Allgemein

Elch auf Usedom gesichtet

Auf der Ostsee-Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Elch gesichtet worden. Touristen haben das Tier am Dienstag Abend im Seebad Ahlbeck gesichtet und fotografiert, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Der Elch dürfte aus Polen nach Usedom eingewandert sein. Die letzte Elch-Sichtung auf Usedom liegt fünf Jahre zurück. SE

Beitragsbild: Erlegter Elch und Elchhund in Finnland. Foto: SE

Vorsicht bissiger Biber!

Schweiz: Badende gebissen – Jagdverwaltung stellt Warnschilder am Rhein auf

Beim Baden im Rhein bei Schaffhausen im gleichnamigen Schweizer Kanton sind zwei Schwimmer von Nagetieren gebissen worden, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Ein acht Jahre alter Junge wurde nur leicht verletzt, eine Frau sei jedoch durch einen Biss so schwer verletzt worden, dass die Wunde im Krankenhaus genäht werden musste. Es ist nicht sicher, ob die Verletzungen den Schwimmern durch Nutrias, Bisamratten oder Biber beigebracht wurden. Diese Tiere seien allesamt nicht aggressiv, könnten aber schmerzhaft zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlten oder ihre Jungen verteidigen, so die NZZ. Die Schaffhauser Jagdverwaltung hat auf die Gefährdung der Badenden (und ihrer Hunde) reagiert und Warnschilder aufgestellt. SE

Beitragsbild: Warum musste dieser unschuldige Baum sterben? Foto: SE

Rheinland-Pfalz: Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet

Geplant unter anderem: Keine Abschussgebühren für Schwarzwild bei staatlichen Regiejagden – Weitgehende Einschränkungen von Kirrungen – Förderung des Jagdhundewesens

Angesichts ausufernder Wildschäden, weiterhin steigender Schwarzwildbestände und der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) haben das Forstministerium RLP und involvierte Verbände (s.u.) ein 16 Punkte umfassendes Handlungsprogramm zur Intensivierung der Schwarzwildbejagung verabschiedet. Zur Erklärung der Dringlichkeit dieses Vorhabens heißt es in der Einleitung: „Seit Anfang der 1980er Jahre stiegen die Schwarzwildpopulation sowie die Jagdstrecke dieser Wildart enorm an. Damit einhergehend waren und sind zum Teil sehr hohe Wildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu beklagen. Hinzu kommen die Wildseuchenproblematik und die gestiegenen Verkehrsunfallzahlen. Gerade hinsichtlich der in Osteuropa vorkommenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist festzuhalten, dass flächendeckend Wildschweinpopulationen mit hohen Tierdichten vom Baltikum bis nach Deutschland bestehen. Eingeschleppt in nicht infizierte Gebiete besteht die Gefahr, dass sich die ASP dort mit der Tendenz der weiteren Ausbreitung dauerhaft festsetzen wird. Die Folgen sind schwerwiegende Restriktionen für schweinehaltende Betriebe und Jagende. Eine Impfung gegen ASP ist derzeit nicht möglich.

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Nach Tod von Säugling: Veganer-Eltern verurteilt

Nach dem Tod eines sieben Monate alten Säuglings hat ein Gericht in der belgischen Stadt Dendermonde dessen Eltern zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Eltern hatten bei ihrem Kind ohne einen Arzt zu Rate zu ziehen eine Laktoseintoleranz diagnostiziert und das Baby ausschließlich mit pflanzlichen Milchersatzprodukten ernährt. Das Gericht warf den Eltern, die einen Naturkostladen betreiben, vor, sie hätten keinerlei medizinischen Beweis für das Vorliegen einer Laktoseintoleranz gehabt und das Kind mit ungeeigneter Nahrung versorgt. Bei seinem Tod im Juni 2014 war das sieben Monate alte Kind unterernährt und dehydriert, es wog nur 4,3 Kilogramm. Die Eltern gaben an, den schlechten Gesundheitszustand des Säuglings nicht bemerkt zu haben.

