Aktuell

DJV veröffentlicht Jahresbericht

Informieren und Verantwortung zeigen – Felle aus nachhaltiger Nutzung, Afrikanische Schweinepest und der Wolf: Wie vielschichtig die Verbandsarbeit ist, zeigt der aktuelle Jahresbericht des Deutschen Jagdverbandes.

Anlässlich des Bundesjägertages 2018 hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute in Bremen seinen neuen Verbandsbericht vorgestellt. 82 Seiten dokumentieren die Schwerpunktthemen des Jagdjahres 2017/18 und die Arbeit des Dachverbandes der Jäger. Im Fokus steht etwa die hochansteckende Virusinfektion „Afrikanische Schweinepest“ mit Hinweisen dazu, wie Landwirte Jäger unterstützen können und wie das Tierfund-Kataster im Seuchenfall helfen kann.

Gewinnung und Verwertung von Fellen aus nachhaltiger Nutzung sind ein weiterer Schwerpunkt im Heft. Denn der Bedarf an qualitativ hochwertiger Ware aus nachhaltiger Jagd steigt: Die Fellwechsel GmbH bietet mit Bälgen von Wild aus heimischen Revieren eine Alternative. Der Bericht nennt Hintergründe zum Sammeln und zum Qualitätsmanagement. Klare Regelungen braucht es auch für den Umgang mit dem Wolf. Der DJV fordert die Politik zum Handeln auf und den Wolf ins Bundesjagdrecht – für ein besseres Qualitätsmanagement.

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Österreich: Gatterjagd ab 2029 in Niederösterreich verboten

+++ Thüringen: Jäger schießt Nandu +++ Brandenburg: Nabu protestiert scharf gegen wolfsfreie Zonen (JAWINA berichtete) +++

Treibjagd mit Hunden im umfriedeten Gebieten schon ab 2023 untersagt

Der bereits im Vorjahr vorgelegte Entwurf für die Novellierung des niederösterreichischen Landesjagdgesetzes (NÖ LJG) ist in einigen Punkten verschärft worden: So ist vorgesehen, Gatterjagden in Niederösterreich bereits ab 2029 endgültig zu verbieten. Schon ab 2023 soll die Treibjagd mit Hunden in Gattern verboten werden. Für Zuwiderhandlungen sind hohe Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro vorgesehen. Die Bejagung zur Regulierung des Wildbestands bleibt statthaft. Das NÖ LJG soll am 28. Juni beschlossen werden, da sich ÖVP, SPÖ und FPÖ für das Gesetz ausgesprochen haben, gilt die Annahme als sicher. Von ursprünglich 71 in Niederösterreich registrierten Gatterjagden seien zwei mittlerweile aufgelassen worden, berichtet nön.at. Mit dem absehbaren Ende der Gatterjagd hätten die Gatter ihre Attraktivität verloren. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen die Jagdgatter offenbar in Tiergärten umgewandelt werden, „um der Bevölkerung zu ermöglichen, das Wild zu erleben“, so nön.at. Entsprechende Nachnutzungsformen sind gesetzlich festgeschrieben, die Umwandlung wurde nun nicht erst ab 2029, sondern bereits ab 2023 ermöglicht. red.

Beitragsbild: Sauen im (Schwarzwild-Übungs-)Gatter. Foto: SE

Neues DJV-Video klärt über die extremen Positionen militanter Tierrechtler auf

Menschenrechte für Tiere? Zum Bundesjägertag veröffentlicht der DJV ein Video, das Konsequenzen von gefährlichen Allmachtsphantasien zeigt. Gegen radikale Tierrechtler im Internet geht der Dachverband der Jäger derzeit vor.

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. „Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung“, so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

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Menschliche Störungen machen Tiere nachtaktiv

Die amerikanische Wildbiologin Kaitlyn Gaynor hat im Rahmen ihrer Dissertation an der University of California, Berkeley untersucht, wie sich Störungen durch menschliche Anwesenheit auf die Nachtaktivität verschiedener Tierarten auswirken. In der Studie „The influence of human disturbance on wildlife nocturnality“ wurden die Auswirkungen auf 62 Säugetierarten rund um den Globus untersucht: Vom Hirsch bis zum Kojoten, von Tigern bis zu Wildschweinen. Dass Bevölkerungswachstum, die zunehmende Besiedlung großer Gebiete und die damit einhergehende Zunahme menschlicher Aktivitäten gravierende Auswirkungen auf die räumliche Verteilung von Wildtieren hätten, sei gut erforscht, heißt es im Abstract der Metastudie, in der 76 wissenschaftliche Arbeiten ausgewertet wurden. Wie sich menschliche Störungen jedoch auf die zeitlichen Aktivitätsmuster von Wildtieren auswirke, sei bisher nicht quantifiziert worden. Die globale Studie zeigt, dass menschliche Anwesenheit den Tagesablauf von Wildtieren stark beeinflusst.

