BfN: „Sachinformationen nicht zielführend“

Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Öffentlichkeit manipuliert

JAWINA-Leser MH verdanken wir einen interessanten Hinweis (veröffentlicht als Kommentar zum Beitrag „BfN prescht beim Wolf vor – Backhaus äussert „Unverständnis“), der zeigt, wie das BfN die Öffentlichkeit strategisch manipuliert, um seine Ziele zu erreichen. Staatliche Neutralität? Fehlanzeige. Das verdeutlicht auch: Die Veröffentlichung der umstrittenen Handlungsempfehlungen Wolf zu diesem Zeitpunkt dürfte kein Zufall oder Ungeschick gewesen sein, sondern Teil der Strategie, die „Diskursmacht des Naturschutzes“ auszubauen „zu einem frühen Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit zu diesem Thema noch gering ist.“

JAWINA-Leser MH schreibt:

BfN und der Wolf?! Guckst Du hier:

https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/skript213.pdf

Seite 23:

„Für eine Aufnahme in die politische Agenda ist eine sich selbst tragende öffentliche Thematisierung bereits vor der Programmformulierung notwendig. Der Ruf nach der Hilfe durch den Naturschutz muss von außen öffentlich an diesen herangetragen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Problembewusstsein der verschiedenen Teilöffentlichkeiten strategisch vorzubereiten. Der Einsatz von Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit ist dabei unerlässlich.

Zu einem frühen Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit zu diesem Thema noch gering ist, muss der Naturschutz seine Diskursmacht ausbauen. Diskurslinien und -schwerpunkte sind in dieser Phase noch nicht verfestigt und daher formbar. Zur Initiierung eines IAS Diskurses sind Sachinformationen nicht zielführend. Zur Erzeugung von Aufmerksamkeit gilt es, das Thema IAS zu emotionalisieren.

Die gewonnene Deutungsmacht muss dazu genutzt werden, die eigenen Kompetenzen als Helfer herauszustellen. Eine Koalition mit Partnern, die die gleichen Interessen verfolgen, wird diese Position stärken.“

Noch Fragen?

Beitragsbild: Ausschnitt aus dem BfN-Strategiepapier „Grundlagen für die Entwicklung einer nationalen Strategie gegen invasive gebietsfremde Arten“ von Christiane Hubo, Elke Jumpertz, Max Krott, Lilly Nockemann, Arthur Steinmann und Ingo Bräuer (Screenshot).

6 Gedanken zu „BfN: „Sachinformationen nicht zielführend“

  1. Ronbi

    Ja lieber Bürger, du hast zwar grad gewählt, nur Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

    Gewöhn dich an den Gedanken, Du hast nichts zu sagen.

    Aber du darfst dich gern manipulieren lassen.

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  2. Anton Maas

    Ich wünsche mir, dass diese Volksverblödung und Volksmanipulation des BfN auch schnellstens von den „großen Medien“ aufgegriffen und thematisiert wird, zumindest von den großen Jagdzeitschriften.

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  3. MH

    Ehre, wem Ehre gebührt.

    Meine Info stammt von hier:

    jagdrechtsblog.com/bald-steppt-der-baer-die-volksverdummung-geht-weiter/

    Gruß+WH

    MH

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  4. Grimbart

    Erst mal die Lufthohheit erlangen und dann sein Süppchen kochen. Wer sitzt da noch mal mit im BfN? War das nicht der ehemalige Vorsitzende des Nabu? Nachtigall ick hör dir trapsen.

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  5. Ralf

    Es zeigt sich deutlich, dass Interessenvertreter des Nabu (z.B. ex-Nabu-Vorsitzender Flasbarth, jetzt Umweltstaatssekretär) Regierungsarbeit für ihre Lobbyzwecke machen. Welche Zielgerichtetheit in Richtung einer nuturromantischen Verklärtheit sich derzeit ergibt und in die Zukunft fortsetzen wird, ist hier offenkundig.
    Die diesbezüglich gesteuerte Politik hat sich teilweise von der Realität (Stichwort: Probleme der Landbevölkerung mit Wölfen nehmen zwar zu, werden trotzdem in Abrede gestellt- die Entwicklung ist egal) entfernt.
    Probleme, wie das Wolfproblem, was aus der Sicht des BfN irgendwie ausgeblendet zu sein scheint, haben sich der Realitätsbezogenheit entzogen.
    Mir drängt sich folgender Gedanke auf:
    Die Naturschutzverbände wie BUND und Nabu versuchen, Macht zu erhalten und zu gewinnen. Dies könnte vielleicht auch daran liegen, dass BUND und Nabu mit Naturschutzthemen (wie dem Wolf) Geld verdienen. So manches Mitglied verdient möglicherweise seinen Lebensunterhalt damit.
    So verwundert es kaum, dass derzeit auf „Teufel komm raus“ alle Register in der Machtstellung innerhalb der Bundesregierung gezogen werden, um nochmal „alles zu regeln“.

    Nur:
    Die Lobbyinteressen scheinen derart groß zu sein, dass sogar Probleme mit dem Wolf kleingeredet werden. So wird die Weidetierhaltung irgendwann nicht mehr möglich, oder zumindest nur noch mit regelmäßigen Verlusten möglich sein. Das zukünftig verstärkte Zusammentreffen zwischen Menschen und Wölfen wird jetzt schon als „normal“ verkauft. Das ist es aber eben nicht! Es wird Zeit, dass Frau Merkel endlich aufwacht und personelle Konsequenzen diesbezüglich in der Regierungsneubildung zieht. Ich hoffe, sie tut es!

    Ich hofffe für die Menschen in Deutschland, dass es sich mit der Macht von BUND und Nabu irgendwann so verhält wie mit der Kirche nach der Reformation. Es darf aus meiner Sicht nicht so sein, dass diese Interessenverbände das bäuerliche Landleben gegen die Wand fahren.

    Es liegt aber auch an jedem Einzelnen:
    Wir Jäger müssen noch weiter aus unserem Haus herauskommen und für unsere Interessen einstehen. Passivität wird bestraft. Dann ist Jagd irgendwann wirklich nur noch Schädlingsbekämpfung und hat nichts mehr mit Kultur zu tun.

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  6. Willi Halbgewachs

    Wolfgang Lipps hat schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen
    jagdrechtsblog.com/woelfe-deutschland-die-grosse-volksverdummung/

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