Brandenburg: Dänischer Jagdgast erlegt Wolf

Ein Jagdgast aus Dänemark hat auf einer Drückjagd bei Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Wolf erlegt. Der Jagdleiter hat am Donnerstag Anzeige gegen den Jäger erstattet. Der Kadaver wurde im Auftrag des Landesumweltamtes sichergestellt und aufbewahrt. Der Wolf ist in Deutschland zwar streng geschützt, aber weder vom Aussterben bedroht noch besonders selten. red.

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern NoS und MF für den Hinweis!

Beitragsbild: Ansitzbock mit Jagdgast (Symbolbild). Foto: SE

4 Gedanken zu „Brandenburg: Dänischer Jagdgast erlegt Wolf

  1. Ralf K.

    Es wird eine Zeit kommen, vielleicht in gar nicht allzu ferner Zukunft, da wird der Wolf im Jagdrecht sein. Es ist ein Politikum, das unnatürlich ist und hoffenlich bald zu Ende ist.
    Der Wolf ist Wild. Und er ist, wie im Artikel beschrieben, weder vom Aussterben bedroht, noch besonders selten.
    Für Wild sind Jäger zuständig. Auch der Wolf wird in nicht allzu ferner Zukunft dem Jagdrecht unterliegen müssen- mit allem, was dazugehört. Alles andere wäre Utopie.
    Es liegt einzig an der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für die Übernahme von Wölfen ins Jagdrecht zu schaffen. Der wichtigste Punkt der Wildschäden durch Wölfe müsste geklärt werden. Anders geht’s nicht.

    Ist der Wolf im Jagdrecht mit einer Jagdzeit, wird die Bejagung für eine „normale“ Vergrämung sorgen. In Problemfällen müssen keine Anträge mehr gestellt werden.
    Über die Jagdzeit müsste die Wissenschaft entscheiden. Am besten nach der Ranzzeit? Tragzeit 9 Wochen? Also Jagdzeit am Besten zwischen Ranz und dem Wölfen? Im März? Das wäre knapp- aber zu machen.
    Ich behaupte, dass sich die Jäger hierzulande der Hege der jagdbaren Tiere verschrieben haben. Mir geht’s nicht anders. Ich würde auch Wölfe schützen – und nicht ausrotten wie von Jagdgegnern immer behauptet. Aber das kann man nur nachvollziehen, wenn man selbst Jäger ist. Es ist Verantwortung, der wir Jäger täglich gerecht werden (müssen). Warum entzieht man uns diese Verantwortung für die Wölfe bislang?

    @Politik: es wird Zeit!

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  2. Jörg

    Der Wolf hat nichts im Jagdrecht zu suchen. Sollen die seiner Herr werden die ihn geholt haben. Wie, das ist mir egal, wegen mir sollen sie die Wehrmacht oder sonst wen beauftragen. Nicht eine Patrone wurde ich für den hergeben. Wer so dämlich ist und sich wieder besseren Wissens gegen die Ordnungen aufbegehrt, welche die Altvorderen aus klugen Gründen geschaffen haben der hat es nicht besser verdient. Ihre Kinder soll er holen und ihr Golden Retriever gleich mit dazu.

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  3. Manfred Venske

    Ich bin dafür, daß sich diejenigen um die Wölfe kümmern sollen, die diese hier eingeführt haben. Wir Jäger sollten uns aus dieser Angelegenheit heraushalten. Laßt die Erkenntnis, die wir von Anfang an besessen haben, auch ruhig bei anderen reifen. Lasst die Wölfe sich weiter unkontrolliert verbreiten. Man wird uns eines Tages anflehen, etwas zu unternehmen. Aber auch dann laßt den Finger dem Wolf gegenüber gerade. Die Schreihälse, die uns Jäger Mörder nennen, unsere Jagden verhindern wollen, Hochsitze und Kanzeln beschädigen, sollen allein damit fertig werden. Und die Politik… kann ruhig in die Klemme geraten. Die machen uns ohnehin mit immer neuen Gesetzen und Vorschriften das Leben schwer. Die zur Zeit Geschädigten haben selbst alle Mittel in der Hand, um ihr Hab und Gut zu schützen. Früher hatte jeder Bauer einen Dreschflegel oder Sense. Spaten oder Forke macht es aber auch. Fallen gibt es ebenfalls zu kaufen und eine Fallgrube ist auch schnell mal ausgehoben. Haben die Bauern verlernt, wie man Giftköder auslegt? Der Hächsler macht dann die Restarbeit und Greife und das übrige Raubwild freut sich über eine zusätzliche eiweißreiche Nahrung. Waidgenossen, auch wenn Muffel, Reh und Sau durch den Wolf gejagd und dezimiert werden, unsere Hunde mal nicht mehr frei stöbern können, der Wolf ist nicht unser Problem. Wir sind doch stark genug, um das auszusitzen. Laßt uns wenigstens in dieser Phase zusammen stehen und nicht zum Spielball von Interessenverbänden werden.

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  4. Grimbart

    Forderungen von Seiten der Jägerschaft den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen halte auch ich für kontraproduktiv. In der öffentlichen Diskussion können wir da nur verlieren. Am besten wäre es, wenn man Jäger“zwangsverpflichten“ müsste, bevor sie Wölfe schießen.

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