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Brandenburg: Gemeinden wollen „wolfsfreie Zone“ werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die „massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als „nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone“ ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden „überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung“, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Internetseite des LJV Brandenburg wegen DSGVO offline

Die Internetseite des Landesjagdverbands Brandenburg ist offline. Grund ist nach Auskunft des Verbands die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wie der LJVB auf Anfrage von JAWINA mitteilte, wird die Internetseite des LJV zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten überarbeitet und an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst. Die Seite soll ab nächste Woche wieder online geschaltet werden. red.

Beitragsbild: Momentan nicht erreichbar: Internetseite des LJVB (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser BW für den Hinweis!

Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz trifft Jagdfunktionäre

Der niederösterreichische Landesjagdverband (NÖ LJV) und der Dachverband „Jagd Österreich“ werben bei Gespräch mit Bundeskanzler Kurz um Unterstützung.  NÖ LJV: „Wenig Verständnis für EU-Diktat bei regionalen Herausforderungen wie Wolf und Waldschnepfe“

Auf Initiative des Niederösterreichischen Landesjagdverbands (NÖ LJV) fand ein Gespräch von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vertretern der heimischen Jägerschaft statt. Die Jägerschaft wurde vertreten vom NÖ LJV-Präsidium unter der Führung von Landesjägermeister Josef Pröll sowie vom Dachverband Jagd Österreich mit dem Landesjägermeister Norbert Walter und Generalsekretär Klaus Schachenhofer. Im Zentrum des Gesprächs standen die Biodiversität, das Verfahren der Europäischen Kommission zum Vogelschutz, die Ausbreitung des Wolfs in Österreich sowie die Novelle des Waffengesetzes. „Wir hatten ein gutes und konstruktives Gespräch über die zeitgemäße und moderne Jagd sowie über aktuelle Herausforderungen im Bereich der Hege und Pflege. Im Namen der Jägerschaft danken wir Bundeskanzler Kurz sehr herzlich für seine Unterstützung“, so Josef Pröll.

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DJV: Umweltbildung mit Jägern immer beliebter

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahl der pädagogisch tätigen Jäger ist in sechs Jahren um 80 Prozent gestiegen – mehr als 7.000 waren es 2017. Für Bildungsarbeit investierten Jägerschaften 2017 knapp 410.000 Euro – plus 24 Prozent gegenüber 2011. Drei Viertel der Jägerschaften haben inzwischen ein ausgewiesenes Budget für Lernort Natur.

Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine Lernort-Natur-Umfrage: Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbrachten diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und erreichten mehr als 800.000 Menschen. Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften.

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ASP: Deutschland und Polen üben gemeinsam den Seuchenfall

Um den Ausbruch und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinpest (ASP) zu verhindern, üben die Fachverwaltungen von Deutschland und Polen gemeinsam die Koordination von Informationen. Ziel der Übung ist es, die lokalen und zentralen Veterinärverwaltungen sowie die Nationalen Referenzlaboratorien Polens und Deutschlands zu vernetzen. Dabei wird der digital-technische Informationsaustausch koordiniert – gemeinsame Restriktionsgebiete werden in Simulationen sichtbar gemacht. Die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden hat sich bereits im Rahmen der Vorbereitung der Übung sehr gut entwickelt.

ASP-Simulationsübung

Wenn im grenznahen Gebiet eine Tierseuche wie die Afrikanische Schweinepest ausbricht, müssen die betroffenen Mitgliedstaaten schnell und abgestimmt handeln, Restriktionsgebiete sollten ineinander greifen und gemeinsam dargestellt werden können. Deshalb findet noch bis heute eine deutsch-polnische ASP-Simulationsübung in der grenznahen Region der Woiwodschaft Westpommern und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern statt.

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Wölfe in Sachsen: „Nachsuche mit Hund völlig unmöglich“

Es mehren sich Berichte, denen zufolge die Nachsuchenarbeit in den Wolfsgebieten Sachsens und Brandenburgs durch die flächendeckende Anwesenheit von Wölfen schwierig bis unmöglich wird. In der Sächsischen Zeitung (SZ) berichtet ein Nachsuchenführer, dass die Wölfe zunehmend „zu einer echten Konkurrenz“ werden. Demnach hätten die Wölfe gelernt, den Schuss mit dem Vorhandensein von Beute in Verbindung zu bringen – ein Phänomen, das unter dem Begriff „Schusshitzigkeit“ in ähnlicher Weise bei Jagdhunden bekannt ist. Man müsse sich beeilen, so der Jäger in der SZ, nach dem Schuss vom Hochsitz zu kommen und den Hund aus dem Auto zu holen, sonst habe der Wolf das Stück bereits in Besitz genommen. In Gebieten mit besonders hoher Wolfsdichte seien Nachsuchen mit dem Hund „völlig unmöglich“ geworden. Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigte gegenüber der Zeitung, dass entsprechende Berichte von Hundeführern vorliegen.

