Allgemein

Italien: Südtirol kündigt eigenes Wolfsgesetz an

+++ Brandenburg: Landkreis Dahme-Spreewals führt Pürzelprämie ein +++

Da weder bei der EU, noch in der italienischen Landespolitik „eine Lösung der Wolfsproblematik“ in Sicht sei, kündigt die italienische Provinz Südtirol ein eigenes Wolfsgesetz an. Das berichtet die Neue Südtiroler Tageszeitung (NST). Südtiroler Politiker äußerten Unverständnis über die Äußerungen des für die Wolfsfrage zuständigen EU-Kommissars Karmenu Vella, der der NST zufolge dazu aufforderte, „den Wolf auch als Wirtschaftsfaktor zu sehen“ und erklärte, er habe „bei einer Veranstaltung in Trient habe er selbst sehen können, wie gut das Zusammenleben von Wolf und Mensch funktioniere.“ In der EU sei die Stimme derjenigen zu stark vertreten, für die selbst die „Entnahme auch nur eines einzigen Wolfes ein Sakrileg wäre, schlussfolgerten Südtiroler Politiker. Dabei sei nicht vom Aussterben bedroht, „sondern gehöre neben dem Raben mittlerweile zum am meisten verbreiteten Tier auf der nördlichen Erdhalbkugel“, so Herbert Dorfmann, Mitglied des EU-Parlaments und Bezirksobmann der Südtiroler Volkspartei.

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Dänemark: Wolf erschossen – Tatverdächtiger verhaftet

+++ Niedersachsen: Jäger schießt entlaufenen Nandu +++

Die dänische Polizei hat am Montag einen Mann verhaftet, der im Verdacht steht, einen Wolf bei Ulfborg in der Gemeinde Holstebro in Mitteljütland erschossen zu haben. Wie der Nordschleswiger berichtet, soll ein Augenzeuge beobachtet haben, wie der 66jährige aus einem Auto auf einen Wolf schoss. Am Tatort sei ein toter Wolf und eine Patronenhülse gefunden worden. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung stellten die Beamten mehrere Schusswaffen und Munition sicher. Ob der Tatverdächtige die Waffen legal besaß oder nicht, geht aus dem Bericht nicht hervor. Da der Wolf auch in Dänemark geschützt ist, muss sich der Mann wegen Verstoßes gegen Jagd- und Artenschutzbestimmungen vor Gericht verantworten. Wenige Stunden nach dem illegalen Wolfsabschuss wurde in der Nähe des Tatorts der Verein „Ulvefrit Danmark“ gegründet, so der Norschleswiger, der ein wolfsfreies Dänemark anstrebt. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Nordschleswiger (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser LS für den Hinweis!

Klöckner fordert „effektives Wolfsmanagement“

Nach dem Rissvorfall mit 42 toten Schafen in Bad Wildbad (Baden-Württemberg), hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für ein effektives Wolfsmanagement ausgesprochen. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gegenüber erklärte Klöckner, dass die Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland genauer beobachtet werden müsse. Nötig sei ein effizientes Wolfsmanagement, dass die Entwicklung der Bestände in den Regionen aufzeige. Wo der gewünschte Erhaltungszustand erreicht sei, könne „entsprechend reagiert“ werden, so die Ministerin. Dies schließe auch Abschüsse ein. red.

Beitragsbild: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Quelle: CDU Rheinland-Pfalz

FAZ zeigt Impressionen von der Wolfsjagd in Serbien

Wer sich das bemerkenswerte Video über die Wolfsjagd in Serbien anschaut, das die FAZ zeigt, wird sich die Frage stellen, ob möglicherweise nichts besser geeignet ist, die Akzeptanz der Wölfe im ländlichen Raum zu erhöhen, als deren Bejagung. Die Wolfsjagd ist in Serbien wie in vielen Gegenden Europas völlig normal: Der Wolf galt dort nie als gefährdet. Die Weidetierhalter begrüßen die Bejagung: Würde der Wolf nicht bejagt, so würden wir uns umsonst abrackern, meint ein Schäfer in dem Video. Nach der Jagd binden die Jäger die erlegten Wölfe auf ihren Geländewagen fest und fahren in einer Art Triumpfzug durch die Dörfer. Stolz präsentieren die Jäger ihre Beute, von den Bewohnern der Dörfer werden sie empfangen – was einiges aussagt über das Verhältnis der Leute zum Wolf, dort, wo der Wolf nie weg war. SE

Neun vergiftete Greifvögel entdeckt – Nabu dreht frei

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger sichern durch Spende Fortbestand von Wildtierzentrum +++

