzählte.

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Tierheim Passau: Keine Jagdhunde an Jäger

Da Tierheim Passau hat im Internet eine Vermittlungsanzeige für eine Kurzhaar-Hündin platziert mit dem Hinweis, dass Jäger von einer Bewerbung um den Jagdhund Abstand nehmen sollten. Die Begründung lässt selbst ruhigen Zeitgenossen vor Wut den Kamm schwellen: Jäger gelten als nicht tierlieb, führte die Vorsitzende der Tierschutzbewegung Ostbayern und Oberösterreich, Gerda Machowetz, gegenüber der Passauer Neuen Presse aus. Außerdem sei die Ausbildung zum Jagdgefährten für den Hund nicht gerade angenehm und angeblich würden viele Jäger „ihre Tiere die ganze Woche im Zwinger halten und sie erst am Samstag zur Jagd hinaus lassen.“ Ihre völlige Ahnungslosigkeit stellt Machowetz mit der Aussage unter Beweis, dass man zwar nicht pauschal alle Jäger verurteile (was nach dem oben Gesagten glatt gelogen ist), sich aber „gegen die Treibjagd“ wende und gegen solche, „die Jagd zum Hobby“ machten. Anscheinend treibt die Dame sich ausgiebig auf den Seiten militanter Jagdgegner und Tierschützer herum, wo die entsprechenden Vorurteile bekanntlich mit Inbrunst gepflegt werden. Ob man mit solchen Aussagen qualifiziert ist, ein – vermutlich gemeinnütziges – Tierschutzverein zu leiten, erscheint fraglich.

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Sie nennen mich Willi – ein Schweißhundwelpe erzählt

Eine Kolumne von Robert Saemann-Ischenko

14. Folge: Büchsenöffner

Neulich hat mich eine Frau aus Hamburg Büchsenöffner genannt. Keine Ahnung, was sie meint, ich habe fürs Büchsenöffnen eigentlich Personal. Also habe ich meine Freundin Melli gefragt, die ist in einem rumänischen Waisenhaus aufgewachsen und kennt das Leben. Melli sagt, der Spruch bedeutet, ich sei ein sehr hübscher Kerl, auf den die Frauen dermaßen was von abfahren würden, dass man mich gezielt einsetzen könnte, um welche kennenzulernen, und in Hamburg würden Hosen Büchsen heißen, ich wüßte schon, dass ich mir darauf aber nichts einbilden solle, sonst würde sie mich gleich mal auf den Rücken drehen und in die nächste Mistpfütze tauchen, bis ich nicht mehr wüßte wo oben und unten und ob ich Männlein oder Weiblein wäre.

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„Jedem Jäger seinen Schweißhund?“

Oder sollte die Frage in der heutigen Zeit nicht lauten: „Jeder Jäger führt den Hund, den er mag?“ Der Vorstand des Schweißhundevereins Deutschland e.V (SHVD) äußert sich auf Anfrage von JAWINA zum Rauswurf aus dem CMKCHB und zum Verhältnis des SHVD zu den anderen SChweißhundeverbänden.

Der Ausschluss der Deutschen Mitglieder aus dem CMKCHB beruht auf einer internen Regelung der zum ISHV zusammengeschlossenen Landesverbände , nach der man als Ausländer nur dann Mitglied im CMKCHB sein kann, wenn zugleich eine Mitgliedschaft in einem im ISHV organisierten Heimatverein gegeben ist. Dies kann vom SHVD nicht kommentiert werden, da uns dieses Regelwerk nicht bekannt ist.  In der uns zur Verfügung stehenden Satzung des ISHV lassen sich diesbezüglich keine Aussagen finden.

Wenn es diese Regel (als Ausländer Mitglied im CMKCHB nur, wenn auch die Mitgliedschaft im ISHV-organisierten Heimatverein gegeben ist) im ISHV geben sollte, dann drängen sich unter anderem folgende Fragen auf:

Warum wird diese Regel erst jetzt auf langjährige und aktive Mitglieder im CMKCHB angewandt?

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Bewertung der Diskussion um das Nachsuchewesen aus der Sicht eines BGS-Führers

Ein Gastbeitrag von Reinhard Scherr, 1. Vorsitzender des Klubs für Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. (KBGS)

In den letzten Wochen und Monaten wurde sehr ausführlich über das Nachsuchewesen in der Jagdpresse berichtet. Ausgelöst wurde die Berichterstattung durch die Gründung des
„Deutschen Schweißhundeverbandes“. Alle Artikel und Lesermeinungen habe ich zusammengetragen und versucht objektiv auszuwerten, um evtl. herauszufinden, wo für die traditionellen Vereine Handlungsbedarf besteht und wo man antiquierte Vereinsvorstellungen über Bord werfen kann. Aber auch um zu erkennen, an welchen Gepflogenheiten man im Sinne einer gerechten Nachsuche und zum Wohle der Jagd und des Tierschutzes unbedingt festhalten muss.

