Bayern: Jagdverband fordert staatliche Übernahme von Gebühren

Vor dem Hintergrund der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Tschechien (JAWINA berichtete), fordert der Bayerische Jagdverband (BJV) seine Mitglieder auf, die Jagd auf Wildschweine weiter zu intensivieren und forderte eine staatliche Übernahme der Gebühren, die im Zusammenhang mit der Schwarzwildbejagung anfallen. BJV-Vizepräsident Dr. Günther Baumer erklärte, eine Kostenübernahme bei der Trichinenuntersuchung, der Konfiskatentsorgung sowie bei der Verkehrssicherung im Rahmen von revierübergreifenden Drückjagden sei zwingend notwendig, um die Motivation der Jägerinnen und Jäger aufrecht zu erhalten. Das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz kündigte eine Prüfung dieser Forderungen aus gegebenem Anlass an.

Der BJV appelliert an die Jägerschaft, vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) der zuständigen Behörde zu melden und geeignete Proben (Blut, Lymphknoten, Milz, Lunge) amtlich untersuchen zu lassen. Die Jägerinnen und Jäger sollten in Alarmbereitschaft sein und Auffälligkeiten im eigenen Revier unverzüglich dem Veterinäramt mitzuteilen. Das bestehende ASP-Monitoring, das seit 2014 durchgeführt wird, soll als „Frühwarnsystem“ fungieren und möglichweise aufgrund der aktuellen Lage im gesamten Freistaat ausgeweitet werden.

Zum Thema „Afrikanische Schweinepest“ wird in Kürze eine Expertentagung mit dem böhmisch-mährischen Jagdverband und bayerischen und tschechischen Veterinären in der BJV-Außenstelle Mauth tagen. PM

Beitragsbild: Formular über durchgeführte Trichinenuntersuchung in Brandenburg. Foto: SE

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