Hunde

Bayern: Wildschweine greifen Hunde an

Ein Hund tot, fünf weitere schwer geschlagen

In Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) ist eine Hundetrainerin bei einem  Spaziergang mit acht Hunden von Wildschweinen attackiert worden. Ein Hund überlebte den Angriff nicht, fünf weitere sind schwer verletzt worden. Die 33jährige, die auch eine Hundepension betreibt, war in einem Waldstück in Letten, einem Ortsteil von Lauf an der Pegnitz unterwegs. Der Vorfall ereignete sich am Montag Abend. Die Hundetrainerin war einem Bericht des Onlineportals nordbayern.de zufolge auf dem Rückweg zu ihrem Auto, als ein Wildschwein zuerst einen frei laufenden, aber Maulkorb tragenden Rottweiler-Rüden annahm. Ein weiteres Wildschwein kam hinzu, ein drittes hielt sich am Rand des Weges im Hintergrund. Erst als zwei Jogger zu Hilfe kamen und – ziemlich mutig – auf die Wildschweine eintraten, ließen die Sauen von den Hunden ab.

Weiterlesen

DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers „Hundearbeit im Wolfsgebiet“ ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre „Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer“ veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

Weiterlesen

Laute Jagd in Unterfranken

Gemeinsame Anlagenprüfung der Brackenzuchtvereine

Das Wappen des fränkischen Städtchens Haßfurt ziert ein goldener Hase. Ob es sich dabei nur um einen heraldischen Bezug zum Ortsnamen handelt oder ob die Region in Unterfranken schon damals für seinen Hasenreichtum bekannt war, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In jedem Fall gab es am 7. April reichlich Hasen, als sich die Brackenzuchtvereine zu ihrer dritten gemeinsamen Anlagenprüfung in Rügheim trafen. Der Blick über den eigenen Tellerrand schadet nicht und daher pflegen der Deutsche Brackenverein, der Deutsche Bracken-Club, der Klub Tirolerbracke und der Verein Jagd-Beagle einen regen Austausch und eine gemeinsame Prüfungsordnung. Sinn und Zweck einer Anlagenprüfung ist es, die natürlichen Anlagen der jungen Bracken zu überprüfen, um Rückschlüsse auf den Zuchtwert der Elterntiere zu gewinnen. Die Hunde dürfen zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre sein. Auf einer Anlagenprüfung kann man nicht durchfallen oder bestehen und da man Gene nicht in Preisklassen einteilen kann, findet auch keine Prämierung statt. Zum Zeitpunkt der Prüfung soll der Einfluss des Führers noch nicht zu groß sein, womit womöglich die Anlagen überdeckt werden könnten. Im Idealfall werden hier Hunde vorgestellt, die selbstbewusst, willensstark und sicher auch über eine längere Zeit laut einer Hasenspur folgen können. Damit sich die Anlagen auch wirklich gut ausbilden, sollten die Hunde vorher schon an Hasen gearbeitet haben.

Weiterlesen

Freds Weg: Altersgerechtes Arbeiten

Beim zweiten Ansetzen Lucas direkt nacheinander hat der bereits begriffen, was gespielt wird. Und da die Futtermenge der ersten Runde seinen Appetit bei weitem unterschreitet, legt er sich nun schon gieriger ins Zeug. „Gib‘ mal vorsichtig Riemen“, ruft Markus Nadja zu. Nachdem Luca auf deren Fingerzeig am ‚Anschuss‘ ordentlich loszieht, bleibt sie nun – anders als beim ersten Mal, stehen und lässt den Feldriemen durch die Hänge gleiten. Luca stört das überhaupt nicht, beharrlich arbeitet der die fünf Meter aus. Zwar nimmt auch er noch nicht alles restlos auf, zumindest aber schon mehr, also zuvor noch Fredi.

Eine neue Fährte wird präpariert. Foto: Frank Martini

Weiterlesen

Sachsen: Hundeführer fordern Rechtssicherheit bei Konflikten mit Wölfen

Am 21. März fand im sächsischen Weinböhla eine Zusammenkunft von engagierten Hunde- und Nachsuchenführern statt. Das Treffen diente vor allem dem Erfahrungsaustausch zum Thema Hundeeinsatz auf Jagden in Wolfsgebieten – ein Thema, dessen Dringlichkeit nicht zuletzt die Tötung eines Stöberhundes durch einen Wolf im Januar auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen verdeutlichte. Die international zum Teil gut vernetzten Hundeführer berichteten von Erfahrungen und Lösungsansätzen aus anderen Ländern mit Wolfsvorkommen: „Interessant war die Information der slowakischen Schweißhundeführer, dass Schweißhunde mit Fährten- und Sichtlaut wegen der Wölfe geringere Überlebenschancen hätten, als Hunde haben die stumm jagen“, stellte der Initiator des Treffens, der BGS-Führer Christoph E. fest. Dass aufgrund dieser Problematik verstärkt stumm jagende Hunde eingesetzt und der Wert des Lauts als Zuchtziel infolgedessen hinterfragt werde, kommentierten einige der Anwesenden mit Bestürzung. „Ich hoffe nicht,“, so Christoph, „dass irgendwann, wegen des Wolfes, die Zuchtrichtlinien im Hinblick auf Fährten- und Spurlaut wegen der Möglichkeit der Ortung durch das GPS überarbeitet werden.“

