Aktuell

Niedersachsen: Wolfsriss im Freibad?

+++ „Stinkt zum Himmel“: Bahn lässt totgefahrene Wildschweinrotte einfach liegen +++ Zwölf Schafe gerissen: Der Wolf ist in den Niederlanden angekommen +++ Thüringen: Überfahrenes Tier ist kein Wolfs-Hybride, sondern Hund +++

Im Rosenbad in Bad Bevensen (Landkreis Uelzen) soll ein Wolf ein Reh gerissen haben. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung stehen zwar einem Bericht des NDR zufolge noch aus, aber der zuständige Wolfsgutachter sieht deutliche Hinweise für einen Wolf als Verursacher. Genannt wurden der markante Kehlbiss, zudem weist das Beutetier, anders als bei Rehen, die Opfer wildernder Hunde werden, keine weiteren Verletzungen auf. Auch typisch: Der Wolf öffnete die Bauchdecke und fraß zuerst die inneren Organe. Der vermeintliche Wolfsriss sorgt für Verunsicherung in Bad Bevensen, denn das Rosenbad liegt zwar am Waldrand, ist aber nur 250 Meter von der Innenstadt entfernt. Die Stadt wolle dem nun entgegentreten, schreibt der NDR, im Mai solle es eine Informationsveranstaltung über die von Wölfen (nicht) ausgehenden Gefahren geben. SE

Beitragsbild: Kehlbiss (in diesem Fall an einem Stück Damwild von einem Hund angebracht – Hunde mit nicht verkümmerten Instinkten können das also auch. (Symbolbild)). Foto: SE

Rezept: Nilgans à la Toulouse-Lautrec

Et voilà, das Nilgans-Rezept von JAWINA-Leser MH (in Abwandlung eines Originalrezepts von Henri de Toulouse-Lautrec ). MH schreibt dazu:

Hier das Rezept. Geht zwar um andere Enten, aber wegen der Flugstunden-Problematik habe ich irgendwann begonnen, Ente fast ausschließlich so zu kochen.

Die Stücke mache ich sehr klein und richte auch direkt auf Tellern an, Zutaten können durchaus variieren. Früher gab es bei uns oft Ente mit Steinpilzen, die ziehe ich natürlich Champignons vor, besonders wenn es nur Kulturpilze sind.

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Gansheitliches Denken

Eine problematische, sich rasch ausbreitende Tierart, genervte Anwohner, geschädigte Landwirte, zerstrittene Experten, hitzige Diskussionen um Zaunschutz, Bejagung und die Gefährdung der Bevölkerung und natürlich grüne Politiker, denen der Rundumschutz noch der gewöhnlichsten Tierart wichtiger ist als jedes berechtigte menschliche Interesse. Nein, die Rede ist nicht vom Wolf – sondern von der Nilgans. In dem Beitrag „Nicht minder anziehend ist ihr Wesen“ beschreibt Friederike Haupt in der FAZ das Leiden der Frankfurter an der Nilgans. Die Neozoen breiten sich massiv aus, die vom keimbelasteten Kot der Vögel verschmutzten Liege- und Badewiesen stellen eine Gesundheitsgefahr für Kinder dar, durch ihr aggressives Verhalten und ihre zahlenmäßige Übermacht vertreiben sie andere Vögel. Die Frankfurter Umweltdezernentin, laut FAZ „eine Grüne mit Biologie-Diplom und WWF-Vergangenheit“, lehnt die erwiesenermaßen effizienteste Vergrämungsmaßnahme ab: Auf keinen Fall sollen ein paar von den Vögeln abgeschossen werden – ein klarer Fall von gansheitlichem Denken.

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Bayern: Landkreis Regensburg richtet dezentrale Sammelstellen für Wildschweinkadaver und Aufbrüche ein

+++ Hessen: Landkreis Waldeck-Frankenberg schafft Desinfektionsschleuse für Fahrzeuge an +++ Bayern: Landkreis sucht „Verwahrstellen für tote Wildschweine

Der Landkreis Regensburg hat ein Konzept für die flächendeckende Sammlung und Entsorgung von Aufbruch (Schlachtabfälle) beziehungsweise Tierkörpern von Wildschweinen erarbeitet, das der Vorbeugung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) dienen soll. Landrätin Tanja Schweiger, der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Reinhold Schoierer, sowie der Leiter des Sachgebiets für öffentliche Sicherheit und Gewerbewesen, Karl Frank, haben die Maßnahmen am Mittwoch in einem Pressegespräch erläutert. Zudem haben sie die für den potenziellen Seuchenfall einzusetzende mobile Sammelstelle vorgestellt. Am Pressetermin nahmen weiterhin der Vorsitzende der Landes- arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ARGE) im BBV, Albert Robold, BBV-Kreisobmann Johann Mayer und der Vorsitzende des Bezirksjagdverbandes Regensburg, Wolfgang Kemnitz, teil.

Auf Anregung von Landrätin Tanja Schweiger hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen, einmalig die Kosten zur Aufstellung dezentraler Sammelbehälter zu übernehmen. Weil der Freistaat nur im Seuchenfall dafür Geld zur Verfügung stelle, hätten die Jäger als Anlieferer bei der Tierkörperverwertung selbst für die Kosten aufkommen müssen. Dies sei aus Sicht des Landkreises nicht zielführend, weswegen dieser die anfallenden Kosten übernehme, so die Landrätin.

