Allgemein

Entlaufene Wölfe: Massive Kritik an Nationalpark

Die Verantwortlichen des Nationalparks Bayerischer Wald werden für die Entscheidung, die aus einem Gehege entlaufenen Wölfe zum Abschuss freizugeben, massiv kritisiert. Neben dem üblichen Gegeifer von Tiefreunden in den sozialen Medien erregte vor allem die Entscheidung eines ehrenamtlichen „Waldführers“ Aufsehen, der in einem offenen Brief an die Nationalparkleitung seinem Entsetzen, seiner Enttäuschung und Wut über den Abschuss der Wölfe Ausdruck verliehen hat – und von seinem Ehrenamt zurücktrat. Verständnis für die Abschuss-Entscheidung äußerte hingegen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk der Vorsitzende des Vereins Pro Nationalpark, Volker Freimuth: Der Nationalpark handele besonnen, erklärte Freimuth, Gehegewölfe seien an Menschen gewöhnt, ihr Verhalten nicht vorhersehbar. Wenn ein Mensch zu Schaden komme, schade das der Wolfsdiskussion mehr als die Abschüsse. Sachlich berechtigt hingegen erscheint die von der Süddeutschen Zeitung an der Nationalparkverwaltung geübte Kritik – auch wenn der Tonfall des Artikels sich doch allzu sehr an den in sozialen Medien üblichen Sprachgestus annähert: Man dürfe es „Idioten nicht so einfach machen„, tadelt die Zeitung. Dies tue man aber, wenn die Sicherung eines Wolfsgeheges „im Wesentlichen aus einem Baumarktschloss“ bestehe. SE

Beitragsbild: Baumarktschloss. Foto: SE

Bayern: Entlaufene Wölfe wurden befreit

Die sechs aus einem Gehege im Nationalpark Bayerischen Wald entlaufenen Wölfe (JAWINA berichtete) sind befreit worden. Dies teilte die Bayerische Polizei mit. Demnach wurde das Vorhängeschloss am Gehege der Wölfe entfernt. Es lag geöffnet, aber unbeschädigt in der Nähe des Gatters. Bei der Aufnahme der Anzeige wurde durch die Beamten eine Spurensicherung am Gatter und im näheren Umfeld durchgeführt. Die weiteren Ermittlungen wegen eines möglichen Vergehens nach dem Tierschutzgesetz werden durch die Polizeiinspektion Zwiesel in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf geführt. Die Auswertung der gesicherten Spuren dauert an.

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Österreich: Tödlicher Jagdunfall

In Ritzing im österreichischen Burgenland ist ein 51 Jahre alter Jäger bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. Wie die OÖnachrichten berichten, ist der aus Oberösterreich stammende Jagdgast von einem Schuss aus seinem eigenen Gewehr getötet worden. Der Jagdunfall ereignete sich auf einem Hochstand in einem Waldgebiet. Der Jäger war sofort tot. Fremdverschulden kann einem Polizeisprecher zufolge ausgeschlossen werden. Die Polizei ist derzeit noch damit befasst, die genauen Umstände des Unglücks zu ermitteln. red.

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild) Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

USA: Drei deutsche Frauen sterben bei Wildunfall in Wisconsin

Drei junge Frauen aus Deutschland sind bei einem Wildunfall in der Nähe von Sparta im US-Bundesstaat Wisconsin ums Leben gekommen. Das Auto der Frauen war mit einem Weißwedelhirsch zusammengestoßen, der die Interstate 90 im Monroe County überquerte. Nach dem Zusammenprall mit dem Hirsch sei das Auto langsamer geworden oder zum Stehen gekommen, wie die Polizei mitteilt. Daraufhin sei ein Sattelschlepper auf das Auto der Frauen aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls sei der Wagen in den Graben geschleudert worden, wo er sich überschlug. Die Insassinen, zwei 20, eine 22 Jahre alt, waren sofort tot. Der Fahrer des Sattelschleppers wurde schwer verletzt in eine Klinik nach Sparta gebracht. Die Interstate 90 war in westlicher Richtung für mehrere Stunden gesperrt. Wie das Nachrichtenportal WBAY.com berichtet, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wildunfalls in Wisconsin doppelt so hoch wie im US-Durchschnitt. SE

Beitragsbild: Umleitungsempfehlung des Sparta Police Department nach dem tödlichen Unfall auf der Interstate 90 auf Facebook. (Screenshot)