Weiterlesen

Nichts dazugelernt

 

Hurra, wir verblöden: Unbeeindruckt von Expertenwissen und gesundem Menschenverstand führt der Klub Bayerischer Gebirgsschweißhund (KBGS) seine traditionelle, auf „genetische Vereinheitlichung“ der Rasse setzende Zuchtstrategie fort.

Auf der Jahreshauptversammlung des KBGS in Suhl am 29.4.2017 ließ sich der Klub von dem renommierten Humangenetiker und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VDH, Prof. Dr. Jörp Epplen beraten. Der Vereinsvorsitzende und vor allem auch der Zuchtwart seien „durch den Vortragsinhalt und die Aussagen etwas durcheinander geschüttelt“ worden, berichtete Epplen im Interview mit JAWINA, in dem der Genetikexperte sich mit deutlicher Kritik nicht zurückhielt: Von „verbrecherischen Zuchtstrategien“ war sogar die Rede. Schon damals argwöhnten Insider, dass sich die Vereinsoberen von Fachwissen und Sachkenntnis nicht irritieren lassen würden: „Lass den mal reden, wir wissen schon, wie es richtig ist: So, wie wir es immer gemacht haben“, sei die Devise. Die aktuelle Verpaarungsliste des KBGS liefert einen geradezu erschütternden Beleg für diese These.

Weiterlesen

Dürfen Hundeführer ihren Jagdhund gegen Wolfsangriffe verteidigen?

Die Tötung einer Bracke auf einem sächsischen Truppenübungsplatz hat die Frage aufgeworfen, wie die Rechtslage ist, wenn man seinem von einem Wolf angegriffenen Hund zu Hilfe kommen muss. In Schweden, bekanntlich ein EU-Land, in dem Wölfe dem selben strengen Schutzstatus unterliegen wie in Deutschland, ist die Sache in vorbildlicher Eindeutigkeit geregelt: In § 28 der schwedischen Jagdverordnung heißt es dazu: Greift ein Raubtier wie Bär, Wolf, Vielfraß oder Luchs Haustiere an, oder besteht vernünftiger Grund zu der Annahme, dass ein solcher Angriff bevorsteht, so dürfen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, das Raubtier zu vergrämen. [Om något av rovdjuren björn, varg, järv eller lo angriper tamdjur eller om det finns skälig anledning att befara ett sådant angrepp, får åtgärder vidtas för att skrämma bort rovdjuret.]

Vergleichbare Regelungen für Deutschland gibt es bislang nur in der Brandenburger Wolfsverordnung, in deren § 1 die Vergrämung von Wölfen geregelt wird.  Demnach dürfen Wölfe, „die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.“

Die Tötung eines Problemwolfs setzt jedoch einen entsprechenden behördlichen Beschluss voraus. Doch welches Recht hat ein Hundeführer, der seinem von einem Wolf angegriffenen Jagdhund zu Hilfe kommt?

Weiterlesen

Jagdhunde: Mit dem Welpen auf die Spur

Die Einarbeitung auf die Spur ist ein Teil jagdlicher Ausbildung, die nicht früh genug beginnen kann. Auch mit Welpen ist sie bereits möglich. Ein Beitrag von Frank Martini.

Da haben Sie ihn nun endlich – den lang‘ ersehnten künftigen Jagdgenossen. Gerade noch rechtzeitig vor Jahreswende oder Adventszeit kam er ins Haus, nun ist er erst wenige Wochen bei Ihnen. Und Sie überlegen nun, ob’s vielleicht angesichts der Jahreszeit und Ihrer Pläne nicht besser ein deutlich früherer Wurf hätte sein sollen? Mag schon sein, hilft Ihnen jetzt aber nicht mehr. Beim nächsten Mal vielleicht. Da Wichtigste aber: Ist nicht schlimm! Nur Mut! Sie wissen doch, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Erst recht für Jäger und Rüdeleute. Also raus – die kalte Jahreszeit und das ‚Babyalter‘ Ihres Hundes kann keine Ausrede sein, Gelegenheiten zu verschenken. Schließlich sehen Sie ja auch zu, Ihren Zögling ehestmöglich stubenrein zu bekommen und schon mal mit Sitz, Platz oder Ablegen sowie der Leine vertraut zu machen. Spätestens damit aber sind Ihr Welpe (und Sie) auch reif für die Spurarbeit.