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M-V: Backhaus beruft 6. Jagdbeirat

Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat gestern Abend die Mitglieder des Jagdbeirates der obersten Jagdbehörde für die nunmehr 6. Amtszeit berufen. Zugleich verabschiedete er die Jagdbeiratsmitglieder der abgelaufenen 5. Amtszeit. Der Minister dankte den Mitgliedern des bisherigen Jagdbeirates „für die kompetente Arbeit als beratendes Gremium für mich und meine Mitarbeiter der obersten Jagdbehörde in den zurückliegenden fünf Jahren“. „Jedes einzelne Mitglied im Jagdbeirat hat zur Entwicklung des Jagdwesens in unserem Bundesland und teilweise darüber hinaus beigetragen“, sagte der Minister.

Den Vorsitz des 6. Jagdbeirates hat wiederum Christian Lange, Leiter des Forstamtes Friedrichsmoor, inne, der dem Gremium bereits seit zehn Jahren vorsteht. Daneben gehören dem Jagdbeirat 16 weitere Personen an, je zwei aus den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Landesjägerschaft, Jagdgenossenschaften, Gemeinden, Fischerei, Naturschutz und Veterinärwesen.

Für die Tätigkeit des Gremiums nannte Minister Backhaus beispielhaft die Beratung bei allen Maßnahmen zur Verbeugung des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP), mit denen 2014 begonnen worden war, und die in das im Oktober 2017 aufgelegte 2-Millionen Euro-Sofortprogramm zur Schwarzwild-Reduzierung mündeten. „Inzwischen griffen andere Bundesländer unsere Erfahrungen auf und zogen nach“, so der Minister. Vom 1. Dezember 2017 bis zum 13. April 2018 hatte die Landesforstanstalt für bis dahin 20.380 Schwarzwildabschüsse und 1.326 Hundeeinsätze insgesamt 4.435 Anträge auf Aufwandsentschädigung aus dem Schwarzwildprogramm bearbeitet und 542.600 Euro ausgezahlt. Außerdem wirkte der Jagdbeirat beratend bei der Aufnahme von Rabenkrähe, Nebelkrähe, Elster, Nilgans und Nutria in das Jagdrecht sowie bei der zweckgebundenen Verwendung der Jagdabgabe mit.

Jagdbeiräte werden nach den Bestimmungen des Landesjagdgesetzes zur Beratung und Unterstützung in Angelegenheiten der jagdlichen Verwaltung für die Landkreise und kreisfreien Städte als untere Jagdbehörden sowie für das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt als oberste Jagdbehörde gebildet. Die Amtszeit der Jagdbeiräte beträgt fünf Jahre.

Während der Vorsitzende des Jagdbeirates durch die oberste Jagdbehörde nach Anhörung der Landesjägerschaft berufen wird, werden die weiteren Beiratsmitglieder jeweils auf Vorschlag der Fachverbände berufen. Für jeden Vertreter wird ein Stellvertreter benannt.

Der Jagdbeirat wird bei sämtlichen das Jagdwesen berührenden Rechtsetzungsvorhaben, wie z. B. Änderung des Landesjagdgesetzes, Erlassen einer Jagdverordnung oder Verwaltungsvorschrift durch das Ministerium um Stellungnahme gebeten. Darüber berät der Jagdbeirat das Ministerium bei der Durchführung von Projekten zur Förderung des Jagdwesens, die unter anderem aus Jagdabgabemitteln, einer Sondersteuer der Jägerscheininhaber, finanziert werden. Der Jagdbeirat hat darauf zu achten, dass die Mittel dieser Sondersteuer auch hundertprozentig entsprechend ihrer Zweckbindung verwendet werden. PM

Beitragsbild: Dr. Till Backhaus, Autor: Martin Kraft, Quelle: Wikipedia

Wildtierverluste bei der Mahd vermeiden

Landesjägerschaft, Landvolk und Landwirtschaftskammer Niedersachsen sprechen gemeinsame Empfehlungen aus

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen und sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN), Landvolk Niedersachsen und Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) aufmerksam. Für die jetzt bevorstehenden Mäharbeiten geben die drei Institutionen ihren Mitgliedern gemeinsame Empfehlungen.

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Hessen: Vereinfachtes Aufstellen von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden

Das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) hat ein Rundschreiben betr. die „Anordnung und Anbringung von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden“ versandt. Darin heißt es, dass mit dem „zwischenzeitlich abgelaufenen HMWVL-Erlass vom 13.01.2011 Vereinfachungen bei der Anordnung und Aufstellung von Verkehrszeichen bei Bewegungsjagden eingeführt“ wurden. Aufgrund „der seit Jahren zunehmenden Population insbesondere des Schwarzwildbestands [sic], den daraus resultierenden Gefahren durch Wildunfälle sowie den zusätzlichen Gefahren durch die Afrikanische Schweinepest liegt es weiterhin im öffentlichen Interesse, weiterhin eine einheitliche, vereinfachte Verfahrensweise bei der Anordnung und Anbringung von Verkehrszeichen im Zusammenhang mit Bewegungsjagden sicherzustellen.“

Und die „einheitliche, vereinfachte Verfahrensweise“ geht so:

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Showdown in Buckow

Zu einem denkwürdigen Zusammentreffen kam es am vergangenen Samstag im malerischen Buckow in der Märkischen Schweiz: Der Vorstand des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg (ÖJVB) hatte den Verf. zu einem „lebhaften Kamingespräch zum Großthema Jagd und Gesellschaft“ geladen, einer „engagierten Diskussion nicht nur zum Thema Wolf.“ Auch um „Image und gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd“ sollte es bei der Klausurtagung des ÖJVB-Vorstands gehen, wie der Journalist und stellvertretende Vorsitzende des ÖJVB, Eckhard Fuhr in seiner Einladung schrieb: Da tue sich einiges zur Zeit, meinte Fuhr im Hinblick auf die „beiden Jagdbücher von Frauen, die in diesem Frühjahr erschienen sind“, Pauline de Boks „Beute“ und Antje Joel „Jagd. Unsere Versöhnung mit der Natur“ sowie den Dokumentarfilm über die Jagd von Alice Agneskirchner, „der ein überaus positives Bild von Jagd und Jägern zeichnet.“ Es solle ein „Aufschlag“ geliefert werden, „ein kurzes Impulsreferat von außen“: Wir „könnten uns Sie als Referenten sehr gut vorstellen, gerade weil Sie ÖJV-Positionen eher kritisch bis ablehnend gegenüberstehen“, schrieb Fuhr. Einem anständigen „Sechs gegen einen“ sollte man nicht aus dem Weg gehen, also nahm ich die Einladung an.

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Zwei Wildunfälle mit Wölfen

In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben sich zwei Wildunfälle mit Wölfen ereignet: In Starßgräbchen, einem Ortsteil von Bernsdorf (Landkreis Bautzen) ist am Dienstag gegen 6.30 ein Wolf von einem PKW auf der Staatsstraße 94 erfasst und bei dem Unfall so schwer verletzt worden, dass er eingeschläfert werden musste.

Am Montagmorgen ist zwischen Kirch Jesar und Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vermutlich ein Wolf angefahren worden. Das Tier überschlug sich nach der Kollision mit dem PKW, lief dann aber davon und konnte auch im Rahmen einer Nachsuche nicht gefunden werden. Vermutlich wurde es bei dem Zusammenstoß nicht schwer verletzt. Die Polizei hat Tierhaare am Unfallauto gesichert, die nun durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie untersucht werden sollen.

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Jetzt im Bundestag: Anhörung zur Situation der Wölfe in Deutschland im Umweltausschuss

„Mit der Situation der Wölfe in Deutschland beschäftigt sich der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und nukleare Sicherheit am Mittwoch, 18. April 2018, in einer öffentlichen Anhörung,“ wie der Online-Dienst des Deutschen Bundestages informiert: Den geladenen Sachverständigen liegen Anträge der AfD, der FDP, der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen vor. Die Sitzung unter Vorsitz von Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen) beginnt um 10.30 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses und dauert zweieinhalb Stunden. Die Anhörung wird live im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen.“

Den Inhalt der Anträge fässt der Online-Dienst wie folgt zusammen:

„Der Titel des FDP-Antrags (19/584) lautet „Gefahr Wolf – Unkontrollierte Population stoppen“ (19/584). Die Linke hat ihren Antrag (19/581) mit „Herdenschutz – jetzt bundesweit wirkungsvoll durchsetzen“ (19/581) überschrieben. „Herdenschutz und Schutz des Menschen im ländlichen Raum – Wolfspopulation intelligent regulieren“ ist der Titel des Antrags der AfD (19/594), und die Grünen fordern „Rückkehr des Wolfes – Artenschutz und Herdenschutz zusammen denken“ (19/589).

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Bayern: Kabinett diskutiert „Aktionsplan Wolf“

Das bayerische Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung den „Bayerischen Aktionsplan Wolf“ diskutiert. Im Bericht von der Kabinettssitzung heißt es dazu: „Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Trotz internationalem Schutzstatus können nach geltender Rechtslage verhaltensauffällige Wölfe entnommen werden. Die Bayerische Staatsregierung bekennt sich zu einer flächendeckenden und dauerhaften Weidetierhaltung in Bayern. Um die Gefahr für die Bevölkerung, aber auch für Tiere auf ein Minimum zu reduzieren, soll durch den Bayerischen Aktionsplan Wolf die Größe der Wolfspopulation auf das artenschutzrechtlich Erforderliche begrenzt werden. Die Weidetierhaltung muss auch bei Wolfsanwesenheit ohne unzumutbare Mehraufwendungen flächendeckend und dauerhaft erhalten bleiben.“

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DJV-Flyer Hundearbeit im Wolfsgebiet überarbeitet

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers „Hundearbeit im Wolfsgebiet“ ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre „Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer“ veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

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DJV: PR-Handbuch „Wild auf Wild“ neu aufgelegt

Bereits nach wenigen Monaten war das PR-Handbuch vergriffen. Eine überarbeitete Auflage ist jetzt erhältlich. Der Leitfaden gibt praktische Tipps zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mit Schwerpunkt Wildbret. Mit der Kampagne „Wild auf Wild“ unterstützt der DJV die Öffentlichkeitsarbeit der Jäger.

Ob Gulasch oder Bratwurst – viele Jäger nutzen Wildbret, um auf Märkten oder Festen Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd zu machen. Jetzt hat der Deutsche Jagdverband (DJV) im Rahmen der Kampagne „Wild auf Wild“ das überarbeitete PR-Handbuch für Jäger herausgebracht. Darin finden Jäger viele Tipps und Informationen für den gelungenen Auftritt auf Veranstaltungen. Wildbret steht dabei im Fokus. Die erste Auflage war bereits nach wenigen Monaten vergriffen.