Beitragsbild: Vegan (Symboldbild). Foto: SE

Hessen: Angeblich 40 Millionen Euro Wildschaden – Ex-Förster zeigt Hessenforst an

Ein pensionierter hessischer Staatsförster hat Anzeige gegen Verantwortliche des Forstamts Jossgrund und des Landesbetriebs Hessenforst wegen Untreue erstattet. Der Mann wirft seinen ehemaligen Försterkollegen vor, über Jahre hinweg im Bereich des Forstamts „in Vernachlässigung ihrer Dienstpflichten“ völlig überhöhte Rotwildbestände herangehegt zu haben, was von den Vorgesetzten bei Hessenforst geduldet worden sei. Dadurch seien, wie es in der Anzeige des Forstbeamten heißt, im Lauf der 25jährigen Dienstzeit des Forstamtsleiters Wildschäden durch Schäle und Verbiss in Höhe von 40 Millionen Euro entstanden. Wie das Nachrichtenportal inFranken.de berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Hanau Ermittlungen aufgenommen. Dem Bericht zufolge haben Hessenforst und das hessische Umweltministerium „unumwunden eingestanden“, dass es ein Problem mit überhöhten Wildbeständen im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs gebe. Seit Jahren werde beteuert, dass man an der Reduktion arbeite. Da man mit dem angestammten Forstpersonal nicht vorankomme, werde jetzt die Hinzuziehung externer Dienstleister zur Dezimierung des Rotwilds erwogen.

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Australien: Der alte Mann und der Hai

2,70-Meter-Hai springt in 5,50-Meter-Fischerboot

Ein 2,70 Meter langer Hai ist am späten Samstag Nachmittag vor der Küste vor Evans Head (New South Wales) in ein 5,5 Meter langes Fischerboot gesprungen. Die Küstenwache kam dem 73 Jahre alten Fischer zur Hilfe, nachdem dieser einen Notruf abgesetzt hatte. Der Fischer war blutüberströmt und wies zahlreiche Fleischwunden am rechten Unterarm auf. Er wurde sofort an Bord des Seenotrettungskreuzer Evans 30 verbracht, wo seine Wunden medizinisch behandelt wurden. Der Fischer berichtete der Küstenwache, dass er auf einer Kühlbox an Deck seines Bootes gesessen hätte, als ein riesiger Schatten die Sonne verfinsterte und der Hai ohne Vorwarnung über den Motor hinweg an Deck sprang, wobei er den Bottsführer umriss. Dieser bemühte sich verzweifelt, wieder auf die Füße – und möglichst weit weg von dem Hai – zu kommen. Dabei habe er sich die meisten seiner Verletzungen zugezogen.

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Brandenburg: Hodenloser Perückenbock gestreckt

Gehört haben wir alle schon mal von Perückenböcken, doch die wenigsten dürften schon mal einen in freier Wildbahn gesehen haben. JAWINA-Leser JG konnte dieses Prachtexemplar in seinem Brandenburger Revier zur Strecke bringen.

Bei Perückenböcken kommt es zu Wucherungen des Basts und der Knochensubstanz des Gehörns. Fotos: JG

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NRW: Weiterer Wolfs-Nachweis offiziell bestätigt

LANUV: „Aussetzen von Wölfen nicht vorgesehen und nicht erforderlich“

Am Freitag, den 19.05.2017 gegen 15:45 Uhr waren die Gummersbacherin Claudia Kamp und ihr Sohn Florian zwischen den Ortschaften Nochen und Apfelbaum (Oberbergischer Kreis) mit dem Auto unterwegs, als sie ein Tier entdeckten, das sie zunächst für einen Fuchs hielten. Ihnen sei aber schnell klar geworden, dass das Tier für einen Fuchs viel zu groß ist, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Stimmt: Den beiden ist „ein überprüfbarer Hinweis auf einen freilebenden Wolf durch Foto- und Video- Beleg“ gelungen, meldet das NRW-Umweltministerium: Das Material konnte  von der DBBW (Dokumentations-und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf) eindeutig einem Wolf zugeordnet werden. Ferner habe auch die für den Raum Gummersbach zuständige Luchs- und Wolfberaterin den Ort, an dem das Bildmaterial entstand, verifizieren können. Zur Herkunft des Tieres, zum Alter oder zum Geschlecht können keine Angaben gemacht werden. Zurzeit liegen weitere Hinweise auf einen möglichen Wolf in räumlicher und zeitlicher Nähe vor, sie werden aktuell vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) geprüft.