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„Jäger haben mit Veganern über den Sinn von Jagd diskutiert“

Aktuell läuft der Dokumentarfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ in den Kinos. Im Gespräch mit dem DJV erzählt Regisseurin Alice Agneskirchner über die vielen bundesweiten Filmvorführungen, die von Jägervereinigungen mit Aktionen begleitet wurden.

DJV: Frau Agneskirchner, „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ ist seit dem 10. Mai im Kino, mehr als 30.000 Besucher haben den Film bislang gesehen. Wie ist diese Zahl einzuschätzen?

Agneskirchner: Also erstmal muss und darf ich sagen, das ist ein absoluter Erfolg für diesen Film. Nach dem Tag der bundesweiten Previews am 9, Mai war „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ sogar auf Platz 2 der deutschen Kino-Charts. Nach Avengers, aber vor allen anderen Hollywood-Filmen, Disney-Produktionen, Jim Knopf und Fuck U Göthe. Der Film lief in den ersten zwei Wochen in über 120 Kinos. Für einen Dokumentarfilm eine Sensation.

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1 Euro pro Jäger

Update: Details zu Zahlungsmodalitäten werden demnächst veröffentlicht

CIC und FACE starten gemeinsame Spendensammelaktion

Unter dem Motto 1 Euro/hunter starten der europäische Dachverband der Jagdorganisationen FACE und der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) eine gemeinsame Spendensammelaktion. Der politische und soziale Druck auf Jagd oder Schießsport steige extrem an, heißt es dazu in einer von den Verbänden veröffentlichten Erklärung. Daraus ergebe sich ein erhöhter Finanzbedarf für effektive Interessenvertretung und Kommunikation, um die Anliegen der Jäger zu verteidigen. Die Präsidenten von CIC, George Aman und FACE, Dr. Michl Ebner seien daher übereingekommen, bei der CIC-Initiative „1 Euro/hunter“ zu kooperieren.

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Niedersachsen: Landesregierung novelliert das Jagdgesetz wegen ASP

Schalldämpfer und Schussabgabe aus Fahrzeugen bei der Erntejagd sollen legalisiert werden – überjagende Hunde müssen unter bestimmten Bedingungen geduldet werden

Um im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die für den Menschen ungefährlich ist, vorbereitet zu sein, hat die niedersächsische Landesregierung am (heuti­gen) Dienstag einen Änderungsentwurf zum Niedersächsischen Jagdgesetz (NJagdG) zur Verbandsbeteiligung freigegeben. Die vorgeschlagenen Änderungen folgen dem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag, die Gefahr eines Ausbruchs von ASP einzudämmen. Damit sollen insbesondere bestehende Restriktionen für das Erlegen von Wildschweinen aufgehoben werden. Im Falle eines Seuchenausbruchs soll es zulässig sein, in betroffenen Gebieten alle Wildschweine zu töten, um die Ausbreitung des Erregers zu ver­hindern. Auch eine Schussabgabe vom Kraftfahrzeug aus soll in Verbindung mit Jagden auf Wildschweine während der Maisernte erlaubt werden. Des Weiteren werden Re­gelungen für ein allgemeines Fütterungsverbot sowie der Ausschluss des Wildschadenser­satzes bei Jagdverboten vorgeschlagen. Revierinhaber, die sich nicht an revierübergreifenden Drückjagden beteiligen, haben künftig unter bestimmten Bedingungen überjagende Hunde zu dulden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Managementplan für Boddenhecht in Auftrag gegeben

Der Landwirtschaftsminister vom Mecklenburg-Vorpommern,  Dr. Till Backhaus, hat heute (12.6.) in Schwerin an das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einen Förderbescheid für die Erarbeitung eines Management­planes zur nachhaltigen Entwicklung des Hechtbestandes in den Rügener Boddengewässern übergeben.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Robert Arlinghaus erhält für ihre Forschungen dazu bis 2022 insgesamt rund 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF), darunter 374.000 Euro Landesmittel.

Auslöser der Auftragsvergabe ist der Verdacht einer Überfischung auch dieser Fischart. In Anglerkreisen gelten die Bodden um und auf Rügen als hervorragende Hechtreviere. In den flachen Küstengewässern finden die Raubfische viel Nahrung und wachsen daher sehr schnell. Vor allem wegen der Großhechte kommen zahlreiche Angler auch aus dem Ausland. Insbesondere in der touristischen Nebensaison ist das Angeln auf Hecht wirtschaftlich bedeutsam geworden. Gleichzeitig stellt die Küstenfischerei offenbar vermehrt dem nicht quotierten Speisefisch nach oder hat ihn als Beifang in ihren Netzen. Laut IGB werfen Anglermedien den Küstenfischern vor, für die rückläufigen Hechtfänge verantwortlich zu sein.