NRW: Mit Wildkameras gegen wildernde Hunde

Wildernde Hunde sind eine Plage in vielen Revieren: Nachdem sich die Vorfälle in einem Revier bei Garbeck (Märkischer Kreis, NRW) häuften und einige Rehe gerissen wurden, wurde es den Jagdpächtern zu viel. In der Lokalpresse und auf Schildern, die sie im Wald aufgehängten, kündigten sie Ermittlungen auf eigene Faust an: Mit Wildkameras wollten sie wildernde Hunde überführen: Man kenne sich auf dem Dorf, sagte Hegeringsleiter Stephan Honert gegenüber der Westfalenpost, man wisse, welcher Hund wem gehöre und hätte den oder die verantwortungslosen Hundehalter so ermitteln können. Allerdings hat die Drohung mit der Fotofallen-Überwachung bereits Wirkung gezeigt: Seit die Aktion angekündigt wurde, kam es zu keinen Rissvorfällen mehr. Wäre interessant zu erfahren, was der zuständige Datenschutzbeauftragte dazu zu sagen hätte… SE

Beitragsbild: Von Hund gerissenes Reh (Archivbild). Foto: SE

Jagdunfall: Bayern-München-Finanzvorstand verletzt

Der Finanzvorstand des Fußballvereins FC Bayern München, Christian Dreesen (50), hat sich bei einem Jagdunfall in Brandenberg (Tirol) an der Hand verletzt. Wie der ORF und verschiedene andere Medien berichtet, befand sich Dreesen gestern Abend gegen 19.30 Uhr auf einem Forstweg. Er war auf dem Rückweg zu seinem Auto. Die Waffe soll er am Riemen über der Schulter getragen und mit der Hand festgehalten haben. Es löste sich ein Schuss, der Dreesen schwer an der linken Hand verletzte. Er wurde von einem Begleiter ins Tal gebracht, wo der Notarzt bereits wartete. Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte in eine Innsbrucker Klinik transportiert. Dreesen soll bei dem Unfall Finger eingebüßt haben. Die Verletzungen sind aber nicht lebensgefährlich, er liegt nicht auf der Intensivstation. red.

Beitragsbild: Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Norwegen: Elchstrecke bricht ein – mehr Wolfsabschüsse bewilligt

Im Jahr 2010 wurden noch 1200 Elche in der Elchjagdregion im Südosten Norwegens geschossen, letztes Jahr waren es noch 570. Norwegische Jäger erwarten, dass die Strecke dieses Jahr „mikroskopisch“ ausfallen wird. Es werde eine reine Management-Jagd werden, prophezeit ein Gemeindevertreter gegenüber dem Nachrichtenportal nrk. Hauptverantwortlich seien die Wölfe: Es seien mehrere in der Region gesehen worden, auch Elchkadaver wurden gefunden. Barbara Zimmermann, eine Wildbiologin an der Inland University Norway, führt weitere mögliche Gründe an: So könne die Klimaerwärmung dem Elch weniger zuträgliche Bedingungen schaffen. Auch seien auf beiden Seiten der norwegisch-schwedischen Grenze in den vergangenen Jahren verstärkt Elche geschossen worden, um Wildschäden zu minimieren. Der Wolf sei aber definitiv mitverantwortlich am Rückgang der Elche.

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Österreich: Äschenzüchter fordern Otter-Bejagung

Die Europäische Äsche, ein Knochenfisch aus der Familie der Salmonidae, zu der auch Forellen und Lachse gehören, ist vielerorts im Rückgang begriffen. Dafür werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht: Verschlechterte Gewässerqualität und Verbauung von Gewässern dürften ebenso eine Rolle spielen wie der zunehmende Prädationsdruck zum Beispiel durch den Kormoran. Laut Wikipedia ist die Äsche gemäß Berner Konvention als gefährdete Art auf europäischer Ebene geschützt., gilt jedoch der Einschätzung der IUCN zufolge als nicht gefährdet (least concern). Der Fischereiverein Hallein im österreichischen Bundesland Salzburg widmet sich der Nachzucht von Äschen, die in der Salzach und ihren Nebenflüssen eingesetzt werden soll, wie der ORF berichtet. Doch die anwachsende Fischotter.Population bedrohe das Projekt: Von einem „extremen Fischotterbefall“ spricht ein Fischer gegenüber dem ORF. Fünf bis sechs Otter seien in die Anlage des EU-geförderten Zuchtprojekts eingedrungen und hätten massive Schäden an Äschen und Regenbogenforellen angerichtet.