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Simbabwe: Jäger von Elefant zerquetscht

Der aus Südafrika stammende Großwildjäger Theunis Botha, 51, ist bei einer Safari auf der Good Luck Farm in der Nähe des Hwange Nationalparks in Simbabwe ums Leben gekommen. Botha führte eine Gruppe von Jagdreisenden, als sie versehentlich in eine Herde von Elefantenkühen mit Kälbern gerieten. Drei Elefanten griffen die Jäger an. Botha schoss auf einen der Elefanten, wurde jedoch von einem vierten, seitlich angreifenden Elefanten überrascht, wie der Telegraph berichtet. Der Elefant griff Botha mit dem Rüssel und hob ihn hoch. In diesem Moment schoss einer der Jagdgäste auf den Elefanten. Das Tier brach zusammen und beerdigte Botha unter sich. Der Berufsjäger hinterlässt seine Frau Carike Botha und fünf Kinder. Botha war für seine Jagden auf Großwild, insbesondere Löwen und Leoparden, bekannt geworden, bei denen spezialisierte Hunderudel zum Einsatz kamen. Botha war ein guter Freund des südafrikanischen Berufsjäger Scott van Zyl, der im April von einem Krokodil gefressen wurde (JAWINA berichtete).

Beitragsbild; Headline des verlinkten Beitrags im Telegraph. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Brandenburg: Kleine Kugel auf Frischlinge bringt nichts

Das befristete Modellvorhaben „Kleine Kugel“ ist mit dem Ende des Jagdjahrs 2017 ausgelaufen. Die Oberste Jagdbehörde (OJB) Brandenburg hatte im Februar 2016 mittels einer  Allgemeinverfügung den Abschuss von Frischlingen unter 20 Kilogramm Lebendgewicht mit rehwildtauglicher Munition (Geschossdurchmesser unter 6,5 mm, 1000 Joule Auftreffenergie auf 100 m) gestattet (JAWINA berichtete). Damit sollte eine Streckensteigerung bei Frischlingen erzielt werden. Die Allgemeinverfügung war bereits im Vorfeld vielfach kritisiert worden, zum einen, weil sie auf unsicherer Rechtsbasis erwirkt worden war, zum anderen, weil von der Maßnahme schon wegen der damit verbundenen „monströsen Bürokratie“ keine Steigerung der Abschusszahlen zu erwarten sei. Diese Vorhersage hat sich jetzt als zutreffend erwiesen:

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ASP: Informationsblatt für Jagdreisende

Die Oberste Jagdbehörde (OJB) im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und
Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) hat ein Informationsblatt für Jagdreisende veröffentlicht. Das mit dem Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) und dem Ökologischen Jagdverband (ÖJV) abgestimmte Papier soll „vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest gezielt „Jagdreisende über die Risiken der Seuche informieren, sowie die notwendigen Empfehlungen zum Verhalten in Deutschland und in den bereits von der Seuche betroffenen Ländern zu geben, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche zu verhindern“, wie es in einer Mail des MLUL heißt. red.

Das Informationsblatt ist auf Deutsch und auf Englisch erhältich.

Beitragsbild: Titelzeile des Informationsblatts zur ASP. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Hessen: Schonzeit für Raubwild in der Rhön aufgehoben

Wie eine Sprecherin des Hessischen  Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUKLV) gegenüber JAWINA bestätigte, hat das Ministerium die Schonzeit für den Waschbären, den Fuchs, den Marderhund und den Mink im Birkwildhegering Hessische Rhön bis zum 31.8.2017 aufgehoben. Der Grund, so heißt es in der E-Mail an die Redaktion weiter, ist der Schutz der einzigen Birkhuhnpopulation in Hessen – diese ist  im Biosphärenreservat Rhön beheimatet und durch diese Tiere in ihrem Bestand stark gefährdet. Das Birkhuhn ist auf der Roten Liste Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Die Aussetzung der Schonzeit wird begleitet durch eine wissenschaftliche Untersuchung. Zur Aufzucht notwendige Elterntiere dürfen nach wie vor nicht erlegt werden. red.