„Ein noch nicht dagewesener Fall von Umweltkriminalität wurde am vergangenen Wochenende im Landkreis Cloppenburg entdeckt“, entrüstet sich der Nabu Niedersachsen – durchaus nicht zu Unrecht – in einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (18.04.): „Neun vergiftete, tote Greifvögel konnten in einem kleinen Areal der Gemeinde Cappeln entdeckt und sichergestellt werden. Die Kriminalpolizei wurde sofort eingeschaltet. Der Nabu fordert die Landesjägerschaft zur Mithilfe bei der Aufklärung des Falles auf sowie die Einrichtung einer Stabsstelle Umweltkriminalität.“

So weit, so gut bzw. schlecht. Aber mit einer zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig überzogenen und ungerechtfertigten Forderung diskreditiert sich der Nabu selbst: „Bis zur Aufklärung des Falles fordert der Nabu weiterhin die einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern“, heißt es in der PM.

Es ist noch nicht einmal klar, ob ein Jäger hinter der Tat steckt (in der Vergangenheit wurden beispielsweise auch Brieftauben- oder Geflügelzüchter erwischt) – solange sind diese unbewiesenen Anschuldigungen zurückzuweisen. Dem Nabu sollte auch bekannt sein, dass Sippenhaft schon seit längerer Zeit keinen Platz mehr in unserem Rechtssystem. Solche Taten sind üblicherweise das Werk von Einzeltätern. Den Jägern des Reviers die Bildung einer kriminellen Vereinigung zu unterstellen, ist schon deshalb unstatthaft. Überdies sind unzulässige Verallgemeinerungen der Art, wie sie der Verband sie hier äußert, stets äußerst bedenklich: Es würde berechtigte Empörungsstürme hervorrufen, wenn aufgrund der illegalen Tat z.B. eines Flüchtlings, Migranten, Muslims oder Menschen mit dunkler Hautfarbe pauschale Anschuldigungen gegen die gesamte Gruppe erhoben werden würden. Soll die selbe Form von hetzerischen Anschuldigungen in Ordnung sein, nur weil es gegen Jäger geht? Nein, es bleibt Hetze – auch wenn es der Nabu macht. Hier ist eine Entschuldigung von den Verantwortlichen für diese Entgleisung zu fordern.

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Niedersachsen: Wolf in Salzgitter überfahren

In Salzgitter ist am Mittwoch gegen 22 Uhr ein Wolf auf der Industriestraße Mitte überfahren worden. Der etwa ein Jahr alte Wolf überlebte den Unfall nicht. An dem Auto der 25-jährigen Fahrerin entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1000 Euro. Der Kadaver des Wolfs soll für weitere Untersuchungen zunächst nach Berlin verbracht, dann jedoch einem Bericht von news38.de zufolge „auf Wunsch der Jägerschaft zu Ausstellungs- und Schulungszwecken“ wieder nach Salzgitter zurückkehren. Es ist bereits der achte Wolf, der in diesem Jahr in Niedersachsen dem Straßen- und Schienenverkehr zum Opfer fällt.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf news38.de

Die Red. dankt JAWINA-Leser RK für den Hinweis!

MDR: „Wolfsfreunde“ nicht rechtsfähig

Vier Wolfshybriden mittlerweile tot

Recherchen des MDR zufolge soll der Verein „Wolfsschutz Deutschland“, der Anzeige gegen die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) wegen des Abschusses der Ohrdrufer Wolfshybriden erstattet hat (JAWINA berichtete), dazu gar nicht befugt sein: Der Verein befinde sich seit neun Monaten in Gründung, sei somit kein ordentlicher deutscher e.V. und damit nicht rechtsfähig. Folglich könne er auch keine Anzeigen erstatten. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat laut MDR jedoch bestätigt, dass die Anzeige eingegangen ist. Diese könnte nun bereits aus formalen Gründen schnell scheitern.

Nach einem Bericht des Nabu sind mittlerweile vier der Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf tot: Drei Wolfsmischlinge seien geschossen worden, ein vierter vermutlich von einem Zug überrollt worden. red.