Weiterlesen

Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

Weiterlesen

Österreich: Jagdterrier wütet in Hühnerstall – Bauer schlägt ihn tot

Im niederösterreichischen St. Christophen ist ein auf einer Jagd entlaufener Jagdterrier (DJT) in den Hühnerstall eines Bauern eingedrungen, wo er „13 Hendl zerbiss“, wie NÖN.at berichtet. Weitere Hühner liefen in Panik davon, von denen einige auch gestorben sein dürften. Der Landwirt, der in einem Stall arbeitete, bemerkte den „Aufruhr“ bei den Hühnern und wollte den Eindringling verscheuchen. Dies gelang nicht, stattdessen zeigte der DJT rassetypisches Verhalten und ging auf den Bauern los. Daraufhin zog ihm der Bauer ein Werkzeug über den Schädel, der Hund starb. Es täte ihm leid, dass der Hund gestorben sei, sagte der Bauer gegenüber NÖN.at, aber beißen lassen müsse er sich auch nicht. Der Hundebesitzer äußerte sein Unverständnis und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die toten Hühner wären ein Versicherungsfall gewesen. Der Jäger will den Kadaver seines Hundes untersuchen lassen, um so festzustellen, wie oft der Bauer zugeschlagen hat.

Beitragsbild: Hühner – gegen einen DJT chancenlos. Foto: SE

Ökumenisches Anschuss-Seminar

Das hat Vorbild-Charakter: Die Jagdschule des Brandenburger Jagdverbands König-Wusterhausen veranstaltet im Rahmen der Jungjägerausbildung jeweils ein Anschuss-Seminar, in dem die Jagdscheinaspiranten mit den Grundlagen des Nachsuchewesens vertraut gemacht werden. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag, in dem die Jagdschüler alles Wesentliche über Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und die Hundearbeit erfahren, aber zum Beispiel auch, wie man Nachsucheführer in seiner Umgebung ausfindig macht und erreicht oder wie man sich am Anschuss und während einer Nachsuche verhält. Das alles aus erster Hand und von wirklich erfahrenen Praktikern.

Dann geht es auch schon direkt in die Praxis: Einem bei einem Verkehrsunfall getöteten Frischling werden post mortem verschiedene Schüsse beigebracht: Gebrechschuss, Laufschuss, Weidwundschuss. Hinter dem auf einem eigens konstruierten Gestell aufgehangenen Frischling ist weiße Folie ausgelegt, damit die Jagdschüler die verschiedenen Pirschzeichen bei unterschiedlichen Trefferlagen studieren können.

Weiterlesen

Niedersachsen: Luchs greift Hund an, Frauchen vertreibt ihn

+++ Bayern: Räudiger Fuchs schläft auf Sofa +++ Mecklenburg-Vorpommern: Vater weicht Reh aus, 9jähriger Sohn stirbt bei Wildunfall +++ NRW: Nabu-Kreisgruppenleiter verteidigt Wildschweinjagd +++ Sachsen: Wolf reißt zwölf Stück Damwild in Gehege +++

In Förste, einem Ortsteil von Osterode am Harz (Landkreis Göttingen) hat am Montag ein Luchs einen frei laufenden Hund angegriffen. Dessen Besitzerin hatte einen Spaziergang in der Umgebung des Dorfs unternommen, als der Luchs aus dem Gebüsch sprang und den Hund attackierte. Der Hundebesitzerin gelang es, den Luchs mit der Hundeleine abzuwehren. Der Hund wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Der Leiter des Luchsprojekts erklärte gegenüber dem NDR, dass der Luchs in dem Gebüsch ein gerissenes Reh abgelegt habe und sich von dem Hund vermutlich gestört gefühlt habe. Am Ort des Geschehens wurde eine Kastenfalle aufgestellt, die mit dem gerissenen Reh beködert wurde. So sollte der Luchs gefangen und ggf. besendert werden. Der Plan ging jedoch nicht auf, die schlaue Katze ließ sich nicht wieder blicken. SE

Beitragsbild: Luchs im Bayerischen Wald, Copyright: Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Tracker G400FI wird eingestellt

Mit dem G400 begann 2008 die Ära der Tracker Live Ortung ohne Reichweiten-Begrenzung, wie wir sie jetzt kennen. Die „Hintergrundortung“ – einfach starten und orten – wurde Standard. Mir begegnete das G400 auf einer Elchjagd in Finnland, die Folge war der erste Praxistest der Tracker Hundeortung in Deutschland, damals noch mit Nokia Smartphone und der Tracker Hunter 3 Software. Ich habe das G400 lange Jahre voller Zufriedenheit genutzt, bis ich es gegen ein neueres Modell eintauschte. Das G400 ist im südeuropäischen Raum heute noch das Maß der Dinge. Die erste Modernisierung kam 2013 mit dem G400i, das einen besseren GPS Empfänger erhielt. In 2014 folgte das G400FI – made in Finland und mit GPS und Glonass Positionsbestimmung. Seitdem gab es Detailverbesserungen, die sich nicht in neuen Bezeichnungen niederschlugen. 2018 soll das Tracker G400FI endgültig einen Ehrenplatz im Tracker-Museum einnehmen. Auf der Jagd & Hund in Dortmund dürfte sich so ziemlich die letzte Gelegenheit bieten, ein G400FI – vielleicht sogar zum Messe-Schnäppchenpreis – zu erwerben.