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Österreich: Tierrechtler zu Geldstrafe verurteilt

Martin Balluch, Obmann des österreichischen Vereins gegen Tierfabriken (VGT) ist vom Landesgericht Salzburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 38.000 Euro verurteilt worden. Der VGT muss weitere 2400 Euro bezahlen, wie die Salzburger Nachrichten berichten. Der österreichische Großgrundbesitzer und Gatterbetreiber hatte Privatklage gegen den VGT und Balluch erhoben, weil dieser insgesamt 118 ehrverletzende Hasspostings nicht rechtzeitig von seiner Facebook-Seite und der des VGT gelöscht habe. Im Zusammenhang mit einer Wildschweintreibjagd im Jagdgatter von Maximilian Mayr-Melnhof in Anthering sollen Mayr-Melnhof und seine Familie gröblich beschimpft worden sein. „Ich blase ihm den Schädel weg“, sei dort laut Salzburger Nachrichten zu lesen gewesen oder: „Ich rotte ihre Familie aus.“

In 23 Fällen erfolgte ein Freispruch, weil die Äußerungen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Balluchs Verteidiger hat angekündigt, Berufung einzulegen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten ausführlichen Beitrags in den Salzburger Nachrichten. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

82jähriger Jäger entwaffnet – Deutschland wieder sicherer geworden

Und wieder ist Deutschland ein Stückchen sicherer geworden: Ein 82 Jahre alter Jäger aus Hille (NRW, Kreis Minden-Lübbecke) muss nach einer entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden Waffen und Munition abgeben. Bei einer Kontrolle der Waffenaufbewahrung hatten Mitarbeiter des Kreises festgestellt, dass der betagte Weidmann Waffen und Munition zusammen in einem Waffenschrank aufbewahrte. Das sei verboten, belehrte Richterin Bärbel Brinkmann dem Westfalen-Blatt zufolge den Senior: Wenn ein Unbefugter an die Waffen gelange, dann habe er auch gleich die Munition.

Er sei unzuverlässig, hatte der Landkreis dem Jäger beschieden, wogegen dieser geklagt hatte. Vor Gericht verteidigte er sich mit der wenig aussichtsreichen Erklärung, dass er von der gesetzlichen Verpflichtung, Waffen und Munition getrennt aufzubewahren, noch nie gehört habe. Ein gewisses Unbehagen der Richterin, einen 82 Jahre alten Bürger, der sich vermutlich sein ganzes Leben lang nicht hat zuschulden kommen lassen – sonst wäre er schon beizeiten entwaffnet worden – von Amts wegen als unzuverlässig herabzuwürdigen, scheint aus dem seltsamen Angebot zu sprechen, das die Juristin dem Jäger laut Westfalen-Blatt machte: Wenn er seine Waffen „freiwillig“ abgebe, würde der Kreis das Schreiben zurücknehmen, in welchem er als „unzuverlässig“ bezeichnet werde. SE

Beitragsbild: Waffenschrank – ist der Zugewinn an Sicherheit messbar, wenn die Munition, wie vorgeschrieben, in einem einfachen „Stahlschrank mit Schwenkriegelverschluss“ aufbewahrt wird, statt im üblicherweise deutlich massiveren Waffenschrank?. Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Wolfsnachwuchs auf Truppenübungsplatz Klietz

Erneut hat sich das auf dem Truppenübungsplatz Klietz in Sachsen-Anhalt nachgewiesene Wolfspaar erfolgreich reproduziert: Eine Wildkamera des für die Bewirtschaftung zuständigen Bundesforstbetriebs hat drei Wolfswelpen aufgenommen. Ein Jäger soll in einem von dem bekannten Rudel weit entfernten Teil des Truppenübungsplatzes eine weitere Wölfin mit vier Jungtieren beobachtet haben. SE

Beitragsbild: Wolfswelpen in Klietz. Foto: Bundesforst

Mecklenburg-Vorpommern: Vorderpfoten auf dem Pflug – Wölfe belagern Traktor

„Ein bisschen Schiss hatte ich schon“, bekennt der 26 Jahre alte Landwirt gegenüber dem Nordkurier – und der eine oder andere Leser wird dafür Verständnis aufbringen: Martin H. hatte Nachtschicht, wollte gegen 23 Uhr auf einem Feld bei Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gerade aussteigen, um die Landtechnik zu überprüfen. Da entdeckte er den ersten Wolf, nur acht Meter von ihm entfernt. Schaut ihn an, macht keine Anstalten wegzulaufen. H. schaut sich um, entdeckt einen zweiten Wolf: Dieser habe bereits die Vorderpfoten auf den Pflug gelegt.