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Über 2000 neue ASP-Fälle seit Anfang des Jahres

Bis zum 8. April, also innerhalb der ersten 14 Wochen des Jahres, sind verschiedenen Medienberichten zufolge 2138 neue Nachweise von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in der EU und der Ukraine zu verzeichnen. In 2108 Fällen erkrankten Wildschweine, 30 Mal waren Hausschweine betroffen. Die Ausbreitung der ASP habe der EU Kommission zufolge deutliche zugenommen: In etwas mehr als einem Vierteljahr gebe es bereits halb so viele ASP-Infektionen wie im Vorjahr. Die meisten Fälle sind in Polen gemeldet worden. Dort sind insgesamt 971 ASP-Infektionen aufgetreten, vier davon bei Hausschweinen. In Litauen infizierten sich 646 Wildschweine, in Lettland 278. Die Ukraine meldete 21 Infektionen bei Haus- und 25 bei Wildschweinen, wobei diese geringen Zahlen möglicherweise auf unzureichende Kontrollen zurückzuführen seien. Auch in Estland, Tschechien, Rumänien sowie auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien ist ASP aufgetreten. In den baltischen Staaten und in Polen soll es allein in der ersten Aprilwoche Dutzende Neuinfektionen gegeben haben.

Beitragsbild: Wildschweine mit Jagdhund im Saugatter. (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Wolfspaar in der Dübener Heide nachgewiesen

In der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) ist ein Wolfspaar durch mehrere Fotofallenbilder bestätigt worden, wie das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ mitteilt. Seit dem letzten Monitoringjahr 2016/2017 liegen aus dem Gebiet Wolfshinweise vor, Ende Januar 2018 gelang der erste sichere Nachweis von 2 Wölfen (C1) in Form eines Fotos durch eine automatisch auslösende Wildkamera (Fotofalle). In den Folgemonaten wurden beide Tiere durch weitere Fotofallenbilder erneut bestätigt.

Darüber hinaus gibt es Einzelnachweise von Wölfen außerhalb ihres bekannten Vorkommensgebietes im Vogtlandkreis sowie in den Landkreisen Zwickau und Leipzig. Es ist noch unklar, ob diese Wölfe sich in den jeweiligen Regionen dauerhaft aufhalten, möglicherweise befinden sie sich auf Wanderschaft.

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Bayern: Jäger wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Im September 2012 hat ein heute 57 Jahre alter Jäger und Büchsenmacher bei Schönwald im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel einen 26jährigen erschossen. Wegen dieser Tat wurde der Mann nun vom Landgericht Hof zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das Gericht ging davon aus, dass sich der Schuss versehentlich gelöst habe, berichtet die Frankenpost. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Opfer wurde unmittelbar unter dem Hochsitz des Jägers von einer Kugel getroffen. Der Jäger hatte angegeben, dass sich beim Entladen der Waffe ein Schuss gelöst habe, ein Sachverständiger habe bestätigt, dass dies ein mögliches Szenario sei. Im Blut des Opfers war Medienberichten zufolge eine erhebliche Konzentration an Drogen festgestellt worden. Der junge Mann hatte sich wohl in Tschechien ausgiebig amüsiert und wollte dann benebelt die ca. 50 Kilometer bis zu seinem Wohnort laufen. In den Vorinstanzen war der Jäger bereits zu längeren Haftstrafen mit oder ohne Bewährung verurteilt worden. Der Jäger hat das jetzt ergangene Urteil angenommen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Frankenpost. (Screenshot)

Nabu NRW fordert entschiedenes Vorgehen gegen illegalen Umbruch von Feldwegen und Wegrändern

+++ Thüringen: Wolf im Saale-Orla Kreis gesichtet +++

Das Feldraine, die grünen Ränder zwischen Feld und Feldweg immer schmaler werden oder Feldwege umgepflügt werden und so ganz verschwinden, ist ein bekanntes Phänomen. Der Nabu NRW fordert jetzt ein Gegensteuern.

Der Nabu NRW fordert das Land Nordrhein-Westfalen und die Kommunen auf, entschieden gegen den illegalen Umbruch von Feldwegen und Wegrändern vorzugehen. Immer öfter würden diese wichtigen Lebensräume auch beackert, im Fall von Grünland früh gemäht, mit Pestiziden gespritzt und gedüngt – oft schon seit Jahren, so der Verein in einer Pressemitteilung. „Für den Schutz der Artenvielfalt sind Feldwege und Wegränder aber von großer Bedeutung“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW.

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Die Rettung der Welt in fünf Schritten – was Sie dafür tun können.

Ein Gastbeitrag von JAWINA-Leser JS, inspiriert durch Besuche einschlägiger Foren

1. Stellen Sie ihr Konsumverhalten um, werden Sie Veganer!

Wenn alle Menschen Veganer werden, gibt es kein Tierleid mehr und die Weltbevölkerung lässt sich viel einfacher und ohne Klimaschädigung ernähren! Das erzählen zumindest die Veganer. Die Tiere, die bei der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung verstümmelt oder getötet werden, lassen Sie besser unter den Tisch fallen. Solche Kollateralschäden müssen bei der Rettung der Welt in Kauf genommen werden.