Weiterlesen

Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Mit den bakteriellen Erregern der für Hasenartige oder Nagetiere lebensbedrohlichen Krankheit Tularämie können sich nicht nur Menschen, sondern auch Hunde infizieren. Obwohl der Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Fleisch JägerInnen zur Hochrisikogruppe macht, ist kaum untersucht, wie regelmäßig sich Jagdhunde anstecken. Forschende der Vetmeduni Vienna bestätigten nun mit einer an österreichischen Hunden durchgeführten Blutuntersuchung und einer positiven Quote von sieben Prozent eine relevante Häufigkeit von Infektionen. Damit könnte sich auch die Diskussion verstärken, ob sich hinter den meist symptomlosen Tieren ein zusätzliches Ansteckungsrisiko für den Menschen verbirgt.

Weiterlesen

Hannah ist tot

Hannah (Hera) vom Theelshof    9.7.2004 – 15.1.2018

In der Weihnachtswoche wollte sie zwei Tage lang nicht so richtig fressen. Ich ahnte schon, dass das bei dem alten Hund Ungutes verheißt. Am dritten Tag entwickelte sie eine massive Gelbsucht. Tierklinik. Im Ultraschall sah die Leber unauffällig aus, kein Tumor zu sehen. Aber katastrophale Leberwerte, jenseits dessen, was das Analysegerät im Labor messen kann. Ab dann alle zwei Tage hochdosiert Cortison als Entzündungshemmer und Vitamin B gespritzt. Die anfängliche Befürchtung, dass Hannah die Feiertage nicht überstehen würde, traf nicht ein, sie schien sie sich nochmal zu rappeln. Fraß wieder, forderte ihr Personal zu Spaziergängen auf. Es ließ sich aber nicht leugnen, dass der Hund rasant abbaute, auch muskulär. Damit begann die beschissen schmerzhafte Zeit, da man weiß, dass bald eine sehr schwere Entscheidung ansteht.

Weiterlesen

Heimatloser Hund apportiert Fasan für verdutzten Jäger

Eine rührende Geschichte (leider ohne richtiges happy ending) hat sich im US-Bundesstaat South Dakota zugetragen: Ein Jäger erlegte am 4. Januar in der Nähe des Sand Lake National Wildlife Refuge – einem geschützten Feuchtgebiet und Wasservogelparadies – einen Fasan. Dieser wurde dem verdutzten Jäger von einem ihm unbekannten Hund apportiert. Die gelbe Labrador-Hündin musste schon einige Tage bei bitterer Kälte ohne Schutz und Nahrung im Freien verbracht haben, berichtet die Onlinezeitung Watertown Public Opinion. Sie war sehr dünn und hatte Wunden an den Gelenken und Pfoten, die auf den ersten Blick wie Frostbeulen aussahen, sich später jedoch als Granulome entpuppten. Das hielt die Hündin aber nicht davon ab, dem fremden Jäger den erlegten Fasan ordnungsgemäß zu apportieren und auszugeben. Der Jäger verständigte den Fish & Wildlife Service (FWS), die amerikanische Jagd- und Fischereibehörde.

Weiterlesen

Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist „aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert“, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

Weiterlesen

Weimaraner Junghündin schnüffelt erfolgreich für die Polizei

Yoomee ist eine in Herne lebende Weimaraner-Hündin. Am gestrigen 8. Januar war die junge Hündin, die seit Ende Juni eine Hundeschule besucht, mit ihrem Herrchen im Bereich der Kurhausstraße unterwegs. Gegen 9.30 Uhr schnupperte das Tier sehr auffällig vor einem Gebüsch und wollte seinen Weg irgendwie nicht fortsetzen. Wenig später entdeckte ihr Herrchen einige Plastiktüten, augenscheinlich gefüllt mit Marihuana. Der Herner informierte umgehend die Polizei, die die „Fundsachen“ sicherstellte und an das Bochumer Rauschgiftkommissariat weiterleitete. Das war übrigens nicht der erste Kontakt, den „Yoomee“ mit der Polizei hatte. Vor zwei Wochen war die Weimaranerin mit ihrem Frauchen im Sportpark unterwegs und entdeckte im Gebüsch ein herrenloses Fahrrad. Erst sieben Monate alt und schon zwei Schnüffelerfolge – das sei doch etwas für die Bewerbungsmappe als Polizeihund, meint die Herner Polizei… PM

Beitragsbild: Die sieben Monate alte Weimaraner-Hündin Yoomee. Foto: Polizei

Sachsen: „Wolfsähnliche Tiere“ greifen Hunde an

Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ meldet „zwei Vorfälle mit Hunden im nördlichen Landkreis Görlitz“: Am 27. und 28. Dezember 2017 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz (beides Landkreis Görlitz) zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt bzw. ein Hund getötet wurde. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer und die Besitzer sahen auf dem Grundstück ein Tier, welches sie als wolfsähnlich beschrieben.