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Saarland: OVG entscheidet über Genehmigungspflicht für Wildkameras

+++ Brandenburg: Wolfsriss Belzig – Schäferfamilie denkt über Aufgabe der Schafhaltung nach +++ „Alltägliches Ritual“: Wolfsriss in Thüringen +++Österreich: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst +++ Österreich: Wilderer köpft Hirsch und Reh +++ Update: Gericht entscheidet – Wildkameras sind genehmigungspflichtig +++

Das Oberverwaltungsgericht Saarlouis entscheidet heute über die Frage, ob der Betrieb von Wildkameras durch die Datenschutzbehörden genehmigt werden muss. Drei Jäger haben gegen eine entsprechende Anordnung der saarländischen Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte in der Vorinstanz die Klage der Jäger bereits abgelehnt. Es ist einem Bericht der Saarbrücker Zeitung zufolge das erste Mal, dass diese Frage obergerichtlich entschieden werde. Es gehe dabei nicht darum, ob der Einsatz von Wildkameras grundsätzlich erlaubt sei, sondern nur darum, ob er meldepflichtig sei, so die Zeitung.

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Brandenburg: Schwedische Experten empfehlen Schutzjagden auf Wölfe

Von Schweden lernen, heißt schießen lernen: Bei der gestrigen Anhörung zum Wolfsmanagement im Agrar- und Umweltausschuss des Potsdamer Landtags haben sich die eingeladenen Experten aus Schweden für Schutzjagden auf Wölfe ausgesprochen. In Schweden könne jedes geschützte Tier – dazu gehören außer Wölfen etwa auch Luchse, Braunbären und Steinadler – geschossen werden, wenn es Nutztiere oder Menschen gefährdet. Dies gelte auch dann, wenn noch kein Angriff stattgefunden hat, fasst die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) Berichte der schwedischen Experten zusammen. Neben der Schutzjagd auf Problemtiere gibt es in Schweden die reguläre Lizenzjagd auf Wölfe, die dazu dient, den Wolfsbestand in Schweden auf ca. 350 Wölfe zu begrenzen. Die entsprechenden Quoten würden von den regionalen Verwaltungen bestimmt, überzählige Tiere werden erlegt. Michael Schneider, in der schwedischen Provinz Västerbotten für Raubtierfragen zuständig, sprach laut MAZ von einer „sehr aufgebauschten“ Diskussion um den Wolf. SE

Beitragsbild: Der zitierte und verlinkte Artikel in der MAZ. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

 

 

 

 

Brandenburg: Jäger rettet Seeadler

Ein Brandenburger Jäger hat einen verletzten Seeadler gerettet. Er fand das Tier bei einem Gang durch sein Revier bei Brüssow in der Uckermark. Der Seeadler hat sich vermutlich bei einer Kollision mit den Flügeln eines Windrads Elle und Speiche des linken Flügels gebrochen. Als der Jäger den Seeadler entdeckte, stand er im Gras einer Böschung und versuchte, sich wegzuducken. Ihm sei sofort klar gewesen, dass mit dem Tier etwas nicht stimme, berichtete der Jäger dem Nordkurier. Der Seeadler wurde dem Greifvogelexperten einer Naturschutzstation übergeben, der es in eine Tierklinik verbrachte. Bleibt zu hoffen, dass der gebrochene Flügel erfolgreich operiert werden kann. SE

Beitragsbild: Toter Bussard vor Windrad – Kollisionen mit Windkraftanlagen sind eine der häufigsten Todesursachen für Greifvögel. Foto: SE

Hessen: Wolf im Odenwald gesichtet

Erster Wolf seit 150 Jahren im Odenwald

Wie das Hessische Umweltministerium bestätigt, handelt es sich bei dem Tier, das ein Naturfotograf im Odenwald bei Wald-Michelbach (Kreis Bergstraße) am vergangenen Sonntag aufgenommen hat,  um einen Wolf. Damit wurde erstmals in Südhessen ein Wolf gesichtet. Wie in solchen Fällen üblich, wurden die Bilder zunächst den Experten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) in Sachsen vorgelegt. Nachdem von dort die Bestätigung kam, hat das Hessische Umweltministerium umgehend die örtlichen Dienststellen sowie Schafhalterinnen und Schafhalter informiert. Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und Sichtungen wolfsähnlicher Tiere mitzuteilen. Bei einer Begegnung mit großen Hunden oder Wölfen wird empfohlen, ruhig zu bleiben und einen respektvollen Abstand zu halten.

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Bundesmeisterschaft jagdliches Schießen: Erste Ergebnisse online

Am Mittwoch Morgen startete die DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2017. Der DJV veröffentlicht auf jagdverband.de und in den sozialen Medien erste Ergebnisse und berichtet tagesaktuell vom Wettbewerb in Garlstorf.