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ASP: DJV kritisiert Regierungspläne

Die Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) muss nach Auffassung des Deutschen Jagdverbands (DJV) präzisiert werden: Weitreichende Befugnisse der Behörden dürfen nur örtlich begrenzt im Seuchenfall gelten. Die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ist nur durch eine kooperative Zusammenarbeit mit Jägern möglich.

Die Bundesregierung hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes beschlossen. Damit sollen Behörden schneller reagieren können, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Ernstfall zu bekämpfen. Der DJV kritisiert, dass die sehr weitreichenden Befugnisse bereits vor einem möglichen Seuchenfall ausgeschöpft werden könnten. Dies wäre nach Ansicht des DJV unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Die Folge wären aufwändige Gerichtsverfahren. Vor allem aber wäre das Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Jägern empfindlich gestört. Eine kooperative Zusammenarbeit, die insbesondere im Seuchenfall dringend notwendig ist, wäre unmöglich. Der DJV fordert deshalb, dass die Änderungen des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes präzisiert werden: Die sehr weitgehenden Behördenbefugnisse dürfen nur für den Seuchenfall und ein eng eingegrenztes Gebiet gelten – dort sind sie wichtig. In einer Stellungnahme hat der Dachverband der Jäger bereits Mitte Mai auf die Gefahr hingewiesen, dass einzelne Veterinärbehörden den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit missachten könnten.

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Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Illegale Elefantenjagd: US-Behörden erheben Anklage gegen südafrikanischen Outfitter

Die Strafverfolgungsbehörde des US-Bundesstaats Colorado hat Anklage gegen den südafrikanischen Berufsjäger (Professional Hunter, PH) und Outfitter Hanno van Rensburg erhoben. Van Rensburg, 44, ist Inhaber des Jagdreiseveranstalters Authentic African Adventures (AAA) und einer der bekanntesten südafrikanischen Jagdführer. Die US-Behörden werfen van Rensburg vor, einen US-Bürger aus Colorado im Jahr 2015 auf eine illegale Elefantenjagd im Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe geführt zu haben und simbabwische Regierungsangestellte mit Summen zwischen 5000 und 8000 US-Dollar bestochen zu haben. Auf diese Weise soll er die Genehmigungen für die Jagd auf kapitale Elefanten und die Tötung eines Elefanten im Gonarezhou-Nationalpark sowie eine Freigabe für das erbeutete Elfenbein widerrechtlich erhalten haben. Bei dem US-amerikanischen Jagdgast soll es sich nach Erkenntnissen der amerikanischen Naturschutzorganisation Mongabay um den ehemaligen Vizepräsidenten des Dallas Safari Clubs handeln. Dieser habe sich Mongabay zufolge bereits schuldig bekannt, gegen den Endangered Species Act verstoßen zu haben. Van Rensburg wird zudem vorgeworfen, einem Jagdgast geholfen zu haben, einen erlegten Elefanten aus Simbabwe auszuführen, indem er fälschlich bescheinigte, dass der Dickhäuter außerhalb des Nationalparks geschossen worden sei.

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Wolfsgipfel: Lösungsvorschläge auf den Herbst vertagt

Umweltministerkonferenz in Bremen zum Umgang mit dem Wolf

Die Umweltminister der Länder haben in Bremen in einem Beschlussvorschlag das Thema „Umgang mit dem Wolf“ auf die Tagesordnung gesetzt, wie das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) mittelt. Aus Sicht Brandenburgs müssen auf Bundes- und Länderebene dringend weitere Initiativen auf den Weg gebracht werden, um rechtssicher und wirksam auf die Ausbreitung der geschützten Tierart Wolf reagieren zu können.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger: „Die Menschen erwarten zu Recht, dass wir wirksam handeln. Angesichts der expansiven Ausbreitung des Wolfs steigt die Zahl der Betroffenen. Der dynamische Anstieg der Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere, aber auch die Verunsicherung in der ländlichen Bevölkerung haben zu einer Zuspitzung der Situation geführt. Insbesondere Weidetierhalter fühlen sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Brandenburg ist zudem hier mit einer Kostenspirale konfrontiert, die kaum noch kommunizierbar ist.“

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Freds Weg (II): Schweiss mit Schleppe

Schleppen zieht man eigentlich für den Apport, das Bringen des Hundes sowie das Arbeiten mit tiefer Nase. Deshalb lassen sich Schleppen auch sinnvoll mit der Einarbeitung auf Schweiß kombinieren.