Beitragsbild: Waschbär. Autor: Quartl, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

 

Schonen oder Schiessen?

„Märkischer Birnenklau“, antwortete die Präparatorin auf die Frage, was das denn sei. „Hatte ich gestern Abend zwei Stück von an der Kirrung“, mischt sich ein Jäger hinter uns ein, „Aber die sind ja so selten, da habe ich sie laufen lassen.“ Gesehen auf dem Brandenburger Jäger auf Schloss Diedersdorf.

Da gab es auch folgende (umwelt-)politische Meinungsäußerung zu sehen:

Foto: SE

Brandenburg: Vergrämungsabschüsse von Graureihern und Kolkraben – wirksam aber rechtswidrig?

Die Oberste Jagdbehörde Brandenburgs (OJB) hat in einem Schreiben (das der Red. vorliegt) an die Unteren Naturschutz- und Jagdbehörden mitgeteilt, dass an der seit 2005 gängigen Praxis, Sondergenehmigungen für Vergrämungsabschüsse von Graureihern und Kolkraben auf der Grundlage von § 27 Abs. 1 BJagdG zu erteilen, nicht mehr festgehalten wird. Grund seien Bedenken hinsichtlich der Anwendbarkeit des § 27 BJagdG, auf Grund derer das Ministerium (MLUV) nicht mehr an der vorherigen Rechtsauffassung festhalte.

Graureiher gehören zu den „besonders geschützten“ europäischen Vogelarten, obwohl sie als nicht gefährdet (Einstufung gemäß IUCN als „least concern“) gelten. Sie unterliegen dem Jagdrecht, haben aber in Brandenburg ganzjährig Schonzeit. Graureiher hatten erhebliche wirtschaftliche Schäden an Fischteichen verursacht, Kolkraben bei Rinderzuchtbetrieben, wo sie frisch geborene Kälber attackierten. Die „hilfsweise“ nach § 27 BJagdG genehmigten Vergrämungsabschüsse hatten sich laut OJB als „wirksam“ erwiesen – „im Gegensatz zu anderen Methoden (akustisches Stören, 4 – 6 mal am Tag Kontrollfahrten, Einrichtung besonderer Abkalbestellen etc“, wie es im Schreiben der OJB heißt.

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Gewehr explodiert – Jäger schwer verletzt

Ein 68 Jahre alter Jäger aus dem Landkreis Gifhorn ist beim Schießtraining auf dem Schießstand Westerbeck schwer verletzt worden, als die Waffe des Mannes explodierte. Aus bislang unbekannten Gründen kam es zu einer Waffensprengung im Bereich des Vorderschafts. Die linke Hand des Schützen wurde bei dem Vorfall schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Verletzte musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik für Handchirurgie nach Hannover geflogen werden. Nach Informationen von JAWINA handelte es sich bei der Waffe um eine Blockbüchse des amerikanischen Herstellers Ruger. Dieser Waffentyp ist bekannt dafür, auch sehr starke Ladungen auszuhalten. Bei dem Unfall soll bislang unbestätigten Berichten zufolge selbst geladene Munition verschossen worden sein. SE

Beitragsbild: Blockbüchse Ruger No. 1. Autor: Arthurrh, Quelle, Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic Lizenz.