Beitragsbild: Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). Quelle: Olaf Kosinsky/Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Auch Dänemark will ASP-Schutzzaun errichten

Nachdem Polen die Errichtung eines ASP-Schutzzauns angekündigt hat (JAWINA berichtete), will nun auch Dänemark die Grenze zu Deutschland schweinesicher abzäunen. Der 70 Kilometer soll 1,50 Meter hoch und 50 Zentimeter tief in die Erde eingegraben werden, so sieht es der von der dänischen Minderheitsregierung mit Unterstützung der dänischen Volkspartei getroffene Beschluss vor. An Wegen sollen Tore installiert werden, der Grenzverkehr soll durch die Zaunanlage nicht beeinträchtigt werden. Außerdem werden die Strafen für Verstöße gegen die Schweinepest-Verordnung, wie etwa eine unzureichende Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen, drastisch erhöht. Der dänische Minister für Umwelt und Ernährung, Esben Lunde Larsen, erklärte in einer Pressemitteilung des Ministeriums, er wolle kein Risiko eingehen: Der Handel mit Schweinefleisch-Produkten belaufe sich in Dänemark auf elf Milliarden Kronen. Der Zaun werde nicht nur verhindern, dass Wildschweine die Grenze nach Dänemark übertreten, sondern auch die „Ausrottung“ der Wildschweine in Dänemark erleichtern. red.

Beitragsbild: PM des dänischen Umweltministeriums zum geplanten Grenzzaun. (Screenshot)

Zwei Wölfe überfahren

In dieser Woche sind zwei weitere Wölfe auf deutschen Autobahnen überfahren worden: Am Montag erwischte es eine Wölfin auf der A39 bei Winsen, es ist der neunte tote Wolf in Niedersachsen in diesem Jahr. Das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) teilt dazu mit, dass am 19. März am späten Abend ein Verkehrsunfall mit einem Wolf auf der A39 gemeldet wurde, nahe der Anschlussstelle Winsen-Ost im Landkreis Harburg gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Wölfin um einen Welpen.

Wie in diesen Fällen üblich koordiniere das Wolfsbüro den Transport des Kadavers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks schickt das IZW Gewebeproben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Die Ergebnisse der pathologischen und genetischen Untersuchungen liefern Informationen zur Todesursache, zum Gesundheitszustand, zum Alter und zur Herkunft des toten Tieres. Zudem kann mit dem Ergebnis der DNA-Analyse eventuell das Rudel bestimmt werden, von dem das Tier stammte.

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Brandenburg: 62 Biber im Landkreis MOL erlegt

Jäger fordern Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Im Jahr 2017 wurden 62 Biber im Brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland erlegt. Das geht aus einem Bericht der Märkischen Oderzeitung (MOZ) hervor. Die Nager richten an Bäumen und Dämmen im Landkreis erhebliche Schäden an. Nach Inkrafttreten der Brandenburger Biberverordnung wurden im Jahr 2015 zunächst zehn Biber zum Abschuss freigegeben. Die Streckensteigerung lässt auf eine anhaltend positive Bestandsentwicklung schließen, so dass einer geregelten Bejagung des Bibers auch in anderen Landkreisen nichts entgegen spricht. Bei der Mitgliederversammlung des Jagdverbands des Altkreises Seelow, über die die MOZ berichtet, trat der Geschäftsführer des Landesjagdverbands Brandenburg, Matthias Schannwell, für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ein. red.

Beitragsbild: Biberschäden am Oderdeich im Landkreis MOL. Foto: SE

Australien: Drohnen zur Überwachung von Jägern und Jagdgegnern

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Jogger von Wölfen überrascht +++

Das Department of Environment, Land, Water and Planning (DELWP) des australischen Bundesstaats Victoria plant, zum Beginn der Entenjagd Drohnen zur Überwachung von Jägern und Jagdgegnern einzusetzen. Die Drohnen erlaubten es, große Landmassen effektiv zu überwachen und bei illegalen Aktivitäten schnell einzugreifen, sagte ein DELWP-Sprecher gegenüber dem Bendigo Advertiser. Die eingesetzte Drohne hätte die spezielle Fähigkeit, Personen auf große Entfernung in Feuchtgebieten zu identifizieren, so der DELWP-Sprecher. Es sei unwahrscheinlich, dass die Drohne während des Flugs gesehen oder gehört werde. Zum Einsatz kämen Kameras und Infrarotgeräte, deren Signale für unverzügliche Aktionen auf dem Boden gesendet werden. Die Überwachungsdrohne werde weder Wildtiere noch jagdliche Aktivitäten beeinträchtigen, da sie aus einer Entfernung von mehr als einem Kilometer operiere. Außer der Drohne setzt das DELWP 55 Mitarbeiter ein, die sicherstellen sollen, dass sich Jäger und Demonstranten an die Gesetze halten.