Nach dem Auftakt der diesjährigen DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen stellt der Deutsche Jagdverband (DJV) erste Ergebnisse online. Interessierte können die Listen sowie Impressionen der Veranstaltung ab sofort auf jagdverband.de/BMJS17 einsehen. Die Seite wird laufend aktualisiert. Unter #BMJS17 gibt es Fotos und Hintergrundinfos zur Veranstaltung auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

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NRW: Jäger schiesst entlaufenes Rind

Am Samstag Mittag ging bei der Polizei in Selm (Kreis Unna) ein Notruf ein: Eine Gruppe von vier Rindern war entlaufen, die Tiere liefen über die Gleise der Bahnstrecke Dortmund – Enschede, die für den Bahnverkehr gesperrt werden musste. Die Tiere verhielten sich sehr scheu. Während drei der Tiere nach einiger Zeit auf dem Gelände eines Reiterhofes gesichert werden konnten, lief eine Kuh immer wieder auf die Gleise. Als es auch nach eineinhalb Stunden nicht gelang, die Kuh einzufangen und aus dem Gleisbereich zu bekommen, wurde sie auf Veranlassung der Polizei durch einen Jäger erschossen. Der Besitzer, ein Landwirt aus Waltrop, erhielt Kenntnis. Die Bahnstrecke konnte gegen 14.05 Uhr wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden. Mit Verspätungen bei 2 Zügen und Teilausfällen bei 6 Zügen kam es auch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. PM Polizei

Beitragsbild: Kuh (Archivbild). Foto: SE

Finnland erhöht Abschuss-Quote für Bären

Das finnische Institut für natürliche Ressourcen (Natural Resources Institute Finland, LUKE) hat die Abschussquote für Braunbären deutlich erhöht. Insgesamt wurden 255 Bärenlizenzen an Jagdgesellschaften ausgegeben, 72 mehr als 2016. Anlass ist die deutliche Zunahme des Bärenbestandes insbesondere im Osten Finnlands. LUKE hat den Bestand letztes Jahr auf 1720 bis 1840 Tiere geschätzt, ein Zuwachs um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 170 Lizenzen wurden an finnische Jägervereinigungen ausgegeben, weitere Lizenzen erhielten Jäger, die den Bärenbestand in verschiedenen Gebieten kontrollieren sollen, in denen die Bärenpopulation besonders stark zugenommen hat. Der Bestand an Elchen und Hirschen in den jeweiligen Regionen wurde bei der Zahl der Lizenzen ebenso berücksichtigt, wie das Vorkommen von wilden Rentieren und die Schäden an Bienenstöcken durch Bären. Wie das finnische Nachrichtenportal yle.fi berichtet, hat am Sonntag auch die Jagd auf Wasservögel in Finnland begonnen. Jagdaufseher haben die Jäger aufgefordert, ihr Augenmerk besonders auf Stock- Krick- und Schellenten zu richten, von denen es sehr viele gebe. SE

Beitragsbild: Braunbär in Alaska frisst Lachs. Autor: Steve Hillebrand, US Fish & Wildlife Service, National Digital Library, Quelle: Wikipedia

„Massive Einschränkungen in der Landwirtschaft, im Tourismus und in der Lebensqualität unserer ländlichen Bevölkerung“

„Schutzstatus überprüfen und anpassen“: Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land übergibt Brandbrief zum Wolf an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

Die Verbandsbürgermeisterin Steffi Friedebold hat einen von ihr und Wolfgang Gehrke, dem Vorsitzenden des Verbandsgemeinderates, an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergeben, in dem ein anderer Umgang mit dem Wolf angemahnt wird. In dem in der Volksstimme vollständig wiedergegebenen Schreiben heißt es:

„Seit geraumer Zeit breiten sich Wolfsrudel im Bundesgebiet aus. Der Artenschutz führt zu enormen Zuwachsraten im Wolfsbestand, so auch im Gebiet der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land. Hohe Populationsdichten des Wolfes in unserer Region bewirken schon heute massive Einschränkungen in der Landwirtschaft, im Tourismus und in der Lebensqualität unserer ländlichen Bevölkerung.

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Italien: Wolf reißt Eselfohlen

Am Pordoijoch in der italienischen Provinz Belluno haben Wölfe ein Eselfohlen gerissen. „Das Raubtier ließ von Maggie nicht viel übrig“, berichtet das Südtiroler Nachrichtenmagazin stol.it. Bereits vor zwanzig Tagen soll eine weitere Eselin von dem Hof spurlos verschwunden sein. In Schafherden integrierte Esel werden oft als wirksamer Schutz vor Wolfsrissen ausgegeben. SE

Beitragsbild: Der verlinkte Beitrag auf stol.it (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Weidmannsheil: Jäger groundet Flugdrohne

Ein Jäger in Hermagor, einem Bezirk des österreichischen Bundeslandes Kärnten hat eine Flugdrohne abgeschossen, die ihn offenbar genervt hat. Nach dem Schuss des Jägers fiel das Flugobjekt „wie ein Stein vom Himmel“, berichtet die KronenZeitung. Der Vorfall soll sich bei einem Freiluftfest ereignet haben. Die Bezirkshauptmannschaft, laut KronenZeitung die gemäß Luftfahrtgesetz zuständige Behörde, hat Ermittlungen aufgenommen. Die Beteiligten schweigen zu dem Vorfall. Man wolle nicht, dass der Vorfall für noch mehr Aufregung sorge, als er bereits tue. SE