Vier Wochen sind vergangen, ehe ich mich mit Markus, Anne, Nadja, Fred und Luca zum zweiten Mal treffe. Fred ist nun bereits 14 Wochen alt, stubenrein – und hat mit Anne seit unserem letzten Treffen offenbar ebenso geübt, wie Luca mit Nadja. Jedenfalls, so findet Ausbilder Markus, wird es nun mal Zeit, den Schwierigkeitsgrad bei der Einarbeitung auf Schweiß für beide Hunde zu steigern. Das betrifft aber nicht nur die Länge, sondern auch die Beschaffenheit und die Umgebung unseres heutigen Treffens. Zunächst mal fahren wir in ein kleines Waldstück mit lauter Stangenholz – lauter junge kahle Eichen stehen hier in Reih‘ und Glied auf Laub übersätem Waldbodenbewuchs.

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Forum Natur fordert mehr Grünbrücken für Wölfe

Forum Natur Brandenburg (FNB) beklagt katastrophale Fehlplanung der Naturschutzverwaltung

„Wir verstehen uns in erster Linie als „Brückenbauer“, weil wir es sind, die die Brücken zwischen Schutz und Nutzung in unserer Umwelt schlagen“, sagt Gregor Beyer, Geschäftsführer des Forum Natur Brandenburg und ausgewiesener Naturfreund. Und ergänzt: „Und deshalb tut es uns weh, wenn wir mitansehen müssen, wie durch nicht ausreichende Schaffung von sicheren Übergängen über stark befahrene Straßen gerade auch Wölfe ihr Leben lassen müssen.“

Damit spielt er an auf die gestrige stundenlange Vollsperrung des nördlichen Berliner Rings, weil dort ein Wolf auf dem Weg nach Berlin bei der Fahrbahnquerung angefahren worden war, schwer verletzt erst die in seinem Falle geltenden besonderen Verwaltungsprozeduren über sich ergehen lassen musste, bis er auf amtstierärztliche Entscheidung zur Erlösung von seinen stundenlangen Qualen endlich eingeschläfert werden konnte. „Unerträglich für jeden, der ein Herz für Tiere hat“, so Beyer.

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Jagdhunde – Familienmitglieder mit Beruf

Am 9. und 10. Juni feiert der Verband für das Deutsche Hundewesen den Tag des Hundes. In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner –  im Bundesschnitt sind es lediglich 11 Prozent der Haushalte. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

Morgen und übermorgen begeht der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Tag des Hundes. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) zeigt: Jäger sind besonders hundelieb, in zwei von drei Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Bundesweit gesehen lebt übrigens nur in etwa jedem zehnten Haushalt ein Hund. Für Jäger sind Hunde Jagdbegleiter und vollwertige Familienmitglieder zugleich. Die Bindung von Mensch und Hund ist alt: Bereits etwa 10.000 vor Christus jagten sie gemeinsam.

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Bundesregierung beschliesst Maßnahmen zur ASP-Prophylaxe

Verstärkte Bejagung durch andere Personen als den Jagdausübungsberechtigten“ kann im Seuchenfall angeordnet werden

Die Bundesregierung hat in ihrer Sitzung vom 06.06. den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes beschlossen.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner:

„Ziel ist es, im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest, schnell Maßnahmen ergreifen zu können, um eine Verbreitung zu verhindern. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie tödlich sein kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland. Es besteht allerdings nach wie vor die Gefahr, dass die Krankheit nach Deutschland eingeschleppt wird. Dies hätte, neben den Auswirkungen auf die Tiere, schwere wirtschaftliche Folgen. Deshalb steht Prävention für mich an erster Stelle. Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgen – eine Infektionsquelle für Wildschweine. Deshalb haben wir eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet. Hier informieren wir online und mit Flyern und Plakaten an Tank- und Rastplätzen.

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Niedersachsen: SPD will Schiessnachweis ins Jagdgesetz heben

Die Verabschiedung des Gesetzesentwurf zur Novellierung des niedersächsischen Landesjagdgesetzes verzögert sich, weil die SPD die Vorlage kurzfristig gekippt hat. Dies erfolgte einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) zufolge aber nicht, wie gemutmaßt worden war, wegen etwaiger Bedenken gegen die im Gesetzesentwurf vorgesehene Intensivierung von Nutria- und Schwarzwildbejagung, sondern weil die Genossen einen verpflichtenden jährlichen Schießnachweis ins Landesjagdgesetz heben wollen. Dem Bericht zufolge soll der Gesetzesentwurf zwar unverändert dem Kabinett vorgelegt werden, die Sprecherin der SPD Landtagsfraktion für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landentwicklung, Karin Logemann, erklärte jedoch gegenüber der NOZ, es habe „jenseits des Entwurfes eine Änderung gegeben.“ Man sei nämlich übereingekommen, „im Laufe des Gesetzesverfahrens die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung eines jährlichen Schießnachweises für Jäger in die Novelle einzubauen“, so die NOZ. Dieser sei von der rot-grünen Vorgängerregierung geplant worden, die aber aufgrund „der vorgezogenen Neuwahlen mit ihrem Jagdgesetz gescheitert“ sei. Das ist natürlich ein guter Grund, die gescheiterte Politik in einer neuen Koalition fortzusetzen…