Die Schweißhunde sind ohne Zweifel angenehme, gut zu haltende Familienhunde, die bei entsprechender Führung einen hohen Grad an Spezialisierung erlangen können. Die Nachfrage stieg durch die Veränderung der jagdlichen Bedingungen, Rückgang des Niederwildes und permanenter Anstieg der Schalenwildstrecken, sprunghaft an.

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Sachsen: Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald eröffnet

Jagdhundeführer können ab dem 1. April 2016 das Schwarzwildgatter „Seelitz“ im Rahmen der Jagdhundehausbildung nutzen

Im September 2015 hat Sachsenforst sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Er ist Betreiber des Schwarzwildgatters „Seelitz“ und gewährleistet zukünftig den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung an den Schwarzkitteln. Rund 120.000 Euro hat Sachsenforst in das Schwarzwildgatter „Seelitz“ investiert, wie SachsenForst in einer Pressemitteilung erklärt.

Seit Jahren werden Jahr für Jahr zwischen 25.000 und 30.000 Wildschweine in Sachsen gestreckt. Trotz dieser hohen Abschusszahlen ist es den Jägern nicht gelungen, die Schwarzwildbestände nachhaltig zu reduzieren. Offenbar übertrifft der jährliche Zuwachs an Jungtieren noch immer die Verluste durch Krankheiten, Straßenverkehr oder Jagd. Leider müssen Landwirte, aber auch Waldbesitzer immer wieder Schäden hinnehmen, die durch Wildschweine verursacht werden. „Das Schwarzwildgatter ist ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Professionalität. Es liegt in unserem Interesse, die Schwarzwildbestände deutlich abzusenken. Nur so können die Schäden an der Wald- und Feldflur auf ein Minimum reduziert werden“, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun.

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IWA 2016: Hannah – Horror herzlicher Hundesitter

„Jeder Jawina-Leser liebt Hannah, also bring sie bloß mit“, forderten mich meine Gastgeber während der IWA 2016, Robert Saemann-Ischenko (Autor der beliebten Willi-Kolumne auf JAWINA) und seine Frau Anja auf. Robert und Anja sind höfliche Menschen. Folglich haben Sie nicht direkt gesagt, dass ich meinen Köter bei einem etwaigen erneuten Besuch doch bitteschön zuhause lassen sollte. Gedacht haben sie es wahrscheinlich schon. Ich könnte es verstehen. Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen. Natürlich hatte die betagte, gleichwohl unvermindert durchsetzungsstarke Kurzhaarhündin den freundlich-konzilianten BGS-Rüden gleich am ersten Abend von seinem komfortablen Hundeplatz an der Heizung verdrängt. Betrübt suchte Willi sein Notlager auf der Sauschwarte auf, während Hannah reueloses Wohlbefinden durch die üblichen Schnarchlaute ausdrückte. Diese veranlassten meine Gastgeber, sorgenvolle, ja alarmierte Blicke in Richtung des Gasthundes zu werfen: War hier die Anwendung des Heimlich-Handgriffs geboten? Musste man den tierärztlichen Notdienst anfordern? „Normales Betriebsgeräusch“, suchte ich die skeptischen Gastfreunde zu überzeugen.

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Die Aujeszkysche Krankheit bei Hunden bleibt extrem selten

DJV-Interview mit Veterinärmediziner Dr. Thomas Müller vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

In den vergangenen acht Wochen wurden zwei Fälle von Aujeszkyscher Krankheit (AK) bei Jagdhunden über Länderbehörden gemeldet, ein weiterer Fall wurde über die sozialen Medien bekannt. Weshalb treten drei Fälle der beim Jagdhund seltenen Krankheit so unmittelbar hintereinander auf? Wie können Jäger ihren Jagdhund schützen? Der DJV sprach mit Veterinär Dr. Thomas Müller, Leiter des nationalen Referenzlabors für die Aujeszkysche Krankheit am Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems.

DJV: Welcher Erreger steckt eigentlich hinter der Aujeszkyschen Krankheit?

Dr. Müller: Der Erreger der AK ist ein Alphaherpesvirus und wird laut derzeit gültiger Taxonomie als Suid Herpesvirus 1 (SHV1) bezeichnet. Wie der lateinische Name sagt, sind Haus- und Wildscheine die natürlichen Wirte bzw. Reservoire für dieses Virus. Ein charakteristisches Merkmal der AK bei Schweinen ist die lebenslange Viruslatenz.

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Niedersachsen: Sauengatter im Landkreis Celle soll 2017 eröffnen

Bei Bonstorf im Landkreis Celle soll 2017 ein Schwarzwildgatter zur Ausbildung von Jagdhunden eröffnen. Das berichtet die Cellesche Zeitung. Der „Verein zur Förderung des Schwarzwildgatters“ hat demnach die erforderlichen Mittel zusammen gebracht. Im Frühjahr soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Das Saugatter soll insgesamt neun Hektar groß und in vier Teilbereiche einschließlich einem Ruhegatter unterteilt sein. Schwarzwildgatter dienen dazu, Jagdhunde auf die Begegnung mit dem wehrhaften Wild unter kontrollierten Bedingungen vorzubereiten. Für die Wildschweine ist die Interaktion mit den Hunden, die die Sauen Laut gebend stellen, aber nicht ernsthaft attackieren (sollen) natürliches Verhalten. In Studien wurde nachgewiesen, dass die Wildschweine dabei nicht an Stress leiden.

