Brandenburg: Erneuter Wolfsangriff auf Hund

+++ Brandenburg: Wolf aus Tierpark entlaufen +++

Wenige Wochen nach der Tötung einer Bracke durch einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg, soll es in Brandenburg zu einer neuen Wolfsattacke auf einen Hund gekommen sein. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) unternahm der pensionierte Förster Peter Keibel am Karfreitag in Begleitung der sieben Jahre alten Jack-Russel-Hündin seiner Enkelin einen Spaziergang im Zehdenicker Stadtwald (Landkreis Oberhavel), den der Forstmann weiterhin betreut und bejagt. Gegen 9.30 Uhr kontrollierte er eine Wildkamera, als er die Hündin aufschreien hörte. Im nächsten Moment habe er die Hündin, gefolgt vom Wolf, weglaufen sehen. Auf seinen Pfiff kam die verletzte Hündin zurück. Die Fangzähne des Wolfs hatten tiefe Bisswunden in Hinterlauf und Rumpf gerissen, aber keine inneren Organe verletzt, so die MAZ. Neun Minuten vor dem Angriff hatte Keibels Wildkamera einen Wolf aufgenommen. Für ihn besteht kein Zweifel, dass dieser Wolf diesen Angriff verursacht hat.

Er habe lange überlegt, ob er den Vorfall öffentlich mache, sagte Keibel zur MAZ. Aber er habe andere Hundebesitzer warnen wollen. Der Wolf kenne kein Pardon, wenn es darum gehe, Nahrungskonkurrenten in seinem Revier auszuschalten, so Keibel. Die eingewanderten Wölfe hätten jedoch keine Angst mehr vor den Menschen. Deren weitere unkontrollierte Ausbreitung müsse daher zwangsläufig zu Konflikten führen. Der zuständige Wolfsbeauftragte hat inzwischen bestätigt, dass das von Keibels Wildkamera aufgenommene Bild einen Wolf zeigt. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der MAZ.

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS, AHe uns JG für ihre Hinweise!

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