Beitragsbild: Flugdrohne. Copyright: Schekinov Alexey Victorovich, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Zwei tote Wolfswelpen auf Truppenübungsplatz Munster

+++ Niedersachsen: „Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement“ gegründet +++ Baden-Württemberg: Rotmilan klaut Grillgut +++ Hessen: Wildschwein nach Ausflug in Wiesbaden erschossen +++ Sachsen: Wildschwein verursacht Unfall auf der A4 +++

Am 8. August wurden dem NLWKN-Wolfsbüro Hannover zwei im Bereich des Truppenübungsplatz Munster Nord tot aufgefundene Welpen gemeldet. Diese wurden durch Mitarbeiter des Wolfsbüros abgeholt und für weitere Untersuchungen zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin geschickt, um unter anderem die Todesursache zu klären. Außerdem werden genetische Proben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen geschickt, um die Herkunft der beiden Welpen zu klären. Über die Ergebnisse wird das Wolfsbüro informieren. Ob die Anfang Juli bei Bispingen tot aufgefundene Wölfin (JAWINA berichtete) das Muttertier der beiden Welpen ist, kann noch nicht geklärt werden. PM

Beitragsbild: NLWKN-Internetseite mit der Welpen-Meldung. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Erster ASP-Ausbruch in Rumänien

In dem rumänischen Kreis Satu Mare im Nordwesten des Landes an der Grenze zu Ungarn und der Ukraine, ist der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (World Organisation for Animal Health, OIE) bestätigt, waren waren vier Hausschweine betroffen, die in einem Hinterhof gehalten wurden. Eines der Schweine starb, die übrigen wurden geschlachtet und sicher entsorgt. Die Infektionsquelle ist noch unbekannt, die Nachforschungen dauern an. Nach ASP-Fällen in Moldawien waren verschiedene Regionen Rumäniens, darunter Satu Mare, bereits als Risikogebiete für ASP identifiziert worden. Um das Infektionsgebiet wird ein Sperrgebiet errichtet, in dem verschiedene Maßnahmen angeordnet werden, um die weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Dazu gehören die Kontrolle der örtlichen Wildschweinpopulation, die Desinfektion von Fahrzeugen und die Vernichtung von Kadavern und möglicherweise belasteten landwirtschaftlichen Erzeugnisse durch offizielle staatliche Stellen. SE

Beitragsbild: Meldung der ASP-Erstinfektion aus Rumänien auf der Internetseite der OIE. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Polen: Neue ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen

Am 19. Juli sind die ASP-Ausbrüche Nr. 55 und 56 vom nationalen Referenzlabor für ASP in Polen (NVRI) offiziell bestätigt worden. Der 55. Ausbruch ereignete sich „in einer kleinen Hinterhoffarm“, wie Krzysztof Jażdżewski, Leiter der polnischen Veterinärbehörde, in einem Schreiben an die Europäische Lebensmittelbehörde berichtet. Auf der Hinterhoffarm wurden zwei Sauen und 14 Ferkel gehalten. Die Farm liegt in der Woiwodschaft Lublin in Ostpolen, in der bereits ein ASP-Sperrbezirk eingerichtet wurde. Alle Schweine wurden getötet und sicher entsorgt.

Auch der 56. ASP-Ausbruch fand  ebenfalls in der Woiwodschaft Lublin auf einem kleinen kommerziellen Hof statt, der 30 Mastschweine hielt. Auch diese Schweine wurden getötet und entsorgt. Um die betroffenen Höfe herum wurden neue Sperr- und Überwachungsgebiete eingerichtet. SE

Beitragsbild: ASP-Sperrbezirke in der Woiwodschaft Lublin. Grafik: Polnische Veterinärbehörde

Bayern: Jägerin durch Mähdrescher schwer verletzt

Bei Hagelstadt (Landkreis Regensburg) ist eine 78 Jahre alte Jägerin durch einen Mähdrescher schwer verletzt worden. Die Jägerin saß in einem Maisfeld während der Erntearbeiten auf einem nicht erhöhten Erdsitz an. Der 43 Jahre alte Fahrer der Erntemaschine übersah die Jägerinund erfasste den Erdsitz mit dem Mähdrescher, der dabei umstürzte. Die Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. SE

Beitragsbild: Häcksler. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Goldschakal in der Schweiz nachgewiesen