Das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert, untersuchte die Vorfälle vor Ort und nahm Genetikproben an dem verletzten, sowie toten Hund. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht.

Weiterlesen

Weihnachten für Hundeführer

Heute ging folgende Mail in der Red. ein: „Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht ein Beitrag zu Ihrer Internetseite, welche ich mit großem Interesse verfolge. Vielseitig, interessant und hoch aktuell. Waidmannsheil aus Schleswig-Holstein, Ihr RH.“ Angehängt war die folgende schöne Geschichte, die wir gerne veröffentlichen. Vielen Dank dafür gen Norden!

Heiligabend, 24.12.17, ein schöner Abend mit der Familie.

23.00 Uhr, das Telefon klingelt, eine dunkle Ahnung beschleicht mich, “Hier ist die PolLeitStelle – Ihnen ein frohes Fest aber wir haben einen Wildunfall K47/B77 im Kreuzungsbereich.

Und es ist schön, denn sie sind ja immer zu erreichen!“

„Was ist passiert? Ja, vermutlich ist ein Reh seitlich in einen BMW geprallt, der Fahrer ist schon zuhause, das Reh ist weg.“

Und was soll ich jetzt da in der Nacht? Etwas viel Alkohol habe ich  intus, ich bin auch nicht mehr fahrtüchtig, also Zusage: Ich schaue da morgen-!  1. Weihnachtstag so um 09.00 Uhr  mal mit dem Hund vorbei.“

Kommentare vom rückwärtigen Sofa werden überhört.

Weiterlesen

Hoch, schnell – vorbei

Jagd auf getriebene Fasane in Dänemark

Als Klaas, seines Zeichens Deerhunter-Repräsentant für Deutschland und bekennender JAWINA-Fan, mich zu der großen Deerhunter-Fasanenjagd auf Schloss Schackenborg in Dänemark einlädt, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich kann meine Flintenschießkünste nämlich durchaus realistisch einschätzen: Dass ich regelmäßig Gelegenheit hatte, auf Fasane und anderes Niederwild zu weidwerken, ist mindestens sechs, sieben Jahre her. Im schalenwildfixierten Brandenburg spielt die Flintenjagd einfach keine Rolle. Selbst in Revieren, in denen es gute Möglichkeiten gäbe, Enten oder Gänse zu bejagen, bleiben sie oft unbehelligt. Wegen ein paar Kleintieren in den Einständen rumballern? Den Brunftplatz beunruhigen? Nicht doch. Folglich rastet und rostet die Flinte seit Jahren im Waffenschrank vor sich hin – die Motivation, etwas so selten benötigtes zu üben, hält sich in Grenzen.

Weiterlesen

Sachsen: Polizei nimmt illegalen Jagdhunde-Welpentransport hoch

Beamte der Bundespolizei haben am Donnerstag Abend einen illegalen Welpentransport auf der A4 bei Görlitz gestoppt. In einem in Nordrhein Westfalen zugelassenen VW Sharan stellten die Bundespolizisten insgesamt 13 Welpen sicher. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz ordnete umgehend Quarantäne für die Hundewelpen an.

Die zwölf Labradore und ein Beagle befanden sich in zwei Holzkisten im hinteren Teil des Fahrzeuges. Der 30jährige Fahrer erklärte, er transportiere die Hunde im Auftrag einer Bekannten nach Oer-Erkenschwick. Weil insbesondere die Bedingungen des Transportes nicht den Vorschriften entsprachen, wurde der zuständige Amtstierarzt verständigt. Dessen Überprüfung ergab, dass im konkreten Fall von einem gemeinschaftlichen Verbringen von Hundewelpen zu gewerblichen Zwecken auszugehen war.

Weiterlesen

Früheste Darstellungen von (Jagd)Hunden entdeckt

Forscher vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte haben in der Wüste Saudi-Arabiens die bislang ältesten Darstellungen von Menschen und Hunden entdeckt – und es sind Jagdszenen, die bei Jubbah und Shuwaymis in den Fels geritzt wurden. Die Felsenkunst in der arabischen Ha’il-Region ist Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Darstellungen sind nach Schätzungen zirka 8000 bis 9000 Jahre alt und entstanden somit, bevor der Mensch Ackerbau und Viehzucht betrieb und sesshaft wurde, wie Maria Guagnina, Angela R.Perrib, Michael D.Petragliaa in der Studie „Pre-Neolithic evidence for dog-assisted hunting strategies in Arabia“ schreiben. 147 untersuchte Szenen zeigen Menschen und Hunde in einer Vielzahl von je nach Umweltbedingungen und Topografie unterschiedlichen Jagdszenarien. Die Menschen jagen mit Pfeil und Bogen auf Gazellen und Steinböcke, unterstützt von Hunden. Erstaunlich sei, dass auf einigen der Felsbilder eindeutig Hunde an Leinen zu erkennen seien. Es sind die ersten Abbildungen von Hunden, die an der Leine geführt werden.