Ganz wichtig! Erzählen Sie jedem – gefragt oder ungefragt – von Ihrer veganen Lebensweise! Nur so tritt die einzig vertretbare Lebensweise ins Bewusstsein der übrigen Bevölkerung. Wenn man Sie nach Mangelerscheinungen fragt, tun Sie das als Falschinformation der Fleischerzeugerlobby ab! Wenn Ihr Gegenüber das Gespräch abbricht oder den Blick senkt, wenn Sie auf Veganismus zu sprechen kommen, ist dies ein Zeichen des schlechten Gewissens. Sie sind auf dem richtigen Weg!

Vergessen Sie nicht, einen Vorrat Nahrungsergänzungsmittel mit in den Urlaub zu nehmen. Diese sind im Ausland häufig nicht so leicht verfügbar, wie im Szenebezirk Ihrer Großstadt.

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Backhaus: „Jäger haben guten Ruf im Land“

+++ Brandenburg: Wolf spaziert vormittags „seelenruhig“ durch Biesenthal +++ Bayern: Wildschwein verwüstet Wohnhaus +++ Polen: Kein Plan gegen ASP +++

„Ich bin dankbar dafür, dass mir im Land eine starke und kooperative Jägerschaft zur Seite steht. Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl. Ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement verdanken wir es, dass wir seit einem Jahr keinen Seuchenausbruch zu verzeichnen hatten“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Sonnabendvormittag auf der 29. Landesdelegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Die Jagd hat einen guten Ruf in der Bevölkerung“, so der Minister. „Auf 124 Einwohner kommt in MV ein Jäger. Damit hat unser Land die höchste Jägerdichte.“

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BJV lehnt Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht ab

Der Bayerische Jagdverband (BJV) lehnt – anders als der Deutsche Jagdverband – die Übernahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz strikt ab. Die bayerischen Jäger übernehmen nicht die alleinige Verantwortung für die Regulierung des Wolfes, betont Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke: „Wird im Einzelfall der Abschuss einzelner Tiere notwendig, so ist dies auch ohne die Übernahme ins Jagdrecht möglich. Wie das funktionieren kann, zeigt seit vielen Jahren das erfolgreiche Biber- und Kormoranmanagement in Bayern.“

Auch Biber und Kormoran unterliegen in Bayern nicht dem JagdrechtWird die Entnahme im Einzelfall aus öffentlichem Interesse notwendig, entscheidet das die zuständige Fachbehörde. Sie beauftragt dann die zuständigen Jäger.

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Laute Jagd in Unterfranken

Gemeinsame Anlagenprüfung der Brackenzuchtvereine

Das Wappen des fränkischen Städtchens Haßfurt ziert ein goldener Hase. Ob es sich dabei nur um einen heraldischen Bezug zum Ortsnamen handelt oder ob die Region in Unterfranken schon damals für seinen Hasenreichtum bekannt war, soll hier nicht weiter ausgeführt werden. In jedem Fall gab es am 7. April reichlich Hasen, als sich die Brackenzuchtvereine zu ihrer dritten gemeinsamen Anlagenprüfung in Rügheim trafen. Der Blick über den eigenen Tellerrand schadet nicht und daher pflegen der Deutsche Brackenverein, der Deutsche Bracken-Club, der Klub Tirolerbracke und der Verein Jagd-Beagle einen regen Austausch und eine gemeinsame Prüfungsordnung. Sinn und Zweck einer Anlagenprüfung ist es, die natürlichen Anlagen der jungen Bracken zu überprüfen, um Rückschlüsse auf den Zuchtwert der Elterntiere zu gewinnen. Die Hunde dürfen zur Prüfung nicht älter als 2 Jahre sein. Auf einer Anlagenprüfung kann man nicht durchfallen oder bestehen und da man Gene nicht in Preisklassen einteilen kann, findet auch keine Prämierung statt. Zum Zeitpunkt der Prüfung soll der Einfluss des Führers noch nicht zu groß sein, womit womöglich die Anlagen überdeckt werden könnten. Im Idealfall werden hier Hunde vorgestellt, die selbstbewusst, willensstark und sicher auch über eine längere Zeit laut einer Hasenspur folgen können. Damit sich die Anlagen auch wirklich gut ausbilden, sollten die Hunde vorher schon an Hasen gearbeitet haben.

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IZW bestätigt Verdacht des Wolfsbüros: Wolf illegal getötet

Der im Wendland tot aufgefundene Wolf wurde erschossen

Der am 6. April an der B493 zwischen Kapern und Gartow tot aufgefundene Wolf (JAWINA berichtete) wurde erschossen. Das ergaben die forensischen Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, wie das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) berichtet. In dem Kadaver des toten Rüden wurde ein Teilmantelgeschoss gefunden. Der Todeszeitpunkt lag vermutlich etwa eine Woche vor dem Fund des Kadavers. Die Untersuchungen ergaben außerdem, dass es sich bei dem Wolf nicht um ein ausgewachsenes Tier handelt, wie zunächst vermutet, sondern um ein Jungtier. Wie bereits berichtet, ermittelt in diesem Fall das Polizeikommissariat Lüchow.