Ein Ornithologe hat an einem See im Linthgebiet im Schweizer Kanton St. Gallen einen Goldschakal beobachten und fotografieren können. Das erstmals 2011 in der Schweiz nachgewiesene Tier tauchte nach dem misslungenen Angriff eines Fuchs auf eine Ente aus dem Schilf auf, wie das Onlineportal blick.ch berichtet. Die letzte Sichtung eines Goldschakals in der Schweiz erfolgte im März 2016 im Kanton Schwyz. Der eigentlich bislang nur im Süden Europas beheimatete Goldschakal dehnt sein Verbreitungsgebiet zur Zeit aus. So wurden bereits Sichtungen in Deutschland aus Hessen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. SE

Beitragsbild: Goldschakal. Autor: tontantravel, Quelle: flickr/wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic Lizenz.

Hessen: Nabu-Vertreter für „starke Bekämpfung“ von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine „starke Bekämpfung“ von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien „ein riesiges Problem“ und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

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Bayern: Jäger stürzt auf Flucht vor Wespen vom Hochsitz

Ein Jäger aus dem oberbayerischen Egling (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist bei einem Ansitz am Donnerstag Abend verunglückt. Der 35-jährige saß auf einem Hochsitz am Kirchseemoor an, als er von einem Wespenschwarm attackiert wurde. Auf der überstürzten Flucht rutschte er auf der Leiter des Hochsitzes aus und stürzte ab. Dabei brach er sich ein Bein. Weil das Gelände sehr unwegsam ist, wurde die Bergwacht hinzugezogen, wie der Merkur berichtet. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. SE

Beitragsbild: Hochsitz im Bau. Foto: SE

Baden-Württemberg: Fuchs beißt Mann

Ein Fuchs hat einen 18-jährigen im Treppenhaus seines Hauses in Oberstadion (Alb-Donau-Kreis) ins Bein gebissen. Nach dem Beißvorfall warf der junge Mann seine Jacke über den Fuchs und schmiss ihn zur Tür hinaus. Trotz dieser Handgreiflichkeit zeigte der Fuchs keinerlei Scheu. Als der Gebissene mit einem Freund, der ins Krankenhaus gefahren hatte, zu seinem Haus zurückkehrte, hätten sie den Fuchs fast überfahren, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. In den Tagen danach wurde der Fuchs noch mehrfach vor Haustüren in der Siedlung und in Gärten gesichtet. Weil Füchse momentan Schonzeit haben, wurde eine Sondergenehmigung der Jagdbehörde eingeholt, um den Fuchs mit einer Lebendfangfalle einzufangen. Dies gelang, der gefangenen Fuchs wurde getötet und an ein Untersuchungsinstitut übergeben. Obwohl Deutschland als tollwutfrei gilt, erhielt der gebissene 18-jährige im Krankenhaus nicht nur eine Tetanusimpfung, sondern auch die erste von insgesamt sieben Spritzen gegen Tollwut. SE

Beitragsbild: In Totschlagfalle gefangener Fuchs. Foto: SE

Tierschutz-Partei gründet Verein zum Nutria-Schutz

Sie gelten als invasive Art und richten massive Schäden an: Die aus Südamerika stammende Nutria, auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt stehen auf der Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung und müssen, weil sie als Bedrohung für Ökosysteme und Artenvielfalt gelten, von den EU-Mitgliedsstaaten bekämpft werden. Thomas Schwarz, Bundes- und Landesvorsitzender der Partei für Tierschutz (Zeitungslesern vermutlich eher unter der Sammelbezeichnung „Sonstige“ vertraut…) sieht das anders: Er könne gar nicht nachvollziehen, dass die Sumpfbiber so einen schlechten Ruf haben. Sie sind doch total putzig und tun keinem was zu Leide“, sagte Schwarz gegenüber dem Neusser Stadt-Kurier. Die Schäden, die die Nagetiere auch an Ufergehölzen in der Stadt Neuss verursachen, so dass deren Fortbestand gefährdet ist, sind für Schwarz kein Argument, weiterhin Jagd auf die Sumpfbiber zu machen, stellt der Stadt-Kurier fest: Er ruft Gleichgesinnte zum Protest auf. SE

Beitragsbild: Nutria. Autor: Timo Sack. Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic Lizenz.