Weiterlesen

Länger leben dank Jagdhund

Jagdhunde schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hunde verlängern das Leben ihrer Besitzer, haben schwedische Wissenschaftler in einer landesweiten Studie herausgefunden. In dem auf nature.com veröffentlichten Fachbeitrag „Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study“ [Hundebesitz und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tod] stellen die Studienautoren fest: Hunde tragen dazu bei, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei ihren Besitzern zu reduzieren, indem sie psychosoziale Stressfaktoren mildern und einen Anreiz zu täglicher Bewegung liefern. Besonders stark profitierten Singles vom Hundebesitz – möglicherweise, weil sie besonders oft mit ihrem Hund draußen sind und interagieren, mutmaßen die Forscher. Und: Besitzer von Rassehunden profitieren stärker als Halter von Mischlingen, besonders positiv wirkt sich der Besitz von Jagdhunderassen wie Terriern, Retrievern, Schweißhunden und verwandten Rassen aus. SE

Beitragsbild: Lebensverlängernde Maßnahme – Jagdhund. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser AM für den Hinweis!

Tracker empfiehlt: App und Firmware aktualisieren

Nicht nur kosmetische Änderungen beim HundeortungssystemTracker for Android – verbesserte Darstellung und Rettungspunkte in App integriert

Der finnische Hundeortungsspezialist Tracker empfiehlt seinen Kunden, die Tracker-App und die Firmware der Geräte vor der anstehenden Drückjagdsaison zu aktualisieren: „Wir haben im Sommer wichtige Änderungen beim Start der App – also beim Login zum Tracker Live Server – durchgeführt. Die neuen App Versionen (ab 3.12) verbrauchen bei einem wiederholten Login deutlich weniger Daten, sind auch deutlich schneller und bringen die Position des Hundes noch zuverlässiger auf die Karte“, so Tracker in einer Mitteilung. Die aktuelle Version Stand 13.10. ist Tracker for Android 3.13.

Weiterlesen

Österreich: Treiber bei Hundeprüfung angeschossen

+++ Österreich: Bergrettung rettet abgestürzten Jagdhund +++

Bei einer Jagdhundeprüfung im österreichischen Bundesland Kärnten hat ein 72 Jahre alter Teilnehmer an einer Jagdhundeprüfung einen ebenfalls an der Prüfung mitwirkenden 49jährigen Standtreiber angeschossen. Offenbar wurde gerade die Standruhe geprüft, bei der der an der Leine abgelegte Hund ruhig liegen bleiben muss, während sein Herr einen Schuss mit der Schrotflinte abgibt. Bei der Hundeprüfung im Bezirk St. Veit an der Glan hielt der Prüfling seine Flinte bereits entsichert in die Luft, als sein Hund aufsprang und losstürmte. Der Mann griff nach der Leine, wobei sich der Schuss löste. Zwar ging der Schuss in den Boden, doch der etwa 15 Meter entfernt stehende Treiber wurde von einigen Schrotkugeln getroffen. Wie der ORF berichtet, ist der Verletzte ins Krankenhaus nach Klagenfurt gebracht worden. Über die Schwere seiner Verletzungen ist nichts Näheres bekannt. SE

Beitragsbild: Hundeprüfung (Archivbild). Foto: SE

Jagdhunde: Familienmitglieder mit Beruf

Morgen ist Welt-Hunde-Tag. Für 11 Prozent der Haushalte in Deutschland ein Grund zum Feiern. Noch mehr Hundeliebe gibt es in Jägerhaushalten: In zwei Dritteln lebt mindestens ein Vierbeiner. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

Die Tradition der Jagdhunde ist alt. Schon in der Zeit um 10.000 vor Christus begleiteten Vierbeiner den Menschen bei der Jagd und auch heute noch beherzigen viele Jäger den Leitspruch: „Jagd ohne Hund ist Schund“. In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein vierbeiniger Jagdbegleiter vorhanden – das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse, die der Deutschen Jagdverband (DJV) anlässlich des Welt-Hunde-Tags veröffentlicht. Sie sind Jagdgefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich – auch der Umgang mit Kindern ist für sie selbstverständlich. Im Bundesschnitt besitzen nur 11 Prozent aller Haushalte einen Hund.