Sachsen: Wieder Wolf überfahren

Auf der S 158 zwischen den Ortschaften Rammenau und Hauswalde (Landkreis Bautzen) ist am Donnerstagmorgen ein Auto mit einem Wolf zusammengestoßen. Das, wie die Polizei schreibt, unter Naturschutz stehende Raubtier überlebte die Kollision nicht. Mitarbeiter des Wolfbüros brachten den Kadaver zur weiteren Untersuchung in eine Berliner Fachklinik. An dem beteiligten Kia entstand Sachschaden in Höhe von etwa 3.000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Simbabwe: Krokodiljäger von Krokodil gefressen

In der vergangen Woche ist der südafrikanische Jäger Scott van Zyl bei einem Jagdausflug in Simbabwe ums Leben gekommen, wie u.a. die BBC berichtet. Van Zyl verschwand spurlos auf einer Safari im Grenzgebiet von Simbabwe und Südafrika. Van Zyl und sein Guide hatten ihr Fahrzeug verlassen und waren mit ihren Hundemeuten in unterschiedlichen Richtungen auf Krokodil-Pirsch gegangen. Als Scott van Zyls Hunde ohne ihn zum Fahrzeug zurückkehrten, wurde eine Rettungsmission gestartet. Die Fußspuren des Jägers konnten bis zu einer Sandbank im Limpopo-Fluss verfolgt werden, wo sein Rucksack gefunden wurde. Nach dem Vorfall wurden drei Nilkrokodile in der Umgebung geschossen. Eines enthielt die sterblichen Überreste des Jägers, wie ein DNA-Test zweifelsfrei belegte. Scott van Zyl war verheiratet und hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Er führte gelegentlich selbst ausländische Jäger auf Safaris und engagierte sich in der Heritage Protection Group, einer privaten Non-Profit-Organisation, die schwere Gewaltverbrechen und Nashorn-Wilderei bekämpft. SE

Beitragsbild: Nilkrokodil. Autor: Sarah McCans, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Mutiger Schritt: Limburger Glockenspiel darf wieder „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ spielen

Der Limburger Bürgermeister Marius Hahn (SPD) setzt ein Beispiel für Unerschrockenheit und Tatkraft: Das Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“, das nach Protesten einer Veganerin aus dem Repertoire des Glockenspiels am Limburger Rathaus entfernt worden war (JAWINA berichtete), soll „bald“ wieder erklingen, berichtet die FAZ. Nach der entbehrungsreichen Fastenzeit sei „der Dienstag nach Ostern der beste Zeitpunkt, den Hausmeistern anheim zu stellen, den Fuchs wieder zurück ins Glockenspiel zu holen“, erklärte der Bürgermeister gegenüber der FAZ. SE

Beitragsbild: Bunte Strecke mit Füchsen. Foto: SE

Schweden: 84jähriger rettet Hund vor Wolfsangriff

Håkan Persson, 84, lebt in Ennarbol in der schwedischen Provinz Värmland. Wie üblich ließ er auch am vergangenen Mittwoch seinen acht Jahre alten Labrador im Hof seines Hauses laufen. Doch kurz nachdem er den Hund an diesem Morgen herausgelassen hatte, hörte er die „schrecklichen Schreie“ des Tiers, wie das schwedische Jagdmagazin SvenskJakt berichtet. Håkan Persson rannte los und schrie so laut er konnte. Dies genügte, um den Wolf dazu zu bringen, von dem Hund abzulassen. Der Labrador rannte auf seinen Besitzer zu, dieser ergriff den Hund am Halsband, woraufhin der Hund – noch unter dem Schock des vorausgegangenen Angriffs – seinen Herrn in die Hand biss. Der Wolf war immer noch in der Nähe und hatte es nicht eilig, den Hof zu verlassen, berichtet SvenskJakt. Er unternahm keinen weiteren Angriff, sei aber auch „in keiner Weise scheu“ gewesen. Herr und Hund retteten sich ins Haus.

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Judica

Judica, das sind sie auch noch da!

Das ist der Merkvers für den 5. Fastensonntag. Judica me, Deus! heißt es in der Messe. Richte mich, Gott! lautet die Übersetzung.

Falls es ein solches Gericht Gottes tatsächlich irgendwann gibt, muss der Schnepfenjäger sich keine Sorgen machen. Er ist pfleglich mit der Schöpfung umgegangen.