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Schweiz: Jäger im Kanton Baselland fordern Nachtzielgeräte für die Waldjagd

Im Schweizer Kanton Baselland herrscht eine ziemlich spezielle Rechtslage, was den Einsatz von Nachtzielgeräten (NZG) für die Schwarzwildbejagung angeht: Schon vor einigen Jahren hat der Kanton acht NZG angeschafft, die er mittels Ausnahmebewilligung an Jäger ausleiht (!), wie die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) berichtet. Seit Oktober 2017 dürfen sich Jäger in dem Kanton NZG auch persönlich anschaffen – allerdings nur für die Jagd auf dem Feld, das Verbot, NZG im Wald einzusetzen blieb bestehen, so die BZ. Auf die rechtliche Situation haben sich mittlerweile anscheinend auch die Sauen eingestellt: Sie kommen, so klagt ein Jäger, mitunter über Wochen nicht aus dem Wald, weil sie wüssten, dass ihnen draußen Gefahr droht. Über 80 Prozent der Schwarzwildabschüsse im Kanton Baselland wurden im Feld durchgeführt. Im Jahresbericht des kantonalen Jagdverbands Jagd Baselland beklagen die Jäger nun, dass für „eine effiziente Bejagung in der Nacht im Wald die notwendigen Bewilligungen zum Einsatz von Nachtzielgeräten“ fehlen würden.

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Thüringen: Forstministerin wirbt für heimisches Wildbret

Forstministerin Birgit Keller (Die Linke) besuchte heute im Forsthaus Willrode bei Erfurt Thüringens einzigen landeseigenen Wildladen für küchenfertiges Wildbret. Seit 2011 verkauft die Landesforstanstalt in Produktionskooperation mit der Töttelstädter Fleisch- und Wurstwaren GmbH sowie anderen regionalen Unternehmen im Wildladen portionierte und veredelte, regionale Wildfleischprodukte sowie ergänzende Erzeugnisse. Hierzu wurde die ThüringenForst-eigene Marke „Wildgut – echt Wild direkt von ThüringenForst“  entwickelt. Zusätzlich werden Wildkochkurse und Wildgrillkurse angeboten. „Unsere Initiative soll dem Verbraucher das heimische Fleischprodukt Wildbret näherbringen. Wildbret ist ein hochwertiges Lebensmittel und liegt voll im Trend der leichten, fettarmen, aber biologisch vollwertigen Küche. Es ist bekömmlich und leicht verdaulich, was gerade für Senioren und Kinder wichtig ist“, so Ministerin Keller. Mit jährlich rund 20.000 Stück Wild tragen Thüringens Förster etwa ein Viertel der landesweiten Wildstrecke bei.

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DJV zum Positionspapier Wolf

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt der Deutsche Jagdverband (DJV) zum gerade veröffentlichten Positionspapier „Der Wolf in Deutschland“ Stellung darin heißt es:

Deutscher Jagdverband positioniert sich zum Wolf – DJV-Präsidium verabschiedet im April 2018 neue Wolfsposition

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in einem aktuellen Positionspapier zeitnah die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz, um bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf auszugestalten. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings wird so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreifftrupps installieren zu wollen. „Wenn es um die Entnahme von Wölfen geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

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DJV fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat ein Positionspapier „Der Wolf in Deutschland“ veröffentlicht, in dem unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert wird. Die Einstufung des Wolfes im Jahr 1992 in den Anhang IV der FFH-Richtlinie entstamme einer Zeit, als dieser über 130 Jahre auf heutigem deutschem Territorium nicht mehr regelmäßig vorkam und seine Rückkehr offenbar nicht erwartet wurde, heißt es in dem DJV-Positionspapier: „Der Wolf erfüllt heute nicht mehr die Kriterien für die Aufnahme in Anhang IV.“ Gefordert wird, den Wolf baldmöglichst von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie zu überführen sowie den Wolf „in den Katalog der bejagbaren Arten des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen.“

Die Aufnahme ins Jagdrecht sei unabhängig von einer Aufnahme in Anhang V der FFH-Richtlinie, auch Arten aus Anhang IV dürften unter bestimmten Voraussetzungen bejagt werden, stellt der DJV fest: Die Rechte der Jagdausübungsberechtigten und Jagdrechtsinhaber seien zu wahren, die „Einrichtung von staatlichen Fang- und Entnahmetrupps als Parallelstruktur zur Jägerschaft wird abgelehnt.“ Es seien verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, nach denen die fachlich qualifizierte Jägerschaft handeln kann. Gefordert wird auch eine gesetzliche Regelung für den „Ausgleich von Schäden durch Wölfe an Jagdhunden.“

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Brandenburg: Wolf reisst Kalb in Mutterkuhstall

In Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Wolf in einen Mutterkuhstall mit 250 Mutterkühen und 100 Kälbern eingedrungen und hat ein Kalb gerissen. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (LR)). Als der Tierpfleger um 5.30 Uhr morgens den Stall aufschloss, traf er den Wolf noch auf einem Futtertisch stehend an. Der Wolf ergriff dann die Flucht. Der Chef der Agrargenossenschaft sprach angesichts des Wolfsrisses in einem Stall von einer neuen Qualität und warnte vor den Folgen für die Tierhaltung: Die Ställe zu verrammeln, um die Kühe vor Wölfen zu schützen, widerspreche artgerechter Tierhaltung. Kühe bräuchten Luft, Licht und Auslauf. In Lindenau mache sich Angst breit, so die MAZ, schließlich liege der Kuhstall nicht abseits, sondern „gleich neben den ersten Häusern am Dorfrand“.

Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald nehmen die Schäden durch Wolfsrisse zu, Nutztierhalter fürchten um ihre Existenz, berichtet ebenfalls die Lausitzer Rundschau. Allein in Südbrandenburg „von der Neiße bis zur Elbe“ leben nach Auffassung eines in der LR zitierten „Wolfsexperten“ ca. 100 Wölfe. Ein Eingriff in die Population sei nicht notwendig, die maximale Populationsdichte sei erreicht – was indes fraglich erscheint, da die Dichte der Beutegreifer von der Dichte der Beutetiere bestimmt wird. Solange die Wölfe genug Wild- und Nutztiere finden, werden sich wohl auch neue Rudel in entsprechend kleineren Streifgebieten ansiedeln können.

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Französisches Kollektiv veröffentlicht Schockvideo von Wolfsangriffen

ACHTUNG: DAS VIDEO ENTHÄLT DRASTISCHE UND SCHOCKIERENDE AUFNAHMEN, DIE NICHT FÜR JEDEN NUTZER GEEIGNET SEIN KÖNNTEN!

Das französische Kollektiv L113 hat ein Video mit dem Titel „éthique et pâturage“ (Ethik und Weideland) veröffentlicht, das in drastischen Aufnahmen Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere zeigt. Das Video dokumentiert auch einen Wolfsangriff auf eine Schafherde, der mit dem Mythos vom schnellen Tod durch Kehlbiss ebenso aufräumen dürfte wie mit der Behauptung, der Wolf risse nur alte, schwache und junge Tiere.

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Niedersachsen: CDU-Agrarsprecher verabschieden „Stader Resolution“ – aktives Wolfsmanagement für die Bundesrepublik gefordert

Im Rahmen ihrer Klausur in Stade haben sich die agrarpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktionen auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit dem Wolf verständigt. In der „Stader Resolution“ fordern sie den Bund auf, ein aktives Wolfsmanagement zu etablieren, um so die Weidetierhaltung und Deichschäferei erhalten zu können. „Die Bundesregierung muss unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen einleiten, um den Fortbestand der Weidetierhaltung und der Schäferei sicherzustellen“, so der agrarpolitische Sprecher der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke. „In Abstimmung mit der Europäischen Kommission müssen endlich rechtliche Grundlagen für die Ausweisung wolfsfreier Zonen geschaffen werden.“ Das sei vor allem an den Küsten- und Flussdeichlinien entscheidend, wo herkömmliche Schutzmaßnahmen nicht greifen. „Außerdem brauchen wir Regelungen und Maßnahmen, die Weidetierhalter schnell und unbürokratisch für bisher entstandene und künftige Verluste entschädigen, die ihnen durch die Ausbreitung des Wolfes entstanden sind“, fordert Dammann-Tamke und rät, die bereits in Sachsen praktizierte Beweislastumkehr bei Nutztierrissen bundesweit einzuführen. Darüber seien sich die agrarpolitischen Sprecher in Stade einig gewesen.

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M-V: Zahl der Nandus ging leicht zurück

Bei der diesjährigen Frühjahrszählung der Nandus am 23. März im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee wurden insgesamt 205 Nandus gezählt. Akteure der Arbeitsgruppe Nandumonitoring, des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg, der lokalen Landwirte sowie Ranger und Mitarbeiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe registrierten 144 Altvögel, 38 Jungvögel, die im vergangenen Jahr geschlüpft waren, und 23 Tiere, deren Alter und Geschlecht aus großer Distanz nicht differenziert werden konnte.

Bei der Herbstzählung im November 2017 waren insgesamt 244 Tiere bestimmt worden. Ob der kalte und lange Winter eine Rolle bei der Dezimierung der Population spielte oder ob die erfolgte Eiermanipulation Einfluss auf die Fortpflanzung hatte, wird derzeit untersucht.

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Niedersachsen: Landkreis Göttingen halbiert Trichinengebühr

Andere Bundesländer übernehmen die Gebühren für die Trichinenuntersuchungen erlegter Wildschweine komplett, doch so weit wollte der Landkreis Göttingen die Großzügigkeit offenbar nicht treiben: Immerhin senkt der Landkreis auf Anregung der Jägerschaften die Gebühren: Für die Trichinenuntersuchung werden je erlegtem Wildschwein künftig 5 Euro fällig, teilt der Landkreis mit. Damit werde die Gebühr in etwa halbiert.Die Kreisverwaltung reagiere mit diesem Schrittauf eine Anregung der vier Jägerschaften im Landkreis Göttingen. Diese hatten in einem gemeinsamen Schreiben die Absenkung auf 5 Euro angeregt. Hintergrund sei die Afrikanische Schweinpest. Die intensive Bejagung von Schwarzwild ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme gegen die Ausbreitung dieser Tierseuche.Die Gebührensenkung tritt zum 15.04.2018 in Kraftund ist gültig für das laufende Jagdjahr (bis 31.03.2019). Die Regelung gilt ausschließlich für Wildschweine, die im Gebiet des Landkreises Göttingen erlegt wurden.Der Erlegungsort muss im Wildursprungsschein vermerkt sein. Andernfalls bleibt es bei der bisherigen Gebühr. PM

Beitragsbild: Bestätigung über durchgeführte Trichinen-Untersuchung im Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: SE

IWA-Nachlese: Elektronisches Waffenhandelsbuch TTE-Waffenkartei

Ab 2019 wird es gesetzlich vorgeschrieben sein, dass bestimmte Transaktionen zwischen Waffenherstellern und –händlern an das Nationale Waffenregister (NWR) gemeldet werden. Das bedeutet beträchtlichen Mehraufwand für Händler und Hersteller durch die Umstellung auf neue Prozesse und weitere Behördenmeldungen. Denn die gesetzlichen Regelungen zum NWR sehen z.B. vor, dass künftig der gesamte„Lebenszyklus“ einer Waffe abgebildet werden soll, d.h. der vollständige Weg von Herstellung bzw. Import über verschiedene Besitzer bis hin zur Vernichtung oder Export. Da die momentan auf Waffen angebrachten Seriennummern  nicht eindeutig sind, werden zur eindeutigen Identifikation von Waffen bzw. Waffenteilen künftig sogenannte NWR-IDs (ca. 20-stellig) angewendet, die zentral vergeben werden. Gesetzlich relevante Daten wie Seriennummern zu Waffen bzw. Waffenteilen sind ebenfalls an das NWR zu senden: Es soll zu jeder Zeit klar sein, wo sich welche Waffe bzw. welches Waffenteil befindet.