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Bayern: Jäger schießt sich in den Fuss

Fehler bei der Waffenhandhabung können nicht nur bei der Jägerprüfung unangenehme Folgen haben: Am Mittwochabend kam es bei Stockenweiler (Landkreis Lindau / Bodensee) zu einem schweren Unfall. Nachdem ein Jäger ein Tier erlegt hatte, wollte er mit seinem Gewehr vom Hochsitz absteigen. Beim Abstieg vom Hochsitz löste sich plötzlich ein Schuss und verletzte den Jäger am Mittelfuß schwer. Der 36-Jährige wurde umgehend vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Wangen gefahren. PM

Beitragsbild: Spannschieber an einer Jagdwaffe: Waffe gespannt bzw. gesichert? Geladen oder entladen? Waffenhandhabung muss auch im Adrenalintaumel sitzen. Foto: SE

Brandenburg. Berliner Ring wegen verletztem Wolf gesperrt

Auf dem östlichen Berliner Ring auf dem Zubringer zur A10 in der Nähe des Autobahndreiecks Barnim ist heute früh gegen 7 Uhr ein verletzter Wolf gefunden worden. Ein Autofahrer hatte den verletzten Wolf gegen 6.40 Uhr gemeldet. Die Polizei richtete daraufhin eine Vollsperrung der A11 vor dem Dreieck Barnim ein. Ob der Wolf angefahren wurde oder anderweitig verletzt wurde, steht noch nicht mit letzter Sicherheit fest: Laut Polizei wurde kein Unfallfahrzeug gemeldet oder ermittelt. Der Fundort des Wolfs liegt ungefähr 3,5 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Als die Polizei gegen 7.30 am Fundort eintraf, lag der offenbar schwer verletzte Wolf an der Betonbegrenzung des Zubringers. Der Amtstierarzt betäubte den Wolf mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr, später wurde er aufgrund der Schwere der Verletzungen eingeschläfert. Der Kadaver wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, der vermutlich eine weitere Untersuchung veranlassen wird. Erst um 10.30 konnte die Autobahn wieder freigegeben werden, es bildete sich ein erheblicher Rückstau. red.

Beitragsbild: Verletzter Wolf auf der A10. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser G.U. für den Hinweis!

Niedersachsen: Wolf auf der A27 totgefahren

Am Mittwoch um 11.25 Uhr kam es auf der A27 zwischen den Anschlussstellen Nordholz und Neuenwalde, Fahrtrichtung Bremen, zu einem Verkehrsunfall mit einem Wolf. Der Wolf querte die Fahrbahn und wurde von einem Pkw erfasst und getötet. Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden und musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Bei dem Wolf handelte es sich um ein männliches Tier. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Polen: ASP-Ausbruch in Grossbetrieb

In Szczyty-Nowodwory, einem Dorf im Powiat Bielski in der polnischen Woiwodschaft Podlachien an der Grenze zu Weißrussland ist es zu einem neuen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gekommen. Betroffen ist eine Schweinemastanlage mit 5909 Schweinen. 21 Schweine sind bisher erkrankt, zwei gestorben, wie aus einer Meldung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hervorgeht. Der neue ASP-Fall ereignete sich somit in einem Gebiet, in dem bereits strenge Restriktionen wegen der ASP in Kraft sind. Wie der Erreger in die Schweinemastanlage eingeschleppt wurde, konnte noch nicht festgestellt werden. Unter Landwirten wächst die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der ASP. red.

Beitragsbild: OIE-Meldung über den neuen ASP-Ausbruch in Polen. (Screenshot)

Bundesverfassungsgericht: Keine „Befriedung“ für juristische Personen

Verfassungsbeschwerden betreffend jagdrechtliche Befriedungsmöglichkeit für juristische Personen unzulässig

Die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat zwei Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen, die sich dagegen wenden, dass es juristischen Personen verwehrt ist, gemäß § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) einen auf Gewissensgründe gestützten Antrag auf Ruhen der Jagd (Befriedung) auf ihren zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehörenden Grundstücken zu stellen.