Oft wird von Jagdkritikern die Jagd auf Tiere, die man nicht verwertet bzw. verwerten kann, abgelehnt, um es vorsichtig zu formulieren. Ich habe die von mir erlegten Schnepfen stets mit Behagen verzehrt, und ich habe die Malerfedern als Trophäe, also als Erinnerungsstück aufgehoben. Schnepfendreck, die im Naturzustand gebratenen Därme der Schnepfe, habe ich mir allerdings nicht einverleibt. Was die Verwertung angeht, hat Wilhelm Busch ein köstliches Gedicht verfasst:

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Urteil: Autofahrer müssen nicht für Bergung und Entsorgung von Unfallwild zahlen

Verwaltungsgericht Hannover hebt Leistungsbescheide der Straßenbaubehörde auf

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover hat mit mehreren Urteilen verschiedene Leistungsbescheide der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) aufgehoben, mit denen Fahrzeugführer zur Kostenerstattung für die Bergung und Entsorgung von verendeten Wildtieren herangezogen wurden, die nach einer Kollision mit dem Fahrzeug der jeweiligen Kläger im Seitenraum von Bundes- und Landesstraßen liegen geblieben waren. Die Behörde sah die zuvor herrenlosen und nunmehr verendeten Tierkörper als Verunreinigung der Straße an, die der jeweilige Fahrzeugführer unverzüglich zu beseitigen hatte. Da er dies unterlassen habe, müsse er die Kosten der Bergung und Entsorgung des Unfallwildes tragen. das Gericht entschied:

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Leiden verlängert: Tumultartige Szenen nach Wildunfall

Falsch verstandene Tierliebe hat im Fall eines angefahrenen Rehs im niederösterreichischen Schwechat zu einer tierschutzrelevanten Euthanasieverschleppung geführt: Als das im Sterben liegende Reh durch einen Jäger erlöst werden sollte, hielten mehrere Autofahrer an, redeten erbost auf den Weidmann ein und versuchten, ihn vom Antragen des Fangschusses abzuhalten. Einem Bericht des Boulevardmagazins heute.at zufolge musste erst die Polizei anrücken, um die aufgebrachten Tierfreunde zu beruhigen. Das Reh sei „niemals mehr zu retten“ gewesen, sagte ein Polizeibeamter gegenüber heute.at, durch das „Eingreifen“ habe es länger leiden müssen. SE

Beitragsbild: Erlegter Rehbock (Symbolbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Minister für intensivere Kormoran-Bejagung

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), hat sich dem Schwäbischen Tagblatt gegenüber für eine intensivere Bejagung des Kormorans ausgesprochen. Der für Fischerei zuständige Minister argumentiert, dass die ansteigenden Kormoranbesätze am Bodensee die Vorkommen von gefährdeten Fischarten wie Bachforelle oder Äsche gefährdeten. Der Abschuss von Kormoranen während der bestehenden Jagdzeiten reiche nicht aus. In Naturschutzgebieten und EU-Schutzgebieten sei die Jagd auf den Kormoran stark eingeschränkt, obwohl er dort besonders häufig vorkomme. Der Kormoran, der ursprünglich nur an den Küsten Norddeutschlands beheimatet war, sei heute im Winter mit 10.000 Tieren stark verbreitet. Kritik kam umgehend von Grünen und Nabu: Der Nabu kritisierte Hauks Vorstoß in gewohnt sachlicher Manier als „Haudrauf-Mentalität mit dem Schießprügel.“ Zwar könne eine Vergrämung von Kormoranen an Laichplätzen sinnvoll sein, wenn diese in ein sinnvolle Konzept eingebunden sei, der verstärkte Abschuss jedoch sei kein sinnvolles Konzept, erklärte ein Nabu-Artenschützer gegenüber dem Tagblatt. Die populistischen Auffassungen des Nabu zum Kormoran sind indes in aktuellen Studien aus verschiedenen europäischen Ländern wissenschaftlich widerlegt wordenSE

Beitragsbild: Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Internetseite des Ministeriums. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Disco-Fox: Fuchs stirbt nach Diskothekenbesuch

