Brandenburg. Berliner Ring wegen verletztem Wolf gesperrt

Auf dem östlichen Berliner Ring auf dem Zubringer zur A10 in der Nähe des Autobahndreiecks Barnim ist heute früh gegen 7 Uhr ein verletzter Wolf gefunden worden. Ein Autofahrer hatte den verletzten Wolf gegen 6.40 Uhr gemeldet. Die Polizei richtete daraufhin eine Vollsperrung der A11 vor dem Dreieck Barnim ein. Ob der Wolf angefahren wurde oder anderweitig verletzt wurde, steht noch nicht mit letzter Sicherheit fest: Laut Polizei wurde kein Unfallfahrzeug gemeldet oder ermittelt. Der Fundort des Wolfs liegt ungefähr 3,5 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Als die Polizei gegen 7.30 am Fundort eintraf, lag der offenbar schwer verletzte Wolf an der Betonbegrenzung des Zubringers. Der Amtstierarzt betäubte den Wolf mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr, später wurde er aufgrund der Schwere der Verletzungen eingeschläfert. Der Kadaver wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, der vermutlich eine weitere Untersuchung veranlassen wird. Erst um 10.30 konnte die Autobahn wieder freigegeben werden, es bildete sich ein erheblicher Rückstau. red.

Beitragsbild: Verletzter Wolf auf der A10. Foto: Polizei

Die Red. dankt JAWINA-Leser G.U. für den Hinweis!

5 Gedanken zu „Brandenburg. Berliner Ring wegen verletztem Wolf gesperrt

  1. Ralf

    Ist die zunehmende Zahl der angefahrenen und überfahrenen Wölfe jetzt ein Zeichen für „Günstigen Erhaltungszustand“ oder nicht?
    Lese ich es richtig, dass die Meldung 6:40 Uhr einging, die Autobahn bis 10:30 Uhr voll gesperrt war mit allen sich daraus ergebenden Gefahren (z.B. Auffahrunfälle mit bis zu tödlichen Unfällen am Stauende für die Verkehrsteilnehmer)?

    Ich fasse zusammen, dass der Wolf ca. 6:40 Uhr (oder wieviel früher?) bis ca. 10:30 Uhr leiden musste, um dann endlich durch einen erschienenen Amtstierarzt von seinen Leiden erlöst zu werden. VIER STUNDEN! Als Polizeibeamter vor Ort, der das VIER Stunden mit ansehen muss… . Ich könnte vermutlich erstmal nicht vernünftig schlafen.

    Ich hoffe für die Wölfe und die Menschen (die sowas mit ansehen müssen), dass man mit den steigenden Wolfbeständen sobald wie möglich zu einer tierschutzgerechteren und im Grunde genommen auch logischeren Verfahrensweise – auch rechtlich gesehen- wechselt. Eine möglichst schnelle Erlösung muss in Zukunft auch durch den/die Jagdberechtigte/n möglich werden! Dafür müsste der Wolf bundesweit ins Jagdrecht überführt werden.
    Wenn ich die genannte Zeitspanne bis zur Erlösung betrachte, dann braucht mir kein „Tierrechtsexperte“ entgegenhalten, dass die gegenwärtige Verfahrensweise „gut“ für die Wölfe ist.
    Ich bitte dringend um Nachbesserung!

    Antworten
  2. StefanM

    Welche Untersuchung will der zuständige Wolfsbeauftragte auf Steuerzahlerkosten einleiten?, etwa das es sich um einen Wolf handelt?

    Antworten
    1. Anko

      Vermutlich will man untersuchen, ob der Wolf tatsächlich durch Verkehr oder möglicherweise tierschutzwidrig durch einen Schuss verletzt auf der Fahrbahn landete. Dass die ganze Prozedur des Einsatzes nach Auffinden des schwerverletzten Wolfes am Fahrbahnrand bis zu dessen Erlösung die eigentliche Qual war, interessiert bei dem Untersuchungsauftrag sicher nicht.

      Antworten
  3. Kr.-Itisch

    Wenn ich, als Jäger und sehenden Auges, ein Reh oder Wildschwein 4 Stunden leiden lasse, riskiere ich, und das nicht zu Untrecht, eine Anzeige im Rahmen des Tierschutzrechtes.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.