Beitragsbild: Drohne. (Archivbild) Foto: SE

Berlin erlaubt künstliche Lichtquellen sowie Schrot und kleine Kugel auf Frischlinge

Das Land Berlin hat mit einer Allgemeinverfügung einige Verbote des § 22 Landesjagdgesetz (LJAgdG) eingeschränkt: So ist ab sofort (die Allgemeinverfügung wurde am 9. März im Amtsblatt verkündet und tritt am darauf folgenden Tag in Kraft) bei der Bejagung von Frischlingen bis zu 15 Kilogramm Gewicht der Schrotschuss und die Verwendung der Kleinen Kugel (Mindestkaliber 5,6, Mindestenergie E100 450 Joule) gestattet. Außerdem ist bei der Verwendung von Schwarzwild die Verwendung künstlicher Lichtquellen gestattet. Die Montage der Lichtquelle an die Waffe sowie u.a. die Verwendung von Nachtzielgeräten oder Zielpunktprojektoren bleibt weiterhin verboten. Die Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 31. März 2021. SE

Beitragsbild: Allgemeinverfügung im Berliner Amtsblatt. (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser N.N. für den Hinweis!

IWA 2018: Skullhooker – Trophäen-Präsentation einmal anders

Skullhooker bietet eine ganze Reihe dezenter Montagen ganz ohne Brettchen für unterschiedlichste Trophäen an. Alle Teile der Befestigunglösungen von Skullhooker sind aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Im Amerika, wo das Unternehmen beheimatet ist (in Klamath Falls, Oregon, um genau zu sein), werden die Wandmontagen von Skullhooker gern verwendet, um Trophäen im Freien anzubringen, zum Beispiel an der Haus- und Garagenwand. Neu ist der Skullhooker Trophy Tree (Trophäenbaum): Damit lassen sich verschiedene Trophäen einmal anders präsentieren. Der Trophy Tree ist stark genug, um zum Beispiel auch Rotwild-Trophäen zu tragen. Da die Trophäen nur lose aufgesteckt werden und so leicht und schnell zu wechseln sind, kommt mit dem Trophy Tree endlich Abwechslung in die Trophäenschau daheim. SE

Gamstrophäe auf Skullhooker Wandmontage. Foto: SE

Beitragsbild: Skullhooker Trophy Tree. Foto: SE

IWA 2018: Prechtl – ein wahres Meisterstück

Das sagt viel aus über das Niveau, das bei dem renommierten Büchsenmacher Gottfried Prechtl herrscht: Dessen Azubi Klaus Wanitschek hat als Meisterstück die Blockbüchse Katharina von Grund auf bis zur Serienreife konzipiert: „Entwicklung, Konstruktion, Zeichnungen, Fräsprogramme – von der Idee bis zur Serienreife“, berichtet Wanitschek stolz. Die mit Handspannung ausgestattete und wahlweise mit Rückstecker oder Direktabzug ausgestattete Katharina ist in Kalibern von .17 HMR bis 9.3 x 62 erhältlich und kostet ab 7500 Euro aufwärts. Katharina (er habe halt nach einem schönen Namen gesucht, erklärt Wanitschek), ist äußerst führig: Waffengewicht ab 1,95 Kilogramm, Waffenlänge ab 85 Zentimeter (!). Im November 2017 hat Wanitschek erfolgreich die Meisterprüfung für das Büchsenmacherhandwerk abgelegt, im März 2018 werden die bis zur Serienreife entwickelten Modelle seiner Blockbüchse auf der IWA vorgestellt. Respekt! SE

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IWA 2018: Spypoint – nach Hause telefonieren leicht gemacht

Mit den Wildkamera-Modellen Link Evo (399 Euro) und Link S (mit Solarmodul, 599 Euro) hat der kanadische Trail-Cam-Spezialist Spypoint zwei Wildkamera-Modelle auf den Weg gebracht, die sich sehr leicht konfigurieren lassen sollen. „Wer es zum ersten mal macht, ist in zwei Minuten damit fertig, ich schaffe es in einer“, behauptet der freundliche Herr am Stand von Spypoint-Distributor Eurohunt. Die Wildkameras kommunizieren mit dem Smartphone, das Menü, insbesondere das zur Konfiguration der Kamera, wirkt sehr übersichtlich. Die Kameras werden mit eigenen SIM-Karten verkauft, für die Datenübertragung sind verschiedene Tarifmodelle verfügbar:

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Schweden: Jagdhund vermutlich von Wolf getötet

Bei Brunskog in der schwedischen Provinz Värmland ist am Mittwoch ein vermutlich von einem Wolf getöteter Jagdhund gefunden worden. Wie die Jagdseite Jaktjournalen meldet, nahm der Jämthund namens Emil während eines Spaziergangs am Dienstag vermutlich Witterung von einem Elch auf. Emil stellte und verbellte den Elch, wegen des hohen Schnees konnte der Hund jedoch nicht erreicht werden. Als die Nacht einbrach, musste die Suche abgebrochen werden. Am nächsten Morgen wurde die Suche mit Schneemobilen wieder aufgenommen. Der Hund wurde gefunden – tot und zum Teil gefressen, Magen und Eingeweide waren weg. Mitarbeiter der Bezirksregierung sind derzeit mit der Untersuchung des Vorfalls beschäftigt. SE

Beitragsbild: Bericht über getöteten Jagdhund auf Jaktjournalen.se (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leserin MF für den Hinweis!