Mobile Daten für Tracker-SIM noch günstiger

Die Roamingpreise für mobile Daten werden von Jahr zu Jahr günstiger – das wirkt sich jetzt auch auf die Preise für die Datenverbindungen der SIM-Karten des finnischen Hundeortungsspezialisten Tracker aus. Durch diese Preissenkung ist die Tracker-SIM eine echte Alternative für das Jagdhandy oder für den sekundären Slot im Dual-SIM-Handy, meint der Hersteller. Ein MB mobile Daten kosten bei Verwendung der Tracker-SIM im Handy (in den Ortungshalsbändern arbeiten spezielle M2M-SIMs) jetzt nur noch 1,5 Cent statt zuvor 1,9 Cent. Der neue Datenpaket-Tarif steht in vielen europäischen Ländern zur Verfügung und gilt für einen Zeitraum von 365 Tagen ab Aktivierung. Eine Aktivierung ist erforderlich und wird durch die Eingabe des folgenden Codes im Anruffeld des Handys vorgenommen:  *146*941*48#

Mehr Infos dazu auf der Tracker Homepage.

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Waffenrechtsverschärfung tritt morgen in Kraft

Die jüngste Verschärfung des Waffenrechts tritt morgen in Kraft: Am heutigen Mittwoch ist das „Zweite Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Am Tag nach der Veröffentlichung treten die Änderungen in Kraft. Kernpunkt der neuen Regelung sind die deutlich verschärften Aufbewahrungsvorschriften für Waffen. Künftige Legalwaffenbesitzer müssen ihre Waffen in Waffenschränken des Widerstandsgrads 0 aufbewahren. Altbesitzer dürfen ihre Waffentresore nach den alten VDMA A- und B-Normen weiterhin benutzen. Es gilt ein Bestandsschutz, wobei es dem Waffenbesitzer obliegt zu beweisen, dass er seine Waffenschränke tatsächlich bereits vor dem morgigen Stichtag besessen hat. SE

Beitragsbild: Geändertes Waffengesetz im Bundesgesetzblatt. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Monika Maron: „Wer hat am Meinungskompass gedreht?“

„Der größte anzunehmende Wahlunfall – Angela Merkel flankiert von Katrin Göring-Eckhardt“

Früher hielt die Schriftstellerin Monika Maron sich für links. Heute sagen ihr Zeitungen und Fernsehen, sie sei rechts: „Und nun zermartere ich mir den Kopf, wie das passieren konnte. Ich bilde mir ein, ähnlich vernünftig zu sein wie früher, als ich nicht mehr links, aber noch nicht rechts war. Welche Achse hat sich gedreht, dass ich mich auf einer anderen Seite wiederfinde, ohne die Seite gewechselt zu haben?“

Warum ist es „rechts“ oder „krank“, „vor dem reaktionären, frauenfeindlichen, nach weltlicher Macht strebenden und in unseren Alltag drängenden Islam“ Angst zu haben?

Warum ist es links, wenn einer demokratisch legitimierten Partei „Tagungsräume verweigert werden, wenn die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder gefährdet sind, ihre Wohnhäuser angegriffen, ihre Autos abgefackelt und sie selbst zusammengeschlagen werden? Und warum bin ich rechts, wenn ich das undemokratisch, dumm und brutal finde?“

Ganz große Leseempfehlung, doppelt unterstrichen mit drei Sternchen: In dem in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen, bewundernswert mutigen und klarsichtigen Beitrag „Links bin ich schon lange nicht mehr“ stellt sich die Schriftstellerin Monika Maron die großen Fragen dieser Zeit. U.a.: Was sie bei der Bundestagswahl im Herbst wählen soll, um „nicht nur den geringsten Schaden anzurichten, sondern das grösste Übel (s.o.) zu verhindern.“ SE

 

Brandenburg: Verbände kritisieren Wolfsverordnung

Die Verbände IFAW, Nabu, BUND und GzSdW üben scharfe Kritik am Entwurf der geplanten Brandenburger Wolfsverordnung (JAWINA berichtete). In einem Offenen Brief an den Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger schrieben die Verbände, der Entwurf sei „aus fachlicher Sicht fragwürdig und wenig praxistauglich“ sowie „an mehreren Stellen […] nicht mit geltendem Recht vereinbar. Ein rechtswidriges Aufweichen des EU-Artenschutzrechts könne schwerwiegende Folgen haben und unter Umständen ein EU-Vertragsverletzungsverfahren nach sich ziehen, drohen die Verfasser. Die Verbände fordern, Herdenschutzmaßnahmen und „Aufklärung der Bevölkerung“ zu intensivieren. In dem Offenen Brief heißt es weiter: „Scharf kritisieren die Verbände den Versuch, die große Verantwortung für den Umgang mit auffälligen Wölfen auf Weidetierhalter abzuwälzen – sowohl in praktischer, rechtlicher als auch in finanzieller Hinsicht.“ Die Feststellung von problematischem oder gefährlichem Verhalten müsse „durch erfahrene Fachleute in Einzelfallprüfung erfolgen“, und könne nicht auf Tierhalter oder Jagdausübungsberechtigte „geschoben werden.“

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