Sachverhalt:

Die Beschwerdeführerinnen sind juristische Personen und jeweils Eigentümerinnen eines Grundstücks, das in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk liegt. Nach den jagdrechtlichen Bestimmungen sind Eigentümer solcher Grundstücke verpflichtet, die Ausübung der Jagd auf wildlebende Tiere auf ihren Grundstücken zu dulden. Nach § 6a BJagdG können natürliche Personen einen Antrag auf Ruhen der Jagd (Befriedung) stellen, wenn sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen. Für juristische Personen besteht diese Möglichkeit nicht. Die Beschwerdeführerinnen rügen, der Gesetzgeber habe dadurch, dass er die Möglichkeit zur Befriedung von Grundstücken in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk nicht auf juristische Personen erstreckt habe, ihr Grundrecht aus Art. 3 Abs. 1 GG sowie ihr Recht auf eine ihrem Gewissen entsprechende Ausübung des Eigentumsrechts nach Art. 14 Abs. 1 GG verletzt.

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Hessen: Hessen will Waffenrecht wegen Messerangriffen verschärfen

+++ Hessen: Schonzeit für Fuchs und Waschbär in den Revieren des Rebhuhn-Hegerings Wetterau aufgehoben +++ USA: Führende Elchkuh attackiert Besucherin im Yellowstone Nationalpark +++

Hessen fordert auf IMK bundesweite Regelung für Waffenverbotszonen – Innenminister Peter Beuth: „Waffenverbotszonen erhöhen Kontrolldruck und sorgen für mehr Sicherheit.“ Extremisten sollen Waffen entzogen werden.

Hessens Innenminister Peter Beuth hat auf der Innenministerkonferenz (IMK) in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) angesichts zunehmender Messerangriffe im öffentlichen Raum ein bundesweit einheitliches Vorgehen zur Einrichtung von Waffenverbotszonen gefordert. Das teilt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport mit. Ob auch Fahrverbotszonen für LKW geschaffen werden sollen, geht aus der Pressemitteilung des Ministeriums nicht hervor, in der es weiter heißt: „Hessen schafft auf Landesebene hierfür derzeit die nötigen Voraussetzungen, damit Kommunen ihrerseits Waffenverbotszonen an bestimmten Plätzen einrichten können. Hessen will darüber hinaus erreichen, dass bundesweit ein generelles Waffenverbot rund um Kindergärten, Schulen, Bahnhöfe und bestimmten öffentlichen Einrichtungen erlassen wird.

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Forum Natur Brandenburg: „UMK muss beim Wolf die Handlungsunfähigkeit überwinden“

Anlässlich der am heutigen Mittwoch beginnenden Umweltministerkonferenz (UMK) weisen die Mitgliedsverbände im Forum Natur Brandenburg (FNB) auf den dringenden Handlungsbedarf für eine Neuordnung des Wolfsmanagements im Bund wie auch im Land hin. Der Bund ist aufgerufen, schnellstmöglich eine Reihe von rechtlichen Fehljustierungen zu korrigieren, die sich aus der Umsetzung der FFH-Richtlinie in nationales Recht ergeben, fordert das FNB: „Wenn der Bund die Länder weiterhin alleine lässt und ihnen nicht den notwendigen Handlungsspielraum für ein aktives Wolfsmanagement gibt, wird die Rückkehr der Wölfe in einem Desaster für den Wolf und die Weidetierhaltung enden“, stellt Gernot Schmidt, Vorsitzender im Forum, mit Verweis auf die dramatisch ansteigende Zahl von Nutztierrissen klar. Dass die Politik dabei dieselben Fehler wiederhole, die sie schon bei Kormoran und Biber gemacht habe, sei besonders unverständlich.

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Schweiz: Hitzige Debatte um Jagdgesetz-Novellierung im Ständerat

+++ Italien: Südtirol erarbeitet Regeln für Wolfsabschüsse +++

Erleichterter Wolfsabschuss beschlossen – Verbände drohen mit Referendum

Die geplante Novellierung des eidgenössischen Jagdgesetzes (JAWINA berichtete) ist im Schweizer Ständerat in einer mehr als vierstündigen Sitzung hitzig diskutiert worden. Nicht in allen Punkten wurde daher eine abschließende Entscheidung erreicht. Die Debatte soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Die Kernpunkte der Novellierung wurden vom Ständerat jedoch bereits mit 25 zu 20 Stimmen Mehrheit beschlossen: So dürfen Schweizer Behörden künftig nicht nur einzelne Individuen geschützter Arten zum Abschuss freigeben, sondern die Dezimierung ganzer Bestände erlauben. Die Bedingungen dafür sollen festgeschrieben werden. Wölfe sollen auch dann geschossen werden können, wenn sie zuvor keinen großen Schaden angerichtet haben, es soll zudem „keine absolute Pflicht zu Herdenschutzmassnahmen“ geben. Auch Biber und Luchse können in der Schweiz in Zukunft einfacher zum Abschuss freigegeben werden.