Jagdverbände fordern länderübergreifendes Wolfsmanagement

DJV und LJV Baden-Württemberg kritisieren den Alleingang im Südwesten Deutschlands. Der Wolf kennt keine Ländergrenzen, deshalb ist ein bundesweiter Ansatz notwendig. Jäger und Landwirte müssen in die Planung einbezogen werden.

Wie gestern bekannt wurde, wollen die obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands beim Herdenschutz und beim Wolfsmanagement enger zusammenarbeiten und dazu eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Wölfe kennen keine Landesgrenzen, deshalb ist eine länderübergreifende Vereinbarung zu einem effektiveren Wolfsmanagement durchaus sinnvoll, betonen der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) und der Deutsche Jagdverband (DJV). Eine Vereinbarung zwischen vier Bundesländern ist allerdings nicht zielführend, vor allem, wenn Betroffene überhaupt nicht eingebunden werden, kritisieren die Jäger. „Die letzten in Baden-Württemberg bestätigten Wölfe kamen aus Niedersachsen“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Vorstoß sei blanker Aktionismus und ein unnötiger Vorgriff, weil der Bund – so sieht es der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vor – eine bundeseinheitliche Regelung schaffen will.

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Kanada: Jäger als Sündenböcke

+++ Brandenburg: Wolf reißt Schafe bei Cottbus +++ NRW: Wildschweine rücken in Solingen vor +++ NRW: Jagdauto beschädigt: Polizei ermittelt Verdächtigen +++ Schleswig-Holstein: „Wolfs-Watching“ am Lütjensee +++ Niedersachsen: Jagdunfall – Jäger von Schwiegersohn angeschossen +++

Noch vor wenigen Jahrzehnten bevölkerten riesige Herden des Barren Ground Karibus weite Regionen im Norden Kanadas. Allein die Bathurst Herde, die das riesige arktische Gebiet vom Großen Sklavensee bis zur Küste von Nunavut bevölkert, wurde Mitte der 80er Jahre noch auf über eine halbe Million Individuen geschätzt – heute sind davon gerade noch 20.000 übrig. Ideologisch motivierte Wissenschaftler – eine auch hierzulande verbreitete Spezies – hatte die unkontrollierte Jagd mit weitreichenden Gewehren, Schneemobilen und GPS-Geräten dafür verantwortlich gemacht. In der Folge wurde die Jagd 2010 zunächst der nicht-indigenen Bevölkerung verboten, 2014 wurde dann ein totaler Jagdstopp angeordnet, der auch für die Ureinwohner gilt. Dies ist ein harter Schlag für die Menschen vom Stamm der Alaska Dene, für die Subsistenzjagd nicht nur eine kulturelle Tradition ist, berichtet die kanadische Zeitung National Post: Denn Nahrung aus dem Supermarkt ist teuer in der abgelegenen Region, Karibu-Fleisch war daher eine beliebte und notwendige Ergänzung des Speiseplans.

Die indigenen Jäger seien Sündenböcke, schreibt das Blatt, und müssten weit zurückreichende politische Fehlentscheidungen ausbaden. Denn nicht die Jagd ist für den Rückgang der Karibus verantwortlich: „Aber es ist wohl leichter, mit dem Finger auf Leute zu zeigen, die ein Gewehr tragen, als sich mit dem weit komplexeren Problem der Störung von Habitaten auseinander zu setzen“, klagt eine kanadische Biologin Brenda Parlee, die die Ursachen der Karibu-Rückgangs erforscht hat.

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Nichts dazugelernt

 

Hurra, wir verblöden: Unbeeindruckt von Expertenwissen und gesundem Menschenverstand führt der Klub Bayerischer Gebirgsschweißhund (KBGS) seine traditionelle, auf „genetische Vereinheitlichung“ der Rasse setzende Zuchtstrategie fort.