Ein Fuchs hat sich an den am Einlass Wartenden und dem Türsteher vorbei Zugang zu einer Stuttgarter Diskothek in der Theodor-Heuss-Straße verschafft. Die Clubbetreiber verständigten die Polizei, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Als die Polizei eintraf, hatte der Fuchs den Laden allerdings schon wieder fluchtartig verlassen. Vermutlich war ihm die Musik in der Disko zu laut (oder zu schlecht). Die Polizisten sahen den Rotfuchs über die Willy-Bleicher-Straße flüchten, wo er von einem Auto überfahren wurde. Er überlebte den Disko-Besuch nicht. SE

Beitragsbild: Igitt, schnell weg – sie haben was von Modern Talking gespielt… Foto: SE

Frankreich: Wilderer töten Nashorn in Zoo

Im Zoo von Thoiry westlich von Paris sind Wilderer nachts in das Nashorngehege eingedrungen. Sie haben einen Nashornbullen getötet und sein Horn abgesägt. Der Kadaver war am Dienstag früh von Mitarbeitern des Zoos gefunden worden. Nashornbulle Vince wurde von drei Kugeln getroffen. Das Horn wurde mit einer Kettensäge abgetrennt. Das zweite Horn ist nur angesägt worden, weshalb die Polizei vermutet, dass die Täter gestört wurden. Nashorn bringt auf dem Schwarzmarkt ca. 60.000 Euro pro Kilogramm. SE

Beitragsbild: Breitmaulnashorn in einem Zoo in San Diego. Quelle: Wikipedia

IWA 2017 – Neue Zielfernrohre und Ferngläser von Geco

Geco, Jägern vor allem als Munitionshersteller bekannt, weitet das von Ziel- und Beobachtungsoptiken aus. Bereits in den 30er Jahren wurden von Gustav Genschow & Co. (Geco) Ferngläser der Marke Geco vertrieben. 2014 wurde diese Tradition mit den Geco-Zielfernrohren wieder aufgenommen. Künftig wird es drei Sortimentslinien geben: Geco, die Geco Gold und Geco Black. Die Produkte unter Geco bieten den Einstieg in das Segment, alle Produkte dieser Linie werden mit einer Garantie von fünf Jahren ausgeliefert. Die Linie Geco Gold steht für hochwertigere Optiken, bei denen u.a. modernere Vergütungstechnologien und Glassorten zum Einsatz kommen. Auf Produkte dieser Linie gibt es zehn Jahre Garantie.

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IWA 2017 – Und Action: Steel Action Geradezugrepetierer HS

Ganz sicher eine der heißesten IWA-Neuheiten ist der Geradezugrepetierer HS (für Hunting Short) der jungen Firma Steel Action. Das in Köln beheimatete Unternehmen wurde von Alexander Ostanin gegründet, der zuvor als Waffenkonsrukteur u.a. bei Haenel, Merkel und Sauer tätig war. Der Steel Action HS macht seinem Namen alle Ehre: Das ganze System ist aus hochfestem rostträgen Spezialstahl gefertigt und nitrocarburiert. „Die Teile kommen bis auf die letzte Schraube aus Deutschland“, betont Ostanin. Die 51 Zentimeter langen, standardmäßig mit einem Mündungsgewinde M15x1 ausgestatteten Läufe stammen von Lothar Walther. Ins System ist eine Picatinny-Schiene eingefräst, was preiswerte und robuste Montagemöglichkeiten für Zieloptiken eröffnet.

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IWA 2017 – Messer-Schleiföl von Ballistol

Ballistol bietet ein neues Schleiföl an, das beim Messerschleifen mit Wetzsteinen zum Einsatz kommt. Das Schleiföl ist lt. Hersteller für alle Schleifsteine (auch Keramik) geeignet, ist lebensmittelecht, geruchs- und geschmacksneutral. Das Schleiföl bindet Stahl- und Steinabrieb, erhöht die Lebensdauer des Schleifsteins und verhindert, dass sich der Schleifstein zusetzt. 65 ml kosten 3,99 Euro (UVP).