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Bayern: Landtagsabgeordneter scheitert mit Vorstoss für Brauchbarkeits-Verordnung

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein ist im Landtag mit seinem Vorhaben gescheitert, einen „Erlass einer landesgesetzlichen Regelung zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden“ zu erwirken. Anlass dieses Vorstosses war einem Bericht der Main-Post zufolge der Besuch Woerleins bei einem Jägerstammtisch im Landkreis Augsburg. Die anwesenden Jäger taten offenbar, was mancher Weidmann bekanntlich (leider) gern und oft tut: Sich über andere Jäger und deren Hunde echauffieren: Es seien immer wieder Hunde auf Jagden unterwegs, die zur Jagd gar nicht taugten, selbst Möpse seien schon in Revieren gesichtet worden, klagten die Jäger. Wie gut und günstig muss es um die Jagd in Bayern stehen, wenn sich bajuwarische Weidmänner beim Besuch eines Landespolitikers über nichts anderes beklagen können, als über ihre Mitjäger! Der für Tierschutz stark engagierte Woerlein brachte sein Anliegen im Agrarausschuss des bayerischen Landtages zur Sprache, wo er der Main-Post zufolge feststellte, dass Bayern das einzige Land sei, in dem „nicht geprüfte Hunde auf Tiere losgelassen“ werden dürften. (Was nicht stimmt, Berlin hat auch keine Brauchbarkeits-Verordnung).

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Hessen: Aujeszky bei Jagdhund nachgewiesen

Erhöhtes Risiko für Jagdgebrauchshunde

Das Hessische Landeslabor hat bei einem Jagdhund den Nachweis der selten auftretenden Aujeszkyschen Krankheit (AK) erbracht. Das Tier kam in Bayern zum Einsatz und hatte nachweislichen Kontakt zu Schwarzwild. Wildschweine gelten als Krankheitsüberträger für die Aujeszkysche Krankheit. Der Hund zeigte die für diese Viruserkrankung typischen Krankheitserscheinungen, wie plötzlich auftretende Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und Juckreiz und musste eingeschläfert werden. Bei der Obduktion konnten entsprechende Veränderungen im Nervengewebe sowie im Labor das Virus eindeutig nachgewiesen werden.
„Hundebesitzer sollten in Wald und Flur ihre Vierbeiner anleinen und Jäger sollten keinesfalls rohes Wildschweinfleisch verfüttern“, rät der Direktor des Landeslabors Professor Hubertus Brunn. Denn: „In seltenen Fällen kann es durch den direkten Kontakt des Hundes mit dem Wildschwein oder indirekt über Ausscheidungen infizierter Wildschweine zu einer Virusübertragung mit anschließender Infektion des Hundes kommen, die in der Folge einen tödlichen Verlauf nimmt“, so Brunn. „Der Mensch ist für das Virus nicht empfänglich, aber fast alle Säugetierarten können erkranken“, erklärte der Direktor.

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Von Sperlingshunden und Katzen in Säcken

Eine Entgegnung auf die Stellungnahme des VH-Vorsitzenden Jürgen Schlüter zum Jawina-Bericht über den Rauswurf der deutschen Mitglieder aus dem tschechischen Schweißhundeverband CMKCHB.

Eigentlich ist mir meine Zeit zu schade, um mich mit Hundevereinsfunktionären herumzustreiten. Doch die Stellungnahme, die der Vorsitzende des Vereins Hirschmanns (VH), Jürgen Schlüter, als Reaktion auf den Jawina-Bericht über den Rauswurf der deutschen Mitglieder aus dem tschechischen Schweißhundeverband CMKCHB verfasst hat, kann nicht unwidersprochen bleiben. Nicht weil das weitschweifige, selbstgefällige, dabei sterbenslangweilige und mit persönlichen Angriffen gespickte Pamphlet besondere Aufmerksamkeit verdient hätte – sondern weil es ein selten verlogenes und heuchlerisches Machwerk darstellt.

Das fängt damit an, dass Schlüter seine Stellungnahme nicht etwa an den eigentlichen Adressaten, die Jawina-Redaktion, richtet, sondern an den Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), der auf seiner Facebook-Seite auf den Jawina-Beitrag hingewiesen hat. Schlüter bat den LJVB laut Begleitmail, seine Stellungnahme an uns weiterzuleiten. Er könne das selbst nicht tun, denn er sei krank. Da fragt man sich natürlich, was das für eine komische Krankheit ist, die es dem Herrn Schlüter zwar ermöglicht, mit dem LJVB zu kommunizieren (gewissermaßen auf einer Ebene, von Verband zu Verband…), nicht aber mit der Jawina-Redaktion… Arrogantiasis?

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