Auf der Jahreshauptversammlung des KBGS in Suhl am 29.4.2017 ließ sich der Klub von dem renommierten Humangenetiker und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VDH, Prof. Dr. Jörp Epplen beraten. Der Vereinsvorsitzende und vor allem auch der Zuchtwart seien „durch den Vortragsinhalt und die Aussagen etwas durcheinander geschüttelt“ worden, berichtete Epplen im Interview mit JAWINA, in dem der Genetikexperte sich mit deutlicher Kritik nicht zurückhielt: Von „verbrecherischen Zuchtstrategien“ war sogar die Rede. Schon damals argwöhnten Insider, dass sich die Vereinsoberen von Fachwissen und Sachkenntnis nicht irritieren lassen würden: „Lass den mal reden, wir wissen schon, wie es richtig ist: So, wie wir es immer gemacht haben“, sei die Devise. Die aktuelle Verpaarungsliste des KBGS liefert einen geradezu erschütternden Beleg für diese These.

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„Nur Spass“: Jugendliche krabbeln an Kirrung aus Gebüsch

Als ganze heiße Kandidaten für den Darwin Award präsentierten sich zwei Jugendliche aus Neunburg vorm Wald im bayerischen Landkreis Schwandorf: Am Freitag Abend krochen sie aus einem Gebüsch an der Kirrung eines Jägers, der zu dem Zeitpunkt an eben dieser Kirrung gerade auf Schwarzwild ansaß. Zum Glück erkannte der Waidmann, was hier gespielt wurde und sah von der Schussabgabe ab. Als der Jäger die Kids zur Rede stellte, erklärten sie, es sei ja nur Spaß gewesen: Sie hätten nur mal sehen wollen, ob er auch wirklich schießt… Ähnliche Vorfälle hat es in den vergangenen Wochen schon drei Mal gegeben, weshalb die Polizei jetzt alle Eltern bittet, ihren Kindern zu erklären, dass das kein so guter Streich ist und möglicherweise ziemlich gefährlich sein und tragisch enden kann. SE

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Frankreich: 40 Wölfe zum Abschuss freigegeben

Frankreich hat 40 Wölfe zum Abschuss freigegeben. Insgesamt ist jedoch geplant, die Wolfspopulation bis 2023 auf 500 Tiere anwachsen zu lassen, wie verschiedene französische Medien wie z.B. Le Télégramme berichten. Der jährlich festzusetzende Abschuss solle auf regulär zehn Prozent der Population festgesetzt werden, bei schwer wiegenden Schäden könne er auf zwölf Prozent erhöht werden. Der aktuelle Bestand wird auf 265 bis 402 Tiere geschätzt. Während Tierfreunde die Abschüsse kritisierten, hatten Schäfer mehr Abschüsse gefordert. SE

Beitragsbild: Meldung über geplanten Wolfsabschuss auf Le Télégramme (Screenshot)

Nabu provoziert mit Anti-Jagd-Quartett

Der Nabu setzt seinen Machtkampf um die Vorherrschaft im Wald und Flur fort. Neuster Coup ist ein Anti-Jagd-Quartett, das, wie topagrar berichtet, vom Nabu Thüringen verteilt wird. Durch das Kartenspiel würden „wissbegierige Kinder instrumentalisiert und radikalisiert“ kritisiert der Landesjagdverband Thüringen (LJVT). Bereits bei Betrachtung des Kartons, in dem das Quartettspiel „Jagt mich nicht- Spielen für die Artenvielfalt“ verpackt sei, werde klar, „dass es sich hier um eine Kampagne gegen die Jagd und gegen die Rechte des Grundeigentums handle, so der Landesjagdverband Thüringen laut topagrar.

Auf den Spielkarten sind 28 Arten mit der Aufschrift „Ich muss nicht im Jagdgesetz stehen“ abgebildet. Die Arten, die oftmals keine Jagdzeit haben und folglich nicht gejagt werden dürfen, unterliegen gleichwohl der Hegeverpflichtung des Jagdrechts. Jäger müssen sie also auf – eigene Kosten – schützen und in Notzeiten versorgen. Aber klar, dem Nabu wäre es vermutlich bedeutend lieber, wenn die aufgeführten Arten dem Naturschutzrecht unterliegen würden und für Spendenkampagnen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Nabu-Mitglieder und -Angestellte etc. zweckdienlich verwendet werden könnten oder, noch besser, gleich sämtliche Flächen, auf denen sie vorkommen, dem Nabu übereignet werden würden. Völlig zu Recht empfiehlt daher der LJVT Vertretern der Landespolitik, sie sollten sich lieber „etwas mehr mit den finanziellen Aspekten in und um diese so fleißige „Naturschutzorganisation““ befassen. SE

Beitragsbild: Nabu-Quartett? Nein, Danke! Dann schon lieber Strip-Poker.