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Niedersachsen: Wolfsregulierung nach französischem Modell vorgeschlagen

Im Vorfeld des ab morgen (06.06.) in Bremen stattfindenden „Wolfsgipfels“ (Umweltministerkonferenz) hat sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) für eine Regulierung der Wolfspopulation nach französischem Vorbild ausgesprochen. Voraussetzung dafür sei, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation erreicht sei. „In Frankreich erfolgen eine Populationsgrößenabschätzung sowie eine Abschätzung der Wachstumsrate“, heißt es zur Erläuterung des französischen Modells in der Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Abgeordneten Jörg Hillmer (CDU): „Der Erhaltungszustand wird als günstig angesehen. Auf dieser Basis werden Quotenberechnungen und die Freigabe von Abschüssen in „Hot Spots“ durchgeführt. Dieses Vorgehen wird von der EU-Kommission intensiv beobachtet. Bislang ist noch kein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet worden.“

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DJV fordert Stärkung der Bejagung invasiver Prädatoren

Der DJV stellt anlässlich der Umweltministerkonferenz ein 5-Punkte-Papier vor: Die Jagd auf invasive Arten mit Falle und Waffe ist wirkungsvoll und tierschutzgerecht. Absurde Kastrationspläne der Tierschutzlobby für den Waschbär haben in Managementplänen keinen Platz.

Eingeschleppte Arten wie Waschbär, Mink oder Marderhund bedrohen die heimische Artenvielfalt und sollen nach EU-Vorgaben reduziert werden. Anlässlich der in dieser Woche stattfindenen Umweltministerkonferenz fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) von der Politik ein wissensbasiertes und praxisorientiertes Vorgehen bei der Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten. Dies kann nur auf Basis bundeseinheitlicher Standards gelingen, da Tiere keine Ländergrenzen kennen. Der DJV hat heute dazu ein 5-Punkte-Papier vorgelegt. Demnach ist die Jagd mit Falle und Waffe das wirkungsvollste tierschutzgerechte Instrument, um die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund, Mink und Co. einzudämmen. Die Jagd auf diese Tiere sollte laut DJV vereinfacht werden: Keine Verbote in Siedlungs- und Schutzgebieten und keine Schonzeiten. Der Elterntierschutz muss allerdings erhalten bleiben.

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Schweiz: Erleichterter Abschuss von Wolf, Luchs, Schwan und Biber

In der Schweiz steht die Novellierung des Jagdgesetzes an, diskutiert wird vor allem über die Herabsetzung des Schutzstatus und den in Folge erleichterten Abschuss von bislang streng geschützten Tierarten. Dabei geht es, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, in erster Linie um den Wolf, dessen Bestand auch in der Schweiz ansteigt und eine zunehmende Zahl von Nutztierrissen (ca. 150 pro Jahr) zur Folge hat. Vier Wolfsrudel, insgesamt etwa 40 bis 50 Tiere, soll es laut NZZ aktuell in der Schweiz geben. In der Schweiz sind Abschüsse von Wölfen möglich und wurden in des Vergangenheit auch schon mehrfach bewilligt, wenn ein Wolf eine bestimmte Zahl von Nutztieren gerissen hat. Dem Schafzüchterverband reicht das nicht, er fordert eine Neuverhandlung des Schutzstatus, damit Wölfe „unbürokratisch reguliert“ werden können.

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Dänemark: Parlament stimmt für ASP-Schutzzaun

Das dänische Parlament hat am Montag der Errichtung eines ca. 70 Kilometer langen Schutzzauns an der dänisch-deutschen Grenze zugestimmt. Der Zaun soll im Fall eines Seuchenausbruchs in Deutschland verhindern, dass mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschweine die Grenze nach Dänemark überwinden und so die fleischverarbeitende Industrie Dänemarks schützen, die einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt. Bisherigen Planungen zufolge soll der Schutzzaun 1,5 Meter hoch sein und, um eine Untergraben zu verhindern, einen halben Meter tief in die Erde eingelassen werden. Wasserflächen entlang des Verlaufs sollen mit Schwimmsperren gesichert werden, wie shz.de berichtet. Der Nutzen eines solchen ASP-Schutzzauns ist umstritten, da die sprunghafte Ausbreitung des ASP-Virus vor allem über illegal entsorgte Fleischreste erfolgte. Infizierte Wildschweine büßen innerhalb weniger Tage an Aktivität ein und sterben, so dass sie zunächst nur lokal den Erreger verbreiten – zumindest wenn die flächendeckende Ausbreitung z.B. durch entsprechende Ausdünnung der Wildschweinpopulation verhindert werden kann.

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