Weiterlesen

Studie: Wölfe sollen Kausalzusammenhänge besser als Hunde verstehen

Mit einer Reihe seltsamer Experimente wollen Forscherinnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Radboud Universität im holländischen Nimwegen sowie des Wolf Science Centers (WSC) in Ernstbrunn herausgefunden haben, dass Wölfe Kausalzusammenhänge besser begreifen als Hunde. Zu diesem Zweck wurde eine Art Kasperletheater an der Einzäunung des Wolfgeheges aufgebaut, in dem die Wissenschaftlerinnen den Tieren verschiedene Darbietungen präsentierten. Dabei ging es darum, dass die Tiere zwischen zwei Objekten wählen mussten: In dem einen befand sich Futter, in dem anderen nicht. Den Tieren wurden aber Hinweise gegeben, in welchem der Objekte sich das Futter befinden könnte. Die Experimentatorin stellte zum Beispiel Augenkontakt zu einem Tier hin und wies dann mit Nicken oder Gesten auf die vielversprechendere Dose hin. Solche kommunikativen Hinweise verstanden Hunde und Wölfe – im WSC werden übrigens Timberwölfe gehalten – etwa gleich gut. Erfolgte der Hinweis nur durch Gesten, versagten Hunde und Wölfe gleichermaßen.

Weiterlesen

Hund im Auto – Jagdhelfer sicher unterwegs

Ein Beitrag von Frank Martini

Da haben wir ihn nun, den jungen Hund. Und die besten Absichten. Wollen ihn gut ausbilden und gekonnt zur Jagd führen. Nur: Wie kommen wir dort hin?

Bei allem, was die Anschaffung eines Jagdhundes und das nötige Zubehör umfasst, kommt eine Überlegung oft erst am Schluss: Der Hundetransport. Den Hund aber einfach irgendwie ins Auto zu packen, ist keine Lösung, schon weil Improvisation hier schnell ins Geld gehen kann. Denn aus gesetzgeberischer Sicht sind Hunde im Auto eine Ladung, an deren Sicherung verbindliche Erwartungen geknüpft sind. Auch wenn die Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich unsere Hunde ins Visier nehmen, lassen gleich zwei (fast gleichlautende) davon keinen Zweifel an unseren Pflichten: Das Kraftfahrgesetz und die Straßenverkehrsordnung. Beide legen fest, dass jede Ladung in oder auf Fahrzeugen so zu sichern ist, dass niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird und die Ladung den im Fahrbetrieb auftretenden Kräften jederzeit standhalten kann (StVO §61, KraftFG §101). Dabei lassen diese Vorschriften keinerlei Zweifel über die Verantwortlichkeit – sie trifft immer den Fahrer und bedroht ihn bei Verstößen mit drakonischen Bußen.

Weiterlesen

Irma und die Bobbycar-Sau

Schon bei ihrem Antrittsbesuch hat Foxterrier-Hündin Irma alle um den Finger gewickelt – sogar die mittlerweile hochbetagte Redaktions-Kurzhaar-Dame Hannah. Entnervte Leser riefen an und fragten: Weißt du eigentlich, was du da anrichtest? Meine Frau will jetzt auch so einen…“

Foto: privat

Wir können nicht garantieren, dass sich dieses Problem nicht noch verschärft, denn Irma ist wirklich ein Herzensbrecher…

Weiterlesen

Rheinland-Pfalz: Jäger findet zwei erstochene Hunde

Ein Jagdpächter hat am Dienstag (22.08.) zwei tote Hunde mit mehreren Stichverletzungen am Ortsrand von Heuchelheim-Klingen (Landkreis Südliche Weinstraße) aufgefunden. Es handele sich um einen Schäferhundmischling und einen Terriermischling. Die Kriminalpolizei Landau ermittelte am gleichen Tag einen in der Südpfalz wohnenden 42 Jahre alten Tatverdächtigen. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, welche sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich bei der Kriminalpolizei Landau unter 06341/287-0 oder kilandau@polizei.rlp.de zu melden. PM

Beitragsbild: Terrier (Symbolbild). Foto: SE

Tracker-Hundeortung: Updates für App und Firmware

Zum bevorstehenden Start der Drückjagdsaison weist der finnische Hundeortungs-Spezialist Tracker seine Kunden darauf hin, dass Updates für die Tracker-App und die Tracker Ortungshalsbänder zur Verfügung stehen. Vor den großen Jagden sollten Tracker-Nutzer ihre Geräte aktualisieren. Um die App für Android auf den neuesten Stand zu bringen öffnen Sie Google Play Store > Meine Apps > wählen Sie Tracker > Tracker- aktualisieren. Für Kunden ohne Google Play Store: Im Handy den Internet-Browser (z.B. Google Chrome, Firefox usw.) öffnen > www.tracker.fi/download. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie alle neuen Funktionen und Verbesserungen zur Verfügung haben. Die aktuelle Version vom 18.8. ist Tracker 3.11.

Überprüfen Sie bei der Gelegenheit gleich, wie lange die Tracker-Lizenz noch gültig ist. Dazu öffnen Sie die Tracker-App, klicken auf das 3-Punkte-Symbol unten rechts auf dem Bildschirm des Handys, um das Menü zu öffnen,  und wählen „Lizenzen“. In dem Menü können Sie die Gültigkeit überprüfen. Sollte die Gültigkeit bald enden, kontaktieren Sie Ihren Vertriebspartner. Bei Verlängerung wird die Gültigkeit der Lizenz ab dem letzten gültigen Tag um 1 Jahr verlängert. Ein Video-Tutorial zur Installation und Lizenzverlängerung finden Sie hier.