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NRW: Staupefälle im Kreis Düren

Im Kreis Düren sind erneut drei mit dem hochansteckenden Staupe-Virus infizierte Füchse gefunden worden. Die betroffenen Reviere lagen dieses Mal im Raum Titz und Jülich. Die Kreisjägerschaft Düren und Veterinärmediziner des Kreises Düren raten Hundehaltern deshalb, ihre Tiere gegen das Virus impfen zu lassen. Für Menschen ist die Staupe nicht gefährlich.
Infektion führt in der Regel zum Tod des Tieres

Die Staupe ist eine für den Haushund gefährliche Infektionskrankheit. Insbesondere Hunde, die regelmäßig in der freien Natur ausgeführt oder eingesetzt werden – wie Hüte- oder Jagdhunde -, können sich infizieren. Die Infektion mit dem Virus erfolgt durch die Luft und das Maul über die Schleimhäute der oberen Atem- und Verdauungswege. Sie führt in der Regel zum Tod. Die Krankheit hat sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit unter hiesigen Wildtieren (Fuchs, Dachs, Iltis, Marder, Wiesel, Waschbär) sehr stark ausgebreitet. Im Kreis Düren sind im vergangenen Jahr an Staupe verendete Füchse in den Kommunen Vettweiß, Nörvenich und Merzenich sowie im Stadtgebiet Düren gefunden worden.

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Brandenburg: Erneuter Wolfsangriff auf Hund

+++ Brandenburg: Wolf aus Tierpark entlaufen +++

Wenige Wochen nach der Tötung einer Bracke durch einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg, soll es in Brandenburg zu einer neuen Wolfsattacke auf einen Hund gekommen sein. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) unternahm der pensionierte Förster Peter Keibel am Karfreitag in Begleitung der sieben Jahre alten Jack-Russel-Hündin seiner Enkelin einen Spaziergang im Zehdenicker Stadtwald (Landkreis Oberhavel), den der Forstmann weiterhin betreut und bejagt. Gegen 9.30 Uhr kontrollierte er eine Wildkamera, als er die Hündin aufschreien hörte. Im nächsten Moment habe er die Hündin, gefolgt vom Wolf, weglaufen sehen. Auf seinen Pfiff kam die verletzte Hündin zurück. Die Fangzähne des Wolfs hatten tiefe Bisswunden in Hinterlauf und Rumpf gerissen, aber keine inneren Organe verletzt, so die MAZ. Neun Minuten vor dem Angriff hatte Keibels Wildkamera einen Wolf aufgenommen. Für ihn besteht kein Zweifel, dass dieser Wolf diesen Angriff verursacht hat.

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Stil und Äktschn: Die Steel Action HS in der Jagdpraxis

Wie bewährt sich der neue Geradezugrepetierer Steel Action HS in der Jagdpraxis – JAWINA-Leser hunter69 hat die Waffe in der Drückjagdsaison wie auf dem Ansitz gründlich erprobt.

Ende 2016 rumorte es auf einschlägigen Internetseiten mit einer Ankündigung eines neuen Geradezugrepetieres namens Steel Action. Viel war zum Anfang nicht rauszubekommen, doch langsam lüftete sich etwas der Schleier und die ersten Bilder tauchten auf, mit der Ankündigung, dass die Vorstellung auf der IWA 2017 erfolge.

So weit so gut, liebäugelte ich doch gerade mit einem anderen Geradezugrepetierer eines deutschen Herstellers, der für Herzblut, Handwerk und korrekte Preise steht, anstatt mit gut gemachtem Marketing seine Produkte an die teilweise engstirnige Kundschaft zu bringen. Was mich aber an diesem Repetierer störte, war die sehr kleine Sicherung und der gewöhnungsbedürftige Handspanner. Das wurde schon besser und in einem von anderen Herstellern gelöst.

Nun kommt ein Büchsenmacher aus Köln daher und versucht den großen Machern der Branche die Stirn zu bieten. Geht ja wohl gar nicht! Doch genau mein Ding. Die Steel Action wurde auf der IWA vorgestellt (siehe auch hier), ein Kumpel war auf dem Stand und war begeistert. Nun gings ans Recherchieren. Telefon raus und Steel Action angerufen. Alle Fragen wurden kompetent beantwortet, Sonderwünsche na klar – kein Thema, aber diese wurden auch mal hinterfragt und korrigiert. Kaufentscheidung garantiert nicht heute und hier am Telefon, weil ich die Katze nicht im Sack kaufe.  Anstatt betretenem Schweigen kam vom anderen Ende ein kurzes „na klar, nehmen sie die Waffe ruhig in die Hand und schießen sie damit, sie werden begeistert sein.“

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