Sachsen: Hunde tötender Wolf soll geschossen werden

+++ Bayern: Wildschwein greift Skifahrerin an +++ Hessen: Staupe bei erlegtem Fuchs in Kronberg +++

Der Wolf, der im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat, soll der Population entnommen werden. Dies bestätigte das Umweltministerium Sachsen auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung (SZ). Es gebe eine unbefristete Genehmigung für die Tötung des Tiers. Der Landkreis wollte sich laut SZ nicht äußern. In den kommenden Tagen solle entschieden werden, wie die Entnahme erfolge. Der Wolf war immer wieder in der Nähe von Siedlungen und Grundstücken gesehen worden. Anwohner äußerten sich erleichtert über die nun erteilte Abschussgenehmigung. SE

Beitragsbild: Munition (Symbolbild). Foto: SE

NRW: Fuchs beißt Joggerinnen

Am Donnerstagabend wurden in Siegen-Geisweid (Kreis Siegen-Wittgenstein) im Bereich der Sohlbacher Straße zwei Joggerinnen von einem Fuchs auf offener Straße attackiert. Eine der beiden Frauen – eine 45-jährige Siegenerin – trug dabei Bisswunden im Arm- und Beinbereich davon. Die Verletzte musste anschließend ein Krankenhaus aufsuchen. Die wegen des Vorfalls alarmierte Polizei informierte wegen des beißwütigen und anschließend flüchtigen Fuchses den zuständigen Jagdaufsichtsberechtigten. PM

Beitragsbild: Flüchtiger Fuchs. Foto: SE

M-V: Jäger während Drückjagd bestohlen

Während einer Drückjagd bei Neu Pudagla auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind die Jadgteilnehmer bestohlen worden. Wie die Polizei mitteilte, nutzten der oder die unbekannten Täter die Abwesenheit der Jagdgesellschaft, um am Freitag Vormittag vier am Bahnübergang geparkte Pkw aufzubrechen. Nach einer ersten Übersicht wurden Portemonnaies und Ferngläser geklaut. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Waffen gestohlen wurden. PM

Beitragsbild: Verblasen der Strecke auf einer Drückjagd (Archivbild). Foto: SE

CIC und DJV suchen Koordinator für Internationale Jagdangelegenheiten

Jagdscheininhaber, abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss und bereit zu Dienstreisen ins Ausland? Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) suchen ab März Unterstützung in der Berliner Geschäftsstelle.

DJV und CIC suchen ab März 2018 einen Koordinator (m/w) für Internationale Jagdangelegenheiten und Naturschutz. Arbeitsplatz ist die Geschäftsstelle des DJV in Berlin. Die Projektstelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und umfasst 40 Stunden pro Woche. Angesiedelt ist die Position an der Schnittstelle zwischen der „Federation of Associations for Hunting and Conversation of the EU“ (FACE), dem CIC Budapest, der deutschen Delegation des CIC und dem DJV. Dazu gehört die Kommunikation und Kontaktpflege zu sämtlichen jagd- und naturschutzrelevanten nationalen und internationalen politischen Gremien, Institutionen und Verbänden. Themenfelder sind unter anderem Artenschutz, internationaler Handel mit Wildprodukten sowie die Auslands- und Trophäenjagd. Somit gehören auch Dienstreisen ins In- und Ausland zum Aufgabenfeld.

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+++ Newsticker +++

+++ ICE kollidiert mit Wildschweinrotte +++ Wildunfall: Hirsch auf dem Fahrersitz, Fahrer und Beifahrer verletzt +++ Steiermark: Jagd ruht aus Angst vor mutmaßlichem Doppelmörder +++ Österreich: Öko-Preis für Jägerschaft +++ Mecklenburg-Vorpommern: Streit um Forderung nach erhöhtem Schwarzwild-Abschuss wegen ASP +++ Niedersachsen: CDU und Freie Wähler fordern Steuerbefreiung für Gebrauchshunde +++ Thüringen: 13 Millionen Euro pro Jahr – so teuer ist der Wolf +++

Reinhold Messner: „In Sibirien ist genug Platz für Wölfe, bei uns nicht“

Der einstige Extrem-Bergsteiger und jetzige Bergbauer Reinhold Messner hat vor den Gefahren gewarnt, die die Ausbreitung des Wolfs für die traditionelle Almwirtschaft bedeuten: Wölfe seien Jäger, sie rissen Schafe, Ziegen, aber auch Kälber und Esel, erklärte Messner gegenüber der Kronen-Zeitung. Dies bringe die traditionelle Almwirtschaft in Gefahr. Dem Bericht zufolge hat Messner selbst bereits ein Yak-Rind durch Wölfe verloren. Sein Fazit: „In Sibirien ist genug Platz für die Raubtiere, bei uns aber nicht.“ red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot)