Beitragsbild: Ballistol Schleiföl. Foto: SE

Baden-Württemberg: Jagdhund stirbt an Zierkürbis

Ein neun Monate alter Kleiner Münsterländer (KlM) ist gestorben, nachdem er Fruchtfleisch von Zierkürbissen gefressen hat, die auf einem Acker bei Besigheim (Landkreis Ludwigsburg) entsorgt wurden. Das berichtet die Ludwigsburger Kreiszeitung. Zierkürbisse können, wie unter Umständen auch Gurken, Melonen oder Zucchine giftige Bitterstoffe enthalten. Diese Cucurbitacine können durch Umwelteinflüsse, unsachgemäße Lagerung oder Rückkreuzungen von angebauten Sorten mit Wildformen auch in normalerweise essbaren Pflanzen entstehen. Der noch in sehr geringer Konzentration wahrnehmbare bittere Geschmack der Cucurbitacine verhindert in den meisten Fällen, dass damit belastete Gemüse verzehrt werden, weshalb tödliche Vergiftungen eher selten sind. Cucurbitacine sind hitzebständig und bleiben auch beim Kochen erhalten. Das Entsorgen von Kürbissen auf dem Feld ist laut Ludwigsburger Kreiszeitung nur gestattet, wenn diese untergepflügt werden. SE

Beitragsbild: Überreste von Zierkürbissen auf einem Acker. Foto: SE

Brandenburg: Wolfsfake von links

In den letzten Wochen haben Wolfsfakes (JAWINA berichtete, siehe hier und hier) für Aufregung nicht nur in den Reihen der Jägerschaft gesorgt. Auf etwas subtilere Weise als in den vorgenannten Fällen trägt auch der Kreisverband der Linken in Teltow-Fläming (TF) zur Verbreitung von Falschinformationen zum Thema Wolf bei: Der Kreistagsabgeordnete Felix Thier ist Vorsitzender des Linken-Kreisverbands Teltow-Fläming, Mitglied des Landesvorstands der Linken und Mitglied des Kreistags-Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt in TF. Im Newsletter des Kreisverbands hat er sich mit dem Beitrag „Der Wolf gehört in unsere Region“ zu Wort gemeldet, in dem es vor angeblich wissenschaftlich belegten Falschbehauptungen, Tatsachenverdrehungen und Fehlannahmen nur so wimmelt. Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel hat auf den Beitrag des Linken-Politikers mit einem – lesenswerten und wissenschaftlich fundierten – Brief geantwortet, den wir im folgenden im Wortlaut wiedergeben:

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„War wohl eine Ente“ – Wellershoff rudert zurück

Eine bislang unbekannte investigative Spezies (oder wie das heißt) breitet sich immer weiter in deutschen Landen aus: Die Wolfsente. Der Präsident des LJV Brandenburg, Dr. Dirk-Henner Wellershoff, hat eine gestern von ihm über Whatsapp verbreitete Falschmeldung dementiert: Die Meldung, derzufolge ein Wolf einen polnischen Jäger angefallen und getötet haben sollte (JAWINA berichtete), sei „wohl eine Ente“, räumte Wellershoff über Whatsapp ein. Der DJV habe das „gründlich recherchiert“ – na dann… SE

Mithilfe erbeten: Rettungshund entlaufen

Im deutsch-polnischen Grenzgebiet zwischen Stettin und Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) ist am 29. Januar der sieben Jahre alte Springerspaniel Reks entlaufen. Reks gehört zu der polnischen Rettungshundestaffel „Zachodniopomorskie Psy Ratownicze OSP Wołczkowonicht“, die regelmäßig gemeinsam mit der Rettungshundestaffel Jasmund-Rügen trainiert. Der Hund ist auch jagdlich ausgebildet und trägt im Ohr eine Tätowierung. Sein Besitzer hat eine Belohnung in Höhe von 5000 Złoty (ca. 1150 Euro) ausgesetzt. Hinweise bitte an Konrad Wraga (er spricht deutsch) unter der Telefonnummer 0048-695 782 278 oder an die E-Mail-Adresse: rhs.jasmund.ruegen@gmail.com

Beitragsbild: Rettungshund Reks. Foto: Rettungshundestaffel Jasmund-Rügen.