Weiterlesen

Bayern: Staupefall bei Fuchs in Wolfratshausen

Im Stadtgebiet von Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) musste ein Jäger Ende Juli einen Fuchs mit zentralnervösen Störungen erlegen, wie das Landratsamt Wolfratshausen mitteilt. Bei dem Kadaver, der ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eingeschickt wurde, ist Staupe festgestellt worden. Hundebesitzer sollten die Impfpässe ihrer Hunde überprüfen. Die Staupe ist eine Viruserkrankung, an der vor allem Hunde, aber auch Füchse und andere Fleischfresser wie Frettchen und Waschbären erkranken. Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Eine Infektion erfolgt über das Maul oder über die Luftwege durch Exkrete und Sekrete. Die Staupe kann sich an verschiedenen Organen manifestieren, sodass folgende Symptome auftreten können: Zentralnervöse Störungen, katarrhalische Form mit Augen- und Nasenausfluss, Lungenentzündung, Durchfall und Erbrechen oder die Veränderung der Hautform mit Verhärtung der Ballen (Hard Pad Disease).

Weiterlesen

Groteske Anschuldigung gegen Jäger: „Alte und kranke Hunde auf Wildschweine gehetzt“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen jungen Ochsen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen Schafe auf dem Darß +++ Niedersachsen: Tödlicher Wildunfall – Mann stirbt nach Kollision mit Fuchs +++ Brandenburg: Elche bei Golzow (Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet +++

Die Tageszeitung Trierischer Volksfreund (TV) setzt sich mit lügnerischen Anschuldigungen gegen Jäger auseinander, die im Zusammenhang mit Erntejagden bei Wallscheid (Rheinland-Pfalz, Landkreis Bernkastel-Wittlich) erhoben wurden: Angeblich setzten Jäger dort „rücksichtslos alte und kranke Hunde ein, die auf Wildschweine losgelassen würden und danach erschöpft und orientierungslos von den Freiwilligen Helfern der Feuerwehr eingefangen werden müssten.“ Den Anlass für diese grotesken Unterstellungen lieferte ein Einsatz von Stöberhunden in einem Maisfeld. Offenbar waren mehrere der Hunde dabei in der Umgebung gesehen worden und als freilaufende Hunde Polizei und Feuerwehr gemeldet worden.

Weiterlesen

Verein Hirschmann wildert in fremden Revieren

Erstaunliches lässt der Verein Hirschmann (VH) verlauten: In der aktuellen Ausgabe des Hirschmannbriefs von 2016 heißt es auf S. 36: „Unsere Hundeführer werden älter (wie die Vorstandsmitglieder auch), die „Masse“ der nachdrängenden jungen Nachwuchsführer ist durchaus überschaubar und der jährliche Bedarf an Welpen orientiert sich eher an dieser Entwicklung als an der Notwendigkeit, dass es besser wäre, anstatt 60 eben 80 Welpen [Hört, hört!, Anm. d. Red.] zu züchten. Wie kann man diese Zahlen sinnvoll beeinflussen?

Es wäre gut, auf fähige junge Leute zurückzugreifen, auch wenn diese zur Zeit einen Jagdhund anderer Rasse führen. Wichtig ist es meines Erachtens, gute und leistungsfähige Hundeführer (übrigens auch im SHVD) zu identifizieren, die gut in unsere Reihen passen würden und mit denen schon heute vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird.

Sie sind alle aufgerufen, insbesondere aber unsere Nachsuchenführer in allen Regionen Deutschlands, die Führer zu identifizieren, namhaft zu machen, zu benennen, zu überzeugen und ihnen den Weg in den VH und zu einem Welpen zu eröffnen.“

Da drängen sich doch Fragen auf: Hat der VH so große Nachwuchssorgen (wie war das mit der „Masse“ der nachdrängenden Nachwuchsführer und dem alternden Verein?), dass er es nötig hat, seine Mitglieder in der offiziellen Vereinspostille aufzufordern, anderen Vereinen die Mitglieder abzuwerben? Und dann beim SHVD – dem Gottseibeiuns, dem Dissidentenverein, den angeblichen Schwarzzüchtern? Haben die Verantwortlichen beim VH nicht die Befürchtung, dass das selbst von den eigenen Mitgliedern als grob unsportliches Verhalten aufgefasst werden würde? Oder verbirgt sich in dem Eingeständnis, dass mit den Hundeführern vom SHVD „vor Ort eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird“, zwischen den Zeiler eine Anerkennung der Hunde und Hundeführer des SHVD und damit dessen Zucht und Vereinsarbeit?

Wir haben den VH und den SHVD um Stellungnahme gebeten…

Weiterlesen