 

Hessen: Jäger bei Wildschweinjagd angeschossen

Am Freitag Morgen wurde in der Feldgemarkung zwischen Lützelwig und Casdorf (Schwalm-Eder-Kreis) ein 68 Jahre alter Jäger bei einer Wildschweinjagd durch einen Schuss verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei waren drei Jäger an der Jagd beteiligt. Bei der Erlegung eines Wildschweins erlitt einer der Jäger, ein 68 jähriger Homberger eine Schussverletzung. Der Verletzte wird derzeit im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr besteht nicht. Ob der Jäger durch einen Abpraller, einen Geschosssplitter oder einen in seine Richtung abgegebenen Schuss verletzt wurde, ist unklar. Die Umstände, die zu der Verletzung des Mannes führten, werden durch die Polizei untersucht. PM

Beitragsbild: Erlegtes Wildschwein. Foto: SE

Brandenburg: Dänischer Jagdgast erlegt Wolf

Ein Jagdgast aus Dänemark hat auf einer Drückjagd bei Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Wolf erlegt. Der Jagdleiter hat am Donnerstag Anzeige gegen den Jäger erstattet. Der Kadaver wurde im Auftrag des Landesumweltamtes sichergestellt und aufbewahrt. Der Wolf ist in Deutschland zwar streng geschützt, aber weder vom Aussterben bedroht noch besonders selten. red.

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern NoS und MF für den Hinweis!

Beitragsbild: Ansitzbock mit Jagdgast (Symbolbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Aggressive Wildschweine verletzten vier Menschen zum Teil schwer

+++ Bayern: Schwer verletzten Hirsch nach Wildunfall einfach liegen gelassen +++ Bayern: Wildschwein nach Wildunfall mitgehen lassen +++

Seit etwa 09.00 Uhr früh haben zwei ausgewachsene, aggressive Wildschweine die Heider Innenstadt (Kreis Dithmarschen) unsicher gemacht. Die aufgebrachten Tiere haben auf ihrem Weg durch die Straßen und in der Filiale der Sparkasse am Markt vier Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Ein Wildschwein konnte durch Polizeikräfte im Vorraum der Sparkasse festgesetzt werden. Dann wurde es vor der Bank von einem Jäger erschossen. Menschen, die sich in anderen Bereich des Gebäudes aufhielten, sollten per Drehleiter evakuiert werden. Das andere Schwein ist Richtung Stadtbrücke geflüchtet und wurde zuletzt in der Waldschlößchenstraße bzw. am Wasserturm gesichtet. Aktuell ist es allerdings verschwunden. Eine Nachsuche durch Jäger findet statt. Die Bevölkerung wird nach wie vor aufgefordert, wachsam zu bleiben. Mehr dazu hier. PM

Beitragsbild: Keiler (Archivbild) Foto: SE

Entlaufene Wölfe: Massive Kritik an Nationalpark

Die Verantwortlichen des Nationalparks Bayerischer Wald werden für die Entscheidung, die aus einem Gehege entlaufenen Wölfe zum Abschuss freizugeben, massiv kritisiert. Neben dem üblichen Gegeifer von Tiefreunden in den sozialen Medien erregte vor allem die Entscheidung eines ehrenamtlichen „Waldführers“ Aufsehen, der in einem offenen Brief an die Nationalparkleitung seinem Entsetzen, seiner Enttäuschung und Wut über den Abschuss der Wölfe Ausdruck verliehen hat – und von seinem Ehrenamt zurücktrat. Verständnis für die Abschuss-Entscheidung äußerte hingegen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk der Vorsitzende des Vereins Pro Nationalpark, Volker Freimuth: Der Nationalpark handele besonnen, erklärte Freimuth, Gehegewölfe seien an Menschen gewöhnt, ihr Verhalten nicht vorhersehbar. Wenn ein Mensch zu Schaden komme, schade das der Wolfsdiskussion mehr als die Abschüsse. Sachlich berechtigt hingegen erscheint die von der Süddeutschen Zeitung an der Nationalparkverwaltung geübte Kritik – auch wenn der Tonfall des Artikels sich doch allzu sehr an den in sozialen Medien üblichen Sprachgestus annähert: Man dürfe es „Idioten nicht so einfach machen„, tadelt die Zeitung. Dies tue man aber, wenn die Sicherung eines Wolfsgeheges „im Wesentlichen aus einem Baumarktschloss“ bestehe. SE

Beitragsbild: Baumarktschloss. Foto: SE